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Seit 01:30 Uhr Tag für Tag

Frans Timmermans, Vizepräsident der EU-Kommission"Wenn der Populismus wächst, wird er Europa zerstören"

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, betrachtet mit Sorge, dass EU-Skepsis und nationaler Populismus in vielen Mitgliedstaaten wachsen. "Wenn es nicht gelingt, Europa wieder in die Herzen der Leute zu bekommen, dann wird es scheitern", sagte er im DLF. In Bezug auf das umstrittene Flüchtlingsabkommen mit der Türkei forderte er mehr Fairness gegenüber Ankara.


Bundespräsident Joachim Gauck "Muslime in Deutschland sind Teil unseres Staates"

Für ihn sei es selbstverständlich, dass die Muslime zu Deutschland gehörten, sagte Bundespräsident Joachim Gauck im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Er habe sehr viel getan, um den Muslimen, die hier lebten, ein guter Präsident zu sein. Mit Blick auf aktuelle Aussagen der AfD zum Islam betonte Gauck: "Es gibt überhaupt keinen Grund, an der Religionsfreiheit herumzukritteln."


Dalia Grybauskaite, Präsidentin der Republik Litauen"Diese Migrationskrise ist komplizierter als die Wirtschaftskrise"

Die Präsidentin der Republik Litauen, Dalia Grybauskaite, zollt Bundeskanzlerin Merkel großen Respekt. Weil es solche Führungspersonen gebe, sei Europa in der Lage, auch sehr schwierige Fragen zu lösen, sagte die Staatschefin im Interview der Woche des DLF. Die Kanzlerin nehme eine riesige Verantwortung auf ihre Schultern.


Frank-Jürgen Weise"Ich bin beseelt von Lösungen und nicht von Problemen"

Für Frank-Jürgen Weise, Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, steht die Aufgabe der Integration der Flüchtlinge in Deutschland erst noch bevor. Im Vergleich dazu seien die derzeitigen technischen Probleme beispielsweise bei der Erfassung der Flüchtlinge eher gering, sagte er im Interview der Woche im DLF. Der Prozess sei eine Sache von guter Arbeit und Organisation.


Nach den Terroranschlägen in Brüssel"Belgien ist mehr als Molenbeek"

Der Ministerpräsident der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien hat mit Blick auf die Terroranschläge von Brüssel vor einem "Belgien-bashing" gewarnt. In vielen Medien werde zu Unrecht das gesamte Land an den Pranger gestellt, sagte Oliver Paasch im Interview der Woche im DLF. Belgien sei kein "gescheiterter Staat". Problemgemeinden wie Molenbeek gebe es auch in anderen Ländern in Europa.


EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm"Momentan geht Gewalt unter Berufung auf Religion hauptsächlich vom Islam aus"

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, wünscht sich eine breite muslimische Bewegung gegen religiös motivierte Gewalt. Er sagte im Interview der Woche des DLF, die jüngsten Anschläge hätten mit dem Islam zu tun, weil sich die Terroristen auf Koranverse beriefen. Es sei deshalb positiv, dass die muslimischen Verbände die Attentate scharf verurteilt hätten.


TUI-Vorstandschef Friedrich Joussen"Kann keine Lösung sein, dass wir anfangen, Zäune zu bauen"

Der Vorstandschef des weltgrößten Reiseveranstalters TUI, Friedrich Joussen, hält es für richtig, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingskrise auf eine europäische Lösung setzt. Joussen sagte im Deutschlandfunk, gerade jungen Leuten könne man nicht vermitteln, dass im Schengen-Raum Zäune gebaut würden.


Botschafter Yakov Hadas-Handelsman"Die größte Bedrohung für Israel ist der Iran"

Aus Sicht des israelischen Botschafters in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, ist der Iran derzeit die größte Gefahr für sein Land. Das gelte nicht nur wegen der nuklearen Ambitionen Teherans, sondern auch wegen Irans "Tätigkeit im Terror gegen Israel". Dies bedeute aber nicht, dass der sogenannte Islamische Staat künftig keine Bedrohung für Israel darstellen werde, sagte Hadas-Handelsman im Deutschlandfunk.


EU-Türkei-GipfelFerber (CSU): "Die EU macht sich erpressbar"

Er erwarte von der Türkei, dass sie Menschen ohne Fluchtgrund wieder zurücknehme, sagte Markus Ferber (CSU), stellvertretender Vorsitzender des Wirtschafts- und Währungssauschusses im Europäischen Parlament, im DLF. Sorge bereite ihm, dass sich Europa von der Türkei erpressbar mache - denn die könne leicht steuern, wie viele Menschen sich auf den Weg machen würden.


Nationalismus in Europa"Die AfD gefährdet das europäische Projekt"

Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter hat sich besorgt über die nationalistischen Tendenzen in Europa geäußert. Peter sagte im Interview der Woche des Deutschlandfunks, das Erstarken der Rechtspopulisten etwa in Frankreich, Polen und Ungarn sei ein gefährlicher Weg. Deshalb müsse man in Deutschland den Anfängen wehren und sich einer Partei wie der AfD klar entgegenstellen.


Britischer Botschafter Sebastian Wood"Einwanderung ist eine sehr empfindliche Frage in Großbritannien"

Für Großbritannien kommt die Teilnahme an einem europäischen Umverteilungsprogramm für Flüchtlinge nicht in Frage. Denn dann würden sich vermutlich noch mehr Leute auf den Weg machen, sagte der britische Botschafter in Deutschland, Sir Sebastian Wood, im Deutschlandfunk. Aus britischer Sicht sei es vorrangig, die EU-Außengrenzen dicht zu machen. Außerdem sollten die Hilfen in den Krisenregionen verstärkt werden.


Weber zu Flüchtlingspolitik"Es wird keine kurzfristige Mega-Lösung geben"

Deutschland habe in der Flüchtlingsfrage jahrelang weggeschaut, sagte Manfred Weber (CSU), Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei im Europaparlament, im DLF. Die Diskussion um eine europäische Quote gebe es nicht erst seit gestern. Doch Deutschland sei hierbei zunächst nicht konstruktiv gewesen. Für eine erforderliche Lösung auf europäischer Ebene werde jetzt ein langer Atem gebraucht.


Bundesbildungsministerin Wanka "Wir haben eine Situation, für die es kein Vorbild gibt"

Die Vorstellung, dass viele Flüchtlinge Deutschlands demografisches Problem lösen könnten oder auch den Fachkräftemangel, sei unrealistisch, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka im Deutschlandfunk. Die CDU-Politikerin warnte davor, die Herausforderung der Integration zu unterschätzen. "Das ist überhaupt kein Automatismus."


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