Wissenschaft im Brennpunkt 

Neo-KerosinDie Suche nach dem guten Flugtreibstoff

Ein Flugzeug am Himmel zwischen zwei engen Altbau-Fassaden. (unsplash / Leon Skribitzki)

Fliegen ist mit Abstand die klimaschädlichste Art, sich fortzubewegen. Während es für Autofahrer den Elektroantrieb gibt, existieren für den Luftverkehr bislang nur Prototypen für klimaneutrale Flugtreibstoffe. Zukünftig sollen diese aus Windstrom und konzentriertem Sonnenlicht entstehen - wenn alles klappt.

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Digitalisierung der LandwirtschaftDaten säen, Daten ernten

Eine Drohne fliegt über einem Feld mit einem Traktor mit Anhängespritze, aufgenommen auf einem 5G-Testfeld auf dem Lehr- und Versuchsgut (LVG) in Koellitsch (Bild: imago/Florian Gaertner/photothek.net)

Big-Data-Analysen, Sensoren im Acker und die Hofverwaltung in der Cloud: IT-Hersteller witterten hier vor Jahren schon das große Geschäft. Sie wollten dem Landwirt "Digital Farming" aus einer Hand anbieten. Doch die digitale Landwirtschaft entwickelt sich derzeit in eine andere Richtung.

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Whistleblower in der WissenschaftWer wagt, verliert

Ein Mann in einem Mantel läuft durch eine Straße. (imago / Westend61)

Whistleblower sind selten Helden. Sie decken Missstände auf, ohne Rücksicht auf die eigene Karriere, Gesundheit oder Freundschaften. Auch in der Wissenschaft haben sie wenig zu gewinnen, aber viel zu verlieren.

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50 Jahre globales NetzwerkDie Revolutionsmaschine Internet

Collage mit Hand, Globus und Tastatur (Symbolbild) (imago)

Das Internet hat Industrien zerstört und neue aufgebaut. Es hat Arbeit, Einkaufsgewohnheiten und auch die Partnersuche umgekrempelt. Es hat Blogger zu Meinungsmachern befördert und Geschäftsleuten den Weg zur US-Präsidentschaft geebnet. Heute, nach 50 Jahren, überholt sich das Netz selbst.

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Auslese | Mensch und TierAuf den Hund gekommen

Ein Mann mit Hund im Schnee bei Sonnenuntergang. (imago / Astrid Steffens)

Die Vorfahren aller Hunde waren Wölfe. Der Mensch hat seine einstigen Todfeinde gezähmt und sich damit zum Freund gemacht. Wie es dazu kam und welche Rolle die Domestizierung des Wolfes für die Evolution des Menschen spielte - das beleuchten neue, lesenswerte Sachbücher.

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Analyse alter DNAWas Paläogenetik über die Menschheitsgeschichte verrät

Schädel eines Neandertalers im  Neanderthalmuseum in NRW. (picture alliance / Boensch)

Die heutigen Pesterreger gehen auf den „Schwarzen Tod“ im Mittelalter zurück – und die Tuberkulose kam nicht erst mit den Europäern nach Amerika. Die Analyse alter DNA erhellt nicht nur unsere Vergangenheit. Sie könnte auch der modernen Medizin helfen, sich auf kommende Epidemien vorzubereiten.

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CO2-Entsorgung im UntergrundZurück in die Tiefe

Ingenieurin auf dem Dach der CO2-Abscheidungsanlage im norwegischen Mongstad (Foto: Technology Centre Mongstad)

Auf dem Papier klingt die Idee zukunftsweisend: CO2 wird aus der Atmosphäre wieder eingefangen und eingelagert. Die Politik kalkuliert längst mit Kohlendioxid-Entnahmeverfahren - aber die Technologie ist umstritten.

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30 Jahre MauerfallOst-Westdeutsche Wissenschaft nach der Wende

Chemielabor der Universität Jena, undatierte Aufnahme von 1960. (picture alliance/dpa-Zentralbild/Universität Jena)

"Einpassung": Der Begriff sollte sich durchsetzen in den rasenden Monaten zwischen Mauerfall und Tag der Deutschen Einheit. Heute, 30 Jahre danach, gibt die Entwicklung der ostdeutschen Forschungslandschaft nicht jeder Entscheidung von damals Recht.

