Freitag, 03. Dezember 2021

Newsblog zum Coronavirus+++ Die Entwicklungen vom 23. bis zum 26. März +++

In der Türkei verschärft sich die Corona-Krise. Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler bitten die Deutsche um möglichst wenige Begegnungen an Ostern - am besten draußen. Der geplante saarländische Modellversuch zu Corona-Lockerungen hat eine bundesweite Diskussion ausgelöst. Das RKI meldet gut 21.500 Neuinfektionen binnen eines Tages und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 119. Diese und weitere Entwicklungen im Newsblog.

29.03.2021

Eine abendliche Stimmung über Istanbul und den Bosporus.
Ein Blick über Istanbul und den Bosporus. (Unsplash/Desert Morocco Adventure)
Freitag, 26. März
+++ Der türkische Ärztebund TTB fordert angesichts hoher Fallzahlen einen Kurswechsel der Regierung. Es müssten Bewegungs- und Kontaktbeschränkungen verhängt werden, heißt es in einer Erklärung. Die Türkei stehe "wie viele andere Länder in Europa vor einem Tsunami". Die Regierung sei nicht in der Lage, die Pandemie zu bewältigen, die Verantwortlichen im Gesundheitsministerium sollten zurücktreten. Die Regierung in Ankara hat eine langsame Rückkehr zum normalen Leben angekündigt.
+++ Die Weltgesundheitsorganisation bittet um Spenden von insgesamt zehn Millionen Impfdosen für die ärmsten Staaten. Das weltweite Covax-Impfprogramm stehe bereit zu liefern, "aber wir können keine Impfdosen liefern, die wir nicht haben", sagt WHO-Generaldirektor Tedros. Bilaterale Verträge, Exportverbote und Impf-Nationalismus hätten den Markt verzerrt und zu großen Ungleichheiten bei Angebot und Nachfrage geführt. "Zehn Millionen Dosen sind nicht viel und es sind nicht annähernd genu
+++ Die Zahl der Neuinfektionen in Polen hat den dritten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden wurden 35.143 Fälle registriert. Im gleichen Zeitraum starben 443 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Der bisherige Rekord war mit 34.151 erst gestern erreicht worden. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.
+++ Bundesgesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Wieler haben an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, zur Eindämmung der Corona-Pandemie persönliche Begegnungen an Ostern weitgehend zu reduzieren. Der CDU-Politiker empfahl, Treffen möglichst draußen und in Innenräumen mit Schutzmasken abzuhalten. Deutschland befinde sich im letzten, aber auch schwersten Teil des Pandemie-Marathons.
Spahn betonte, die Virus-Varianten machten die Lage besonders gefährlich. Wenn der Anstieg der Infektionszahlen so weiterlaufe, könne das Gesundheitssystem im April an seine Belastungsgrenze kommen, warnte Spahn.
Sorgen macht sich auch der Präsident des Robert Koch-Instituts, Wieler: Es gebe deutliche Signale, wonach die dritte Welle noch schlimmer werden könne als die ersten beiden. Die Impfkampagne nehme aber an Fahrt auf und ermögliche in diesem Jahr, die Pandemie in den Griff zu bekommen.
+++ Für die Einreise von Frankreich nach Deutschland gelten ab Montag voraussichtlich neue Regeln: Die Bundesregierung will das Nachbarland komplett als Corona-Hochinzidenzgebiet einstufen. Das bestätigte der französische Außenminister Le Drian. Die Grenze darf dann bis auf weiteres nur bei Vorliegen eines negativen Corona-Tests überquert werden, der nicht älter als 48 Stunden ist. Pendler sollen sich zwei Mal die Woche testen lassen.
+++ Die dänische Regierung rät ihrer Bevölkerung aufgrund der Pandemie weiter davon ab, ins Ausland zu reisen. Das Außenministerium teilte mit, dass die Reisebeschränkungen bis zum 20. April verlängert würden. Das heißt, dass auch die Einreise aus Deutschland nur in bestimmten Fällen erlaubt ist.
+++ NRW wird ab Montag doch keine landesweite Corona-Notbremse ziehen. Nur in Kommunen mit hoher Inzidenz müssen unter anderem Läden, Sportstätten und Kultureinrichtungen schließen. Das geht aus der veröffentlichten Corona-Schutzverordnung hervor. Die Kommunen dürfen Ausnahmen für Menschen mit tagesaktuellem negativem Corona-Test erlauben.
+++ Der Bundesrat hat die Sonderregelungen für Maßnahmen in der Corona-Pandemie gebilligt. Die Länderkammer stimmte am Freitag für das Gesetz zur Verlängerung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Dies ist Voraussetzung für die derzeitigen Maßnahmen zum weitgehenden Lockdown in der Ländern. Es sorgt außerdem dafür, dass die Coronavirus-Testverordnung, die Einreiseverordnung und die Impfverordnung weiter gelten können.
Neue Studien legen nahe, dass sich mit der britischen Corona-Variante besonders Kinder und Jugendliche infizieren. Für diese Personengruppe gibt es aber noch keinen Impfstoff. Welche Gefahren sehen Experten und wann ist mit einem Vakzin für Kinder zu rechnen? Eine Zusammenfassung.
+++ Im Streit um ausbleibende Lieferungen des Astrazenca-Impfstoffes hat Frankreich Großbritannien "Erpressung" vorgeworfen. Außenminister Le Drian äußerte im Sender France Info den Verdacht, London wolle die Dosen für eine vollständige Impfung seiner eigenen Bürger behalten. Der britisch-schwedische Hersteller Astrazeneca hat bislang weniger als 30 Millionen Impfstoffdosen an die EU geliefert, zugesagt waren für das erste Quartal vier Mal so viele.
+++ Die Pläne des Saarlands zu einer Aufhebung von etlichen Beschränkungen in den Bereichen Kultur, Gastronomie und Freizeitsport nach Ostern haben eine bundesweite Diskussion ausgelöst. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer sagte im Deutschlandfunk, er habe Verständnis für die wachsende Coronamüdigkeit in der Bevölkerung. Der Anstieg der Inzidenzwerte und die Ankündigung von Lockerungen für das Saarland passten jedoch nicht zusammen.
Grundsätzlich appellierte der CDU-Politiker an die Eigenverantwortung der Bürger, gab sich aber auch selbstkritisch. Die Politik habe durch die Verspätung bei den Corona-Hilfsgeldern und durch die nicht gute Vorbereitung der Osterruhe Vertrauen zerstört. Das ganz Interview können Sie hier lesen.
