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Newsblog zum Coronavirus+++ Ab Samstag Testpflicht bei Rückkehr aus Risikogebiet +++

Am Flughafen Hamburg wird das neue Testzentrum präsentiert (dpa/Daniel Bockwoldt)
Ab Samstag gilt in Deutschland eine Test-Pflicht für Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten. (dpa/Daniel Bockwoldt)

In Deutschland gilt von Samstag an: Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss sich auf das Coronavirus testen lassen. Die Zahl der Neuinfektionen ist erstmals seit Mai auf mehr als 1.000 gestiegen. In Hamburg beginnt heute das neue Schuljahr. Entwicklungen in unserem Newsblog.

Donnerstag, 6. August

+++ Dass die Test-Pflicht in bestimmten Fällen kommt, stand schon fest. Nun hat Gesundheitsminister Spahn sie auch tatsächlich angeordnet. Ab Samstag muss sich nun jeder Reisende testen lassen, der aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt. Mit Blick auf die erneut gestiegene Zahl der Neuinfektionen sagte Spahn, dies zeige, dass die Pandemie noch nicht vorbei sei. Auch mit der Rückkehr aus anderen Reiseländern steige die Gefahr, dass sich das Virus wieder stärker ausbreite. Spahn warb dafür, sich auch in diesen Fällen testen zu lassen. Jede zusätzliche Infektion, die man auf diesem Weg feststelle, mache einen Unterschied. In Deutschland seien viele kleinere Ausbrüche zu beobachten, betonte Spahn. Menschen infizierten sich beispielsweise auf Familienfeiern, am Arbeitsplatz oder in Gemeinschaftseinrichtungen.

+++ Die SPD in Nordrhein-Westfalen wirft Ministerpräsident Laschet Fehlverhalten in der Coronakrise vor. Laschet hatte nach seiner Griechenland-Reise keinen Corona-Test machen lassen. Fraktionschef der Landes-SPD, Kutschaty, sagte der "Neuen Westfälischen", ein Ministerpräsident habe Vorbildfunktion. Er hätte ein wichtiges Zeichen setzen können.

+++ Die Corona-Pandemie wird nach Einschätzung von Forschenden nicht maßgeblich von Faktoren wie dem Klima beeinflusst. Der Biologe Carlson von der Georgetown University sagte dem Deutschlandfunk, Ausbrüche würden nicht davon bestimmt, wie das Wetter sei oder ob die Sonne scheine. Was wirklich wichtig sei, seien gesundheitliche Ratschläge für die Öffentlichkeit: "Drei Dinge sind nach wie vor entscheidend: Ob die Leute Masken tragen, ob sie Abstand halten und ob ausreichend getestet wird."

+++ Nachwuchspolitiker fordern für Jugendliche auch in der Corona-Pandemie Möglichkeiten zum Feiern. Vertreter von Jugendorganisationen mehrerer Bundestagsparteien appellierten vor allem an die Kommunen, dazu Gelegenheiten zu schaffen. Der Sprecher der Grünen Jugend, Kurz, sagte der Deutschen Presse-Agentur, Städte und Gemeinden sollten Außenflächen ausweisen und attraktive Angebote machen. Partys und Coronaschutz könnten zusammen funktionieren. Ähnlich äußerten sich die Nachwuchsorganisationen von SPD, FDP und Linken. Gleichzeitig riefen sie Jugendliche zur Umsicht auf.

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland liegt bei mehr als 1.000. Wir haben - wie jeden Tag - die wichtigsten Entwicklungen bei den Fallzahlen zusammengestellt

+++ Die Lufthansa schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus. Ziel des Konzerns sei es gewesen, dies zu vermeiden, betonte die Unternehmensführung bei der Vorstellung der Quartalszahlen in Frankfurt am Main. Angesichts der Entwicklungen im weltweiten Luftverkehr und der Verhandlungen mit den Gewerkschaften sei dieses Ziel jedoch auch für Deutschland nicht mehr realistisch. Die Lufthansa plant, weltweit rund 22.000 Vollzeitstellen abbauen und verhandelt derzeit mit den Arbeitnehmervertretern über die Einzelheiten.

