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ReisewarnungenRKI aktualisiert Liste der Coronavirus-Risikogebiete

03.08.2020 - Reisende mit Rollkoffer und Sonnenhut, daneben ein Wegweiser zum "Corona-Testzentrum" am Stuttgarter Flughafen (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
Corona-Testcenter am Flughafen Stuttgart (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)

Das Auswärtige Amt hat lange wegen der Corona-Pandemie eine generelle Reisewarnung für zahlreiche Regionen in Europa ausgesprochen. Nachdem es zwischenzeitlich drei Kategorien gab, gelten mit der neuen Einreiseverordnung seit dem 1. August nur noch zwei Einstufungen. Damit entfällt der Status der "einfachen" Risikogebiete.

Stattdessen werden nur noch Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete aufgeführt. Neu ist eine generelle Test- bzw. Nachweispflicht für Reiserückkehrer. Diese gilt für alle Verkehrsmittel und für alle Länder, unabhängig vom Infektionsgeschehen. Der Nachweis eines verringerten Übertragungsrisikos kann durch eine vollständige Impfung, eine Bescheinigung als genesen oder durch ein negatives Testergebnis erbracht werden.

Sowohl für Hochrisiko- als auch für Virusvariantengebiete gelten verschärfte Einreiseregeln. Welche Pflichten mit der Einreise aus diesen Ländern genau verbunden sind, kann man unter anderem auf der Webseite der Bundesregierung zur Digitalen Einreiseanmeldung einsehen. Nach der Eingabe des Reiseorts werden die jeweils geltenden Vorschriften angezeigt.

Für die Einstufung sind - anders als früher - nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Das Robert Koch-Institut stuft die europäischen Länder und Regionen wie folgt ein:

Benelux-Region

Niederlande: Seit dem 8.8. gilt das Land nicht mehr als Hochrisikogebiet - mit Ausnahme der Überseegebiete. Für Belgien und Luxemburg gibt es derzeit keine besonderen Hinweise.

Frankreich, Monaco und Andorra

Als Hochrisikogebiete gelten die Provence-Alpes-Côte d'Azur im Süden des Landes sowie die Überseegebiete Guadeloupe, Martinique, Réunion, St. Martin und St. Barthélemy. Korsika und die Region Okzitanien sind seit dem 12.9. keine Hochrisikogebiete mehr.

Andorra und Monaco sind derzeit keine Hochrisikogebiete.

Großbritannien und Irland

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, einschließlich der Isle of Man, aller Kanalinseln sowie der britischen Überseegebiete gelten als Hochrisikogebiet. In Irland sind die Regionen Border und West als Hochrisikogebiete eingestuft.

Spanien

Seit dem 29.8. gilt Spanien nicht mehr als Hochrisikogebiet. Damit entfallen alle Quarantänevorschriften für aus Spanien zurückkehrende Urlauber.

Portugal

Portugal wird seit dem 15.8. nicht mehr als Hochrisikogebiet bewertet - mit Ausnahme der Region Algarve. Der Großraum Lissabon gilt seit dem 29.8. nicht mehr als Hochrisikogebiet.

Zypern

Zypern gilt als Hochrisikogebiet.

Österreich und Ungarn

Die beiden Länder sind keine Hochrisikogebiete.

Schweiz

Auch die Schweiz ist aktuell kein Hochrisikogebiet.

Italien

Italien ist kein Hochrisikogebiet.

Malta

Malta ist ebenfalls kein Hochrisikogebiet.

Tschechien und Slowakei

Tschechien und die Slowakei gelten nicht als Hochrisikogebiete.

Slowenien, Kroatien, Montenegro, Serbien

Montenegro gilt seit dem 15.8. als Hochrisikogebiet, die anderen oben genannten Länder nicht. Seit dem 15.8. sind auch das Kosovo und Nordmazedonien Hochrisikogebiete.

