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Wiener Symphoniker
Traditionsorchester trifft Shootingstar

Man hört sie regelmäßig im Graben des Theaters an der Wien: die Wiener Symphoniker. Im Juli gastierten sie im Bad Kissinger Regentenbau. Am Pult stand mit Dirigent Patrick Hahn der aktuell jüngste Generalmusikdirektor im deutschsprachigen Raum.

Am Mikrofon: Jochen Hubmacher | 01.01.2023
Auf dem Bild ist ein Mann zu sehen, der freundlich in die Kamera lächelt.
Schrieb mit 12 Jahren seine erste Komposition - der österreichische Dirigent, Pianist und Komponist Patrick Hahn (Uwe Schinkel)
Es war ein Paukenschlag in der Wiener Musikszene: Anfang April 2022 schmiss Andrés Orozco-Estrada als Chefdirigent der Wiener Symphoniker die Brocken hin. Nach noch nicht mal zwei Jahren im Amt. Vermutlich hatte er sich über die Nichtverlängerung seines Vertrags über die Saison 2024/25 hinaus geärgert. In den Wochen darauf dürften die Kommunikationskanäle hinter den Kulissen des Wiener Traditionsorchesters geglüht haben. Denn es galt schnell Ersatz für bereits geplante Konzerte zu finden. Etwa für das Gastspiel beim Kissinger Sommer. Es fand sich Patrick Hahn. Im Kissinger Regentenbau dirigierte der gebürtige Grazer Carl Maria von Webers Freischütz-Ouvertüre und die erste Sinfonie von Johannes Brahms. Dazwischen begleiteten Hahn und die Wiener Symphoniker die norwegische Sopranistin Lise Davidsen bei den vier letzten Liedern von Richard Strauss.
Carl Maria von Weber
Ouvertüre zur Oper „Der Freischütz“, op. 77

Richard Strauss
„Vier letzte Lieder“ für Sopran und Orchester, op. posth.

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 1 c-Moll, op. 68,

Lise Davidsen, Sopran
Wiener Symphoniker
Leitung: Patrick Hahn
Aufnahme vom 9. Juli 2022 aus dem Regentenbau Bad Kissingen