Wissenschaft im Brennpunkt

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Lagebericht aus TschernobylAufräumen in unruhigen Zeiten

Die neue Schutzhülle für den Atomreaktor von Tschernobyl. Sie soll 2017 fertiggestellt werden. (AFP / Anatolii Stepanov)

An der Einfahrt der inneren Sperrzone ist eine Stellung aus Sandsäcken aufgebaut: Auch hier, in Tschernobyl, machen sich die Spannungen im Osten des Landes bemerkbar. Nuklearanlagen werden besonders gesichert, Soldaten bewachen die Baustellen am Kernkraftwerk.


Auf diesem berühmten Foto zu seinem 72. Geburtstag am 14.3.1951 steckt Albert Einstein den Fotografen die Zunge heraus. (AFP Photo / Arthur Sasse)

Allgemeine Relativitätstheorie "Der wertvollste Fund meines Lebens"

Albert Einstein zählt zu den wichtigsten Architekten der modernen Physik. Sein wohl größter Geniestreich: die allgemeine Relativitätstheorie. Vor 100 Jahren präsentierte er einen knappen Satz mathematischer Formeln, der bis heute als perfekte Beschreibung der vertrautesten aller Naturkräfte gilt, der Gravitation.


Biene (sitzend auf einer Fensterscheibe) (Jan-Martin Altgeld)

Wie viel Pestizid vertragen Bienen?Summ, summ, stumm

Tote Bienen und Insektengifte aus der Gruppe der Neonicotinoide – darum dreht sich ein lang anhaltender Streit zwischen Imkern und Naturschützern auf der einen Seite und Pestizidherstellern und Landwirten auf der anderen.


Fitness-App (picture alliance / dpa / Foto: Sebastian Kahnert)

Medizin im ZahlenrauschDr. Müller sammelt Daten

Fitnessarmbänder messen Körpertemperatur, Pulsschlag und Schlafrhythmus, Sport- und Abnehm-Apps wissen, wann man joggen war und wie man sich ernährt. Alles wird erfasst: Was zurzeit noch in die Kategorie Lifestyle und Wellness fällt, steht auch für einen Trend, der die Medizin verändern könnte.


Ein Mann in einem Mantel läuft durch eine Straße. (imago / Westend61)

Polizeiarbeit 2.0Wir wissen, was du vorhast

Die Ziele sind hoch gesteckt: Die Polizei will noch vor dem Täter am Tatort sein und Kriminalität endlich effektiv bekämpfen. Doch da gibt es ein kleines Problem: Auch die Kriminellen kennen sich aus mit digitaler Forensik. Die Algorithmen sind längst zu ihnen durchgedrungen.


Ein Foto des Kinderhilfswerks UNICEF zeigt drei Kinder in der südsudanesischen Stadt Mingkaman, während sie erschöpft darauf warten, als Hilfesuchende registriert zu werden. (dpa picture alliance / Kate Holt/ Unicef Handout)

Afrikas vergessene KrankheitenEin fremder Herr in ihrem Kopf

Das Kind fängt an zu nicken, bekommt einen Krampfanfall, ist wie weggetreten: So oder ähnlich ergeht es Hunderten Kindern im Grenzgebiet zwischen Uganda und dem heutigen Südsudan – sie leiden am Kopfnick-Syndrom. Die Ärzte sind ratlos.


Bräunlich-Rot ist das Wasser eines Bachs am 10.01.2013 am Naturspreewaldhafen in Ragow nahe Lübben (Brandenburg) gefärbt. Nach dem Ende vieler Lausitzer Braunkohletagebaue macht ansteigendes Grundwasser Mensch und Natur zu schaffen. So verfärbt sich das Wasser im Oberlauf der Spree bräunlich. (picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

25 Jahre Bergbausanierung OstKein Land in Sicht

Als 1990 der DDR-Braunkohlebergbau mit einem Mal stillgelegt wurde, hinterließ er Landschaftsschäden bisher nie gekannten Ausmaßes. 25 Jahre später ist mithilfe gigantischer Summen an Steuermitteln aus Bund und Ländern eine Seenlandschaft entstanden. Doch auch das war keine Erfolgsgeschichte, im Gegenteil.


Ein flexibler OLED-Bildschirm auf einer Messe im japanischen Yokohama. (Oktober 2013) (AFP Photo / Yoshikazu TSUNO)

Elektronik passt sich anBiegen statt Brechen

Quadratisch, praktisch, starr - so das Merkmal heutiger Elektronikgeräte. Denn Laptops, Tablets und Smartphones sind zwar transportabel, haben aber stets diese eckige, zuweilen unhandliche Kastenform. Das wollen manche Forscher nun ändern - mit einer völlig neuen Form von Elektronik werden biegbare Bauteile kreiert.


