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ReisewarnungenRKI aktualisiert Liste der Coronavirus-Risikogebiete

Ein Mann im Schutzanzug und Atemmaske in der Corona Ambulanz mit Laboruntersuchungen im Klinikum Stuttgart. (imago / Leif-Hendrik Piechowski)
Coronavirus / COVID-19 (imago / Leif-Hendrik Piechowski)

Das Auswärtige Amt hat wegen der Corona-Pandemie Reisewarnungen für zahlreiche Regionen in Europa ausgesprochen. Sie werden regelmäßig aktualisiert. Das Auswärtige Amt warnt dabei nicht nur vor Reisen in Gebiete mit besonders hohen Wochen-Inzidenzen, sondern auch in Regionen, in denen bestimmte Varianten des Coronavirus verbreitet auftreten.

Die Warnungen des Auswärtigen Amtes orientieren sich an der Einschätzung des Robert Koch-Instituts, wo die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus besonders hoch ist. Sie betreffen folgende Staaten und Regionen:

Benelux-Region

Laut RKI gelten die gesamten Niederlande inklusive der autonomen Länder und der karibischen Teile als Hochinzidenzgebiet. Auch ganz Belgien und ganz Luxemburg sind inzwischen (wieder) Risikogebiete.

Frankreich

Ganz Frankreich inklusive aller Übersee-Départments gilt als Hochinzidenzgebiet. Seit dem 30.04. zählt auch das Département Moselle dazu, das an Rheinland-Pfalz und das Saarland grenzt. Die Einstufung als Virusvarianten-Gebiet wurde aufgehoben.

Österreich und Ungarn

Das RKI weist ganz Österreich mit Ausnahme der Gemeinden Jungholz und Mittelberg / Kleinwalsertal als Risikogebiet aus. Das Bundesland Tirol gilt nicht länger als Virusvarianten-Gebiet, sondern auch als Risikogebiet. Das gesamte Land Ungarn gilt als Hochinzidenzgebiet.

Schweiz

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die gesamte Schweiz.

Großbritannien und Irland

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland, einschließlich der Isle of Man, aller Kanalinseln sowie der britischen Überseegebiete (mit Ausnahme Bermudas und der Falkland Inseln) gelten nicht mehr als Risikogebiet.

In Irland werden die Regionen Mid-West und South-East nicht mehr als Risikogebiete eingestuft.

Spanien und Portugal

Das spanische Festland - mit Ausnahme der autonomen Gemeinschaften Valencia, Extremadura, und Murci - sowie die Kanarischen Inseln gelten als Risikogebiet. Neu hinzugekommen als Risikogebiet ist die autonome Gemeinschaft Kastilien-La Mancha. Die Balearen inklusive der Insel Mallorca gelten aufgrund gesunkener Inzidenz-Zahlen nicht mehr als Risikogebiet.

In Portugal gelten die autonome Region Azoren, die Region Algarve sowie die Atlantikinsel Madeira als Risikogebiet.

Italien

Italien gilt derzeit komplett als Risikogebiet. Das gilt auch für den Vatikan.

Tschechien und Slowakei

Tschechien und die Slowakei gelten nur noch als "normales" Risikogebiet, nicht mehr als Hochinzidenzgebiete.

Slowenien und Kroatien

Sowohl Kroatien als auch Slowenien sind komplett als Hochinzidenzgebiet eingestuft.

Türkei und Griechenland

Die Türkei ist als Hochinzidenzgebiet eingestuft worden. Ganz Griechenland gilt mittlerweile als Risikogebiet.

Dänemark, Finnland, Schweden, Norwegen

Dänemark gilt (mit Ausnahme der Färöer Inseln und Grönlands) als Risikogebiet. Als Hochinzidenzgebiet ist ganz Schweden eingestuft. In Norwegen sind die Provinzen Agder, Rogaland, Oslo und Viken Risikogebiete. In Finnland gelten die Regionen Uusimaa (mit Großraum Helsinki), Kanta-Häme, Päijät-Häme, Varsinais-Suomi, Etelä-Karjala als Risikogebiete. Die Region Pirkanmaa wird vom 16. April an dagegen nicht mehr so eingestuft.

