
Nach seinem Physikstudium arbeitete er an der Archenhold-Sternwarte im Treptower Park in Berlin – von 1976 an als Direktor. Elf Jahre später wurde er Gründungsdirektor des neuen Großplanetariums im Osten Berlins. Zu besonderer Popularität verhalf ihm die Wissenschaftssendung „AHA“ im DDR-Fernsehen.
In seinen Büchern und Vorträgen erzählte Dieter B. Herrmann gern von den historischen Wurzeln seiner Wissenschaft. Legendär ist sein Buch „Geschichte der Astronomie von Herschel bis Hertzsprung“, in dem er die Entwicklung zur modernen Astrophysik in Europa nachzeichnet.
Ob bei öffentlichen Beobachtungen an der Sternwarte, in Planetariumsvorführungen oder in seinen Texten: Dieter B. Herrmanns Begeisterung für das Universum war ansteckend.
Er hielt nicht einfach Vorträge unter der Himmelskuppel. Seine Planetariumsprogramme waren ein Gesamtkunstwerk – astronomische Information mit musikalischer Untermalung und künstlerischem Anspruch, es ging zugleich um Bildung und Unterhaltung.
Dieter B. Herrmann bereitete dem Universum stets die große Bühne und prägte den Begriff „Sterntheater“ für ein Planetarium. Ende November vergangenen Jahres ist einer der großen Dramaturgen der Astronomie im Alter von 82 Jahren gestorben.