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ReisewarnungenRKI aktualisiert Liste der Coronavirus-Risikogebiete

Ein Mann im Schutzanzug und Atemmaske in der Corona Ambulanz mit Laboruntersuchungen im Klinikum Stuttgart. (imago / Leif-Hendrik Piechowski)
Coronavirus / COVID-19 (imago / Leif-Hendrik Piechowski)

Das Auswärtige Amt hat Reisewarnungen für zahlreiche Regionen in Europa ausgesprochen, die regelmäßig aktualisiert werden. Dabei orientiert es sich an der Einschätzung des Robert Koch-Instituts, das in diesen Regionen die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus für besonders hoch hält. Wir haben die wichtigsten Informationen zu den Risikogebieten zusammengestellt und erklären, was das aktuell für das Reisen bedeutet.

Welche Regelungen bezüglich Einreise und Hygiene in beliebten Urlaubsländern gelten, haben wir zudem in dem Stück "Wie ist die Lage in den europäischen Urlaubsländern?" zusammengestellt. Sie finden es unter diesem Text unter "Weiterführende Artikel zum Coronavirus". Im Folgenden haben wir den aktuellen Stand der Risikogebiete zusammengefasst.

Laut Auflistung des Robert Koch-Instituts gibt es folgende Risikogebiete. Auf seinen Seiten informiert das RKI auch, ab wann die Reisewarnungen gelten.

Niederlande

Laut RKI gilt das gesamte Land Niederlande (inklusive autonome Länder) als Risikogebiet.

Frankreich

Es gilt gesamt Kontinentalfrankreich sowie auch das französische Überseegebiet Martinique als Risikogebiet.

Österreich und Ungarn

Das RKI weist die österreichischen Bundesländer Wien, Vorarlberg und Tirol mit Ausnahme der Gemeinden Mittelberg (Vorarlberg) und Jungholz (Tirol) als Risikogebiet aus.

In Ungarn wurden die Hauptstadt Budapest sowie die Regionen Baranya, Borsod-Abaúj-Zemplén, Csongrád-Csanád, Györ-Moson-Sopron, Hajdú-Bihar, Jász-Nagykun-Szolnok, Komárom-Esztergom, Nógrád, Pest, Szabolcs-Szatmár-Bereg, Veszprém und Vas zum Corona-Risikogebiet erklärt.

Schweiz

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die Schweizer Kantone Fribourg, Genf, Jura, Neuchâtel, Nidwalden, Schwyz, Uri, Waadt, Zürich und Zug.

Belgien, Luxemburg

Belgien und Luxemburg gelten vollständig als Risikogebiet.

Großbritannien

Es gelten Schottland, Nordirland und Wales als Risikogebiete. Außerdem die folgenden Regionen in England: North West, North East, Yorkshire and the Humbers. Und vor Reisen in die Regionen East Midlands und West Midlands wird gewarnt.

Irland

In Irland gelten die Hauptstadt Dublin und die Region Border als Risikogebiet. Gleiches gilt für die Regionen Mid-West, South-West, Mid-East, West und Midlands.

Spanien, Portugal und Gibraltar

Ganz Spanien gilt als Risikogebiet inklusive der Kanarischen Inseln. Auch das an Spanien grenzende britische Überseegebiet Gibraltar steht auf der Liste. In Portugal werden die Neuinfizierungen in der Metropolregion Lissabon als so gravierend eingestuft, dass für dieses Gebiet ebenfalls eine Reisewarnung herausgegeben wurde. Hinzugekommen ist zudem die Region Norte.

Italien

Die Regionen Campania und Ligurien gelten als Risikogebiete.

Tschechien und Slowakei

Ganz Tschechien gilt ohne Ausnahmen als Risikogebiet. Gleiches gilt für die Slowakei.