+++ Der Städte- und Gemeindebund befürwortet die Pläne im Saarland als "richtigen Ansatz" – auch angesichts steigender Infektionszahlen. Hauptgeschäftsführer Landesberg sagte im ZDF, so könne bei den Menschen das Gefühl erzeugen, dass man wieder etwas mehr Freiheiten haben könne, wenn man sich testen lasse und vernünftig verhalte. Auch der Virologe Stürmer begrüßt das Vorhaben grundsätzlich. Allerdings sollte es in kleinerem Rahmen stattfinden - etwa auf kommunaler Ebene, sagte Stürmer im Inforadio. Bei steigenden Infektionszahlen müssten die Lockerungen wieder zurückgenommen werden.
+++ Der frühere Kulturstaatsminister der Bundesregierung, Nida-Rümelin, hat das deutsche Festhalten an strengen Datenschutzregeln in der Corona-Pandemie kritisiert. Die Entscheidung, die Corona-App freiwillig zu machen und nicht verpflichtend, sei falsch gewesen, erklärte Nida-Rümelin, der auch stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrates ist. Im "Münchner Merkur" kritisierte er die Bilanz der Krise hierzulande: Über 70.000 Todesfälle, 500.000 zusätzliche Arbeitslose, vernichtete Existenzen, ein deutlicher Anstieg psychischer Erkrankungen.
+++ Der CDU-Politiker Röttgen sieht in einer Einschränkung der Bewegungsfreiheit das einzige wirksame Instrument zur Eindämmung der aktuellen Corona-Infektionswelle. Aufgrund der Fehler, die die Politik in der Vergangenheit gemacht habe, seien die Möglichkeiten, auf den Anstieg der Ansteckungsfälle zu reagieren, beschränkt, sagte Röttgen im ZDF. Die sinkende Zustimmung zur CDU in den Umfragen sei eine Folge des Vertrauensverlusts - bedingt durch die Art des Regierens und die Kommunikation in der Pandemie.
+++ Wegen der dramatischen Corona-Lage in Brasilien schickt die Bundesregierung einen Hilfsflug in das südamerikanische Land. Ein Sprecher der Luftwaffe erklärte, die Maschine der Flugbereitschaft bringe im Auftrag des Auswärtigen Amtes und des Bundesgesundheitsministeriums 80 Beatmungsgeräte in die besonders schwer von der Pandemie getroffene Region Manaus.
Brasilien hat derzeit die höchste Corona-Sterberate weltweit. Der frühere brasilianische Präsident Lula da Silva hat die Folgen der Corona-Pandemie in seinem Land als "Völkermord" bezeichnet. Dem amtierenden Präsidenten Jair Bolsonaro warf er vor, das Virus ein Jahr lang nicht ernst genommen und die Brasilianer angelogen zu haben.
Ein einfaches Kreuz ohne Namen und mit einer Nummer steht an einem offenen Grab am Friedhof von Iraja. Ursprünglich für die Armen vorgesehen, sind die Gräber ohne Namen in der Corona-Pandemie zu eine der wenigen erschwinglichen Optionen für viele Familien geworden, Angehörige zu begraben.
Diese Gräber, wie hier in Iraja, sind in der Pandemie in Brasilien eine der wenigen erschwinglichen Optionen, die eigenen Angehörigen zu bestatten. (dpa)
+++ Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bedford-Strohm, hat die Möglichkeit begrüßt, Präsenzgottesdienste an Ostern abhalten zu können. Bedford-Strohm sagte im Deutschlandfunk (Audio-Link), die Evangelische Kirche sei sehr dankbar für die Rücknahme des Osterruhe-Beschlusses. Kanzlerin Merkel habe ein starkes Zeichen gesetzt, indem sie den Fehler eingeräumt habe.
+++ Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 21.573 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Das sind fast 4.100 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt das RKI mit 119 an, gestern lag der Wert bei 113. Außerdem wurden 183 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Ansteckung registriert, 45 weniger als vor einer Woche. Die Gesamtzahl erhöhte sich damit auf 75.623.
+++ US-Präsident Biden strebt in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit jetzt 200 Millionen Impfungen gegen das Coronavirus an. Sein ursprüngliches Ziel von 100 Millionen war bereits in der vergangenen Woche erreicht worden. In den USA sind allerdings seit Beginn der Pandemie mehr als 540.000 Menschen an oder durch Covid-19 gestorben - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Hinterbliebenen-Initativen fordern nun ein nationales Denkmal für die Opfer.
+++ Der vom Saarland geplante Modellversuch mit Lockerungen der Corona-Restriktionen stößt bei der Ärztegewerkschaft Marburger Bund auf Kritik. Die Verbandsvorsitzende Johna sagte der "Rheinischen Post", solche Versuche könnten keine Alternative zum Lockdown sein. Sie sehe es kritisch, wenn ein kleines, aber doch ganzes Bundesland mitten in der dritten Welle einen Modellversuch durchführe. Es bleibe unklar, wie verhindert werden solle, dass Menschen aus anderen Bundesländern wegen der Öffnungen einreisten.
+++ Der EU-Gipfel hat sich hinter die von der EU-Kommission eingeführte verschärfte Ausfuhrkontrolle für Corona-Impfstoff gestellt. Bundeskanzlerin Merkel sagte nach Abschluss des Online-Gipfels der Staats- und Regierungschefs, Exportbeschränkungen würden künftig wahrscheinlicher, wenn Unternehmen ihre Verträge gegenüber der EU nicht einhielten. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das britisch-schwedische Unternehmen AstraZeneca, seine Zusagen gegenüber der EU nicht einzuhalten, dafür aber in der EU produzierten Impfstoff bevorzugt nach Großbritannien zu liefern.
+++ Das Coronavirus verändert sich. Seit einigen Monaten verbreiten sich Varianten von Sars-CoV2, bei denen das Erbgut modifiziert und die so entstandenen Viren mit neuen Eigenschaften ausgestattet sind. Auch in Deutschland machen solche Varianten inzwischen den Großteil der registrierten Neuinfektionen aus. Was das für die Pandemie und die Wirkung von Impfstoffen bedeutet, erklären wir hier.
Donnerstag, 25. März
+++ Der US-Pharmakonzern "Moderna" will einem Medienbericht zufolge ein Impfstoffwerk in Ostdeutschland errichten. Die neue Produktionsstätte solle in zwei Jahren den Betrieb aufnehmen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine". Details seien noch unklar. Von dem Unternehmen, das einen der vier in der EU zugelassenen Covid-19-Impfstoffe herstellt, war auf Medienanfragen zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Auch das Wirtschaftsministerium in Berlin wollte sich bislang nicht äußern.
