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Newsblog zum Coronavirus+++ Portugiesen müssen in Silvester-Nacht um 2 Uhr zuhause sein +++

Feuerwerk in Lissabon. (LUSA)
Silvester in Lissabon. (LUSA)

Gesundheitsminister Spahn rechnet bis zum Sommer mit Massenimpfungen in Deutschland. Das Bundesverfassungsgericht bestätigt das Verbot einer "Querdenken"-Demonstration in Bremen. Der Städte- und Gemeindebund lehnt pauschale nächtliche Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus ab. Weitere Entwicklungen im Newsblog.

Samstag, 5. Dezember

+++ Die portugiesische Regierung kündigt die Lockerung der Einschränkungen über Weihnachten an. Allerdings werden sie unmittelbar danach wieder eingesetzt, um Neujahrs-Feierlichkeiten zu verhindern. Damit wird das Reiseverbot zwischen dem 23. und 26. Dezember ausgesetzt. Am 31. Dezember sind Straßenfeste verboten. Im Freien dürfen sich höchstens sechs Menschen treffen. Jeder muss in der Silvesternacht spätestens um 02.00 Uhr morgens zu Hause sein.

+++ Bundesgesundheitsminister Spahn ist optimistisch, dass in Deutschland bis zum kommenden Sommer Massenimpfungen beginnen können. Der CDU-Politiker sagt dem Nachrichtenportal "t-online.de", er gehe davon aus, dass dann auch in Arztpraxen flächendeckend geimpft werden könne. Auf die Frage, ob Deutschland im Herbst mit dem Gröbsten durch sei, antwortete Spahn wörtlich: "Wenn möglichst viele das Impfangebot wahrnehmen: ja."

Im November hatte eine Umfrage von infratest dimap ergeben, dass die Impfbereitschaft in Deutschland zwar leicht zurückgegangen ist. Es sind aber immer noch rund 70 Prozent der Menschen "auf jeden Fall" oder "wahrscheinlich" dazu bereit, sich impfen zu lassen.

+++ In Russland beginnt die erste Massenimpfung gegen das Coronavirus. In 70 Kliniken der Metropole werde der Impfstoff "Sputnik V" verabreicht, teilte die Corona-Arbeitsgruppe mit. Vorrang haben demnach Ärzte, Pflegekräfte, Lehrer und Sozialarbeiter. Moskau gilt als das Zentrum der Corona-Epidemie in Russland. Allein dort wurden zuletzt innerhalb von 24 Stunden knapp 8.000 Neu-Infektionen registriert.

In einer Moskauer Klinik wird eine Corona-Impfung durchgeführt. (imago images / ITAR-TASS)Corona-Impfung in Moskau (imago images / ITAR-TASS)

Für das ganze Land haben die Behörden 28.782 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Dies entspricht einem neuen Höchstwert. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 508 auf 42.684. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie mehr als 2,43 Millionen Ansteckungsfälle in Russland nachgewiesen.

+++ Das Bundesverfassungsgericht hat das Verbot einer für diesen Samstag in Bremen geplanten "Querdenker"-Demonstration gegen die Corona-Politik bestätigt. Das Gericht lehnte am Samstag einen Eilantrag der Veranstalter ab, wie ein Sprecher mitteilte. Damit folgte das Gericht zwei vorangegangenen Beschlüssen des Bremer Ein Kameramann der ARD filmt das Bundesverfassungsgericht (picture alliance/dpa/Uli Deck)Die Frage, ob der Rundfunkbeitrag für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zulässig ist, landet immer wieder vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe (picture alliance/dpa/Uli Deck)

+++ Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich gegen pauschale nächtliche Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus ausgesprochen. Hauptgeschäftsführer Landsberg sagte den Zeitungen der "Funke Mediengruppe", Ausgangssperren seien eine weitere, deutliche Einschränkung für die Menschen. Sie müssten in jedem Fall verhältnismäßig sein. Das komme in Betracht, wenn das Infektionsgeschehen nicht klar zugeordnet werden könne. Allerdings könnten auch Hochzeitsfeiern oder Ausbrüche in Altenheimen Grund für rasant steigende Infektionszahlen sein.