Slowenien und Kroatien

In Kroatien gelten die Regionen Lika-Senj, Brod-Posavina, Virovitica-Podravina, Dubrovnik, Pozega-Slavonia, Split-Dalmatien, Vukovar-Srijem, Sisak-Moslavina, Krapinsko-Zagorska als Risikogebiete. Auch die Gespanschaften Grad (Stadt) Zagreb und Međimurska werden als Risiko eingestuft.

In Slowenien gelten die Regionen Gorenjska, Koroška, Osrednjeslovenska, Primorsko-notranjska (Küstenland-Innerkrain), Savinjska und Zasavska als Risikogebiet. Ferner hinzugekommen sind die Regionen Jugovzhodna Slovenija, Pomurska und Podravska.

Dänemark, Finnland, Schweden und Island

Seit dem 23. September ist die dänische Region Hovedstaden mit der Hauptstadt Kopenhagen als Risikogebiet ausgewiesen. In Finnland gilt die Region Österbotten als Risikogebiet. Ebenso eingestuft sind die schwedischen Provinzen Jämtland, Örebro, Stockholm und Uppsala. Ganz Island gilt als Risikogebiet.

Rumänien, Moldau und Bulgarien

Ganz Rumänien wird als Risikogebiet eingestuft. Das gilt auch für das Nachbarland, die Republik Moldau. In Bulgarien werden die Verwaltungsbezirke Blagoevgrad und Targowischte als Risikogebiete eingestuft.

Polen und Baltikum

In Polen wird vor Reisen in die Regionen Kujawsko-pomorskie, Małopolskie, Podlaski, Pomorskie und Œwiętokrzyskie gewarnt. In Estland gilt die Region Ida-Viru als Risikogebiet, in Litauen die Bezirke Kaunas und Siauliu.

Weitere Risikogebiete

Reisewarnungen gelten außerdem für Albanien, Andorra, Belarus, Bosnien und Herzegowina, das Kosovo, Malta, Montenegro, Nordmazedonien, Russland, Serbien und die Ukraine.

Keine Reisewarnung für mehrere europäische Länder

Bei einigen Staaten in Europa wird weder vor Reisen gewarnt noch von ihnen abgeraten: Griechenland, Lettland, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Zypern und der Vatikan.

Risikogebiete im Rest der Welt

Eine pauschale Reisewarnung für etwa 160 außereuropäische Länder ist Ende September ausgelaufen. Nach einer Entscheidung des Bundeskabinetts wird die Corona-Infektionslage nun wieder für jedes Land einzeln bewertet. Zudem gilt ab für vom RKI ausgewiesene Risikogebiete automatisch eine Reisewarnung.

Risikogebiete und Reisewarnungen

Die Liste der Risikogebiete wird vom Robert Koch-Institut nach Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium, dem Auswärtigen Amt und dem Bundesinnenministerium veröffentlicht. Dabei greift laut RKI eine zweistufige Bewertung: Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten oder Regionen in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner registriert wurden.

Für Regionen, in denen dieser Schwellenwert unterschritten wird, bewertet das RKI mit Hilfe von Informationen des Auswärtigen Amtes, ob möglicherweise dennoch ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt. Dabei spielen unter anderem die Testkapazitäten und durchgeführten Tests, Eindämmungsmaßnahmen und die Verlässlichkeit der Informationen für bestimmte Staaten eine Rolle.

(Stand: 15.10.)

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

Wir haben ein Nachrichtenblog angelegt. Das bietet angesichts der zahlreichen Informationen einen Überblick über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen.

Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 16.10.)
+ Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg der Neuinfektionen? (Stand: 09.10)
+ Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.)
+ Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10)
+ Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 07.10.)
+ Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.)
+ Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.)
+ Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.)
+ Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.)
+ Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.)
+ Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.)
+ "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09)
+ Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.)
+ Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 16.10.)
+ Reiseplanung: Wie ist die Lage in den europäischen Urlaubsländern? (Stand 04.10.)
+ Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.)

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