+++ Corona-Ausbrüche in einer Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderungen und in zwei Kindertagesstätten lässt Inzidenz in Frankfurt (Oder) sprunghaft ansteigen. Die Stadt will die "Notbremse" mit einem Trick umgehen. Lag die Inizdenz am Dienstag noch unter 50, liegt sie heute heute bei 121,2. Stadtsprecher Uwe Meier sagte dem RBB: "In der lokalen Betrachtung ist es so, dass wir sagen: Die Cluster, sprich die Infektionen innerhalb von Einrichtungen, die gut isoliert sind, und wo wir davon ausgehen, dass bei Einhaltung aller Reglungen ein weiteres Infektionsgeschehen nicht bestehen wird, die rechnen wir raus aus der Inzidenz." Frankfurt/Oder will also die Fälle etwa in der Wohngruppe nicht mitzählen - und bliebe damit unter 100.
+++ Die freiwilligen Corona-Schnelltests an Bremer Schulen haben in eineinhalb Wochen neun Infektionen zutage gefördert. Seit 15. März seien etwa 20.000 Tests mit Schülerinnen und Schülern durchgeführt worden und 4.700 Tests mit Beschäftigten der Schulen, teilte die Bildungsbehörde mit. Bei den Schülern hätten 13 Schnelltests eine Infektion angezeigt, die sich in 8 Fällen durch einen PCR-Test bestätigt habe. Bei den Beschäftigten gab es zwei positive Schnelltests, von denen sich einer hinterher als Infektion bestätigte.
+++ Die Stadt Speyer hat eine Ausgangsbeschränkung zwischen 21 Uhr und 5 Uhr erlassen. Sie gilt von morgen an bis zum Ablauf des 5. April. Treffen im öffentlichen Raum sind nur noch mit Angehörigen des eigenen Hausstands und einer Person eines weiteren Hausstands erlaubt. Die Oberbürgermeisterin der rheinland-pfälzischen Stadt, Seiler (SPD), sagte, auch wenn es allen schwer falle, das öffentliche Leben wieder zurückfahren zu müssen, so sei es doch der richtige Schritt angesichts der hohen Infektionszahlen in der Stadt. Speyer lag den dritten Tag in Folge über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 bei den Corona-Neuinfektionen.
+++ Bremen zieht "Corona-Notbremse". Die Museen der Stadt müssen wieder schließen. Das sogenannte Termin-Einkaufen wird ausgesetzt. Die Stadt forderte die Bevölkerung auf, über die Ostertage Kontakte möglichst zu vermeiden. Für Bremen war heute eine Inzidenz von 103,1 ermittelt worden. Bremerhaven kam mit einem Wert von 202,4 über die kritische Marke von 200. Hier treten nun nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft.
+++ In der Maskenaffäre um Korruptionsverdacht unter anderem gegen Politiker hat die Generalstaatsanwaltschaft München einen Haftbefehl beantragt. Nach Angaben der Ermittlungsbehörde wurde ein Beschuldigter bereits festgenommen. Den Namen des Verdächtigen nannten die Ermittler nicht. Ein Sprecher sagte jedoch, dass es sich bei dem Festgenommenen nicht um den früheren CSU-Bundestagsabgeordneten Nüßlein oder den langjährigen CSU-Landtagsabgeordneten Sauter handelt. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte zuletzt ihre Ermittlungen auf fünf Verdächtige ausgeweitet.
In Thüringen wurden unterdessen die ehemaligen Wahlkreisbüros des früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Hauptmann und mehrere Kreisgeschäftsstellen der Partei in Südthüringen durchsucht.
+++ Die Bundesregierung will angesichts der hohen Coronazahlen die Testpflicht auf alle Reiserückkehrer ausweiten. Danach müssen vom kommenden Sonntag an alle Personen, die mit dem Flugzeug einreisen wollen, vor der Abreise im Ausland der Fluggesellschaft einen negativen Corona-Test vorlegen. Anderenfalls dürfen sie nicht befördert werden. Die Regelung soll bis zum 12. Mai befristet sein. Bisher ist ein solcher Test nur für Reiserückkehrer aus Risikogebieten vorgeschrieben. Da derzeit aber zum Beispiel Mallorca kein Risikogebiet mehr ist, hatten die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten schon bei ihrem letzten Treffen auf eine Ausweitung der Testpflicht gedrungen.
+++ Nordrhein-Westfalen plant an den Schulen nach den Osterferien zwei weitere Wochen mit Wechselunterricht. Zunächst bis zum 23. April sollten die Schüler abwechselnd im Klassenraum und zu Hause lernen, schrieb das Schulministerium am Donnerstag in einer Mail an die Schulen. In besonders von der Pandemie betroffenen Regionen sei auch ein kompletter Distanzunterricht möglich. Zuvor hatte der WDR berichtet.
+++ Die Initiative "No Covid" kritisiert die derzeitige Strategie, mit der in Deutschland die Verbreitung des Coronavirus verhindert werden soll. Bei steigenden Infektionszahlen sollten keine Lockerungen der bestehenden Maßnahmen durchgeführt werden, erklärte das interdisziplinäre Bündnis von Experten aus der Wissenschaft. Man empfehle dringend einen Kurswechsel hin zu einer Strategie der Niedriginzidenz, hieß es in einer Mitteilung. Die Initiative forderte, Instrumente wie Tests, Impfungen oder die Nachverfolgung von Kontakten besser einzusetzen. Wie die Experten am Beispiel des Bundeslandes Sachsen anführten, haben zahlreiche Gemeinden bereits eine Niedriginzidenz erreicht. In Regionen mit
wenigen Neuinfektionen könne man dann mit entsprechenden begleitenden Maßnahmen wieder zu einem freieren gesellschaftlichen Leben übergehen.
+++ An den Ostertagen können nun doch Gottesdienste in den Kirchen stattfinden. Nach der Abkehr von der sogenannten Osterruhe veröffentlichte das Bundespresseamt heute einen geänderten Beschluss, in dem der ganze Abschnitt zu schärferen Einschränkungen von Gründonnerstag bis Ostermontag gestrichen wurde. Damit ist auch die Bitte von Bund und Ländern nach rein virtuellen Gottesdiensten formell vom Tisch.
+++ Die Staats- und Regierungschefs der EU beraten im Rahmen eines virtuellen Gipfels erneut über die zu geringe Versorgung mit Corona-Impfstoff. Dabei soll es auch um eine grundsätzliche Kontrolle von Ausfuhren von Corona-Impfstoffen in Drittstaaten gehen. Im Vorfeld hatte die EU-Kommission davon abgeraten, über einen anderen Verteilmechanismus der Vakzine innerhalb der EU zu diskutieren.
