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Newsblog zum Coronavirus+++ RKI meldet mit 22.046 Corona-Neuinfizierungen +++

Lothar Wieler, Leiter des deutschen Robert-Koch-Instituts (RKI), nimmt den Mund-Nasenschutz zur Pressekonferenz ab (picture alliance/dpa - AP-Pool/Markus Schreiber)
(picture alliance/dpa - AP-Pool/Markus Schreiber)

Der Teil-Lockdown in Deutschland wird bis zum 10. Januar verlängert. Der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und Pfizer ist in Großbritannien zugelassen worden. Österreich führt eine Quarantänepflicht für Einreisende aus Risiko-Ländern ein. Weitere Entwicklungen im Newsblog.

Donnerstag, 3. Dezember

+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut innerhalb der vergangenen 24 Stunden 22.046 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind etwa 200 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Im Zusammenhang mit dem Virus wurden 479 neue Todesfälle registriert, acht weniger als gestern. Die Gesamtzahl der Verstorbenen in Deutschland stieg damit auf 17.602.

Mittwoch, 2. Dezember

+++ Die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie in Deutschland werden bis zum 10. Januar verlängert. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Merkel und die Regierungschefs der Länder verständigt. Außerdem sollen die massenhaften Impfungen so weit vorbereitet werden, dass bei der Freigabe eines Vakzins durch die europäischen Behörden sofort begonnen werden kann.

+++ Auch die Regierung in Paris kündigt eine Quarantäne an, und zwar für Franzosen, die aus dem Skiurlaub an den Festtagen zurückkommen. Nach Angaben von Premierminister Castex wird es Stichproben-Kontrollen an den Grenzen geben.

+++ Die Quarantäne-Ankündigung aus Österreich stößt in Deutschland auf Zustimmung: Sowohl Bundesgesundheitsminister Spahn als auch Bayerns Ministerpräsident Söder loben die Entscheidung.

+++ Österreich hat zudem eine Quarantänepflicht für Einreisende aus Corona-Risikogebieten verhängt. Bundeskanzler Kurz verwies zur Begründung auf die hohen Infektionszahlen in den Nachbarländern.

+++ Österreich lockert die strengen Anti-Corona-Maßnahmen vom kommenden Montag an. Unter anderem dürfen Museen, Bibliotheken und der Einzelhandel wieder öffnen. Gastronomische Einrichtungen und Hotels bleiben dagegen geschlossen.

Wien: Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, spricht im Rahmen des Pressefoyers nach dem Ministerrat zum Thema "Aktuelles zu Corona-Maßnahmen" im Bundeskanzleramt.  (AP/Ronald Zak)Coronavirus - Österreich (AP/Ronald Zak)

+++ In Österreich flachen die Neuinfektionszahlen trotz des bereits zweiwöchigen harten Lockdowns nur langsam ab. Binnen 24 Stunden wurden 3.972 neue Positiv-Tests registriert, geben das Innen- und Gesundheitsministerium bekannt. Das sind rund 650 mehr als am Vortag. 121 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind seit Dienstag gestorben.

+++ Interpol warnt vor dem Verkauf falscher Impfstoffe durch Mafia-Organisationen. Eine entsprechende Mitteilung ging an die 194 Mitgliedsländer, wie die internationale Polizeibehörde bekanntgibt. Demnach planen Netzwerke organisierter Kriminalität, sich in die Impfstoff-Lieferketten einzuklinken. Dabei könnten gefälschte Heilmittel eine Rolle spielen, die große Risiken für Leib und Leben mit sich bringen.

+++ Italien will Anfang kommenden Jahres mit ersten Impfungen beginnen. Gesundheitsminister Speranza sagt im Parlament, Priorität hätten dabei die Beschäftigten im Gesundheitswesen sowie alte Menschen. Die Regierung habe sich 202 Millionen Impfstoff-Dosen von verschiedenen Unternehmen gesichert. "Wir sehen endlich Land. Wir haben einen klaren Kurs in den sicheren Hafen", sagt Speranza.

Corona-Patienten auf einer Intensivstation in einem Krankenhaus der italienischen Hauptstadt Rom (AFP/Filippo MONTEFORT)Corona-Patienten auf einer Intensivstation in einem Krankenhaus der italienischen Hauptstadt Rom (AFP/Filippo MONTEFORT)

+++ Der Ministerpräsident Sachsens, Kretschmer, hat einen härteren Lockdown angekündigt für den Fall, dass die Corona-Infektionszahlen bis Weihnachten nicht runtergehen. Kretschmer sagte bei einer Fragerunde auf Instagram: "Dann werden wir nach Weihnachten die Kindergärten nicht mehr öffnen können. Dann werden die Schulen länger geschlossen bleiben. Dann müssen wir darüber sprechen, ob die Geschäfte für eine gewisse Zeit lang geschlossen bleiben."