Der Bundestagsabgeordnete Movassat (Die Linke) bezeichnete Ausgangssperren als verfassungswidrig und "hoch bedenklich". In mehreren Bundesländern gelten bereits Ausgangsbeschränkungen - oft nur nachts, zum Teil aber auch tagsüber.

+++ Das argentinische Parlament hat ein Gesetz für eine einmalige Abgabe für Reiche verabschiedet, die für den Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie verwendet werden soll. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, müssen Bürgerinnen und Bürger zwei Prozent ihres Vermögens zahlen, wenn dieses mehr als rund zwei Millionen Euro beträgt. Die Regierung hoffe, damit rund drei Milliarden Euro einzunehmen.

+++ Wie Buchgroß- und -einzelhändler berichten, hat die Corona-Pandemie das Kaufverhalten verändert. Auffällig sei vor allem das sprunghaft gestiegene Interesse an inländischen Rad- und Wanderführern. Die Absatzzahlen hätten sich teilweise verdreifacht. Auslandsreiseführer hingegen seien – wenig überraschend – derzeit Ladenhüter. Zudem hätten sich bereits existierende Trendthemen wie Do-it-yourself und Kreativität, Hobby, Freizeit, Garten sowie Kochen und Backen, weiter verstärkt.

+++ Die bayerische Landesregierung will offenbar die bestehenden Corona-Auflagen weiter verschärfen. Ministerpräsident Söder hat für morgen eine Sondersitzung seines Kabinetts einberufen.

Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern spricht während einer Pressekonferenz. Der CSU-Politiker trägt einen Mundschutz. (dpa / Armin Weigel )Markus Söder bei einer Medienkonferenz in Passau (dpa / Armin Weigel )

Nach Angaben der Staatskanzlei wollen die Ministerinnen und Minister per Videoschalte über "weitere Maßnahmen" beraten. Wie der "Münchner Merkur" berichtet, plant Söder Wechselunterricht an Schulen für ältere Schüler bereits ab kommender Woche, strengere Kontaktregeln an Silvester sowie mögliche Ausgangssperren. Konkret wolle Söder vorschlagen, dem Beispiel von Baden-Württemberg zu folgen. Dort soll in Hotspots eine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr morgens gelten. Die eigene Wohnung darf dann nur mehr aus triftigem Grund verlassen werden.

+++ Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Bas, stellt die Lockerungen der Corona-Einschränkungen zwischen Weihnachten und Neujahr in Frage. Sie sagte der Deutschen Presse-Agentur, sollten die Zahlen bis zum 20. Dezember "auf diesem hohen Niveau bleiben, sollten die Maßnahmen über die Feiertage nicht gelockert werden". Es sollte dann bei den jetzt gültigen Beschränkungen bis in den Januar hinein bleiben, ergänzte Bas. Sonst drohten im Januar und Februar noch höhere Infektionszahlen als derzeit, die dann weitergehende Beschränkungen nötig machten.

Bundesfinanzminister Scholz hat in der Debatte über schärfere Corona-Maßnahmen dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren. Zusätzliche Beschränkungen seien sorgfältig abzuwägen, sagte der SPD-Politiker im Interview der Woche des Deutschlandfunk.

+++ Das Robert-Koch-Institut meldet 23.318 Corona-Neuinfektionen. Das sind etwa 1600 mehr als vor einer Woche. 483 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle auf 18.517. Insgesamt haben sich bislang mehr als 1,153 Millionen Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz stieg auf 138,7 pro 100.000 Einwohner. 

