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Gesamtaufnahme der Sinfonien von Schubert
Definitiv unvollendet!

Heinz Holliger und das Kammerorchester Basel haben mit ihrer Gesamtaufnahme der Sinfonien von Franz Schubert faszinierend neue Zugänge zu dessen Orchesterschaffen freigelegt. Den Abschluss des Zyklus' bilden ein Fragment und die Ouvertüre, die Schubert mit 14 Jahren geschrieben hat.

Am Mikrofon: Johannes Jansen | 16.01.2023
Ein älterer Herr blickt freundlich in die Kamera. Er trägt eine randlose Brille und ein dunkelblaues Hemd.
Schuberts Sinfonien wurden in der Vergangenheit von vielen großen Dirigenten in "eine dicke romantische Orchestersoße getaucht", klagt Heinz Holliger, "dabei ist Schubert eine unglaublich transparente Klangwelt." Und diese legt der Komponist und Dirigent mit dem Kammerorchester Basel offen. (Frank Schinski / Ostkreuz)
Schuberts letztes Orchesterwerk ist die Fragment gebliebene D-Dur Sinfonie. Der Komponist Roland Moser hat die Sinfonie rekonstruiert, er will jedoch keine Schubert-Illusionen erzeugen, sondern das Werk so darstellen wie es ist: definitiv unvollendet.
Die Gesamtaufnahme der Orchesterwerke von Schubert ist in Co-Produktion mit dem Deutschlandfunk entstanden und ist beim Label sony classical erschienen.
Franz Schubert
Ouvertüre D-Dur, D 12
Sinfonie-Fragment D-Dur, D 936a, bearbeitet von Roland Moser
Grand Duo C-Dur , D 812, bearbeitet von Gabriel Bürgin

Kammerorchester Basel
Heinz Holliger, Leitung
Aufnahmen vom August 2020 und März 2022 aus dem Musik- und Kulturzentrum Don Bosco in Basel