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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 24.10.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Musiker ohne Grenzen
    Sam Gendel & Sam Amidon
    Aufnahme vom 11.9.2026 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal im Rahmen der Cologne Jazzweek
    Am Mikrofon: Thomas Loewner
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    Wilder Klüngel
    Die experimentierfreudige junge Jazz-Szene Kölns
    Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    Ambivalente Lieder für die Gegenwart
    Die österreichische Band Endless Wellness
    Von Anke Behlert
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    Daniel Szebenyi & Band (HUN) (1/2)
    Aufnahme vom 29.5.2026 beim Bluesfestival Eutin
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    50 Jahre „My Spanish Heart“
    Chick Corea feiert spanische Musik… und mehr
    Am Mikrofon: Michael Rüsenberg
    (Wdh.)

    50 Jahre „My Spanish Heart“
    Chick Corea feiert spanische Musik… und mehr
    Am Mikrofon: Michael Rüsenberg
    (Wdh.)

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pastor Oliver Vorwald, Hannover
    Evangelische Kirche

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    08:35 Uhr   Börse

    Der nationale Wochenrückblick

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 1975 Jahren: Römischer Kaiser Domitian geboren

  • 09:10 Uhr

    Mobilität - Der teure Weg zum Führerschein
    Am Mikrofon: Henning Hübert 
    (Wdh. v. 02.05.2026)

    Wer Autofahren lernen möchte, braucht viel Geld. Für den Führerschein können Kosten von bis zu 4.000 Euro anfallen. Trotzdem wünschen sich viele junge Menschen, unabhängig und flexibel zu sein. Kann eine Reform die Kosten senken? Der Bundestag will noch in diesem Jahr über weniger Pflichtfahrten und mehr Digitalisierung im Fahrschul-Unterricht entscheiden.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: der Jazz-Schlagzeuger Günter „Baby“ Sommer

    Er macht aus Rhythmus Erzählung und aus Klang Bewegung. Der Dresdner hat dem Jazz neue Räume geöffnet.

    Günter Sommer wurde 1943 in Dresden geboren, aus der DDR heraus entwickelte er sich zu einem prägenden Schlagzeuger des europäischen Jazz. Nach dem Studium an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden widmete er sich vor allem der freien Improvisation und spielte in Bands von Klaus Lenz, wo er den Spitznamen „Baby“ erhielt - in Anlehnung an den US-amerikanischen Jazz-Schlagzeuger Warren „Baby“ Dodds. Mit der Band Synopsis, später unter dem Namen Zentralquartett wurde Sommer zu einer eigenen Jazz-Marke. Charakteristisch für Sommer ist ein hochgradig individualisiertes Instrumentarium - alles kann für ihn zum Schlagzeug werden! Sommer entwickelte sein Solo-Konzept „Hörmusik“, arbeitete mit Künstlern wie Peter Brötzmann, Cecil Taylor und Günter Grass und hat seit 1995 eine Professor in Dresden.

  • 11:05 Uhr

    Die Ordnung der Gegenwart - Im größten Privatarchiv Portugals
    Von Tilo Wagner
    Dlf 2025

    Es begann mit einer kleinen privaten Bibliothek, inzwischen benötigt das Archiv von José Pacheco Pereira mehrere Lagerhallen im Umkreis von Lissabon. Der frühere Vizepräsident des Europäischen Parlaments hat eines der größten Privatarchive Europas geschaffen: „Ephemera“. Gesammelt wird alles, was die Zeitgeschichte ausmacht: Bücher, Wahlplakate, Visitenkarten, aber auch der Nachlass eines Amateurboxers. José Pacheco Pereira hat Freiwillige mobilisiert, die bei der Archivierung der Gegenwart mithelfen. Für Historiker, Anthropologen und Spurensucher befinden sich in dem Archiv noch viele ungehobene Schätze. Zuweilen scheint es jedoch genauso chaotisch wie die Gegenwart selbst. Und es bleibt die Frage: Was soll das alles?

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 13:30 Uhr

    Auslandsmagazin

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Svenja Kretschmer trifft den Bilderbuchkünstler Sven Nordqvist anlässlich seines 80. Geburtstags in Stockholm
    (Wiederholung vom 25.04.2026)

    Sie sprechen über folgende Bücher:

    Sven Nordqvist: „Pettersson und Findus - Eine Geburtstagstorte für die Katze“
    Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch
    Ab 4 Jahren
    (Oetinger Verlag)

    Sven Nordqvist: „Wo ist meine Schwester?“
    Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch
    Ab 5 Jahren
    (Oetinger Verlag)

    Sven Nordqvist: „Spaziergang mit Hund“
    Ab 4 Jahren
    (Oetinger Verlag)

    Jujja Wieslander, Tomas Wieslander und Sven Nordvist (Ill.): „Mama Muh schaukelt“
    Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch
    Ab 4 Jahren
    (Oetinger Verlag)

    Am Mikrofon: Nora Karches

  • 17:05 Uhr

    Homeschooling - Sollte der Unterricht auch außerhalb der Schule erlaubt werden?
    Stefan Ruppaner, ehemaliger Rektor der Alemannenschule in Wutöschingen (Baden-Württemberg), und Felix Wirth Hanschmann, Schulrechtler an der Bucerius Law School Hamburg, im Gespräch
    Am Mikrofon: Antje Allroggen

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    r_crusoe
    Posthume Robinsonade
    Von wittmann/zeitblom
    Regie: die Autoren
    Ton: Boris Wilsdorf
    Deutschlandfunk/SWR 2021
    Länge: 53‘24

    Die Erde nach dem Aussterben der Menschheit. Wie geplant aktiviert der Hochleistungsrechner G.A.I.A. das Programm r_crusoe. Es modelliert im 3D-Druck-Verfahren ein neues humanes Wesen. Seine Mission: Wiederbesiedlung des Planeten.

