
Zur Wahl aufgerufen waren rund 15.400 Einwohnerinnen und Einwohner der sogenannten Großen Kreisstadt im Südwesten Sachsens. Im ersten Wahlgang am 10. Mai hatte keiner der insgesamt fünf Kandidaten die erforderliche Mehrheit erreicht. Am Sonntag nun erreichte laut den kommunizierten Ergebnissen Hoffmann 5.007 und Hartung 4.499 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 62 Prozent.
Die Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten war auch deshalb überregional mit Spannung erwartet worden, weil mit Hartung erstmals ein früheres NPD-Mitglied Chancen auf ein Oberbürgermeisteramt hatte. Im ersten Wahlgang hatte der Landesvize der „Freien Sachsen“ die meisten Stimmen aller fünf Bewerber erhalten.
Rechtsextreme Partei für „Säxit“
Hartung taucht wegen seiner herausgehobenen Stellung bei den „Freien Sachsen“ unter anderem im aktuellen Jahresbericht für 2024 des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz auf. Demnach richten sich die verfassungsfeindlichen Aktivitäten der rechtsextremistischen Partei gegen den Bestand des Bundes. Unter anderem strebe die Partei mehr Autonomie für den Freistaat Sachsen oder sogar einen „Säxit“ an.
Diese Nachricht wurde am 07.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