Sachsen verzeichnet derzeit bundesweit die höchste Rate an Neuinfektionen binnen 7 Tagen je 100.000 Einwohner. In den meisten der 13 Regionen im Land gelten Ausgangsbeschränkungen. Haus oder Wohnung dürfen nur noch mit triftigem Grund verlassen werden. Zudem wurden die Maskenpflicht ausgeweitet und Alkoholverbote erlassen.

+++ Nach der Notfallzulassung des Biontech-Impfstoffes in Großbritannien sei auch in der Europäischen Union eine schnelle Genehmigung notwendig, sagt der französische Ministerpräsident Castex dem Sender BFM TV. Er erwarte, dass dies noch im Laufe des Dezembers geschehe.

+++ Die Virus-Pandemie hat laut einer Erhebung der Europäischen Zentralbank das bargeldlose Bezahlen an der Ladentheke im Euro-Währungsgebiet angeschoben. In einer EZB-Umfrage vom Juli gaben rund vierzig Prozent der Befragten an, seit Beginn der Virus-Pandemie Bargeld weniger häufig verwendet zu haben. Von diesen wollen fast 90 Prozent dies auch nach der Pandemie beibehalten.

Eine rote EC-Karte mit einem Funkchip und einem Symbol ähnlich dem W-Lan-Symbol für kontaktloses Bezahlen. (dpa)Dieses Symbol auf Giro- und Kreditkarten zeigt an, dass mit der Karte kontaktloses Bezahlen möglich ist. (dpa)

+++ Angesichts der sehr hohen Zahl an Neuinfektionen in Sachsen fährt der Freistaat nach Angaben von Ministerpräsident Kretschmer jetzt einen harten Kurs. "Es gilt nahezu im gesamten Freistaat eine Ausgangsbeschränkung", sagt der CDU-Politiker im ZDF. Menschen dürften das Haus nur aus wichtigen Gründen verlassen. Man müsse die Zahl der Neuinfektionen unbedingt rasch senken, weil die Krankenhäuser bereits extrem belastet seien. "Es ist höchste Eile geboten", warnt Kretschmer und appelliert an die Bevölkerung, die Lage sehr ernst zu nehmen. Ausgenommen seien lediglich drei Städte, in denen das Infektionsgeschehen nicht so stark ausgeprägt sei.

+++ Großbritannien will ab kommender Woche mit Impfungen mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff beginnen. Das kündigt Gesundheitsminister Matt Hancock im Gespräch mit dem Sender Sky News an.

+++ Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech hat in Großbritannien eine Notfallzulassung für seinen gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff erhalten.

Nach Angaben der beiden Firmen erteilte die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel eine entsprechende Genehmigung. Damit bekommen die Briten früher grünes Licht für einen Corona-Impfstoff als die Europäische Union und die USA.

Mann träufelt Flüssigkeit mit einer Kanüle in ein Behältnis (Imago Images / Hans Lucas)Corona-Impfstoff in Großbritannien zugelassen (Imago Images / Hans Lucas)

+++ Das Robert Koch-Institut hat innerhalb eines Tages 17.270 neue Corona-Infektionen registriert. Das sind rund 1.350 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Im Zusammenhang mit dem Virus starben 487 Menschen - das ist ein neuer Höchststand.

+++ Vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Nachmittag hat der saarländische Regierungschef Hans ein Ende des Streits über die Finanzierung der Corona-Hilfen gefordert. Statt gegenseitiger Schuldzuweisungen sollten Bund und Länder gemeinsam dafür sorgen, dass man möglichst gut über die schwierigen Wintermonate der Pandemie komme, sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Die Länder würden ihrer finanziellen Verantwortung in der Corona-Krise gerecht. Allein das Saarland habe einen Nachtragshaushalt mit 2,1 Milliarden Euro an coronabedingten Sonderausgaben auf den Weg gebracht, betonte Hans. Unionsfraktionschef Brinkhaus hatte in der vergangenen Woche im Bundestag die Aufteilung der Corona-Kosten zwischen Bund und Ländern kritisiert und erklärt, die Länder sollten sich finanziell stärker einbringen.

