Wirtschaft
Linken-Chefin Schwerdtner: Staat muss wegen hoher Kraftstoffpreise eingreifen

Angesichts stark steigender Kraftstoffpreise infolge des Krieges im Iran fordert die Partei Die Linke einen Ölpreisdeckel und eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. Ihre Vorsitzende Schwerdtner sagte im Deutschlandfunk, der Staat müsse eingreifen und die Menschen jetzt entlasten.

    Ines Schwerdtner steht vor einem blauen Hintergund im Haus der Bundespressekonferenz.
    Die Linken-Parteivorsitzende Ines Schwerdtner (Carsten Koall / dpa / Carsten Koall)
    Der Ölpreis müsse EU-weit auf dem Niveau vor dem Iran-Krieg gedeckelt werden. Schwerdtner appellierte an Bundeswirtschaftsministerin Reiche, sie solle den Mut haben, eine sofortige Übergewinnsteuer für Ölkonzerne anzukündigen. Diese dürften sich nicht an der Krise bereichern. Schwerdtner verwies auf einen Preisschock nach dem Beginn des Ukraine-Krieges 2022. Wörtlich sprach sie von "Gierflation" und kritisierte, die Konzerne hätten aus Gier die Inflation angetrieben. Damals sei eine Übergewinnsteuer viel zu spät eingeführt worden.
    Wirtschaftsministerin Reiche hat bereits eine kartellrechtliche Prüfung der Preissprünge angekündigt. Die Koalitionsfraktionen im Bundestag haben sich auf die Einsetzung einer Arbeitsgruppe verständigt, die die steigenden Preise untersuchen soll.

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    Diese Nachricht wurde am 07.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.