Sonntag, 25. September 2022

Inflation
Warum steigen die Preise?

Der Inflationsdruck weltweit ist weiter hoch. Auch in Deutschland machen sich viele Menschen Sorgen, dass ihre Kaufkraft schwindet und sie sich weniger leisten können. Wie entsteht Inflation und wie wird gegengesteuert?

08.09.2022

    Eine Frau holt eine 5-Euro-Banknote aus ihrem Portemonnaie
    Sorgen um die Kaufkraft in Deutschland: Die Inflation steigt (picture alliance / dpa / Fernando Gutierrez-Juarez)
    Im August ist die Teuerungsrate in Deutschland wieder gestiegen - auf erneut 7,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am 30. August in einer ersten Schätzung mitteilte. Zuvor hatte sich die Inflation abgeschwächt. Waren und Dienstleistungen kosteten im Juli durchschnittlich noch 7,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bereits im Juni hatten Tankrabatt und Neun-Euro-Ticket den deutschen Verbrauchern mit Blick auf die Energiepreise eine kleine Verschnaufpause verschafft. Beide Maßnahmen sind am 31. August ausgelaufen. Experten rechnen daher mit einem neuen Preisschub. Im Mai war die Teuerungsrate mit 7,9 Prozent erstmals so hoch ausgefallen wie seit dem Winter 1973/74 nicht mehr.
    Die Bundesbank geht davon aus, dass die Inflationsrate in Deutschland im Herbst "eine Größenordnung von zehn Prozent" erreichen könnte, wie die Behörde am 22. August mitteilte. Es wird befürchtet, dass es aufgrund der hohen Inflation, dem Krieg in der Ukraine und andauernden Lieferengpässe zu einer Stagnation der deutschen Konjunktur kommen könnte. In der Schätzung vom 25. August des Statistischen Bundesamtes ist die deutsche Wirtschaft im Frühjahr aber überraschend leicht gewachsen: Das Bruttoinlandsprodukt stieg demnach zwischen April und Juni um 0,1 Prozent zum Vorquartal.

    Inflationsrate in Deutschland

    Wie entstehen Inflation und Deflation?

    Inflation ist der anhaltende Wertverlust von Geld durch steigende Preise. Preissteigerungen können verschiedene Ursachen haben, etwa die Verknappung bestimmter Güter oder Dienstleistungen. Derzeit sind immer noch zum Beispiel viele Baustoffe knapp, aber auch Computerchips. Wegen der hohen Nachfrage erhöhen sich die Preise der Produkte. Dieser Preisanstieg wird von den Unternehmen an die Verbraucher weitergegeben.
    Eine Deflation ist sozusagen das Gegenteil der Inflation. Hier gehen die Preise stetig zurück, Güter und Dienstleistungen werden billiger. Die Gründe können ebenfalls unterschiedlich sein: die Nachfrage privater Haushalte sinkt oder die Nachfrage aus dem Ausland nach Importwaren. Gefährlich ist eine Deflation, weil sie eine Abwärtsspirale in Gang setzen kann: Werden fallende Preise erwartet, werden Investitionen und Käufe zurückgestellt – die Wirtschaft stockt.

    Was treibt aktuell die Preise?