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Fehldosierung und DoppelverordnungMedikamentenflut im Alter

Ein Haufen bunter Tabletten und Pillen (picture alliance / dpa / Daniel Reinhardt)

Die Lebenserwartung steigt, und mit jedem Lebensjahr werden die Menschen im Schnitt kränker. Doch 80-Jährige vertragen Wirkstoffe nicht mehr so gut wie 30-Jährige. Viel zu oft schlucken sie mehrere Medikamente gleichzeitig und riskieren damit gravierende Neben- und Wechselwirkungen.

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Citizen ScienceWie Bürgerforscher Wissen schaffen

Vogelfotograf fotografiert Küstenseeschwalben, Grossbritannien, England, Northumberland (imago / H. Bouwmeester)

Immer mehr Menschen zählen Vögel in ihrer Umgebung, messen die nächtliche Lichtverschmutzung, kartieren Plastikmüll in Gewässern, dokumentieren die Verbreitung von Pilzen - und sind dabei Teil wissenschaftlicher Forschungsprojekte. Bürgerwissenschaft – Citizen Science - ist längst kein Nischenthema mehr.

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WaldwunschdenkenKann Aufforstung das Klima retten?

Herbstwald im Morgennebel am Tombeau du Geant, Belgien, Ardennen (Imago / blickwinkel)

Weltweite Aufforstungen sollen die Klimakrise abwenden - denn Milliarden neuer Bäume könnten das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid aus der Luft filtern. Soweit das Ergebnis einer Studie aus Zürich, die viel Aufsehen erregt. Doch wie realistisch ist dieser Vorschlag?

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Einsteigen bitteChancen des autonomen Verkehrs auf der Schiene

Die Verkehrsbetriebe Potsdam testen derzeit selbstfahrende Straßenbahnen (Deutschlandradio / Vanja Budde)

„Fahrerloses Fahren“ auf Schienen, das gibt es schon seit mehr als 30 Jahren. Doch der automatisierte Bahnverkehr rückt zunehmend in den Hintergrund. Die mediale Aufmerksamkeit und die Förderung von Forschung und Entwicklung gelten autonomen Autos und LKW.

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Widerspruchslösung bei der OrganspendeSchweigen als Zustimmung

Pfleger trägt eine Box mit der Aufschrift "Human Organ" durch einen Krankenhausflur (imago stock&people / localpic)

Nur 36 Prozent der Deutschen besitzen einen Organspendeausweis. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will deshalb die Widerspruchslösung einführen: Wer zu Lebzeiten nicht widerspricht, soll automatisch als Organspender gelten. Doch der Entwurf ist umstritten - unter Ethikern, Wissenschaftlern und Angehörigen-Vertretern.

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Aliens im OzeanDer Geist der Kraken und Tintenfische

Zwei männliche Riesensepia, die um ein Revier konkurrieren, zeigen schnell wechselnde, pulsierende Farbmuster.  (dpa / picture-alliance / G.Bell )

Im Ozean leben die Genies unter den Weichtieren: die Tintenfische. Sie haben ein gutes Gedächtnis, zeigen sehr flexibles Verhalten, sind neugierig und verspielt. Affen und auch Krähen denken als Wirbeltiere ähnlich wie Menschen. Die Oktopusse hingegen pflegen eine ganz eigene Spielart der Intelligenz.

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Stresstest für WeizenDie Suche nach klimatoleranten Getreidesorten

Sie sehen den trockenen Boden eines Weizenfeldes. (dpa)

Deutsche Landwirte bekommen Wetterextreme wie lange Hitze- und Trockenperioden inzwischen immer stärker zu spüren. Wie wirken sich die veränderten Umweltbedingungen auf die wichtigsten Ackerpflanzen in Deutschland aus? Wie reagiert Weizen auf veränderte Temperaturen und ausbleibende Niederschläge?

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Heilsame Erwartungen in der MedizinPlacebo wirkt

Ein Haufen bunter Tabletten und Pillen (picture alliance / dpa / Daniel Reinhardt)

Es ist erwiesen: Placebos helfen. Warum haben sie dann noch immer nicht den Platz in der Schulmedizin, den sie verdienen? Placeboforscher plädieren dafür, den Effekt mit anerkannten Therapien zu kombinieren. Doch sie stoßen auch auf Widerstände.