Ein ölverschmierter toter Vogel liegt am Strand. (imago/UPI Photo)

Fünf Jahre nach Deepwater-Horizon-ExplosionDie langen Schatten des Öls

Es war der größte Ölunfall der Geschichte: Am 20. April 2010 explodierte die Bohrplattform Deepwater Horizon. Elf Arbeiter kamen ums Leben, 800 Millionen Liter Öl strömten in den Golf von Mexiko. Heute sind die Strände wieder weiß. Doch die Langzeitfolgen für Flora und Fauna bleiben nicht absehbar.


Ein künstliches Gebiss wird in einem Dentallabor in Euskirchen bearbeitet (AP)

ZahnersatzBiss in die Zukunft

Zahntechnik ist Hightech: Implantate, festmontierte Prothesen, selbsthaftende Füllungen, immer sind es Fremdkörper, die in den Mund eingesetzt werden, aus Metall, aus Kunststoff, aus Keramik. Doch einige Forscher arbeiten längst an einer neuen Vision: Sie wollen nicht mehr reparieren, sondern regenerieren.


Eine Puppe liegt in dreckiger Bekleidung an einem Straßengully. (imago / McPHOTO)

Pädophilie im HirnscanAngst vor der Tat

Pädophilie und Kindesmissbrauch sind spätestens seit den Skandalen in der Odenwaldschule oder in der katholischen Kirche verstärkt ein Thema für die Forschung. Wissenschaftler unterscheiden dabei zwischen Tat und Neigung, analysieren per Scan Gehirnaktivitäten - und entwickeln Präventionsansätze.


Ein Stapel Orangen (picture-alliance / dpa / Mika Schmidt)

Mathematiker Thomas HalesDie Kunst, Orangen zu stapeln

Stell dir vor, du findest einen lange gesuchten Beweis - und keiner versteht ihn. Zuletzt sah sich der Mathematiker Thomas Hales in dieser misslichen Lage und ohne die Hilfe eines Algorithmus hätte die Sache wohl kein glückliches Ende genommen.


Menschliche Schädel in der historischen anatomischen Sammlung des Museums der Natur in Gotha. (picture-alliance/ZB - Martin Schutt)

Koloniale Skelettsammlungen Leichen im Keller

In den Kellern deutscher Museen lagert ein skurriles Erbe: Zehntausende menschlicher Schädel, Knochen und ganzer Skelette schleppten Wissenschaftler der Kolonialzeit einst nach Hause, vermaßen sie, stellten sie aus und zogen teils menschenverachtende Schlüsse. Die Knochen sind immer noch da – und werden mehr und mehr zu einem Problem.


(picture alliance / Klaus Rose)

Deutscher WaldBäumchen, wechsle dich!

Globaler Handel und Klimaerwärmung setzen unseren Wäldern zu, konfrontieren Laub- und Nadelhölzer mit eingeschleppten Schädlingen und veränderten Umweltbedingungen. Welche Baumarten kommen mit dem Stress klar, von welchen müssen wir uns vielleicht verabschieden?


Die Hobby-Ornithologen Witiko Heuser (l) und Ingo Rösler (r) stehen mit ihren Feldstechern und Spektiven auf dem Dach des Posthochhauses der Commerzbank am Rande des Hauptbahnhofs von Frankfurt am Main (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst )

Bürger forschtWie Citizen Science die Wissenschaft fördert

Sie zählen Vögel in ihren Vorgärten, messen das Ausmaß der Lichtverschmutzung auf ihrem Balkon oder klassifizieren ferne Galaxien: Citizen Science ist zu einer Massenbewegung geworden. Doch die Hilfe der Amateure ist unter Forschern nicht unumstritten.


Petrischalen mit Bakterienkulturen (dpa / picture alliance / Michael Rosenfeld)

AusleseFreunde fürs Leben

Wie Viren und Bakterien unser Dasein prägen

Viren und Bakterien haben einen miesen Ruf. Sie gelten gemeinhin als Krankmacher, die es verdienen, mit allen Mitteln bekämpft zu werden. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Sowohl Viren als auch Bakterien können auch heilende Wirkung haben.


Ein mit Bosch-Technik ausgestattetes Fahrzeug des Typs Jeep Cherokee (dpa / Britta Pedersen)

VerkehrAutomobile Selbstfindung

Die Ära des autonomen Fahrens beginnt

Der Weg zum autonomen Fahren war lang, jetzt soll das autonome Fahren auf Autobahnen kurz bevorstehen. Bis sich die automobile Selbstfindung aber auch auf Landstraßen und in Ortschaften vollzieht, müssen Informatiker noch lange über die Welt nachdenken.