+++ Bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat es einen positiven Corona-Test gegeben. Das bestätigte am Mittag ein DFB-Sprecher ohne den Namen des betroffenen Spielers zu nennen. Das WM-Qualitfikationsspiel heute Abend gegen Island soll dennoch wie geplant stattfinden. Austragungsort ist Duisburg.
+++ Das Saarland will nach den Osterfeiertagen aus dem Corona-Lockdown aussteigen. Ministerpräsident Hans teilte mit, dass die Beschränkungen ab dem 6. April weitgehend aufgehoben würden. Unter anderem könnten dann wieder Theater, Kinos, Fitnessstudios und die Außengastronomie öffnen. Voraussetzung sei ein tagesaktueller negativer Schnelltest, betonte der CDU-Politiker. Bereits im Vorfeld der Pressekonferenz hatte es aus der saarländischen Landesregierung geheißen, das Saarland wolle eine Region mit Modellcharakter in der Pandemie werden. Die Corona-Inzidenz liegt dort deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt.
Der SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach hält den Beschluss im Saarland für falsch. Lauterbach sagte der "Rheinischen Post", die Entscheidung sei fahrlässig. Zitat: "Die Modellregion im Saarland ist ein Experiment, das zu einer schnellen Verbreitung gefährlicherer Mutationen in Deutschland führen kann."
+++ Immer mehr Unternehmen in Deutschland wollen ihren Belegschaften Schnelltests zur Erkennung des Coronavirus anbieten. Volkswagen etwa stellt allen Beschäftigten an seinen deutschen Standorten nach Ostern zweimal in der Woche einen Test zur Verfügung. Damit werde die Teststrategie um einen Baustein erweitert, teilte VW mit. Auch Unternehmen wie Opel oder Thyssenkrupp kündigten an, die Testangebote auszudehnen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) pochte am Donnerstag erneut darauf, dass die Wirtschaft verstärkt testen soll und verwies auf eine Selbstverpflichtung, die Anfang April endet. "Wenn nicht der überwiegende Teil der deutschen Wirtschaft (...) das muss in die Richtung 90 Prozent sein, Tests seinen Mitarbeitern anbietet, dann werden wir mit regulatorischen Maßnahmen in der Arbeitsschutzverordnung dazu vorgehen." Merkel kündigte eine Entscheidung für Mitte April an. Die vermehrte Nutzung von Schnelltests gilt neben den Hygieneregeln und dem Impfen als ein Baustein im Kampf gegen die dritte Pandemiewelle.
+++ Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit erwartet wegen der anhaltenden Corona-Krise für 2021 nur einen leichten Rückgang der Arbeitslosenzahl. In diesem Jahr werde die Zahl der Menschen in Deutschland ohne sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis auf etwa 2,59 Millionen sinken, hieß es von dem Institut. Das wären rund 110.000 weniger als im vorigen Jahr.
Bundeskanzlerin Merkel hat die Bekämpfung der Corona-Pandemie als größte Bewährungsprobe der Europäischen Union bezeichnet. In einer Regierungserklärung im Bundestag verteidigte sie den gemeinsamen europäischen Weg gegen Kritik. Am Nachmittag findet ein EU-Gipfel statt, in dem es auch um die Impfstrategie geht.
Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt im Bundestag eine Regierungserklärung zur Corona-Pandemie und zum Europäischen Rat ab.
Bundeskanzlerin Merkel gibt Regierungserklärung ab. (Kay Nietfeld/dpa)
+++ In ihrer Regierungserklärung hat Merkel die Bürger auch dazu aufgerufen, von den nun bestehenden kostenlosen Testangeboten Gebrauch zu machen. Die besten Angebote nutzten nichts, wenn sie nicht wahrgenommen würden, so Merkel. Testen sei die Brücke auf den Weg dahin, bis eine Impfwirkung zu sehen sei. Die Bundeskanzlerin drohte Unternehmen, die ihren Mitarbeitern keine Tests anbieten wollten, regulatorische Maßnahmen an. Darüber werde das Kabinett im April entscheiden.
+++ Im japanischen Fukushima hat der olympische Fackellauf begonnen - ein Jahr nach der Verschiebung der Sommerspiele wegen der Corona-Pandemie. Nun sollen die Wettkämpfe ab Juli stattfinden. Aber viele Fragen sind offen, und auch bei Athletinnen und Athleten gibt es ernsthafte Bedenken.
Japan, Naraha: Die olympische Fackel wird von einem Mitglied der japanischen Frauenfußball-Nationalmannschaft angezündet.
Olympischer Fackellauf beginnt in Fukushima (dpa-Bildfunki / Kim Kyung-Hoon)
+++ Vizekanzler Scholz hat Bundeskanzlerin Merkel Respekt im Umgang mit der Corona-Pandemie gezollt. Scholz sagte im Deutschlandfunk, nicht alle Vorschläge, die bei den Bund-Länder-Beratungen gemacht worden seien, hätten sich auch so umsetzen lassen, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Er halte das Format der Beratungen aber für gut. Allerdings müssten die Treffen gut vorbereitet werden. Es dürfe nicht erst bei den Sitzungen stundenlang über Kompromisse beraten werden. Zugleich wies der SPD-Politiker Kritik am föderalen System zurück. Den Föderalismus als Problem zu sehen, sei einseitig.
+++ Die Sozialdemokraten im Bundestag lehnen ein generelles Verbot von Urlaubsreisen ins Ausland ab. Ein solches werde es mit der SPD-Fraktion nicht geben, sagte deren parlamentarischer Geschäftsführer Schneider der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Touristische Reisen pauschal zu verbieten, gehe über sinnvolle Schutzmaßnahmen hinaus, sei unverhältnismäßig und trage zur weiteren Verunsicherung der Bevölkerung bei.
Wie viele positive Tests wurden dem Robert-Koch-Institut gemeldet? Wie steht es um die Anzahl der Impfungen und die Zahl der Intensivpatienten? Diese und andere Daten aktualisieren wir jeden Tag. Sie finden Sie hier.
+++ Der FDP-Europaabgeordnete Glück hat der EU-Kommssion mangelnde Transparenz bei der Beschaffung von Impfstoffen vorgeworfen. Zudem sei sie sehr zögerlich vorgegangen; das sei ein Problem, sagte Glück im Deutschlandfunk. Nun drohe die Kommission mit Kontrollmechanismen. Damit werde versucht, einen Fehler mit einem anderen zu kaschieren. Glück betonte, die EU sei der größte Binnenmarkt der Welt und müsse lernen, diesen Vorteil auch auszuspielen. Zur Verwirrung um die Lagerung von 29 Millionen Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca in Italien meinte der FDP-Politiker, es müsse nun genau hingeschaut werden, wofür sie bestimmt gewesen seien.