    Schon im Jahresdurchschnitt 2021 hatten sich vor allem die Energieprodukte verteuert - sie legten gegenüber dem Vorjahr deutlich um 10,4 Prozent zu, nach einem Rückgang um 4,8 Prozent im Jahr 2020. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher spürbare Preiserhöhungen gab es 2021 vor allem bei leichtem Heizöl und bei Kraftstoffen. Auch die Preise für andere Haushaltsenergie wie Erdgas und Strom erhöhten sich.
    Im Jahr 2022 gehen die Preissteigerungen bei Energie weiter. Sie werden zum einen von der weltweiten Konjunkturerholung nach dem wirtschaftlichen Einbruch durch Corona angeheizt. Aber vor allem die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine lassen die Energiepreise und auch die Lebensmittelpreise seit Monaten deutlich anziehen. Die Steigerung der Ölpreise hängt unter anderem mit dem sechsten EU-Sanktionspaket zusammen, mit dem sich die EU im Mai 2022 entschieden hatte, rund 90 Prozent der russischen Öllieferungen in die EU zu beenden. Inzwischen steigen auch die Strompreise und vor allem die Gaspreise sprunghaft an. Letzteres liegt vor allem daran, dass Russland seine Gaslieferungen nach Europa seit Kriegsbeginn immer weiter reduziert.
    Rechnete die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht von Ende Januar 2022 noch mit einem Anstieg der Verbraucherpreise von im Schnitt 3,3 Prozent in diesem Jahr, maßgeblich angetrieben durch hohe Energie- und Lebensmittelpreise, so musste sie sich in sehr kurzer Zeit selbst korrigieren: In ihrer am 27. April vorgelegten Frühjahrsprognose rechnet sie für 2022 mit einer Inflation von 6,1 Prozent. "Solche Raten wurden bislang nur zu Zeiten der Ölkrise oder kurz nach der Wiedervereinigung beobachtet", hieß es aus dem Wirtschaftsministerium. Laut Frühjahrsprognose soll die Teuerung im Jahr 2023 dann wieder bei 2,8 Prozent liegen.
    Die Bundesregierung versucht diese wirtschaftlichen Folgen des Krieges für Verbraucher und Wirtschaft abzumildern. Zwei Entlastungspakete wurden bereits gebilligt, deren Maßnahmen zum Teil aber erst im Herbst greifen. Zudem hat Bundeskanzler Olaf Scholz ein weiteres und damit drittes Entlastungspaket angekündigt.

    Was sind Auswirkungen und Gefahren von Inflationsraten?

    Steigende Inflationsraten können für die Verbraucher einen Verlust ihrer Kaufkraft bedeuten. Das heißt: Für eine bestimmte zur Verfügung stehende Geldsumme können bei einem Anstieg der Inflation nicht mehr in gleichem Maße Waren gekauft oder Dienstleistungen in Anspruch genommen werden. Daher ist es für die Beurteilung inflationärer Tendenzen sehr wichtig, auf die Entwicklung von Löhnen und Gehältern zu schauen. Steigen sie in der Teuerung nicht oder im Verhältnis zum Anstieg der Preise zu wenig, schwindet die Kaufkraft der Konsumenten.

    Entwicklung der Reallöhne, der Nominallöhne und der Verbraucherpreise

    Konnten private Haushalte während der Corona-Pandemie im Zeitraum von April 2020 bis März 2021 mehr sparen als in anderen Jahren - laut ifo-Institut gut 70 Milliarden Euro -, haben Verbraucher seit Ende 2021 verstärkt auf diese Ersparnisse zurückgegriffen. Weil die Verbraucher ihre Rücklagen einsetzten, konnte in den ersten Monaten des Jahres trotz steigender Verbraucherpreise der Konsum privater Haushalte ausgeweitet werden. Nun dürften laut ifo-Institut diese Ersparnisse durch die hohe Inflation aufgebraucht sein. Das heißt auch, dass nicht mehr mit dem privaten Konsum als Konjunkturmoter für die zweite Hälfte des Jahres gerechnet wird - weil die Teuerung vor allem bei Energie und Nahrungsmitteln weiter zunimmt.
    Außerdem sind in der ersten Hälfte des Jahres 2022 die Tarifgehälter nicht so stark gestiegen wie die Verbraucherpreise. Nach einer Analyse der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung stiegen die Tariflöhne durchschnittlich um 2,9 Prozent. Bei einem gleichzeitig sehr viel stärkeren Anstieg der Verbraucherpreise ergab sich daraus ein Reallohnverlust von 3,6 Prozent.
    Wichtig ist die Inflation auch für die Geldanlage und den Vermögensaufbau etwa zur Altersvorsorge. Steigt die Inflation, nicht aber die Zinsen, wird angelegtes Vermögen immer weniger wert.
    Für Hartz-IV-Bezieher oder Menschen in Altersgrundsicherung seien diese Preissteigerungen eine Katastrophe, sagte der Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, Ulrich Schneider, im Januar 2022 im Deutschlandfunk. Die ausgezahlten Gelder reichten ohnehin nur für ein Leben „unter dem Existenzminimum“. Insbesondere die stark anziehenden Strompreise machten den Menschen Angst.
    Die Inflation spielt in der Berechnung der Hartz-IV-Regelsätze zwar eine Rolle – allerdings zeitverzögert. Zum 1. Januar 2022 wurde der Hartz-IV-Regelsatz für Erwachsene um drei Euro von 446 auf 449 Euro angehoben, also um circa 0,7 Prozent. Dazu wurden die Preissteigerungen des Jahres 2020 und der ersten Jahreshälfte 2021 berücksichtigt. Bis zum April 2021 lag die Inflationsrate allerdings noch unter zwei Prozent und stieg danach erst bis Dezember auf mehr als fünf Prozent an.