Eine Passagiermaschine der Lufthansa fliegt kurz vor Frankfurt. (picture alliance/dpa/Boris Roessler)Die Lufthansa schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus. (picture alliance/dpa/Boris Roessler)

+++ Facebook hat eine Botschaft von US-Präsident Trump zur Corona-Pandemie gelöscht. Bei der Veröffentlichung handele es sich um eine Falschinformation über das Virus, teilte der Konzern mit. Bei der Botschaft auf Trumps Facebook-Seite handelte es sich um einen Ausschnitt aus einem Interview im Fernsehsender Fox News. Darin führt Trump ins Feld, Kinder seien fast immun gegen das Coronavirus.

+++ Das Auswärtige Amt warnt vor touristischen Reisen in die belgische Provinz Antwerpen. Grund ist der erneute Anstieg von Corona-Fällen. - Bis Ende August hatte das Auswärtige Amt seine weltweite Reisewarnung verlängert, für den Großteil der europäischen Länder gilt das aber nicht mehr. Nur vor Reisen nach Luxemburg, in die nordspanischen Regionen Katalonien, Aragón und Navarra, und jetzt nach Antwerpen wird wegen der hohen Zahlen von Neuinfektionen gewarnt.

In den ersten Bundesländern hat die Schule wieder angefangen – so etwa heute in Hamburg. Nun wird sich zeigen, ob das angestrebte Ziel eines "Regelbetriebes" realistisch ist. Feste Lerngruppen und Schutzmasken sollen die Ansteckungsgefahr reduzieren. Die wichtigsten Vorschriften im Überblick.

+++ In Hamburg beginnt heute das neue Schuljahr. Wegen der Corona-Pandemie bestehen an allen 471 staatlichen und privaten Schulen der Hansestadt strenge Hygieneregeln und eine Maskenpflicht. Ausnahmen beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gelten nur im Klassen- und Lehrerzimmer sowie für Grundschüler bis zehn Jahren. Nach Mecklenburg-Vorpommern, wo bereits am Montag die Schule wieder begonnen hat, ist Hamburg das zweite Bundesland, in dem die Ferien enden. Kommende Woche folgen dann Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.

Hier können Sie die Pressekonferenz zum Schulstart und den Regeln in Hamburg noch einmal ansehen:

+++ In Deutschland sind seit gestern 1.045 neue Coronavirus-Infektionen registriert worden. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle stieg nach Angaben des Robert-Koch-Instituts auf 9.175, das sind sieben mehr als am Vortag. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie gemeldeten Infektionen in Deutschland liegt nun bei 213.067. Nach Schätzungen des RKI haben 195.200 Menschen die Infektion überstanden. Rechnerisch ergeben sich damit mindestens rund 8.700 aktive Fälle.

+++ Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer verlangt mehr Kompetenzen für die Zugbegleiter, damit die Maskenpflicht in Zügen besser durchgesetzt werden kann. Der Bundesvorsitzende Weselsky sagte der Süddeutschen Zeitung, die Zugbegleiter gerieten zwischen alle Fronten. Er forderte, die Pflicht zum Tragen einer Maske in den Beförderungsbedingungen festzuschreiben. Aus unerfindlichen Gründen könne sich die Bahnspitze aber nicht dazu durchringen. Dadurch seien den Zugbegleitern in letzter Instanz die Hände gebunden. Weselsky gab zu bedenken, dass durch den Umgang mit Fahrgästen ohne Maske auch für die Zugbegleiter das Infektionsrisiko wachse. Dem Management der Bahn warf er vor, sich nicht schützend vor die Mitarbeiter zu stellen.

