Donnerstag, 09. Dezember 2021

ReisewarnungenRKI aktualisiert Liste der Coronavirus-Risikogebiete

Da sich die Pandemie-Lage schnell ändern kann, verändert sich auch immer wieder die Einstufung der Länder nach ihrem Ansteckungsrisiko. Hier der aktuelle Überblick über die Lage in Europa und weltweit.

04.12.2021

Beamte der Bundespolizei kontrollieren im  Flughafen Hamburg Passagiere eines ankommenden Flugzeugs aus Zürich. Seit Ende März müssen alle aus dem Ausland einreisenden Fluggäste einen negativen Corona-Test nachweisen können.
Coronatest-Kontrollen am Flughafen (dpa / picture alliance / Christian Charisius)
Seit dem Sommer werden vom Auswärtigen Amt und dem Robert Koch-Institut nur noch Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete aufgeführt. Die Kategorie der "einfachen" Risikogebiete gibt es nicht mehr.

Test- und Nachweisregeln

Für Reiserückkehrer gilt eine generelle Test- bzw. Nachweispflicht - egal welches Verkehrsmittel sie für die Einreise nach Deutschland nutzen und aus welchem Land sie kommen, unabhängig vom Infektionsgeschehen. Der Nachweis eines verringerten Übertragungsrisikos kann durch eine vollständige Impfung, eine Bescheinigung als genesen oder durch ein negatives Testergebnis erbracht werden.
Sowohl für Hochrisiko- als auch für Virusvariantengebiete gelten verschärfte Einreiseregeln. Welche Pflichten mit der Einreise aus diesen Ländern genau verbunden sind, kann man unter anderem auf der Webseite der Bundesregierung zur Digitalen Einreiseanmeldung einsehen. Nach der Eingabe des Reiseorts werden die jeweils geltenden Vorschriften angezeigt.
Das Robert Koch-Institut stuft die europäischen Länder und Regionen wie folgt ein:

Benelux-Region

Belgien und die Niederlande gelten seit dem 21. November wieder als Hochrisikogebiete - ausgenommen sind die niederländischen Überseegebiete Aruba, Curaçao und St. Maarten. Luxemburg hat derzeit keinen Risikostatus.

Frankreich, Monaco und Andorra

Seit dem 10.10. gelten die französischen Überseegebiete Französisch-Polynesien, Guadeloupe, Martinique, St. Barthélemy und St. Martin nicht mehr als Hochrisikogebiete. Französisch-Guayana und Neukaledonien wurden zum 21. November von der Liste gestrichen.
In Frankreich selbst wird kein Hochrisikogebiet mehr ausgewiesen. Auch Andorra und Monaco gehören nicht mehr dazu.

Großbritannien und Irland

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, einschließlich der Isle of Man, aller Kanalinseln sowie der britischen Überseegebiete gelten als Hochrisikogebiet.
Irland gilt seit dem 21. November vollständig als Hochrisikogebiet.

Spanien, Portugal, Zypern und Malta

Spanien, Portugal, Zypern und Malta gelten nicht mehr als Hochrisikogebiete. Alle Quarantänevorschriften für Menschen, die aus diesen Ländern in die Bundesrepublik einreisen, entfallen.

Schweiz, Österreich, Italien und Liechtenstein

Die Schweiz ist seit dem 5.12. neu als Hochrisikogebiet eingestuft, ebenso wie Liechtenstein. Österreich hat diesen Status bereits seit dem 14.11. - mit Ausnahme der Gemeinden Mittelberg und Jungholz und dem Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee. Italien ist derzeit kein Hochrisikogebiet.

Ungarn, Tschechien, Slowakei

Die Slowakei ist seit dem 31.10. wieder ein Hochrisikogebiet. Für Ungarn und Tschechien gilt dieser Status seit dem 14.11.

