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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 31.10.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Struktur, Klang, Emotion
    John Hollenbecks GEORGE
    Aufnahme vom 11.9.2026 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal im Rahmen der Cologne Jazzweek
    Am Mikrofon: Jan Tengeler
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    Meister der Rhythmen
    Der Perkussionist und Komponist Trilok Gurtu
    Von Niklas Wandt
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    Meisterbäcker, Miesepeter, Mittelmeerpoeten
    Italiens wahre Musikhelden 
    Von Giordana Marsilio und Fabian Elsäßer
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    Daniel Szebenyi & Band (HUN) (2/2)
    Aufnahme vom 29.5.2026 beim Bluesfestival Eutin
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    05:05 Uhr   Spielraum

    Bluestime - Neues aus Americana, Blues und Roots
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    05:40 Uhr   Spielraum

    Bluestime - Neues aus Americana, Blues und Roots
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Fra‘ Georg Lengerke, München
    Katholische Kirche

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    08:35 Uhr   Börse

    Der nationale Wochenrückblick

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 50 Jahren: Verkaufsstart der ersten VHS-Recorder in Japan

  • 09:10 Uhr

    Wölfe in Niedersachsen - Konflikt zwischen Arten- und Küstenschutz
    Am Mikrofon: Vanja Budde

    Die Rückkehr des Wolfes ins dicht besiedelte Deutschland sorgt für Konflikte, besonders in Niedersachsen, wo nach offiziellen Hochrechnungen bis zu 600 Tiere leben. In dem Land an der Küste schützen Schafe die Deiche und erhalten Heidschnucken die Lüneburger Heide. Herdenschutz und der Schutz des Wolfes geraten so in Konflikt. Mit einem Managementplan will das Land Niedersachsen diesen Streit befrieden.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Christuskirche in Wien
    Predigt: Bischöfin Cornelia Richter
    Evangelische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Wolfgang Labuhn im Gespräch mit dem ehemaligen RAF-Mitglied Silke Maier-Witt. Eine Sendung von Oktober 2025

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 13:30 Uhr

    Auslandsmagazin

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Nick Pierce, Mary Shelley, Isobel Lundie (Ill.): „Frankenstein. Ein Comic“
    Aus dem Englischen übersetzt von Maria Schmidt
    Ab 12 Jahren
    (Knesebeck Verlag)
    Ein Beitrag von Christoph Vormweg

    Martin Maudsley, Victoria Topping (Ill.): „Monstrologica. Von Monstern und magischen Wesen in den Mythen der Welt“
    Ab 10 Jahren
    Aus dem Englischen von Stefanie Brägelmann, Annika Klapper und Katharina Meyer
    (E. A. Seemann Verlag)
    Ein Beitrag von Tina Hammesfahr

    Pernille Radeid, Jannike Hansen (Ill.): „Wenn der Nebel flüstert. Rätselhafte Spukgeschichten aus aller Welt“ 
    Aus dem Norwegischen von Stefan Pluschkat und Maike Dörries
    Ab 10 Jahren
    (Thienemann Verlag)
    Ein Beitrag von Oliver Jungen

    Tini Malina: „Baronesse Gruselia und das große Gruseln“
    Ab 4 Jahren
    (Kleine Gestalten Verlag)
    Ein Beitrag von Thomas Linden

    Lisa Bogen: „Bo, das kleine Brillengespenst“
    Ab 4 Jahren
    (Selbstverlag)
    Ein Beitrag von Angela Sommersberg

    Am Mikrofon: Nora Karches

  • 17:05 Uhr

    Steht die Brandmauer noch? Streitkultur Extra aus der Berliner Philharmonie
    Die Politologin Julia Reuschenbach und Clara von Nathusius, Influencerin und Junge Union, im Gespräch
    Am Mikrofon: Christiane Florin

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
    Lesung: Ulrike Sterblich
    Weitere Gäste: Klaus Lederer und Cornelius Reiber
    Am Mikrofon: Katharina Teutsch

