Sonntag, 21. April 2024

Kleine Kulturgeschichte des Hackbretts
Grausamer Name, himmlischer Klang

Man denkt dabei an Kücheninventar oder Volksmusik, aber früher galt das Hackbrett in Adelskreisen als Statussymbol. Warum das Instrument geradezu eine musikalische "Praline" ist, erzählt Salterio-Expertin Franziska Fleischanderl.

Von Andreas Pehl | 05.12.2023
Eine junge Frau sitzt in Tracht in einer bäuerlichen Stube und spielt auf einem Hackbrett.
Jedes Hackbrett hat seinen eigenen Klang, der von Holzart, -wuchs und -festigkeit abhängt. Die Herstellung ist ein uraltes, bis heute betriebenes Handwerk. (imago / imagebroker)
Grade in der Adventszeit hat das Hackbrett seinen großen Auftritt - fast unverzichtbar für die besinnliche Stimmung bei Kerzenschein und Plätzchenduft. Im Alpenraum wird das Hackbrett heute vor allem in der Volksmusik eingesetzt.

Unterschätzt, aber vielseitig

Doch es ist weit mehr als "nur" ein Volksmusikinstrument. Die Virtuosen haben viel zu erklären, wenn sie außerhalb des Alpenraums mit ihren Instrumenten auftreten und statt Ländler und Polka klassische Musik vom Mittelalter bis zur Moderne spielen. Eine kleine Kulturgeschichte rund um ein unterschätztes Instrument.