+++ Nach der Aufhebung der Reisewarnung für ausgewählte Regionen in der Türkei verlangt auch Ägypten von der Bundesregierung eine solche Entscheidung für seine Urlaubsgebiete. Die Reisewarnung sei nicht gerechtfertigt, sagte der ägyptische Botschafter in Berlin, Abdelhamid, der Deutschen Presse-Agentur. Die Corona-Infektionszahlen seien gering und die Sicherheitsvorkehrungen für Touristen umfassend. Die ägyptische Botschaft warte noch immer auf eine Begründung, warum deutschen Touristen weiterhin von einer Reise nach Ägypten abgeraten werde. Ägypten ist nach der Türkei das zweitbeliebteste Urlaubsziel der Deutschen außerhalb der Europäischen Union. Die Bundesregierung hatte am Dienstag die Reisewarnung für vier der beliebtesten Regionen in der Türkei aufgehoben: Antalya, Izmir, Aydin und Mugla.

Ägypten, Hurghada: Touristen stehen im Wasser an einem Hotel-Strand in Hurghada. (dpa)Ägypten hält die Reisewarnung des deutschen Auswärtigen Amtes nicht für gerechtfertigt (hier ein Archivbild von 2016 aus Hurghada). (dpa)

+++ Viele Unternehmen in Deutschland wollen einer Studie zufolge nach der Corona-Krise am Homeoffice festhalten. Im verarbeitenden Gewerbe, zu dem unter anderem der Maschinenbau, die Chemie- und die Autoindustrie zählen, hätten vor Ausbruch der Pandemie nur Beschäftigte aus jedem vierten Unternehmen regelmäßig von zuhause gearbeitet. Nun seien es fast doppelt so viele.

Mittwoch, 5. August

+++ Der Virologe Drosten hat angeregt, die Corona-Schutzkonzepte zu überarbeiten. In einem Gastbeitrag in der Wochenzeitung "Die Zeit" warnte er vor einer zweiten Welle, auf die man nicht vorbereitet sei. Das Coronavirus könnte sich dieses Mal "aus der Bevölkerung heraus" verbreiten und nicht wie beim ersten Mal von außerhalb eingeschleppt werden. Eine Einzelfall-Nachverfolgung könnten die Gesundheitsämter dann nicht mehr leisten, befürchtet Drosten. Darum sei es sinnvoller, den Fokus auf Cluster – also Mehrfachübertragungen – zu legen. Um die Kontakthistorie eines Corona-Falls nachvollziehen zu können, rät der Virologe dazu, dass jeder Bürger in diesem Winter ein Kontakt-Tagebuch führt. Alle Menschen, die mit einem Infizierten in einer möglichen Clustersituation wie etwa Familienfeiern oder Schulklassen waren, sollten sofort fünf Tage in Quarantäne und dann einen Corona-Test machen. Dadurch könne man längere Quarantänen oder Lockdowns vermeiden.

Nach dem erneuten Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Deutschland und weiteren Ländern haben etliche Menschen Sorge vor einer sogenannten "zweiten Welle". Sind diese Sorgen begründet? Steigt die Gefahr durch die Urlaubssaison? Und was heißt "zweite Welle" überhaupt? Darüber herrscht unter Expertinnen und Experten keine Einigkeit.

+++ Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sieht den angedachten weitgehenden Regelbetrieb in den Schulen kritisch. Es sei sehr gedankenlos zu sagen, man mache Regelbetrieb und bei Corona-Infektionen einen Lockdown, beklagte Vorstandsmitglied Hoffmann im Deutschlandfunk. Die Erziehungswissenschaftlerin plädierte vielmehr dafür, von vorneherein auf eine Mischung auf Präsenz- und Onlineunterricht zu setzen. Schulen, die bereits vor der Krise auf selbstständiges Lernen und auf digitale Mittel gesetzt hätten, hätten es einfacher gehabt, so Hoffmann.

+++ Der Corona-Ausbruch im österreichischen Touristenort St. Wolfgang ist nach Einschätzung der Behörden unter Kontrolle. Die Zahl der bekannten Fälle erhöhte sich seit Anfang der Woche nur noch um einen auf 79, wie der Krisenstab des Bundeslands Oberösterreich mitteilte. Die meisten Infizierten arbeiten in der Hotel- und Gastronomiebranche. Die Zahl der betroffenen Betriebe in St. Wolfgang blieb unverändert bei 18.