Hier finden Sie mehr zu den Entwicklungen der Neuinfektionen: Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland

+++ Experten des Bundestags haben sich dafür ausgesprochen, Impfungen gegen Covid-19 nicht per Verordnung zu regeln, sondern mit einem Gesetz. Das geht aus einer Einschätzung der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

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+++ Die Bundesregierung weitet einem Medienbericht zufolge ihre Ausbildungshilfen für kleine und mittlere Betriebe in der Corona-Krise aus. Das bestätigte Bundesarbeitsminister Heil in einem Interview mit dem ARD-Hauptstadtstudio. Ziel sei es, mehr Unternehmen dazu zu bewegen, die Prämien abzurufen. Die Schwelle, ab der Fördergelder bewilligt werden können, solle gesenkt werden.

Seit August dieses Jahres können kleine und mittlere Firmen 2000 Euro pro Lehrvertrag beantragen, wenn sie die Zahl der Azubi-Stellen stabil halten, sowie 3000 Euro, wenn sie die Zahl der Ausbildungsplätze sogar erhöhen. 

+++ Die USA haben den zweiten Tag in Folge einen neuen Höchstwert bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen registriert. Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 225.000 neue Fälle registriert, rund 15.000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten binnen eines Tages lag bei 2506. Insgesamt verzeichneten die Vereinigten Staaten bisher mehr als 14,3 Millionen Corona-Fälle. Mehr als 278.000 Infizierte starben.

Freitag, 4. Dezember

+++ Portugal hat seinen Corona-Notstand um zwei Wochen bis zum 23. Dezember verlängert. Das Parlament billigte in Lissabon einen entsprechenden Antrag von Präsident de Sousa. Im Notstandsdekret wird hervorgehoben, dass angesichts der komplizierten Situation eine weitere Verlängerung um erneut zwei Wochen wohl nötig sein werde. De Sousa hatte sein Vorgehen mit der sozialistischen Regierung abgestimmt.

+++ In vielen Teilen Italiens verbessert sich die Corona-Situation allmählich und der Druck auf die Krankenhäuser sinkt. Deshalb kündigte die Regierung in Rom an, die Zahl der Roten Zonen mit strikten Ausgangsbeschränkungen stark zu reduzieren. Ab Sonntag soll dann nur noch die Region Abruzzen in Mittelitalien eine Rote Zone sein, wie die Nachrichtenagentur Adnkronos berichtete. Die Anordnungen dafür wolle Gesundheitsminister Speranza in Kürze erlassen.

+++ Europol hat vor möglichen gefälschten Corona-Impfstoffen und dem Diebstahl echter Impfstoffe durch Kriminelle gewarnt. Die Impfstoffe würden wahrscheinlich das organisierte Verbrechen auf den Plan rufen, mahnte die EU-Polizeibehörde. "Es wird erwartet, dass gefälschte Versionen der speziellen Impfstoffmarke rasch in Umlauf gelangen, wenn ein rechtmäßiger Impfstoff auf den Markt kommt", schrieb sie.

+++ Der einstige Corona-Hotspot Spanien feiert im Kampf gegen das Virus beachtliche Erfolge. Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen blieb erstmals nach zwei Monaten unter der Marke von 100. Diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrage jetzt 98,56, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Zum Vergleich: Dieser Wert betrug in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Freitag knapp 135. Spanien habe inzwischen eine der niedrigsten Inzidenzen Europas, schrieb die Zeitung "El País". Der Wert konnte demnach innerhalb eines Monats mehr als halbiert werden.

+++ Für Menschen in der Türkei gilt jetzt coronabedingt eine landesweite Ausgangssperre. Sie trat am  um 19.00 Uhr MEZ (21.00 Uhr Ortszeit) in Kraft. Bis Montagmorgen dürfen Menschen nur zwischen 10.00 und 17.00 Uhr vor die Tür, um im nächstgelegenen Laden einzukaufen, wie es in einer Verfügung des Innenministeriums heißt. In der gleichen Zeit dürfen auch Lieferdienste ausliefern. Restaurants und Imbisse ist die Lieferung zwischen 10.00 und 20.00 Uhr gestattet.