+++ Die Spielergewerkschaft VdV setzt sich gegen sogenannte "Quarantäne-Trainingslager", die die Deutsche Fußball Liga DFL plant. Die Vereine ergriffen bereits jetzt umfangreiche Hygienemaßnahmen und testeten häufig auf eine mögliche Corona-Infektion, hieß es von der VdV. Zudem sei es einigen Spielern aufgrund familiärer Verpflichtungen kaum möglich, sich in mehrtägige Quarantänelager zu begeben. Auch aus arbeitsrechtlicher Perspektive sei das Vorhaben der DFL problematisch und müsse im Streitfall einer Verhältnismäßigkeitsprüfung standhalten.
+++ Schwarzarbeit und Verstöße gegen das Mindestlohngebot haben während der Corona-Pandemie offenbar deutlich zugenommen. Der bei Finanzkontrollen aufgedeckte volkswirtschaftliche Schaden durch Schwarzarbeit und Arbeitsausbeutung stieg im vergangenen Jahr um 8,2 Prozent auf 816,5 Millionen Euro, wie laut der "Augsburger Allgemeinen" aus einer Regierungsantwort auf Anfrage der Grünen hervorgeht. Insgesamt wurden demnach 653 Millionen Euro Sozialbeiträge nachgefordert, 43 Prozent mehr als 2019.
+++ Die Hälfte der Israelis hat bereits die zweite Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Dies teilte Gesundheitsminister Edelstein auf Twitter mit. Nach Daten seines Ministeriums erhielten knapp 4,7 Millionen Menschen die zweite Dosis. Die Zahl der Erstimpfungen betrug mehr als 5,2 Millionen, sie hatte in den vergangenen Tagen nur noch leicht zugenommen. Mehr als 800 000 Menschen galten in Israel als genesen.
+++ Die finnische Ministerpräsidentin Marin will einen Lockdown über die Hauptstadt Helsinki verhängen. Sie kündigte einen Gesetzentwurf an, wonach es den Einwohnern von Helsinki und der südwestlichen Stadt Turku nur noch erlaubt wäre, das Haus für Lebensmitteleinkäufe, Schul- oder Arztbesuche zu verlassen. Der Text könnte dem Parlament bereits heute vorgelegt werden.
+++ Die jüngste Zunahme der Corona-Neuinfektionen in Deutschland kann nach Ansicht des Robert Koch-Instituts nur mit Hilfe eines Lockdowns gestoppt werden. Bis ein Großteil der Bevölkerung gegen das Virus immun sei, gebe es keine andere Lösung, sagte RKI-Präsident Wieler in einer Online-Veranstaltung der deutschen Botschaft in Washington. Das Robert Koch-Institut gehe davon aus, dass rund 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Virus immun sein müssten, um eine neue Welle zu stoppen. Bis die Kampagne so weit fortgeschritten sei, müssten die bekannten Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen von Masken und das Begrenzen von Kontakten weiter befolgt werden, betonte Wieler.
+++ Die Corona-Pandemie drängt nach den Worten von Bundesentwicklungsminister Müller hunderttausende Kinder weltweit in die Kinderarbeit. "Das ist moderne Sklaverei", sagte Müller der "Augsburger Allgemeinen". Dabei gehöre Sklaverei "schon lange in die Geschichtsbücher und nicht in eine globalisierte Welt". Müller äußerte sich anlässlich des Tags zum Gedenken an die Opfer der Sklaverei. "Die bittere Realität ist: Über 70 Millionen Kinder schuften unter ausbeuterischen Bedingungen, auf den Kakao- und Kaffeeplantagen Afrikas, in Fabriken und Minen - auch für unseren Wohlstand", sagte er. Das von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Lieferkettengesetz könne beitragen, die Verhältnisse zu ändern.
+++ Der Impfstoffbeauftragte der Bundesregierung, Krupp, rechnet bald mit einem zweiten deutschen Corona-Impfstoff. Wenn die EMA-Zulassung wie vom Unternehmen geplant klappe, könne der Curevac-Impfstoff ab der zweiten Jahreshälfte verimpft werden, sagte Krupp den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 22.657 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind rund 5.000 Fälle mehr als am Donnerstag vergangener Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt das RKI mit 113,3 an. Vor einer Woche lag dieser Wert bei 90. Außerdem wurden 228 weitere Todesfälle registriert. Die Gesamtzahl erhöht sich damit auf 75.440.
+++ Als zweites Land der Welt verzeichnet Brasilien mehr als 300.000 Menschen, die seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Nur in den Vereinigten Staaten sind mit rund 545.000 Todesfällen dem Virus bislang mehr Menschen zum Opfer gefallen. Im größten Land Lateinamerikas haben sich nachweislich über 12,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In den meisten Bundesstaaten sind die Intensivstationen an der Belastungsgrenze. Der rechte Präsident Bolsonaro verharmlost das Coronavirus von Anfang an, einen landesweiten Lockdown lehnt er aus wirtschaftlichen Gründen ab.
+++ Eine neue Studie bescheinigt dem Impfstoff von AstraZeneca eine 76-prozentige Wirksamkeit gegen symptomatische Covid-19-Erkrankungen. Schwere oder kritische Verläufe würden sogar vollständig verhindert, teilte AstraZeneca unter Berufung auf die Analyse aktueller Ergebnisse einer breiten US-Studie.
Mittwoch, 24. März
+++ Bundeskanzlerin Merkel hat die Forderung von Oppositionsparteien zurückgewiesen, wegen der zurückgenommenen Osterruhe die Vertrauensfrage zu stellen. Sie habe die Menschen um Verzeihung gebeten und habe den Rückhalt von Regierung und Parlament, sagte die in einem Interview des ARD-Fernsehens.
+++ Bundeskanzlerin Merkel hat die gerade erst vereinbarten "Ruhetage" über Ostern wieder gestoppt. Merkel sagte in Berlin, die Idee der "Osterruhe" sei ein Fehler gewesen. Für die enstandene Verunsicherung bitte sie alle Bürgerinnen und Bürger um Verzeihung. Die Kanzlerin hatte zuvor überraschend die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder zu einer Schaltkonferenz eingeladen, um ihre Entscheidung mitzuteilen. Merkel sagte später auf einer Pressekonferenz, die Idee zu der erweiterten Osterruhe sei "mit bester Absicht" entworfen worden.
