
An der 2.962 Meter hohen Zugspitze hat sich auf der Tiroler Seite eine größere Menge an Gestein gelöst und eine große Staubwolke verursacht. Auch gestern zeigten Videos Staubwolken von herabstürzendem Gestein. Seismogramme zeigten deutliche Ausschläge. Nach den Felsstürzen gab es bei der Bergwacht Bayern keine Einsätze oder Notrufe. Die Behörden gaben schnell Entwarnung: Gefahr für Anwohner und Touristen bestehe nicht. Die Seilbahnen auf beiden Seiten der bayerisch-österreichischen Grenze seien regulär in Betrieb.
Permafrost-Schmelze als Ursache vermutet
Fels- und größere Bergstürze gibt es in den Alpen aufgrund der natürlichen Erosion des Gesteins schon seit jeher. Zu erkennen ist das auch für Nichtgeologen leicht an den großen Schutthalden und Felskaren, die sich vielerorts unterhalb steiler Wände finden. Die für das Gebiet zuständige Bergwacht Grainau teilte allerdings mit, dass ein Felssturz in der aktuellen Dimension ungewöhnlich für die Zugspitze sei. Gesteinsabbrüche an sich seien nicht überraschend. Durch den Rückgang des Permafrosts durch Klimawandel und steigende Temperaturen nähmen solche Ereignisse zu.
Bei Permafrost handelt es sich um dauerhaft gefrorene Böden, die neben den Polarregionen auch in hohen Gebirgslagen vorkommen. Da mit dem Klimawandel und den steigenden Temperaturen der Permafrost schwindet, nehmen Gesteinsabbrüche alpenweit zu.
Diese Nachricht wurde am 24.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.