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Evolution in der StadtDie Betonwüste lebt!

Ein Fuchs auf dem Wirtschaftshof des Auguste-Viktoria-Klinikums in der Rubensstraße in Berlin, aufgenommen 2014, er schaut direkt in die Kamera. (imago / Olaf Wagner)

Der Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert. Statt in Wäldern und auf Wiesen leben sie auf Straßen und zwischen Betonwänden. Immer mehr Tier- und Pflanzenarten verlassen das Land und erobern die Stadt. Und passen sich dabei an ihr neues Umfeld an.

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Waldbrand-PräventionWie gut ist Deutschland für Waldbrände gerüstet?

Brandwolken über dem Wald über Lübtheen. (picture alliance / dpa / Philipp Schulze)

1.200 Hektar Wald brannten Ende Juni in Mecklenburg-Vorpommern nieder, es war der größte Waldbrand der Nachkriegsgeschichte. Die Landesregierung will nun 50 Millionen Euro in die Ausrüstung der Feuerwehren investieren. Doch was ist außerdem nötig, damit Waldbrand-Prävention gelingen kann?

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Leben mit resistenten KeimenDie Unbesiegbaren

Multiresistente Enterobakterien - in einer Petrischale nachgewiesen. (Axel Hamprecht/IMMIH/dpa)

Bakterien sind Überlebenskünstler, sogar in Gegenwart von Antibiotika. Das Problem begann mit ersten Resistenzen gegen Penicillin, inzwischen wirkt in immer mehr Fällen auch das allerletzte Antibiotikum nicht mehr. Die Menschheit muss klären, wie sie die Waffen der Medizin sinnvoll einsetzt.

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Die Karriere des Wernher von BraunVon den Nazis zur NASA

Wernher von Braun (1912-1977) am 1. Juli 1969 auf einem freien Feld, im Hintergrund eine Rakete in ihrem Startgestell. (picture alliance / Everett Collection)

Der deutsche Raketeningenieur Wernher von Braun leitete im Dritten Reich die Entwicklung der V2-Rakete. Nach Kriegsende leistete er - mittlerweile als US-Staatsbürger - entscheidende Beiträge zur Landung des ersten Menschen auf dem Mond. Beide Projekte sind eng miteinander verwoben.

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Auslese | 50 Jahre MondlandungDer lange Weg zur Apollo-11-Mission

20. Juli 1969 - Astronaut Buzz Aldrin auf dem Mond (NASA)

Ein gewaltiger technologischer Kraftakt und eine Geschichte von Wagemut und Optimismus, die bis heute fasziniert: Zum 50. Jubiläum der Mission Apollo-11 zeichnen aktuelle Sachbücher diesen Meilenstein der Menschheitsgeschichte nach.

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GesundheitswesenDer digitale Patient

Symbolfoto zur Telemedizin, Ärztin in einer Praxis, kommuniziert mit dem Patienten über eine Webcam, Patientendaten und Befunde auf dem Monitor (imago / Jochen Tack)

Daten im Gesundheitswesen sind höchst persönlich und sollten vor Hackerangriffen geschützt werden. Doch Arztpraxen und Apotheken unternehmen nach einer Studie der Versicherungswirtschaft nicht genug zum Schutz von sensiblen Patientendaten. Wie sicher sind sie also vor Cyberattacken?

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Die Welt wird flachElektronik und Werkstoffe aus Graphen

Graphen-Küche in der TU Dresden  (Deutschlandradio / Frank Grotelüschen)

Man ziehe einen Tesastreifen von einem Graphitblock ab - und erhalte Graphen, einen ultradünnen Kohlenstoff, der Datenübertragungen beschleunigen, die Effizienz von Batterien steigern und Werkstoffe fester machen soll. Milliarden fließen seit 15 Jahren in den Wunderstoff. Wie weit ist die Forschung?