+++ Nach Großbritannien hat auch der arabische Golfstaat Bahrain den Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer zugelassen. Die zuständige nationale Genehmigungsbehörde habe die Entscheidung gefällt, nachdem alle verfügbaren Daten ausgewertet worden seien, meldete die staatliche bahrainische Nachrichtenagentur BNA. Es handele sich dabei um eine Notfallgenehmigung

+++ Im Kampf gegen das Virus will Bulgarien als erste Risiko-Gruppe Klinikpersonal, Zahnärzte und Apotheker impfen lassen. Diese Gruppe umfasst fast 250.000 Menschen, wie aus einem von der Regierung in Sofia gebilligten Impfplan mit fünf Phasen hervorgeht. Die Impfungen sollten freiwillig und kostenlos sein, versicherte Gesundheitsminister Angelow. Die ersten Corona-Impfungen sollen in Bulgarien erst dann erfolgen, wenn der Impfstoff von Pfizer-Biontech von der Europäischen Arzneimittel-Agentur zugelassen wird.

Eine Krankenschwester impft ein junges Mädchen. (imago images / Mario Aurich)Die Jüngeren verbreiten das Virus schneller als alte Menschen: Deswegen könnte es aus epidemiologischer Sicht angesagt sein, sie zuerst zu impfen. (imago images / Mario Aurich)

+++ Zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie wird auch in Teilen von Rheinland-Pfalz eine nächtliche Ausgangssperre angeordnet. In der Stadt Ludwigshafen darf sich bereits von Samstag an im Zeitraum zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens niemand mehr ohne wichtigen Grund im öffentlichen Raum aufhalten. Die Städte Speyer und Frankenthal sowie der angrenzende Rhein-Pfalz-Kreis würden die gleichen Ausgangsbegrenzungen spätestens zum kommenden Dienstag einführen, teilte das Mainzer Gesundheitsministerium mit.

+++ Bundesfamilienministerin Giffey (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, dass Kita- und Hort-Erzieherinnen und Erzieher mit zu den Ersten gehören sollen, die eine Corona-Impfung bekommen können. "Weil sie systemrelevant sind, weil es Priorität ist, dass wir hier keinen Ausfall von Personal haben", sagte Giffey nach Beratungen mit dem sogenannten Corona-Kita-Rat.

+++ Die Skigebiete in Tschechien dürfen vom 18. Dezember an öffnen. Das gab Gesundheitsminister Blatny bekannt. "Wir glauben, dass die meisten Menschen wirklich zum Sport in die Berge fahren und nicht wegen der abendlichen Unterhaltung", sagte der Mediziner. Mit den Einzelheiten zum Hygienekonzept und dem Warteschlangen-Management werde sich das Kabinett am Montag befassen.

+++ Die Zahl der Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen hat erstmals die Schwelle von 4.000 überschritten. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) meldete 4.011 Menschen in intensivmedizinischer Behandlung. Das waren 31 mehr als am Vortag, wie aus dem Divi-Tagesbericht hervorgeht. 60 Prozent der Patienten werden invasiv beatmet. Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle war laut Robert Koch-Institut (RKI) die dritthöchste seit Beginn der Pandemie.

+++ Nachdem die ersten Impfdosen in Großbritannien eingetroffen sind, will der britische Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) am Dienstag mit dem Impfen beginnen. Das sagte NHS-Providers-Geschäftsführer Chris Hopson am Freitag im BBC-Fernsehen. Premierminister Boris Johnson sprach von der größten Massenimpfung in der Geschichte Großbritanniens.

+++ Niedergelassene Ärzte wenden sich gegen selbstdurchgeführte Corona-Schnelltests und warnen vor Gefahren. Durch Selbsttests erhöhen sich die Rate an falsch-negativen Tests und die Gefahr von Superspreadern, hieß es in einer Mitteilung des Virchowbundes, der die Interessen der Haus- und Fachärzte vertritt. Abstriche auf das Coronavirus könnten nur durch geschultes Fachpersonal durchgeführt werden. "Es wäre fatal, wenn Menschen nach einem fehlerhaften Selbstabstrich ein falsch-negatives Ergebnis erhalten und sich dadurch in trügerischer Sicherheit wiegen. Das gefährdet Menschenleben, anstatt sie zu schützen."