Geplant war eigentlich ein strikter Lockdown über Ostern mit zwei zusätzlichen "Ruhetagen", am Gründonnerstag und Karsamstag. Merkel sagte, das sei in der Kürze der Zeit nicht gut umsetzbar gewesen. Viel zu viele Fragen hätten nicht gelöst werden können, etwa was die Lohnfortzahlung und die ausgefallenen Arbeitsstunden betreffe. Die Kanzlerin betonte: "Dieser Fehler ist einzig und allein mein Fehler." Als Bundeskanzlerin trage sie die letzte Verantwortung.
Vizekanzler Scholz (SPD) bezeichnete die gekippte Osterruhe-Regelung als gemeinsam getroffene Entscheidung von Bund und Ländern. "Es sollte sich niemand aus der Verantwortung stehlen", sagte der Finanzminister. Er hoffe, dass es nun keine "Erinnerungslücken" gebe.
Die Politologin Andrea Römmele sagte im Deutschlandfunk, es sei gut, wenn man Fehler frühzeitig wieder korrigiere. Aber das Vertrauen der Bürger in die Regierung sei "nachhaltig beschädigt".
Die Entscheidung der Bundeskanzlerin, die geplante "Osterruhe" zu stoppen, hat bereits viele – und sehr unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Während es in der CDU und der Wirtschaft Zuspruch gibt, spricht die AfD von "Chaos". Von FDP und Linkspartei kommt der Appell, Merkel solle die Vertrauensfrage stellen.
+++ Von verschiedenen Wirtschaftsverbänden wie der Autoindustrie und dem Einzelhandel wurde die Rücknahme der Ruhetage begrüßt. Der Handelsverband Deutschland sprach von einem "Signal der Vernunft". Die kurzfristige Schließung des Lebensmittelhandels am Gründonnerstag hätte zu einem erhöhten Kundenandrang an den übrigen Tagen geführt.
+++ Der Ökonom Andreas Peichl vom Wirtschaftsforschungsinstitut ifo hat eine nachhaltige Öffnungsstrategie gefordert. Im Deutschlandfunk sagte er, dazu sei es vor allem nötig, konsequenter zu testen und weitere Fortschritte beim Impfen zu machen. Die Politik müsse sicherstellen, dass in Kitas, Schulen und Betrieben vermehrt getestet werde. Wenn man alle Menschen zweimal pro Woche testen würde, hätte dies den gleichen Effekt wie der seit Dezember geltende Lockdown.
Der Impfstoff von Astrazeneca steht in einem Kühlschrank bei der Eröffnung des überregionalen Impfzentrum Gera. In der Pandorfhalle stehen zwölf Impfkabinen zur Verfügung.
Der Impfstoff von Astrazeneca (picture alliance/dpa/Bodo Schackow)
+++ Nach der Verwirrung um die Entdeckung von 29 Millionen gelagerten Dosen Corona-Impfstoff von Astrazeneca in Italien hat sich inzwischen das Unternehmen selbst geäußert. Mehr als die Hälfte der Vakzine solle in den nächsten Wochen an die EU geliefert werden, erklärte der Hersteller. Man warte auf die Freigabe durch die Qualitätskontrolle. Die übrigen Dosen sollten demnach an die Initiative Covax gehen, die Impfstoff in ärmere Länder bringt. Die zunächst unbekannte Lagerung der Impfstoffe hatte für Irritationen gesorgt.
+++ In Dutzenden Städten Europas hat es am Mittwoch um 12.00 Uhr eine Schweigeminute und andere Gedenkveranstaltungen für die Corona-Toten gegeben. Wie der Verband Eurocities als Organisator mitteilte, hatten sich viele der rund 200 Städte aus knapp 40 Ländern mit eigenen Aktionen an dem gemeinsamen Gedenken beteiligt. Eine genaue Zahl der Teilnehmer gebe es aber nicht, sagte ein Sprecher.
+++ Bei der Regierungserklärung der Bundeskanzlerin vor dem EU-Gipfel am Donnerstagmorgen soll es neben dem europäischen Spitzentreffen auch um das Thema Corona gehen. Das geschehe auf Antrag der FDP, sagte Merkel bei einer Regierungsbefragung im Bundestag.
+++ Die Bundesregierung hat die EU-Kommission aufgefordert, möglichst rasch Verhandlungen über die Beschaffung des russischen Impfstoffs Sputnik-V zu führen. Ein Regierungsvertreter sagte in Berlin, die Sputnik-V-Bestellung solle wie bei den anderen Impfstoffen über das europäische System erfolgen. Berlin habe Brüssel deshalb gebeten, sich dieser Frage anzunehmen. –
+++ Der Export von Corona-Impfstoffen aus der Europäischen Union soll stärker kontrolliert werden. Das beschloss die EU-Kommission. Dafür wurde die Anfang Februar eingeführte Exportkontrolle erweitert. Neue Kriterien sollen es erlauben, Impfstoffe gegebenfallls zurückzuhalten, wenn Verhältnismäßigkeit und Gegenseitigkeit nicht gewahrt sind. Generelle Exportverbote soll es nicht geben, betonte Kommissionspräsidentin von der Leyen. Die EU-Staaten steckten aber in der dritten Pandemiewelle und nicht alle Herstellerfirmen lieferten gemäß ihrem Vertrag an die Union. Deshalb müsse man eine schnelle und ausreichende Lieferungen an die EU-Bürger sicherstellen.
+++ Die Löhne in Deutschland sind vor allem wegen der Corona-Pandemie erstmals seit dreizehn Jahren gesunken. Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass die Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen im vergangenen Jahr um 0,7 Prozent zum Vorjahr gesunken sind. Gleichzeitig stiegen die Verbraucherpreise um fast ein halbes Prozent, sodass den Beschäftigten unter dem Strich mehr als ein Prozent Gehalt fehlte. In der Statistik ist allerdings das Kurzarbeitergeld nicht berücksichtigt.
+++ Die Corona-Pandemie macht sich immer mehr in den Kassen der Sozialversicherungen bemerkbar. Laut einem Medienbericht fehlen alleine im kommenden Jahr rund 18 Milliarden Euro. Diese Lücke sei in der Etatplanung von Bundesfinanzminister Scholz noch nicht berücksichtigt worden, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das Geld sei erforderlich, um die Sozialbeiträge wie zugesagt insgesamt unter 40 Prozent zu halten. Die größte Lücke weisen demnach die gesetzlichen Krankenkassen auf, aber auch die Rentenversicherung benötige ab 2023 einen Steuerzuschuss von mindestens zehn Milliarden Euro pro Jahr.
Eine Frau auf dem Weg zur Agentur für Arbeit
Die Jobcenter könnten besser über Angebote für Menschen mit Lese- und Schreibschwächen informieren. (picture alliance / Fotostand / Gelhot)
+++ Das Bundeskabinett hat den Nachtragshaushalt für dieses Jahr auf den Weg gebracht. In diesem Jahr will die Bundesregierung rund 60 Milliarden Euro zusätzliche Schulden aufnehmen. Insgesamt steigt die Neuverschuldung für 2021 damit auf rund 240 Milliarden Euro. Begründet wird die Entscheidung mit der Corona-Krise.