Das Foto zeigt unbesetzte Tische und Stühle von geschlossenen Cafes und Restaurants im Nikolaiviertel in der Propststraße in Berlin. (dpa-Bildfunk / Jens Kalaene)Geschlossene Außengastronomie in Berlin (dpa-Bildfunk / Jens Kalaene)

+++ Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat eine Wiedereröffnung der Gaststätten im Januar mit einer abendlichen Sperrstunde vorgeschlagen. Die Schließung von Gaststätten und Hotels über das Jahresende hinaus werde man schon allein aus wirtschaftlichen Gründen nur schwer durchhalten können, sagte Hauptgeschäftsführer Landsberg der "Rheinischen Post". Das werde für den Staat einfach zu teuer. Er erwarte daher ab Januar eine "vorsichtige Wiedereröffnung von Teilen der Gastronomie". Vorbild könnte laut Landsberg die Schweiz sein: "Dort mussten die Gaststätten nicht schließen, aber um 21 Uhr ist dort abends Schluss", sagte er.

Dienstag, 1. Dezember

+++ Deutschland hat sich nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Spahn monatlich mehr als 60 Millionen Corona-Schnelltests gesichert. Dies sei durch Verträge mit großen Produzenten und Lieferanten gewährleistet worden, sagte der CDU-Politiker in Düsseldorf. Der Minister hatte dort an einer Sitzung des nordrhein-westfälischen Kabinetts teilgenommen. Inzwischen seien fast 300 Anbieter auf einer Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, die auf Qualität und Verlässlichkeit überprüft würden. Dennoch müsse zunächst noch von einem Engpass bei Schnelltests ausgegangen werden, räumte Spahn ein.

+++ In Berlin sollen in der Corona-Pandemie Hotelzimmer angemietet werden, um Menschen aus beengten Wohnverhältnissen eine Quarantäne zu ermöglichen. Wie Kultursenator Lederer mitteilte, plant der Senat, 500 Quarantäneplätze in Hotels zu organisieren. Die Zimmer sollen in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern vergeben werden.

+++ Bundeskanzlerin Merkel hat angesichts der Pandemie vor einer Verschiebung der wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse in der Welt gewarnt. Man müsse sich fragen, wo Europa nach der Krise lande, sagte Merkel beim Digitalgipfel der Bundesregierung. In China und Südkorea erlebe man derzeit schon wieder einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Menschen dort trügen alle Masken und es geben keine Querdenker-Demos, betonte Merkel.

+++ Die SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag verlangt Aufschluss über einen Auftrag der Landesregierung an die Mode-Firma van Laack, bei dem es um Schutzausrüstung in der Corona-Pandemie ging. Dabei geht es auch um die Frage, welche Rolle der Sohn von Ministerpräsident Laschet spielte, der den Deal nach Medienberichten vermittelt haben soll.

+++ Nürnberg verhängt als erste Großstadt in Bayern zusätzlich strikte Ausgangsbeschränkungen. Sie gelten ab sofort bis zunächst zum 20. Dezember. Nürnberger dürfen demnach ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Außerdem weitet die Stadt die Maskenpflicht und das Alkoholverbot in der Innenstadt aus. Ab dem 7. Dezember sollen Klassen ab der fünften Jahrgangsstufe grundsätzlich geteilt und im Wechsel unterrichtet werden. Wer einen Angehörigen in einem Altenheim besuchen will, muss sich vorher auf eine Infektion testen lassen und eine FFP2-Maske tragen. Demos dürfen nur noch an einem festen Ort für maximal 60 Minuten stattfinden, alle Teilnehmer müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das RKI meldete für Nürnberg einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 306,7. 

+++ Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (Ema) nun auch die Zulassung für ihren Corona-Impfstoff in der EU beantragt. Der Antrag auf eine bedingte Marktzulassung sei eingereicht worden, teilten die Unternehmen mit. Gestern hatte auch der US-Konzern Moderna bei der Ema einen entsprechenden Antrag für seinen Impfstoff gestellt. Der erste Coronavirus-Impfstoff könnte nach Angaben der EU-Arzneiaufsicht bis 29. Dezember genehmigt sein.

+++ In den meisten Bundesländern sind seit Mitternacht die verschärften Corona-Auflagen in Kraft. So sind etwa private Zusammenkünfte von zuvor zehn auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Auch die maximale Kundenzahl in großen Geschäften wie Supermärkten ist stärker begrenzt. Der seit November geltende Teil-Lockdown ist bis zum 20. Dezember verlängert.

Eine Filliale der Friseurkette Klier. (imago images / 7aktuel)Corona: Insolvenzantrag Friseurkette Klier - 450 Filialen von möglicher Schließung betroffen (imago images / 7aktuel)

+++ Der Umsatzeinbruch in der Corona-Krise hat Deutschlands größte Friseurkette Klier in die Insolvenz gedrückt. Das Amtsgericht am Firmenhauptsitz Wolfsburg eröffnete ein entsprechendes Verfahren, um die Forderungen der Gläubiger zu prüfen. Unklar ist, ob und in welchem Umfang Filialen geschlossen werden. Klier hat nach eigenen Anganben in Deutschland rund 1.400 Niederlassungen. Zudem gibt es zahlreiche Filialen in weiteren Ländern Europas. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung könnten bis zu 20 Prozent der Stellen wegfallen.