+++ Der Kölner Dom verzeichnet in diesem Jahr ein Finanzdefizit von zwei Millionen Euro. Der Grund seien die ausbleibenden Touristenströme in der Corona-Krise, sagte Dom-Sprecher Frädrich der Katholischen Nachrichten-Agentur. "Führungen sind aktuell nicht möglich, die Turmbesteigung ist zum zweiten Mal in diesem Jahr über Wochen geschlossen, Spenden und Kollekten sind deutlich zurückgegangen und die Domläden haben deutlich weniger eingenommen als üblich." Für 2021 rechnet das Domkapitel mit einem Defizit von einer Millionen Euro. Der WDR hatte zuerst über die Finanzlage berichtet.

Ein Tannenbaum, geschmückt mit bunten Kugeln und goldenem Lametta, steht in Köln am Rheinufer unter der Deutzer Brücke. (dpa/Horst Ossinger)Tannenbaum am Kölner Rheinufer (dpa/Horst Ossinger)

+++ Die bayerische Stadt Passau verlängert die Ausgangsbeschränkungen um eine Woche bis 11. Dezember. Da beschloss Oberbürgermeister Dupper nach Abstimmung mit den Fraktionschefs und dem Krisenstab. Nach angaben des RKI liegt die Inzidenz in Passau bei 482,9. 

+++ Die Bremer "Querdenker"-Demonstration morgen bleibt verboten - das Oberverwaltungsgericht (OVG) der Hansestadt bestätigte ein Verbot der Großveranstaltung. Es gebe kein milderes Mittel als das Versammlungsverbot, hieß es zur Begründung. 

+++ Die Bundesregierung schließt einen weiteren Corona-Gipfel vor Weihnachten nicht aus. 

+++ In der ersten Novemberwoche sind in Deutschland fünf Prozent mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der vergangenen vier Jahre. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts hervor. Demnach starben in der 45. Kalenderwoche (2. bis 8. November 2020) mindestens 18.483 Menschen. Der Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 liegt bei 17.654.

+++ Eine Corona-Impfung wird nach den Worten der Bundesregieurng kostenlos für die Bürgerinnen und Bürger sein. 

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+++ Bundespräsident Steinmeier hat die Bedeutung des Ehrenamtes auch in der Corona-Pandemie hervorgehoben. Der Tag sei Anlass dafür, "Danke zu sagen den vielen Millionen Menschen, die sich einsetzen für andere, die mit Herzblut und Tatkraft dabei sind, wenn es um Angelegenheiten ihrer Gemeinde, ihrer Stadt, ihres Stadtteils, ihrer Region geht", sagte Steinmeier. Der Tag des Ehrenamtes wird am Samstag begangen.

+++ Schulen und Kitas sollen in der Corona-Pandemie weitgehend geöffnet bleiben. Dabei gilt: Präsenzunterricht hat Vorrang vor digitalem oder Hybrid-Unterricht. Um mögliche Infektionen in den Klassenräumen zu vermeiden, können sich LehrerInnen und ErzieherInnen ab heute selber testen. Mehr dazu hier

+++ Bundesgesundheitsminister Spahn hat für eine Verschärfung der Corona-Beschränkungen je nach örtlicher Lage plädiert. Man habe zu viele Landkreise und Regionen, wo es noch zusätzliche Maßnahmen brauche, sagte Spahn im ZDF. Eine pauschale, bundesweite Verschärfung des derzeit geltenden Teillockdowns lehnte er aber ab.

+++ Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Brysch, hat mehr praktische Hilfe für das Personal in Pflegeheimen zur Bewältigung der Corona-Pandemie gefordert. Es müsse dringend geklärt werden, wo Schnelltests zu bekommen seien, wer die Qualität sicherstelle und wer die Tests vornehme, sagte er im ZDF.  Brysch sprach sich dafür aus, Pflegeheimen spezielle "Taskforces" an die Seite zu stellen. Die Bundeswehr und freiwillige Sanitätsdienste könnten hier aushelfen.

