Montag, 22. April 2024

Englische Orchestermusik
Von der Kontroverse zur Anerkennung

In den 1920ern sorgte William Walton mit seinem Violakonzert für Aufsehen und galt als Skandalkomponist. Heute wird das Stück, das Dirigent Andrew Manze als "angenehm schockierend" beschreibt, für seine klangsinnliche Qualität geschätzt.

Am Mikrofon: Jochen Hubmacher | 31.12.2023
    Wir sehen den Komponisten William Walton zusammen mit seiner Frau in die Kamera lächeln. Sie stehen auf einem Balkon. Hinter ihnen sieht man eine Berglandschaft.
    Der britische Komponist William Walton zusammen mit seiner Ehefrau Susana Gil Passo. (IMAGO / Pond5 Images)
    Als William Walton in den 1920er Jahren sein Violakonzert komponierte, erregte er in der englischen Musikszene großes Aufsehen und galt als rebellischer Skandalkomponist.

    Moderne und traditionelle Elemente

    Die Skandalträchtigkeit des Konzerts lag in seiner kühnen Mischung aus modernen und traditionellen Elementen, die damals als radikal empfunden wurde. Waltons Stil, der sich durch eine kühne Orchestrierung und emotionale Tiefe auszeichnet, war zu seiner Zeit revolutionär. Zusätzlich zu Waltons Violakonzert präsentierte Manze die erste Sinfonie von Edward Elgar, ein weiteres bedeutendes Werk, das die Verbindung zwischen traditioneller und moderner Musik unterstreicht.