    Moderne Märchen und Mythen, Wahn, Inkompetenz und kriminelle Machenschaften. So beschreibt der Klappentext den dritten Roman der Berliner Autorin Ulrike Sterblich, der den Berliner Bankenskandal der Jahrtausendwende aufgreift und weiterdichtet. Damals wurden Fehlinvestitionen in dreistelliger Millionenhöhe bei Plattenbauten getätigt. Ein Parteispendenskandal brachte den Regierenden Bürgermeister zu Fall. Und dann war in der Hauptstadt jahrelanges Sparen angesagt. Wer Ulrike Sterblichs so geistreichen wie witzigen Roman „Drifter“ gelesen hat, wird dieses Buch sofort zur Hand nehmen. Und sich bei der Lektüre ein wenig an Thomas Pynchons durchgeknallte Versuche erinnert fühlen, Ordnung in unordentliche Verhältnisse zu bringen. „Das Museum der Indizien“ spielt im Jahr 1999. Bekanntermaßen das Jahr vor dem Millennium, dem Nerds damals den Zusammenbruch aller Systeme vorausgesagt hatten. So warten auch die Protagonisten von „Das Museum der Indizien“ auf den großen Knall. Im Mittelpunkt der Erzählung steht die Immobilienverwalterin Bärbel und deren Tochter Luzi, eine Jurastudentin, die sich ins Netz der Verschwörungstheorien begibt, während ihre Mutter dem Fortgang einer echten Verschwörung ausgesetzt ist. Ulrike Sterblich wird im LCB ihren neuen Roman in Lesung und Gespräch vorstellen. Mit ihr diskutieren der ehemalige Berliner Bürgermeister Klaus Lederer und der Literaturwissenschaftler Cornelius Reiber über Literatur - und über die Stadt als Beute.

  • 22:05 Uhr

    Selbstbesinnung und Selbstvergewisserung
    Zum 90. Geburtstag der Komponistin und Pianistin Barbara Heller
    Von Klaus Gehrke

    Musik ist für sie eine sinnliche Erfahrung, der aber sie eben ihre Struktur gibt.

    Barbara Heller, 1936 in Ludwigshafen geboren, studierte in Mannheim und München. Mehrmals war sie Stipendiatin der Internationalen Ferienkurse in Darmstadt, wo sie sich 1963 auch als freie Pianistin und Komponistin niederließ. Sowohl die in Darmstadt vorgestellten neuen Strömungen der Avantgarde als auch ihre Beschäftigung mit dem Elektronik-Pionier Hermann Heiß schlugen sich in ihren eigenen Kompositionen nieder. Allerdings verstand Barbara Heller sich stets als undogmatisch und allen Richtungen gegenüber aufgeschlossen; wiederholt veränderte sie ihren eigenen Stil. Als Mitbegründerin des Arbeitskreises „Frau und Musik“ setzt sie sich seit mehr als 50 Jahren dafür ein, musikalischen Urheberinnen aus Vergangenheit und Gegenwart mehr Öffentlichkeit zu verleihen.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Was nach Stalins Terror von der Kultur in Belarus übrig blieb
    Die Lange Nacht der unerschossenen Gedichte
    Von Inga Lizengevic
    Regie: die Autorin

    Stalins Terror hat in den 1930er-Jahren zur Ermordung einer Generation von Autorinnen und Autoren in Belarus geführt. Aber ihre Gedichte leben noch!

    Stalins „Säuberungen“ - die brutale Verfolgung und Ermordung von politischen Gegnern und Konkurrenten in den 1920er- und 30er-Jahren in der Sowjetunion - beschränkte sich nicht auf die Zentren und auch nicht auf die politischen Kräfte, sondern zielte auf alle Institutionen und alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Auch auf die Kultur. Und gerade dort, wo Widerstand nicht nur künstlerischer oder politischer Natur, sondern womöglich noch Ausdruck eines regionalen kulturellen Selbstbewusstseins, Ausdruck einer anderen, nicht-russischen Kultur war. Im August 1937 brennt tagelang ein Feuer im Innenhof des Geheimdienstgefängnisses in der belarussischen Hauptstadt Minsk. Der Geheimdienst verbrennt zahllose Manuskripte belarussischer Schriftsteller. Es beginnt, was Historiker den „Bluttunnel des Todes" nennen - bis Dezember 1938 werden in Belarus mindestens zehntausend Menschen erschossen. Grausiger Höhepunkt ist die Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 1937, in der 132 Kulturschaffende und Wissenschaftler sterben, darunter 22 Schriftsteller: Lyriker, Prosaisten, Übersetzer, Kritiker - die Elite der Literaturszene. Die Nacht wird zum Schlusspunkt einer kurzen, hellen Aufbruchszeit: In den 1920er-Jahren war eine junge, selbstbewusste mehrsprachige belarussische Literatur entstanden, die sich europäischen Avantgarde-Strömungen geöffnet und mit neuen Formen experimentiert hatte. Im Wald von Kurapaty liegen bis heute die Leichen der Künstler, ihre Namen wurden aus der Literaturgeschichte getilgt - doch sie bleiben lebendig, bleiben (un)erschossen, denn in ihren Werken leben sie weiter. Einige überlebten tatsächlich, weil sie nicht als relevant galten, darunter vor allem Schriftstellerinnen. In Belarus ist die Erinnerung an sie noch heute Tabu. Noch heute muss Erinnerungskultur im Exil stattfinden. Die „Lange Nacht" bietet einen Einblick in dieses Kapitel europäischer Literatur- und Verfolgungsgeschichte.