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PsychosenWahn und Wirklichkeit

Bin ich wirklich allein? Psychotische Patienten leiden häufig unter Verfolgungswahn (chromorange/Joachim Niehus)

Die Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte zeigen, dass Psychopharmaka allein gegen Wahnvorstellungen nicht helfen. Spezielle Verfahren der Psychotherapie versuchen deswegen, die wahnhaften Ideen der Betroffenen in Frage zu stellen.

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Rekonstruktion ausgestorbener WeltenDas Blaue vom Ei

Ein versteinertes Dinosaurierei mit teilweise erhaltener Schale. Es gehört zur Sammlung des Berliner Naturkundemuseums, stammt aus der Oberkreide-Zeit und wurde in der mongolischen Wüste Gobi gefunden.  (picture-alliance / Hubert Link)

Welche Farbe hatten Dinosaurier-Eier? Wie sah die Haut eines Urzeit-Vogels aus? Um das zu bestimmen, nutzen Paläontologen Verfahren aus Chemie, Medizin und Materialwissenschaft. Die Ergebnisse sind erstaunlich – und überzeugen dennoch nicht alle.

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Urbanes LebenDie Digitalisierung verändert die Stadt

Persönliche Perspektive eines Fahrers auf einem E-Bike auf der Avenue de l'Europe bei Dämmerung in Versailles, Frankreich (imago / Westend 61)

Sie weisen den Weg, vermieten Wohnungen, liefern Pizza – Tech-Konzerne wollen das urbane Leben komfortabler und effizienter machen. Kritiker sagen: Sie zerstören Nachbarschaften, fördern prekäre Arbeitsbedingungen und untergraben demokratische Prozesse. Dabei ginge es auch anders.

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GewässerreinhaltungWo Politik und Kläranlage versagen

Gereinigtes Wasser strömt in das Filtrationsbecken eines Klärwerks (picture-alliance / Christian Beutler)

Medikamente, Kosmetik, Pestizide – nahezu jedes deutsche Gewässer trägt die Spuren der Zivilisation in sich. Leidtragende sind Wasserlebewesen, Fische, Larven und auch der Mensch. Um die Spurenstoffe deutlich zu reduzieren, müsste entschieden gehandelt werden. Doch bisher bleibt alles im Fluss.

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EthnologieKann Nachhaltigkeit Überleben sichern?

Ein Eskimo ist auf der Jagd nach Seehunden, aufgenommen 1995 im kandadischen Territorium Nunavut. Undatiert.  (picture alliance / Silvia Pecota)

Sie leben in abgelegenen Wildnisregionen und in traditionellen Lebensformen: isolierte Völker oder sogenannte Naturvölker. Mit geringem Ressourcenverbrauch gelingt ihnen das Überleben seit teilweise Zehntausenden von Jahren. Können menschliche Gesellschaften also dauerhaft nachhaltig leben?

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Medizinische LeitlinienWas hilft denn nun?

Grafik einer Situation auf einer Intensivstation im Krankenhaus: Pflegekräfte betreuen eine Patientin in ihrem Bett. (imago/Josh McKible)

Der Arzt von heute soll nicht mehr nach Gefühl und Erfahrung behandeln, er soll sich an Leitlinien orientieren. Nur geraten ausgerechnet diese Goldstandards der Behandlung immer wieder in die Kritik. Wie objektiv sind die deutschen Leitlinien?

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Mobilfunkstandard 5GGesundheitsrisiken unter der Lupe

Start der Auktion von 5G-Mobilfunkblöcken (picture alliance/Boris Roessler/dpa)

Bereits in diesem Jahr könnten die ersten 5G-Netze in Betrieb genommen werden. Die deutsche Wirtschaft erhofft sich mehr Wettbewerbsfähigkeit, die Verbraucher mehr Komfort durch das schnellere Internet. Andere warnen: 5G sei eine Gefahr für Leib und Leben. Ist das tatsächlich so?

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Das große ArtensterbenMassenhafter Verlust der biologischen Vielfalt

Ein bunter Frosch sitzt auf einem Bambusrohr. (imago images / Panthermedia)

Eine Million aller Tier- und Pflanzenarten auf der Erde sind vom Aussterben bedroht, viele schon innerhalb der nächsten Jahrzehnte. Wie aber kann der massenhafte Verlust der biologischen Vielfalt auf der Erde aufgehalten werden?

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