Alpen
Was über den Felssturz an der Zugspitze bekannt ist

An Deutschlands höchstem Berg ist eine größere Menge Gestein herabgestürzt. Der am Dienstag begonnene Abbruch auf einem Kamm an der deutsch-österreichischen Grenze setzte sich auch gestern fort. Ein Überblick darüber, welche Folgen das hat und was die Ursache für den Abbruch ist.

    Eine große Staubwolke ist an der Zugspitze zu sehen, nachdem sich am Grenzkamm mehrere Kubikmeter Felsen gelöst haben.
    Großer Felssturz an der Zugspitze (picture alliance / dpa / Dominik Bartl)
    An der 2.962 Meter hohen Zugspitze hat sich auf der Tiroler Seite eine größere Menge an Gestein gelöst und eine große Staubwolke verursacht. Auch gestern zeigten Videos Staubwolken von herabstürzendem Gestein. Seismogramme zeigten deutliche Ausschläge. Nach den Felsstürzen gab es bei der Bergwacht Bayern keine Einsätze oder Notrufe. Die Behörden gaben schnell Entwarnung: Gefahr für Anwohner und Touristen bestehe nicht. Die Seilbahnen auf beiden Seiten der bayerisch-österreichischen Grenze seien regulär in Betrieb.

    Permafrost-Schmelze als Ursache vermutet

    Fels- und größere Bergstürze gibt es in den Alpen aufgrund der natürlichen Erosion des Gesteins schon seit jeher. Zu erkennen ist das auch für Nichtgeologen leicht an den großen Schutthalden und Felskaren, die sich vielerorts unterhalb steiler Wände finden. Die für das Gebiet zuständige Bergwacht Grainau teilte allerdings mit, dass ein Felssturz in der aktuellen Dimension ungewöhnlich für die Zugspitze sei. Gesteinsabbrüche an sich seien nicht überraschend. Durch den Rückgang des Permafrosts durch Klimawandel und steigende Temperaturen nähmen solche Ereignisse zu.
    Bei Permafrost handelt es sich um dauerhaft gefrorene Böden, die neben den Polarregionen auch in hohen Gebirgslagen vorkommen. Da mit dem Klimawandel und den steigenden Temperaturen der Permafrost schwindet, nehmen Gesteinsabbrüche alpenweit zu.
    Diese Nachricht wurde am 24.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.