    Was besagt die Inflationsrate?

    Als Inflationsrate wird der prozentuale Anstieg des allgemeinen Preisniveaus in einem bestimmten Zeitraum bezeichnet, in der Regel ein Jahr, und zwar gemessen an einem Preisindex.
    In Deutschland wird die Inflationsrate von den Statistischen Landesämtern und dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden berechnet. Jeden Monat werden zu diesem Zweck Einzelpreise erfasst, und zwar von Waren und von Dienstleistungen. Insgesamt werden Preise von rund 600 Güterarten erhoben: Sie bilden den sogenannten Warenkorb. Er wird als repräsentativ angesehen, allerdings gibt es auch immer wieder Diskussionen darüber, ob er richtig zusammengesetzt ist.

    Wie nehmen Zentralbanken Einfluss auf Preisstabilität?

    Die Sicherung stabiler Preise ist in der Regel die originäre Aufgabe der Zentralbanken. Sie sind daher idealerweise nicht an Weisungen von Regierungen gebunden. In Deutschland hat über viele Jahre die Deutsche Bundesbank die Steuerung der Geldpolitik verantwortet. Seit der Einführung des Euro-Systems, deren Mitglied die Bundesbank ist, ist die Europäische Zentralbank zuständig. Auch sie ist vorrangig dem Ziel der Preisstabilität verpflichtet. Das unterscheidet sie zum Beispiel von der US-amerikanischen Zentralbank Federal Reserve (Fed). Diese berücksichtigt in ihren geldpolitischen Entscheidungen auch Effekte für den Arbeitsmarkt.
    Preisstabilität sieht die EZB dann als am besten gewährleistet an, wenn mittelfristig ein Inflationsziel von zwei Prozent angestrebt wird. Dieses Ziel ist symmetrisch, das bedeutet: negative Abweichungen von diesem Zielwert sind genauso unerwünscht wie positive Abweichungen. Es wird angenommen, dass die Gefahr einer Deflation dann nicht besteht, weil es eine maßvolle Teuerung gibt. Die Bedrohung durch eine "galoppierende", also stark zunehmende Inflation wäre bei einer beherrschbaren Preissteigerung von zwei Prozent ebenfalls nicht gegeben.
    Das bisherige Ziel einer Inflationsrate von nahe zwei Prozent hat die EZB aber über lange Zeit nicht erreicht. Normalerweise erhöhen die Zentralbanken die Zinsen, wenn die Teuerung zunimmt, um die Preise stabil zu halten. Denn bei höheren Zinsen werden Kredite teurer und daher seltener aufgenommen. Es entsteht weniger Nachfrage und damit weniger Druck auf die Preise.
    In den vergangenen zehn Jahren hat die EZB die Zinsen immer wieder gesenkt beziehungsweise auf einem niedrigen Niveau belassen, um auf diese Weise Geld günstiger zu machen und ein Anziehen der Inflation zu erreichen. Seit März 2016 lag der Leitzins im Euroraum bei 0,0 Prozent.