Türkei und Griechenland

Die Türkei ist seit dem 17.08 Hochrisikogebiet. In Griechenland gilt die südliche Ägäis mit Urlaubsinseln wie Rhodos, Kos, Mykonos oder Naxos seit dem 24. August als Hochrisikogebiet.

Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark

Diese Länder gelten nicht als Hochrisikogebiete - mit Ausnahme der norwegischen Provinzen Oslo und Viken (seit 12.9.).

Rumänien, Moldau und Bulgarien

Auch für diese Länder gibt es keine Warnungen.

Polen und Baltikum

Auch Polen und die baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen sind aktuell keine Hochrisikogebiete.

Hochrisikogebiete

Die Liste der Hochrisikogebiete wird vom Robert Koch-Institut nach Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium, dem Auswärtigen Amt und dem Bundesinnenministerium veröffentlicht. Für die Einstufung als Hochrisikogebiet gibt es laut RKI mehrere Kriterien. So könne dort die Fallzahl besonders hoch sein. Indiz könne zum Beispiel eine Sieben-Tage-Inzidenz von regelmäßig deutlich über 100 sein. Es könne sich aber auch um Gebiete handeln, in denen es Anhaltspunkte für ein gefährliches Infektionsgeschehen gebe.

Als Beispiele nennt das RKI eine besonders schnelle Ausbreitung des Virus, eine hohe Hospitalisierungsrate oder nicht ausreichend vorhandene oder verlässliche epidemiologische Daten. Möglich sei auch, dass es sich um ein Gebiet handelt, in dem es eine gefährliche Corona-Variante gebe - gegen die aber Impfungen oder eine überstandene Covid-19-Erkrankung ausreichend schützten.

Hochrisikogebiete weltweit

Außereruopäische Länder und -Regionen, die bislang als Hochrisikogebiete eingestuft werden, sind Ägypten, Algerien, Bangladesch, Botsuana, Brasilien, Costa Rica, Dominica, Eswatini, Fidschi, Georgien, Grenada, Haiti, Honduras, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Israel, Jamaika, Kasachstan, Kenia, Kolumbien, Korea, Kuba, Lesotho, Libyen, Malawi, Malaysia, Marokko, Mexiko, Mongolei, Mosambik, Myanmar, Nepal, Nicaragua, Papua-Neuguinea, Philippinen, Russland, Sambia, Senegal, Seychellen, Simbabwe, Südafrika, Sudan, Suriname, Syrische Arabische Republik, Tadschikistan, Tansania, Thailand, Trinidad und Tobago, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan, die Verinigten Staaten von Amerika sowie Vietnam.

Ab dem 5. September kommen diese Gebiete neu dazu:
Albanien, Aserbaidschan, Guatemala, Japan, Pälästinensergebiete, Serbien, Sri Lanka.

Virusvarianten-Gebiete

Neben Regionen mit besonders hohen Fallzahlen und anderen Faktoren, die eine Infektionsgefahr vor Ort erhöhen, kann das RKI auch Regionen, in denen sich bestimmte Virusvarianten ausgebreitet haben, als Risikogebiet einstufen. Betroffen sind Varianten, die sich in Deutschland noch nicht ausgebreitet haben, und die auch für Geimpfte oder Genesene als gefährlich gelten. Für Einreisen aus diesen Gebieten gelten deshalb ebenfalls besondere Vorgaben.

Derzeit sind keine Staaten mehr als Virusvarianten-Gebiete eingestuft. Das zuletzt dort aufgelistete Brasilien gilt seit dem 22.8. als Hochrisikogebiet, für Uruguay wurde die Einstufung aufgehoben.

(Stand: 12.09.2021)

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+ Lage: Infektionszahlen in Deutschland (Stand 15.09.)

+ Impfung: Ist die Booster-Impfung sinnvoll? (Stand 14.09.)

+ Infektionsgeschehen: Wofür die "Hospitalisierungsrate" steht (Stand 27.08.)

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