Die Nachrichten
Die Nachrichten

ReisewarnungenRKI aktualisiert Liste der Coronavirus-Risikogebiete

03.08.2020 - Reisende mit Rollkoffer und Sonnenhut, daneben ein Wegweiser zum "Corona-Testzentrum" am Stuttgarter Flughafen (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
Corona-Testcenter am Flughafen Stuttgart (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)

Fast ein Jahr lang hatte das Auswärtige Amt wegen der Corona-Pandemie eine generelle Reisewarnung für zahlreiche Regionen in Europa ausgesprochen. Seit dem 1. Juli gilt diese erst ab einer Inzidenz von 200 und für Gebiete, in denen sich gefährliche Virusvarianten stark verbreitet haben. Von nicht notwendigen, touristischen Reisen in sogenannte einfache Risikogebiete wird lediglich "abgeraten". Als Risikogebiete werden Länder und Regionen eingestuft, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner über 50 liegt.

Das Robert Koch-Institut stuft die europäischen Länder und Regionen derzeit wie folgt ein:

Benelux-Region

Niederlande: Das Land gilt ab Sonntag, 18. Juli, als Risikogebiet. Das Überseegebiet Sint Maarten war bereits zuvor Risikogebiet. Belgien und Luxemburg sind derzeit keine Risikogebiete.

Frankreich und Andorra

Frankreich gilt nicht mehr als Risikogebiet. Die Überseegebiete Réunion, Französisch-Guayana und St. Martin werden als einfache Risikogebiete eingestuft.

Österreich und Ungarn

Die beiden Länder sind keine Risikogebiete mehr.

Schweiz

Auch die Schweiz ist aktuell kein Risikogebiet.

Großbritannien und Irland

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, einschließlich der Isle of Man, aller Kanalinseln sowie der britischen Überseegebiete galten von Mai bis Anfang Juli als Virusvariantengebiet. Begründet wurde das mit dem Vorkommen der Delta-Virusvariante B.1.617.2 im Vereinigten Königreich. Zuletzt wurden die Regionen aber zum Hochinzidenzgebiet herabgestuft. In Irland gelten die Regionen Border, Dublin und Mid-East als einfaches Risikogebiet.

Spanien

Spanien inkl. der Balearen und Kanaren gilt als einfaches Risikogebiet.

Portugal

Portugal galt bis Anfang Juli einschließlich der autonomen Regionen Madeira und Azoren als Virusvarianten-Gebiet. Inzwischen wurde das Land zum Hochinzidenzgebiet herabgestuft.

Italien

Italien ist kein Risikogebiet mehr.

Malta

Malta gilt nicht mehr als Risikogebiet.

Tschechien und Slowakei

Tschechien und die Slowakei gelten nicht mehr als Risikogebiete.

Slowenien, Kroatien, Montenegro, Serbien

In Kroatien ist nur noch die Gespanschaft Zadar einfaches Risikogebiet.

Türkei und Griechenland

Die Türkei gilt weiterhin als einfaches Risikogebiet. Zypern gilt nun als Hochinzidenzgebiet. Ab Sonntag, 18. Juli, gilt auch Griechenland als Risikogebiet.

Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark

In Dänemark werden nun die Regionen Hovedstaden und die Färöer zu Risikogebieten.

Rumänien, Moldau und Bulgarien

Diese Länder sind derzeite keine Risikogebiete.

Polen und Baltikum

Auch Polen und die baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen sind aktuell keine Risikogebiete.

Zypern

Zypern gilt nun als Hochinzidenzgebiet.

Risikogebiete und Reisewarnungen

Die Liste der Risikogebiete wird vom Robert Koch-Institut nach Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium, dem Auswärtigen Amt und dem Bundesinnenministerium veröffentlicht. Dabei greift laut RKI eine zweistufige Bewertung: Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten oder Regionen in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner registriert wurden.

Für Regionen, in denen dieser Schwellenwert unterschritten wird, bewertet das RKI mit Hilfe von Informationen des Auswärtigen Amtes, ob möglicherweise dennoch ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt. Dabei spielen unter anderem die Testkapazitäten und durchgeführten Tests, Virusvarianten, Eindämmungsmaßnahmen und die Verlässlichkeit der Informationen für bestimmte Staaten eine Rolle.

Virusvarianten-Gebiete

Neben Regionen mit besonders hohen Fallzahlen und anderen Faktoren, die eine Infektionsgefahr vor Ort erhöhen, stuft das RKI auch Regionen, in denen sich bestimmte Virusvarianten ausgebreitet haben, als Risikogebiet ein. Für Einreisen aus diesen Gebieten gelten besondere Vorgaben.

Als Virusvarianten-Gebiete gelten derzeit Botswana, Brasilien, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia, Simbabwe, Südafrika und Uruguay. Die aktuelle Liste finden Sie hier.

Hochinzidenz-Gebiete

Im Januar hat die Bundesregierung zudem erstmals mehr als 20 Staaten als Hochinzidenz-Gebiete eingestuft. Dazu zählen in der Regel Staaten mit einer Wocheninzidenz von über 200 pro 100.000 Einwohner. Nicht-EU-Länder und -Regionen, die als Hochinzidenz-Gebiete eingestuft werden, sind Ägypten, Argentinien, Bolivien, Chile, Costa Rica, Ecuador, Fidschi, Indien, Indonesien, Iran, Kolumbien, Kuba, Kuwait, Libyen, Malaysia, Mongolei, Nepal, Oman, Paraguay, Peru, Russland, Seychellen, Sudan, Suriname, Syrische Arabische Republik, Tansania sowie Tunesien.

Für Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete gelten verschärfte Einreiseregeln.

(Stand: 16.07.2021)

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

In unserem Nachrichtenblog finden Sie einen regelmäßig aktualisierten Überblick über die wichtigsten Entwicklungen. Lesen Sie auch:

+ Lage: Infektionszahlen in Deutschland (Stand 23.07.)

+ Auslands-Urlaub: Liste der Risikogebiete (Stand 16.07.)

+ Mutation: Wie gefährlich ist die Delta-Variante? (Stand: 22.07.)

+ Bildung: Wie geht es im Herbst weiter für die Schulen? (Stand 17.07.)

Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.