+++ Die Zahl der registrierten Arbeitslosen in Deutschland ist trotz verschärfter Corona-Maßnahmen im November gesunken. Wie die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit mitteilte, waren 2,69 Millionen Menschen als erwerbslos gemeldet. Das sind 61.000 weniger als im Oktober, allerdings 519.000 mehr als vor einem Jahr. Die Quote beträgt jetzt 5,9 Prozent. Hier geht es zu einer längeren Meldungen.

+++ Das Robert Koch-Institut hat innerhalb der vergangenen 24 Stunden 13.604 neue, bestätigte Corona-Infektionen gemeldet. In der Vorwoche lag die Zahl der bestätigten Neuinfektionen auf einem ähnlichen Niveau. Der bisherige Höchststand war vor 11 Tagen mit knapp 23.700 gemeldeten Fällen erreicht worden. 388 Erkrankte starben im Zusammenhang mit der Virusinfektion. Nach Schätzungen der Gesundheitsämter sind seit Beginn der Pandemie rund 758.800 Menschen inzwischen wieder genesen.

Generaloberin des Ordens der Franziskanerinnen Thuine,  Schwester Maria Cordis Reiker, beim Gespräch im Mutterhaus in Thuine. (Deutschlandradio / Lena Gilhaus)Generaloberin des Ordens der Franziskanerinnen Thuine, Schwester Maria Cordis Reiker, beim Gespräch im Mutterhaus in Thuine. (Deutschlandradio / Lena Gilhaus)+++ In einem Frauenkloster in Niedersachsen sind 76 Ordensschwestern positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Verlauf sei bislang mild, heißt es. Bei 85 Ordesschwestern sind die Tests negativ ausgefallen. Vom Thuiner Franziskanerinnen-Orden werden auch Schulen, ein Jungen-Internat und eine berufsbildende Schule betrieben. Ende vergangener Woche hatte das Gesundheitsamt für das gesamte Klostergelände Quarantäne angeordnet, nachdem mehrere Schwestern positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

+++ Massentests im thüringischen Corona-Hotspot Hildburghausen. Erstmals in Deutschland können sich alle Kindergarten- und Schulkinder sowie ihre Erzieher auf das Virus testen lassen. Die Aktion beginnt am Vormittag. In Hildburghausen stieg der sogenannte Inzidenzwert auf über 600 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tage.

+++ In Belgien dürfen nach gut vierwöchiger Zwangspause die Geschäfte wieder öffnen. Dabei müssen sie allerdings strikte Hygienevorgaben erfüllen. Die meisten Einschränkungen bleiben trotz deutlich rückläufiger Infektionszahlen bestehen. So sollen auch über Weihnachten strenge Kontaktbeschränkungen gelten. Restaurants, Kneipen und Cafés bleiben geschlossen, ebenso Friseure und andere Geschäfte mit Körperkontakt. Geschäfte dürfen hingegen wieder öffnen. Seit dem 2. November hatten in dem Königreich nur Lebensmittelläden und Geschäfte mit unbedingt notwendigen Waren geöffnet.

+++ Mit dem US-Konzern Moderna hat ein erstes Unternehmen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für die Europäische Union beantragt. Das Pharma-Unternehmen reichte die entsprechenden Dokumente bei der europäischen Arzeimittelagentur EMA ein, wie es in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts mitteilte. Es handelt sich um eine sogenannte bedingte Zulassung, die ein beschleunigtes Verfahren ermöglicht.

+++ Der umstrittene Pandemie-Berater von US-Präsident Trump - der Radiologe Atlas - hat seinen Rücktritt bekanntgegeben. Er war vom Präsidenten im August in dessen Corona-Krisenstab berufen worden, obwohl er keine besonderen Erfahrungen im Bereich der Infektionskrankheiten aufweisen konnte. Der 65-jährige stand immer wieder in der Kritik, unter anderem weil er die Wirksamkeit von Masken gegen das Virus anzweifelte. Im November hatte er die Menschen im Bundesstaat Michigan sogar dazu aufgefordert, sich gegen die dortigen Corona-Schutzmaßnahmen zu erheben.

+++ Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen sind auch in der Türkei die Restriktionen deutlich verschärft worden. Die Regierung verhängte eine von heute an geltende nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens. Für das kommende Wochenende gilt die Ausgangssperre durchgehend, wie Präsident Erdogan nach einer Kabinettssitzung in Ankara mitteilte. Ältere Menschen ab 65 Jahren und jüngere unter 20 Jahren dürfen keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr benutzen.

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