Slowenien, Kroatien, Montenegro, Serbien

Montenegro, das Kosovo und Nordmazedonien sind seit August Hochrisikogebiete. Bosnien und Herzegowina, Serbien und Slowenien hat das RKI im September auf die Liste gesetzt. Auch Albanien gilt seitdem als Hochrisikogebiet. Kroatien fällt seit Sonntag, dem 24. Oktober, in diese Kategorie.

Türkei und Griechenland

Die Türkei gilt in Deutschland als Hochrisikogebiet. Griechenland steht seit dem 21. November ebenfalls wieder auf der Liste der Hochrisikogebiete.

Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark

Diese Länder gelten nicht als Hochrisikogebiete.

Rumänien, Bulgarien und Moldau

Rumänien ist seit dem 3.10. Hochrisikogebiet, die Republik Moldau schon seit September. Für Bulgarien gilt die Warnung seit Sonntag, 24. Oktober.

Polen und Baltikum

Die baltischen Länder gelten jetzt alle als Hochrisikogebiete. Litauen schon seit Anfang Oktober, am 10.10. kamen Estland und Lettland dazu. Polen gilt seit dem 5.12. als Hochrisikogebiet.

Hochrisikogebiete

Die Liste der Hochrisikogebiete wird vom Robert Koch-Institut nach Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium, dem Auswärtigen Amt und dem Bundesinnenministerium veröffentlicht. Für die Einstufung als Hochrisikogebiet gibt es laut RKI mehrere Kriterien. So könne dort die Fallzahl besonders hoch sein. Indiz könne zum Beispiel eine Sieben-Tage-Inzidenz von regelmäßig deutlich über 100 sein. Es könne sich aber auch um Gebiete handeln, in denen es Anhaltspunkte für ein gefährliches Infektionsgeschehen gebe.
Als Beispiele nennt das RKI eine besonders schnelle Ausbreitung des Virus, eine hohe Hospitalisierungsrate oder nicht ausreichend vorhandene oder verlässliche epidemiologische Daten. Möglich sei auch, dass es sich um ein Gebiet handelt, in dem es eine gefährliche Corona-Variante gebe - gegen die aber Impfungen oder eine überstandene Covid-19-Erkrankung ausreichend schützten.

Hochrisikogebiete weltweit

Weitere Länder und -Regionen, die derzeit als Hochrisikogebiete eingestuft werden, sind:
Ägypten, Äthiopien, Barbados, Belarus, Belize, Brunei, Darussala, Burundi, Dominica, El Salvador, Gabun, Georgien, Haiti, Iran, Jemen, Jordanien, Kamerun, Kongo, Korea (Demokratische Volksrepublik/Nordkorea), Laos, Libyen, Malaysia, Mauritius, Mexiko, Mongolei, Nicaragua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Russland, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, Sao Tomé und Principe, Seychellen, Sudan, Syrische Arabische Republik, Tadschikistan, Tansania, Trinidad und Tobago, Turkmenistan, Ukraine, Venezuela sowie Vietnam.

Virusvarianten-Gebiete

Neben Regionen mit besonders hohen Fallzahlen und anderen Faktoren, die eine Infektionsgefahr vor Ort erhöhen, kann das RKI auch Regionen, in denen sich bestimmte Virusvarianten ausgebreitet haben, als Risikogebiet einstufen. Dabei geht es um Varianten, die sich in Deutschland noch nicht ausgebreitet haben und die auch für Geimpfte oder Genesene als gefährlich gelten. Für Einreisen aus diesen Gebieten gelten deshalb ebenfalls besondere Vorgaben.
Aufgrund der in Südafrika erstmals entdeckten Coronavirus-Variante Omikron gelten seit dem 27. November folgende Staaten als Virusvariantengebiete:

  • Südafrika
  • Botswana
  • Eswatini (Swasiland)
  • Lesotho
  • Malawi
  • Mosambik
  • Namibia
  • Simbabwe
Die Liste des RKI mit Hochrisiko- und Virusvariantengebieten finden Sie hier.