+++ Österreich setzt bei der Eindämmung der Corona-Pandemie auf freiwillige Massentests der Bevölkerung. In den Bundesländern Tirol, Vorarlberg und Wien können sich die Menschen heute testen lassen.

Zwei Personen in Schutzanzügen stehen an der größten Teststrasse Österreichs. Mehrsprachig ist "Testergebnis" zwischen den Fenstern geschrieben. (dpa / EXPA/ Florian Schroetter)Größte Covid 19 Teststrasse in Österreich (dpa / EXPA/ Florian Schroetter)

+++ Das Robert-Koch-Institut meldet 23.449 Neuinfektionen. Das sind etwa 640 mehr als vor einer Woche. 432 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus.  Die Sieben-Tage-Inzidenz lag kaum verändert bei 134,9 pro 100.000 Einwohner. Bund und Länder streben an, den Wert wieder unter die Schwelle von 50 zu drücken.

+++ Der Präsident der Bundesärztekammer, Reinhardt, hat mehr Tempo bei der Zulassung von Corona-Impfstoffen gefordert. Es sei erstaunlich, dass die Prüfung durch die EU-Behörden vier Wochen dauern solle, sagte Reinhardt im Deutschlandfunk (audio-link). Er verwies darauf, dass die nötigen Zahlen und Daten beim Zulassungsantrag eingereicht werden. Es gehe in dem Zulassungsverfahren ja nur darum, nachzuvollziehen, ob die Daten valide seien, betonte Reinhardt. Das könne man schneller machen.

+++ Der Städtetag Nordrhein-Westfalen hat vor einer zu schnellen Einführung von Corona-Selbstests an Schulen und in Kitas gewarnt. Wenn Lehrer und Erzieher die Tests selbst durchführen sollten, brauchten sie eine fachkundige und praxistaugliche Anleitung, sagte der Geschäftsführer des Städtetags NRW, Dedy, der "Rheinischen Post".  Bundesgesundheitsminister Spahn hatte erklärt, Schulen und Kitas könnten "von Freitag an eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen". Möglich wird das nach Angaben seines Ministeriums durch die kürzlich beschlossenen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes und durch eine Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung, die an heute in Kraft.

An einer Garderobe in einem Kindergarten hängen Jacken und Rucksäcke von Kindern. (picture alliance / David Inderlied / Kirchner-Media)Kinderbetreuung in der Corona-Pandemie (picture alliance / David Inderlied / Kirchner-Media)

+++ Die Corona-Infektionszahlen in den Kindertagesstätten gehen laut Bundesfamilienministerin Giffey zurück. In der Altersgruppe von null bis fünf Jahren liege die Zahl der Neuinfektionen "im bundesweiten Durchschnitt bei 59 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es war richtig, dass wir darauf gesetzt haben, Kitas offenzuhalten", sagte die SPD-Politikerin. "Kitas sind keine Infektionstreiber."

+++ Bundeswirtschaftsminister Altmaier spricht sich trotz hoher Kosten in der Pandemiebewältigung gegen Steuererhöhungen aus. "Jegliche Steuererhöhung wäre Gift in der Krise", sagte der CDU-Politiker der "Wirtschaftswoche". Weder eine Vermögensteuer noch eine andere Verbrauchsteuer dürfe die Last der Unternehmen in der Krise erhöhen.

+++ USA: Angesichts der hohen Corona-Zahlen will der künftige US-Präsident Biden nach seinem Amtsantritt im Januar die Bürger dazu aufrufen, 100 Tage einen Nasen-Mundschutz zu tragen. Er sei überzeugt, dass es dann eine deutliche Reduzierung der Infektionen mit dem Coronavirus geben werde, sagte Biden dem Fernsehsender CNN. Zudem setze er weiter auf die Expertise des US-Chefvirologen Fauci. Der amtierende Präsident Trump hatte sich stets skeptisch über das Tragen der Gesichtsmaske geäußert.

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