+++ Die Konjunktur dürfte sich in diesem Jahr weniger erholen als bisher angenommen. Das deutsche Institut für Wirtschaft macht dafür den Rückgang der Wirtschaftsleistung zu Jahresanfang wegen des Corona-Lockdowns verantwortlich. Zudem dämpfe die Infektionsgefahr die Aussichten; das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr deshalb voraussichtlich lediglich um drei Prozent steigen. Im Herbst war das IW noch von einem Plus von vier Prozent ausgegangen.
+++ Die Intensivmediziner in Deutschland beschreiben positive Auswirkungen der Impfungen von Älteren. DIVI-Präsident Marx sagte im Deutschlandfunk, es gebe auf den Intensivstationen nur noch sehr wenige Covid-Patienten im Alter von 80 Jahren. Die dritte Welle mache sich aber dennoch bereits in den Krankenhäusern bemerkbar. Marx betonte im Deutschlandfunk, es gehe wieder los, und es seien vermehrt auch jüngere Menschen infiziert. Dennoch seien die Impfungen schon jetzt bei der Belegung der Betten zu spüren. Wenn die über 65-Jährigen geimpft worden seien, werde seiner Prognose zufolge ein deutlicher Effekt zu verzeichnen sein.
+++ Kirchenvertreter drängen darauf, dass an Ostern Gottesdienste in den Kirchen mit Gläubigen zusammen gefeiert werden können. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Sternberg, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Gottesdienste an den höchsten Feiertagen seien unersetzbare Bestandteile christlichen Lebens. Er verwies auf die strengen Schutzkonzepte. Zu Weihnachten sei kein katholischer Gottesdienst zum Corona-Hotspot geworden. Zudem sei die Öffnung der Kirchentüren zu Ostern sei etwas anderes als die Öffnung von Geschäften, so Sternberg. Dies sei verantwortungsvoll unter Wahrung strenger Regeln möglich. Die Kirche nehme die dritte Welle der Pandemie sehr ernst.
Gläubige stehen im Hildesheimer Dom. Das Bistum Hildesheim hat in seiner Eucharistiefeier an die infolge von Covid-19 weltweit verstorbenen Menschen erinnert. Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen hatte dazu aufgerufen, an jedem Tag der Fastenzeit in einem europäischen Land an die Opfer der Corona-Pandemie zu gedenken.
Wird es an Ostern Präsenz-Gottesdienste geben? (dpa)
+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut innerhalb eines Tages 15.813 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Das sind 2.378 mehr als am Mittwoch vergangener Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt unverändert bei 108,1. Vor einer Woche lag der Wert bei 86. Das Robert-Koch-Institut registrierte zudem 248 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Damit steigt die Zahl der Toten insgesamt über die Marke von 75.000, nämlich auf 75.212.
+++ In Belgien zeichnet sich ein neuer harter Lockdown ab. Die Regierung von Ministerpräsident De Croo berät heute über schärfere Maßnahmen, nachdem die täglichen Neuinfektionen zuletzt auf über 4000 gestiegen waren. Gestern hatten bereits die benachbarten Niederlande ihren Lockdown bis zum 20. April verlängert.
Gottesdienst unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln in der Marktkirche Hannover
Gottesdienst unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln in der Marktkirche Hannover (dpa/picture alliance/Geisler-Fotopress)
+++ Bundesinnenminister Seehofer hat den Appell von Bund und Ländern kritisiert, wonach Religionsgemeinschaften nahegelegt wird, Ostern nur virtuell zu feiern. Seehofer sagte der "Bild"-Zeitung, es habe ihn erstaunt, dass ausgerechnet Parteien, die das C im Namen führten, den Kirchen den Verzicht auf Gottesdienste nahelegten, noch dazu an Ostern. Seehofer sagte, sein Ministerium habe schon früh mit den Kirchen Hygienekonzepte ausgearbeitet, die bis heute tadellos funktionierten.
+++ Die chinesischen Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao haben auf Anraten einer Vertriebsfirma vorsorglich die Impfungen mit zwei Chargen des Herstellers BioNTech-Pfizer ausgesetzt. Die Fläschchen sollen nun auf mögliche Beschädigungen am Deckel überprüft werden.
+++ Das Vereinigte Königreich will laut einem Bericht bereits im August die Impfkampagne für Kinder starten. Dies geht aus vorläufigen Plänen der Regierung hervor, schreibt die Zeitung "The Telegraph". Im Juni oder Juli soll eine Studie der Universität Oxford und des Pharmakonzerns AstraZeneca vorliegen, für die Probanden im Alter von 6 bis 17 Jahren geimpft wurden.
+++ In Brasilien sind binnen eines Tages 3.251 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Das ist ein neuer Höchstwert. Präsident Bolsonaro sagte in einer Fernsehansprache, die Regierung habe nie versäumt, Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu ergreifen. Bolsonaro wird vorgeworfen, das Virus stets verharmlost zu haben. Fast 300.000 Menschen sind seit Beginn der Pandemie gestorben.
Dienstag, 23. März
+++ Polen wird nach Angaben von Regierungschef Mateusz Morawiecki spätestens am Donnerstag neue Lockdown-Beschränkungen verkünden. Details dazu will er aber noch nicht nennen. Angesichts stark steigender Neuinfektionszahlen vor allem mit der ansteckenderen britischen Corona-Variante hatte die Regierung bereits in der vergangenen Woche erklärt, Theater, Einkaufszentren, Hotels und Kinos müssten landesweit wohl schließen.
+++ In Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Ghana starten russische Wissenschaftler die für die Zulassung entscheidende Phase-Drei-Tests des abgespeckten Sputnik-V-Impfstoffs. Dabei handelt es sich um das gleiche Vakzin, dass jedoch nur einmal statt zweimal gespritzt werden muss. Zwar soll "Sputnik-light" nicht so effektiv sein, wie bei Original-Dosierung. Aber nach Angaben des staatlichen Gesundheitsfonds RDIF könnte die einmalige Verabreichung eine befristete Lösung für Staaten mit hohen Infektionsraten sein.
Zwei Ampullen mit Covid-19-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca.