Der Schiffsanlegeplatz in St. Wolfgang am Wolfgangsee. Mehrere Menschen sitzen auf Bänken oder gehen durch die Fußgängerzone am Seeufer. (Barbara Gindl/apa/dpa)Am Wolfgangsee (Barbara Gindl/apa/dpa)

+++ Wie das Coronavirus übertragen wird, darüber gibt es bislang unterschiedliche Annahmen. Im Fokus stehen die sogenannten Aerosole aber auch die Schmierinfektionen. Was zweifellos gegen eine Infektion hilft, ist regelmäßiges Waschen oder Desinfizieren der Hände. Bei der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) hält man das Waschen der Hände allerdings im Vergleich zum Desinfizieren eher für nachteilig. Häufiges Händewaschen entferne nicht nur Schmutz und Viren, sondern auch wichtige Bestandteile, die die Haut schützen, sagte der DDG-Vorstand und Direktor der Klinik für Hautkrankheiten in Jena, Peter Elsner, in der DLF-Sendung "Umwelt und Verbraucher".

Das neue Coronavirus wird nicht nur über die Tröpfcheninfektion verbreitet. Eine wichtige Rolle spielen auch die sogenannten Aerosol-Partikel, also kleine Schwebeteile in der Luft. Sie sind insbesondere seit den Corona-Ausbrüchen in deutschen Schlachthöfen in den Fokus gerückt. Wichtige Informationen zu Aerosolen finden Sie hier.

+++ In der Corona-Pandemie hat sich die Zeit halbiert, in der sich Kinder täglich mit der Schule beschäftigten. Sie sank von 7,4 auf 3,6 Stunden pro Tag, hat das Münchner ifo-Institut auf Basis einer repräsentativen Umfrage errechnet. Dreiviertel aller Schülerinnen und Schüler haben demnach höchstens vier Stunden pro Schultag gelernt. Gleichzeitig verbrachten sie mit 5,2 Stunden deutlich mehr Zeit mit Fernsehen, Computerspielen und ihrem Smartphone. Vor Beginn der Corona-Krise waren es noch 4 Stunden.

+++ Ryanair drohen in Italien schwere Konsequenzen wegen Verstößen gegen Corona-Regelungen. Wie die italienische Flugsicherheitsbehörde Enac mitteilte, könnte gegen den irischen Billigflieger deshalb ein Flugverbot für den italienischen Luftraum verhängt werden. Die Behörde wirft dem Flug-Unternehmen unter anderem Verletzungen von Distanzvorschriften vor. Ryanair fliegt zahlreiche italienische Flughäfen an, auch von Deutschland aus.

+++ In Afghanistan hat sich einer wissenschaftlichen Studie zufolge bereits fast ein Drittel der Bevölkerung mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Dies ergab eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geförderte Antikörper-Untersuchung mit rund 9.500 Teilnehmern im ganzen Land, wie der Gesundheitsminister in Kabul sagte. Demnach haben sich bislang rund 31,5 Prozent der Afghanen mit dem Virus infiziert, das entspricht etwa zehn Millionen Menschen. Am höchsten ist die Infektionsrate in Kabul, wo den Schätzungen der Experten zufolge mehr als die Hälfte aller Einwohner mit dem Virus infiziert wurde. Da die Test-Kapazitäten in dem Land gering sind, wurden bisher nur rund 36.000 Infektionen nachgewiesen und rund 1.200 Todesfälle gemeldet.

Die Grenzen in Europa sind weitgehend offen, Sommerurlaube können unter bestimmten Bedingungen stattfinden. Aber wie sehen die Vorschriften in den einzelnen Ländern für Reisende aus Deutschland aus? Und wie steht es um das Infektionsgeschehen? Eine Übersicht.

+++ Die Kanaren versichern als erste Region Spaniens alle Besucher gegen zusätzliche Kosten im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus während des Urlaubs auf den Inseln. Die Versicherung decke den Rückflug in die Heimat, die Quarantäne-Unterkunft sowie auch die medizinischen Kosten ab, sagte die regionale Tourismusministerin Castilla in Santa Cruz de Tenerife nach der Unterzeichnung eines entsprechenden Abkommens mit einem Versicherungsunternehmen.

