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Robert Finley & Band beim Bluesfesitval Schöppingen
Grandseigneur des Falsett

Robert Finleys spätes Debüt-Album aus dem Jahr 2016 produzierte Promi-Kollege Dan Auerbach, was direkt zu ganz großer Aufmerksamkeit verhalf. Beim Bluesfestival Schöppingen sang der 70-jährige Finley auch im Soul-Falsett und seinen Hit „Age don‘ t mean a thing“.

Am Mikrofon: Tim Schauen | 03.02.2023
Robert Finley steht 2018 auf einer Bühne des Musicas do Mundo Festivals mit Hut und dunkler Brille.
Schon als kleiner Junge schrieb er erste Songs über seinen Alltag und seine Erlebnisse. (imago / GlobalImagens / Nuno Pinto Fernandes)
Robert Finley stammt aus einfachsten Verhältnissen, in die er ca. 1953 in Bernice im US-Bundesstaat Louisiana geboren wurde. Er hörte Gospelmusik und heimlich Blues, denn sein Vater verbot ihm diese „Teufelsmusik“. Er spielte Gitarre, schlug sich als semiprofessioneller Musiker durch, reparierte Traktoren oder später Hubschrauber der US-Armee, für die er auch in Deutschland arbeitete.

Wendepunkt im Leben

Er verlor sein Augenlicht an den Grünen Star und veröffentlichte schließlich 2016 sein Debüt-Album. Seit dem ist er gefragter Profimusiker.

Mit Markenzeichen unterwegs

Beim Bluesfestival Schöppingen trug er, wie fast immer, schwarzen Lederhut und schwarze Sonnenbrille, hinter der er die Augen aufriss, wenn er beschwörend sang „Age don‘ t mean a thing“. Mit seiner Band aus Schlagzeuger (der mit dem linken Fuß ein Bassmanual bediente!), Gitarrist und Sängerin trug der Endsechziger eine Mischung aus Soul, Gospel und Blues vor, die unterstrich, dass das Alter manchmal wirklich bedeutungslos ist.
Grandseigneur des Falsett
Robert Finley & Band (USA/GB)
Aufnahme vom 5.6.2022 beim Bluesfestival Schöppingen