AstraZeneca-Impfstoff (dpa/ Sputnik/Gustavo Valiente)
+++ Dänemark will die Corona-Beschränkungen weitgehend aufheben, sobald alle Menschen ab 50 Jahren geimpft sind. Ministerpräsidentin Frederiksen stellte einen Plan für die Lockerungen vor, der sich über einen Zeitraum von zwei Monaten erstreckt. In dieser Zeit sollen schrittweise Schulen, Geschäfte, Restaurants, Museen und andere Einrichtungen wieder öffnen. Für gewisse Bereiche sollen aber Einschränkungen bestehen bleiben, etwa für Großveranstaltungen und das Nachtleben. Die dänische Regierung strebt bis Ende Mai die Impfung aller Bürger über 50 Jahre an.
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (Ida Guldbaek Arentsen / Ritzau Scanpix / AP / dpa)
+++ Griechenland will die Einreise für EU-Bürger und Besucher aus Israel künftig nicht mehr beschränken, sofern die Menschen geimpft sind. Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, soll noch heute ein entsprechender Beschluss veröffentlicht werden. Bei der Einreise reicht es aus, die Impfung zu belegen. Ein aktueller, negativer Corona-Test und eine siebentägige Quarantäne sind dann nicht mehr nötig. Ab wann der Beschluss gelten soll, ist noch unklar.
+++ Deutsche Fluggesellschaften wollen nach dem Beschluss zur Testpflicht für Urlaubsheimkehrer aus Mallorca gemeinsam Einrichtungen dafür aufbauen.
Sobald Details der gesetzlichen Regelungen feststehen, würden die Abläufe entsprechend angepasst, teilten die Lufthansa und ihr Ferienflieger Eurowings sowie Condor und TUIfly mit. Die Fluggesellschaften hatten ihr Angebot für die Osterferien erweitert, nachdem das Robert Koch-Institut die Reisewarnung für die Baleareninsel wegen niedriger Inzidenzzahlen aufgehoben hatte. Bei ihren Beratungen appellierten Bund und Länder an alle Fluglinien, ihr Personal sowie die Passagiere vor dem Rückflug zu testen und das Flugangebot während der Osterferien nicht auszuweiten.
+++ FDP-Chef Lindner hat sich enttäuscht über die Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen geäußert.
"Es ist eine erschütternde Konzeptlosigkeit des unionsgeführten Kanzleramts, dass das Prinzip #WirbleibenzuHause auch nach mehr als einem Jahr immer noch die zentrale Antwort auf die Pandemie ist", schreibt Lindner auf Twitter.
Bei WDR 5 sagte Lindner, Politik müsse zwischen gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Risiken abwägen. Das sei hier aber nicht geschehen. Die Freiheitseinschränkungen seien zu scharf und die Mittel nicht innovativ. Man habe Städte wie Rostock und Tübingen mit kreativen Konzepten. Davon brauche man mehr.
+++ Die deutsche Wirtschaft reagiert mit Kritik auf die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern.
Die alleinige Fixierung auf die Corona-Inzidenzwerte werde der komplexen Lage nicht gerecht, sagte der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbandes HDE, Genth. Die Maßnahmen müssten sich an den wissenschaftlichen Fakten orientieren und diese zeigten, dass die Infektionsgefahr beim Einkaufen niedrig sei. Genth fordert deshalb, alle Geschäfte unter Einhaltung strikter Hygienekonzepte wieder zu öffnen. Der Handwerksverband ZDH warnte vor einem breitflächigen Kollaps von Firmen.
+++ Im Kampf gegen die steigenden Corona-Infektionszahlen wird es in Deutschland über Ostern einen verschärften Lockdown geben. Bund und Länder sprechen sich nach den Worten von Kanzlerin Merkel außerdem generell gegen Reisen aus.
In der Nacht gaben der Regierende Bürgermeister Michael Müller, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Markus Söder (von links) Auskunft zu den Beschlüssen.
Pressekonferenz mit Kanzlerin Merkel nach den Bund-Länder-Beratungen (dpa/picture-alliance )
Hier dokumentieren wir die Beschlüsse der rund zwölfstündigen Beratungen.
+++ Der Physiker Dirk Brockmann hat die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie begrüßt.
Diese würden sich positiv auf das Infektionsgeschehen auswirken, sagte der Wissenschaftler der HU Berlin im Deutschlandfunk. Die Gefahr sei nicht gebannt. Angesichts eines exponentiellen Wachstums rechne er damit, dass es an Ostern bis zu 60.000 neue Coronavirus-Infektionen geben werde.
+++ In der Fußball-Bundesliga und in der 2. Bundesliga müssen sich die Spieler ab April an allen Trainings- und Reisetagen einem Corona-Schnelltest unterziehen.
Das teilte die Deutsche Fußball-Liga mit. Die Regelung gilt demnach für alle Städte mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von mindestens 35. Die beiden obligatorischen PCR-Testungen pro Woche bleiben bestehen. Die DFL behält sich zudem vor, notfalls "Quarantäne-Trainingslager" für fünf bis 14 Tage anzuordnen, um den Spielbetrieb abzusichern. Zuletzt waren in der 2. Liga mehrere Spiele wegen Corona-Fällen ausgefallen.
+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut 7.485 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Das sind 2.005 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche.
 Der Eingang des Robert Koch-Instituts ist mit seinem Namenslogo durch Bäume hindurch zu sehen. 
Der Eingang des Robert Koch-Instituts (www.imago-images.de)
Außerdem sind laut RKI 250 weitere Menschen an oder mit dem Krankheitserreger gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner, stieg leicht weiter an auf 108,1.
+++ Bundeskanzlerin Merkel warnt vor einem generellen EU-Exportverbot für Impfstoffe.
Es gebe bei der Impfstoff-Produktion verschiedenste internationale Abhängigkeiten, sagte die CDU-Politikerin. Man müsse sich die Lieferketten sehr genau anschauen. Dennoch räumte sie ein, dass die Europäische Union derzeit am meisten Impfstoff exportiere.
+++ DOSB-Chef Alfons Hörmann sieht für Olympia-Teilnehmer ein "Restrisiko" angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie. Wer auf Nummer sicher gehen wolle, müsse in letzter Konsequenz verzichten, sagte Hörmann dem TV-Sender Sky. Zuletzt hatte es eine hohe Zahl von Infektionen bei der Hallen-EM der Leichtathleten im polnischen Torun und beim Fecht-Weltcup in Budapest gegeben.
+++ Jugendliche in Deutschland klagen Befragungen zufolge in der Corona-Zeit über psychische Probleme, Vereinsamung und Zukunftsängste. Mit ihren Sorgen fühlten sie sich überwiegend alleingelassen und setzten in die Politik nur wenig Hoffnung, erklärte die Bertelsmann Stiftung in Gütersloh bei der Vorstellung der Ergebnisse zweier Befragungen.
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