    EZB auf neuen Pfaden

    Als Reaktion auf die inzwischen sehr hohe Inflationsrate hat die EZB ihren bisherigen Kurs des billigen Geldes verlassen: Der Leitzins wurde am 27. Juli 2022 von bislang 0 auf 0,5 Prozent und dann am 8. September 2022 um 0,75 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent angehoben. Die Auswirkungen für Verbraucher werden unterschiedlich sein. Sparer könnten profitieren, wenn auch nicht sofort. Menschen, die Kredite abbezahlen, sollten jetzt wachsam sein.
    Neu definiert hat die EZB im Juli das Inflationsziel von nahe zwei Prozent auf zwei Prozent. Außerdem kündigte die EZB das Aus für das milliardenschwere Anleihe-Ankaufprogramm APP (Asset Purchase Programme) an. Mit diesen gigantischen Ankäufen hatte die EZB auf die Coronakrise reagiert, um die Wirtschaft zu stabilisieren.
    (Die IWF-Chefin, Christine Lagarde, soll Mario Draghi an der Spitze der Europäischen Zentralbank nachfolgen
    EZB-Chefin Christine Lagarde hat noch keine Zinserhöhungen eingeleitet - das kritisieren viele (AFP / Saul Loeb)
    Viele Experten kritisieren die Zinsanhebung im Juli als zu zögerlich. Die EZB hätte die Erhöhung höher ausfallen lassen und umgehend umsetzen können. Auch für Ifo-Präsident Clemens Fuest kommt das Vorgehen der Notenbank zu spät. „Es war nicht akzeptabel, dass die EZB bei einer Inflation von acht Prozent bis heute an Negativzinsen und Anleihenkäufen festgehalten hat“, sagte der Ifo-Chef. Er rechnet mit einem Abrutschen in eine Rezession.
    Doch die EZB steckt in einem Dilemma: Erhöht sie die Zinsen zu schnell, könnte das für die hochverschuldenden EU-Länder gefährlich werden. Länder wie Italien, Spanien oder Griechenland müssen schon jetzt wieder deutlich mehr Zinsen für Staatsanleihen bezahlen. In einer Sondersitzung Mitte Juni 2022 beschlossen die europäischen Währungshüter, höher verschuldeten Euro-Ländern besonders unter die Arme zu greifen. Um zu gewährleisten, dass die gerade erst beschlossene Straffung der lockeren Geldpolitik diese Länder nicht zu sehr belaste, sollen Gelder aus auslaufenden Anleihen des beendeten Corona-Notkaufprogramms PEPP wieder investiert werden.
    Michael Voigtländer vom Institut der Deutschen Wirtschaft geht ohnehin davon aus, dass die EZB der aktuellen Inflation nur wenig entgegensetzen kann. Schließlich werde die Inflation aktuell durch Knappheit von Gütern angetrieben und daran könne die EZB nichts ändern, sagte der Ökonom im Deutschlandfunk. Klassischerweise sei Inflation durch Nachfrage getrieben, da könne die EZB dann mit Zinserhöhungen gegensteuern.
    Andere große Notenbanken hatten noch vor der EZB die geldpolitische Trendwende eingeleitet: Die US-Notenbank FED hat den Leitzins in den vergangenen Monaten mehrmals erhöht, zuletzt Ende Juli um um 0,75 Prozentpunkte. Anfang Mai schraubte auch die Londoner Notenbank den Leitzins auf 1,0 Prozent. Das war der mittlerweile vierte Zinsschritt der Bank of England innerhalb eines halben Jahres.

    Was lehrt die Geschichte?