Rumänien, Moldau und Bulgarien

Rumänien und Bulgarien werden als Risikogebiete eingestuft. Die Republik Moldau gilt als Hochinzidenz-Gebiet.

Polen und Baltikum

Lettland gilt laut RKI als Risikogebiet. Polen und Estland gelten als Hochinzidenzgebiete, seit dem 30.04. außerdem auch Litauen, das vorher Risikogebiet war.

Risikogebiete im Rest der Welt

Eine pauschale Reisewarnung für etwa 160 außereuropäische Länder ist Ende September ausgelaufen. Nach einer Entscheidung des Bundeskabinetts wird die Corona-Infektionslage nun wieder für jedes Land einzeln bewertet. Zudem gilt für vom RKI ausgewiesene Risikogebiete automatisch eine Reisewarnung.

Risikogebiete und Reisewarnungen

Die Liste der Risikogebiete wird vom Robert Koch-Institut nach Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium, dem Auswärtigen Amt und dem Bundesinnenministerium veröffentlicht. Dabei greift laut RKI eine zweistufige Bewertung: Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten oder Regionen in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner registriert wurden.

Für Regionen, in denen dieser Schwellenwert unterschritten wird, bewertet das RKI mit Hilfe von Informationen des Auswärtigen Amtes, ob möglicherweise dennoch ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt. Dabei spielen unter anderem die Testkapazitäten und durchgeführten Tests, Eindämmungsmaßnahmen und die Verlässlichkeit der Informationen für bestimmte Staaten eine Rolle.

Virusvarianten-Gebiete

Neben Regionen mit besonders hohen Fallzahlen und anderen Faktoren, die eine Infektionsgefahr vor Ort erhöhen, stuft das RKI inzwischen auch Regionen, in denen sich bestimmte Virusvarianten ausgebreitet haben, als Risikogebiet ein. Für Einreisen aus diesen Gebieten gelten besondere Test-Vorgaben.

Als Virusvarianten-Gebiete gelten aktuell Botswana, Brasilien, Eswatini (früher als Swasiland bekannt), Lesotho, Malawi, Mosambik, Sambia, Simbabwe, Südafrika sowie die französische Region Moselle.

Auch Indien ist seit dem 26.4. zum Virusvariantengebiet erklärt worden. Damit gilt ein weitgehendes Einreiseverbot für Menschen, die sich zuvor in Indien aufgehalten haben. Ausnahmen gibt es beispielsweise für Deutsche und für Ausländer mit Aufenthaltsrecht in der Bundesrepublik. Auch sie müssen allerdings schon vor der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen und sich nach Ankunft in Quarantäne begeben. In Indien grassiert die Mutante B. 1.617.

Hochinzidenz-Gebiete

Im Januar hat die Bundesregierung zudem erstmals mehr als 20 Staaten als Hochinzidenz-Gebiete eingestuft. Dazu zählen in der Regel Staaten mit einer Wocheninzidenz von über 200 pro 100.000 Einwohner. Nicht-EU-Länder und -Regionen, die als Hochinzidenz-Gebiete eingestuft werden, sind Ägypten, Albanien, Andorra, Argentinien, Bahrain, Bolivien, Bosnien, Ecuador, Iran, Israel, Jordanien, Kolumbien, Kosovo, Kuwait, Libanon, Malta, Mexiko, Moldau, die Mongolei, Montenegro, Nordmazedonien, Niederlande, Palästinensische Gebiete, Paraguay, Serbien, Seychellen, St. Lucia, Sudan, Syrische Arabische Republik, Tansania und Uruguay.

Strengere Einreiseregelungen für Länder der neuen Kategorien

Für Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten gelten verschärfte Einreiseregeln. So muss ein Corona-Test bereits vor der Einreise aus diesen Ländern nach Deutschland erfolgen. Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen spätestens 48 Stunden nach Ankunft einen negativen Corona-Test vorweisen.

(Stand: 30.04.2021)

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