+++ Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina unterstützt eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes auch während des Schulunterrichts. In einer Stellungnahme zur Corona-Pandemie heißt es, Masken im Klassenraum seien ab der 5. Klasse immer dann zu empfehlen, wenn es nicht möglich sei, ausreichenden Abstand zu halten. Die Leopoldina rät den Schulen außerdem dazu, nach Möglichkeit kleine feste Kontaktgruppen zu bilden, um mögliche Virus-Ausbrüche leichter eindämmen zu können. Mehrere Bundesländer haben bereits angekündigt, dass in den Schulgebäuden künftig Masken getragen werden müssen. In den meisten Fällen gilt dies allerdings nicht während des Unterrichts.

+++ Die Zahl der Todesopfer in Südamerika übersteigt inzwischen die Zahl der Toten in Europa. Offiziellen Daten zufolge starben mehr als 206.000 Menschen in der Region nach oder mit einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2. Das sind rund 30 Prozent aller Fälle weltweit. In Mexiko wurden gestern innerhalb eines Tages 857 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl stieg damit auf 48.869. Nur in den USA und Brasilien liegt Zahl der gemeldeten Todesfälle noch höher. 

+++ Jeden Tag sterben nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters weltweit fast 5.900 Menschen an oder mit dem Virus. Demzufolge würde im Schnitt alle 15 Sekunden jemand im Zusammenhang mit Covid-19 sein Leben verlieren. Weltweit wird die Zahl der Toten mit mehr als 700.000 angegeben. 

+++ Nach Einschätzung des Weltärztebundes erlebt Deutschland derzeit weniger eine zweite Corona-Welle, als vielmehr eine dauerhafte Infektionswelle. Er möge den Begriff der zweiten Welle nicht, weil diese sehr schnell wieder abebben könne, sagt Präsident Frank Ulrich Montgomery im Deutschlandfunk [Audio]. "Wir sind in einer Dauer-Welle. Dieses Problem wird uns noch lange begleiten." Jeder auch nur geringe Anstieg der Infektionszahlen müsse als Alarmsignal benutzt werden, um gegen die Verbreitung des Virus vorzugehen. Denn das Problem des Coronavirus sei die langen Inkubationszeit.

+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts 741 neue Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Fälle in Deutschland steigt damit auf 212.022. Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland können Sie hier nachlesen.

+++ Nordrhein-Westfalen hat ein Sofort-Bußgeld in Höhe von 150 Euro bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen angekündigt. Landesverkehrsminister Wüst sagte der "Rheinischen Post", wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt werde, müsse schon beim ersten Verstoß an der nächsten Haltestelle aussteigen und umgehend zahlen. Bisher würden Bußgelder nur erhoben, wenn Fahrgäste sich trotz Aufforderung weigerten, die Maske aufzusetzen. 

Einige Menschen sitzen mit Mundschutz in der Straßenbahn in Hannover. (dpa / Ole Spata)Wer sich in der Öffentlichkeit bewegt, kommt zwangsläufig mit vielen Unbekannten in Kontakt. (dpa / Ole Spata)

+++ Die Grünen haben der Bundesregierung schwere Versäumnisse bei der Bekämpfung des Coronavirus an den Schulen vorgeworfen. Es sei "geradezu fahrlässig", dass die Bundesregierung nach wie vor nicht die Erstellung "bundesweit klarer Leitlinien" und eines verständlichen Konzepts koordiniert habe, sagte Grünen-Fraktionschef Hofreiter den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Wie realistisch ist ein "Regelbetrieb" an Schulen nach den Sommerferien – angesichts regional wieder steigender Corona-Fallzahlen?

+++ Die Corona-Pandemie könnte den Investitionsrückstand an deutschen Schulen weiter verschärfen. Als Grund werden in einer Untersuchung der staatlichen KfW-Bankengruppe wegbrechende Steuereinnahmen vieler Kommunen genannt, die in der Regel als Schulträger für Erhalt und Ausbau zuständig sind. Verschärft würden die Probleme durch steigende Sozialausgaben in der Wirtschaftskrise.

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