    Dass die Bundesbank für die D-Mark eine sehr strikte, auf Preisstabilität ausgerichtete Geldpolitik verfolgte, hat mit dem historischen Trauma der Deutschen zu tun: nämlich der Erfahrung der Hyperinflation des Jahres 1923. Als Hyperinflation wird eine Geldentwertung bezeichnet, die 50 Prozent im Monat in der Spitze übersteigt. Die Bilder von Schubkarren voller Geldscheine waren im Bewusstsein der Deutschen im 20. Jahrhundert gegenwärtig. Letztlich war die "harte D-Mark" eine Folge dieser Erfahrung.
    Der Ökonom Thomas Mayer sieht in der Hyperinflation von 1923 einen historischen Präzedenzfall. Damals sei die Produktion in Folge von Streiks zum Stillstand gekommen, der Staat habe die Ausfälle über Transfers der Reichsbank kompensiert. Die Folge sei eine Hyperinflation gewesen. Auch während der Lockdowns 2020 und 2021 sei der Produktionsausfall kompensiert worden - durch Schulden, die von der Zentralbank finanziert wurden. Dabei habe man sich aber verrechnet, denn das Angebot sei nach der Lockerung nicht wie antizipiert zurückgekommen.
    Mayer sieht eine weitere Parallele zur Wirtschaftskrise der 1970er-Jahre. Damals gab es ebenfalls einen negativen Angebotsschock, als sich die Rohstoffe verknappten, die Geldbeschaffung groß war und es infolgedessen zu einer sogenannten Stagflation kam. In den USA wurde unter der Reagan-Administration eine drastische Zinserhöhung vorgenommen sowie Deregulierung und Steuersenkung. In Deutschland, wo die Inflation Anfang der 1970er-Jahre ebenfalls bei 7,5 Prozent lag, habe die Bundesbank den Geldmarktzins, der sich direkt vom Leitzins ableite, auf über zehn Prozent geschleust. Auch jetzt müsse man eine sehr tiefe Rezession einleiten, um gegenzusteuern. Denn das Problem sei verschleppt worden, sagte Mayer Anfang Mai 2022 im Deutschlandfunk.

    Könnte es auch zu einer Stagflation kommen?

    Unter Stagflation versteht man ein Szenario, in dem die Wirtschaft stagniert und die Preise gleichzeitig anziehen. Erste Experten meinen, dass aktuell eine Stagflation in Europa drohen könnte. Der Krieg in der Ukraine und die daraufhin beschlossenen Sanktionen werden die wirtschaftlichen Aktivitäten deutlich belasten, gleichzeitig treiben sie die Rohstoffpreise nach oben.
    Stagflation sorgt für einen Teufelskreis. Die gestiegenen Preise senken die Nachfrage, Unternehmen produzieren weniger und müssen daher auch Arbeitsplätze streichen, auch weil die Mitarbeitenden wegen gestiegener Preise höhere Löhne fordern. Die Arbeitslosigkeit steigt an und darüber fällt wiederum die Nachfrage.
    Stagflation ist für die Notenbanken in tückisches Problem. Um die Inflation zu bremsen, würden sie eigentlich die Zinsen erhöhen – das allerdings setzt dem Wachstum zu, und die Wirtschaft wächst ja in einer Stagflation ohnehin nicht. Umgekehrt würden die Notenbanken gerne die Zinsen senken, um die Wirtschaft zu stützen – das treibt dann allerdings die Inflation.
    Um aus einer Stagflation zu entkommen, müssen die Notenbanken vor allem Vertrauen schaffen. Vertrauen, dass die Preise nicht weiter steigen werden. Besteht dieses Vertrauen, können Unternehmen wieder neue Arbeitsplätze schaffen, weil sie nicht länger mit steigenden Lohnforderungen und fallender Nachfrage rechnen.
    (Quellen: Klemens Kindermann, dpa, Reuters, AFP, cp, pto, tih)