Computergrafik des menschlichen Gehirns von hinten. (imago/Science Photo Library)

Eingriff ins HirnDie Wirkung tiefer Elektroden auf die Psyche

Durch ein Loch im Schädel gibt ein Draht kleine Stromstöße ans Hirngewebe ab - mit dieser Methode werden bereits seit etwa zehn Jahren psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Zwangsstörungen behandelt. Nun gehen Mediziner dazu über, den Eingriff auch bei anderen Erkrankungen zu erproben.


(dpa/picture alliance)

MedizinRettende Inseln

Wettstreit um die künstliche Bauchspeicheldrüse

Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung. Früher eher selten, nehmen die Zahlen vor allem bei Kindern und Jugendlichen dramatisch zu. Die moderne Insulintherapie ermöglicht ihnen in den allermeisten Fällen ein normales Leben, doch die Patienten müssen schon sehr viel tun, um gesund alt zu werden. Es ist ein täglicher Kampf um die guten Zuckerwerte.


Ein afrikanischer Arzt in Schutzanzug verabreicht einem anderen Mann eine Spritze. (picture alliance / dpa / Alex Duval Smith)

Medizin Versuch und Irrtum - Ebola-Studien im Eilverfahren

Im Sommer 2014 explodieren die Ebola-Zahlen in Guinea, Liberia und Sierra Leone. Die Epidemie ist verheerend - aber auch eine Chance für die Forschung. Denn jetzt, mitten im größten je erlebten Ausbruch, lässt sich prüfen, wie wirksam Medikamente und Impfstoffe gegen Ebola sind.


DNA-Stränge aus Pflanzenblättern (Zeichnung) (imago / Science Photo Library)

BiologieDie Abschaffung der Gene

Von Gregor Mendel zur Systembiologie

Die Gene sind das, was wir von unseren Vorfahren mit auf den Weg bekommen haben. Sie halten uns gesund, machen uns krank, sagen unsere Zukunft voraus, und sie haben im Essen nichts verloren. Jeder scheint zu wissen, was Gene sind. Nur die Wissenschaftler, die es am besten wissen müssten, die Genetiker, wissen es nicht mehr so recht.


Eine Gottesanbeterin auf einem Ast (imago / Chromorange)

BiologieOrdnung im Geäst

Der neue Stammbaum der Vögel und Insekten

Millionen Insekten, Tausende Vögel - die Evolution hat der Erde eine ungeheure Artenvielfalt beschert. Wie es in all den Jahrmillionen dazu kam, konnten Wissenschaftler bisher nur aus Fossilien rekonstruieren. Wann sich gefiederte Tiere in die Lüfte erhoben, warum Hummeln und Bienen getrennte Wege gingen und woher das Gezwitscher der Vögel stammt - all das blieb bisher im Dunkeln.

Nächste Sendung: 31.05.2015 16:30 Uhr

Forschung aktuell
Wissenschaft im Brennpunkt
Die Fußball-Matrix
Der Plan vom perfekt programmierten Spiel
Von Martina Keller
Keine Fußballübertragung ohne Ballbesitzquote. 3,1 Millionen Positionsdaten erfassen Sportdienstleister pro Begegnung. Dazu kommen 3.000 Tacklings, Dribblings, Torschüsse oder Flanken. Doch die Euphorie ist verflogen: Die Aussagekraft der Daten erweist sich als gering - ginge es nur nach der Statistik, wäre Deutschland heute nicht Fußballweltmeister. Jetzt starten die Analysten einen Neuanfang. Um Taktik und Teamgeist zu entschlüsseln, füttern sie Supercomputer. Gesucht wird eine Formel für den ultimativen Triumph.
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Podcast

Auslese - Rezensionen von A bis Z

Blick in ein Bücherregal einer Bücherei (Stock.XCHNG / Paul Ijsendoorn)

In regelmäßigen Abständen präsentiert die Redaktion "Forschung aktuell" mit der Auslese lesenswerte Neuerscheinungen. Die folgenden Links führen Sie direkt zur gesuchten Rezension, sortiert nach Autoren oder Büchern.

Sternzeit

Glückloser Anfang: Die Europa-1-Rakete in Woomera (DLR)

AstronomieDie ESA wird 40 - und 53

Heute vor 40 Jahren, am 30. Mai 1975, unterzeichneten zehn westeuropäische Staaten, darunter die Bundesrepublik und die Schweiz, den Gründungsvertrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Tatsächlich aber gibt es schon viel länger gemeinsame europäische Aktivitäten im Weltraum.

Forschung Aktuell

Computer und Kommunikation

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