    Wie der berühmte Namensvetter Robinson streift auch r_crusoe durch verlassene Landschaften und stellt sich dank großzügiger Zugriffsmöglichkeiten auf Know-How, Ressourcen und Enhancement den Herausforderungen einer menschenleeren Welt. Erst als G.A.I.A. für ihn keinen Freitag vorsieht, gerät das Projekt ins Wanken. Zu stark sind die Muster des Humanen, zu groß seine Einsamkeit. Doch das selbstlernende System findet einen überraschenden Ausweg.
    Ein Hörstück, in dem die Autoren mit Hilfe klangsynthetischer Mittel über die existenzielle Frage nach der Beschaffenheit von Realität meditieren: Ist die Welt eine leere Projektionsfläche, auf die der Mensch malt, oder existiert sie für sich allein ganz anders?

    Christian Wittmann, geboren 1967 in München, ist Schauspieler, Regisseur, Hörspielmacher. Zeitblom (Georg Falk-Huber), 1962 in Rosenheim geboren, ist Komponist, Musiker, Autor, Produzent. Als wittmann/zeitblom realisieren sie seit 2010 gemeinsam Radioprojekte zwischen experimenteller Musikcollage, Radio-Oper und performativem Konzert. Außerdem erarbeiten sie audiovisuelle Installationen und Live-Performanceprojekte, auch im öffentlichen Raum. 2020 Hörspielpreis der Kriegsblinden für „Audio.Space.Machine“ (Deutschlandfunk/NDR/SWR in Zusammenarbeit mit der Interactive Media Foundation 2019).

  • 22:05 Uhr

    Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal
    Detlef Heusingers Kompositionen für Gitarre und Stimme

    Detlef Heusinger (*1956)
    Todesfuge
    Spurenelemente
    Im Schweigen schwimmend
    Im Luftgrab
    Ballade cruelle

    Inga Schäfer, Sopran
    Jakob Kunath, Bariton
    Jürgen Ruck, Gitarre
    Detlef Heusinger, Gitarre

    Aufnahmen vom März 2026 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal
    Am Mikrofon: Egbert Hiller

    Aus seiner Musik sprechen die Schatten der Vergangenheit und die Hoffnung auf eine bessere, Vergangenes reflektierende Welt.

    „Im Luftgrab“ oder „Im Schweigen schwimmend ungehört“ heißen die Stücke, sie eröffnen Assoziationsräume und stehen für hochsensible, fragile Klangwelten. Der Komponist Detlef Heusinger orientiert sich an Grafiken von Francisco Goya und an Texten von Ossip Mandelstam oder von Paul Celan. Heusinger, ein sehr vielseitiger Musiker und langjähriger Leiter des SWR-Experimentalstudios in Freiburg, taucht aber nicht nur in historische Dimensionen ein. Mit seinem neuesten, im Deutschlandfunk Kammermusiksaal eingespielten CD-Projekt nimmt er auch Stellung zu einer Zeit, deren Zeichen auf Aggression, Spaltung, Fake News und Perspektivlosigkeit stehen.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Stadtpfarrer des Universums
    Die Lange Nacht über Jean Paul
    Von Sabine Fringes
    Regie: die Autorin

    Ihm sind Wortneuschöpfungen wie Weltschmerz, Angsthase, Schmutzfink oder Gänsefüßchen zu verdanken: Jean Paul darf bis heute als einer der modernsten, erfindungsreichsten und tiefsinnigsten Erzähler gelten. 1763 in Wunsiedel als Sohn eines Pfarrers in ärmste Verhältnisse hineingeboren, übte er sich zunächst an Satiren, bevor er mit seinen beiden ersten Romanen Aufsehen erregte und mit "Hesperus" 1795 zum meistgelesenen Autor seiner Zeit aufstieg. „Der ist noch über Goethe“, befand der Schriftsteller Karl Philipp Moritz. Schiller hingegen empfand ihn nach einer persönlichen Begegnung als „fremd, wie einer, der aus dem Mond gefallen“ sei. Jean Paul war so eigentümlich wie viele seiner Figuren: Zu Hause betrieb er intensive Wetterforschungen mit Fröschen und Fliegen und glaubte an die fantasiebeflügelnde Kraft des Bayreuther Biers. Den Bitten seiner Verehrerinnen nach einer Dichterlocke kam er gelegentlich mit einer Locke seines Pudels nach. In seinen Romanen bringt er die Leser innerhalb kürzester Zeit vom Weinen ins Lachen, vom Vergänglichen zum Ewigen, vom Empfindsamen zum Satirischen, vom Sonntagsbraten am häuslichen Esstisch - ins All mit seinen Monden und Kometen. „Denn ein Autor ist der Stadtpfarrer des Universums“, befand Jean Paul.