Wissenschaft im Brennpunkt 

WaldwunschdenkenKann Aufforstung das Klima retten?

Herbstwald im Morgennebel am Tombeau du Geant, Belgien, Ardennen (Imago / blickwinkel)

Weltweite Aufforstungen sollen die Klimakrise abwenden - denn Milliarden neuer Bäume könnten das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid aus der Luft filtern. Soweit das Ergebnis einer Studie aus Zürich, die viel Aufsehen erregt. Doch wie realistisch ist dieser Vorschlag?

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Einsteigen bitteChancen des autonomen Verkehrs auf der Schiene

Die Verkehrsbetriebe Potsdam testen derzeit selbstfahrende Straßenbahnen (Deutschlandradio / Vanja Budde)

„Fahrerloses Fahren“ auf Schienen, das gibt es schon seit mehr als 30 Jahren. Doch der automatisierte Bahnverkehr rückt zunehmend in den Hintergrund. Die mediale Aufmerksamkeit und die Förderung von Forschung und Entwicklung gelten autonomen Autos und LKW.

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Widerspruchslösung bei der OrganspendeSchweigen als Zustimmung

Pfleger trägt eine Box mit der Aufschrift "Human Organ" durch einen Krankenhausflur (imago stock&people / localpic)

Nur 36 Prozent der Deutschen besitzen einen Organspendeausweis. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will deshalb die Widerspruchslösung einführen: Wer zu Lebzeiten nicht widerspricht, soll automatisch als Organspender gelten. Doch der Entwurf ist umstritten - unter Ethikern, Wissenschaftlern und Angehörigen-Vertretern.

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Aliens im OzeanDer Geist der Kraken und Tintenfische

Zwei männliche Riesensepia, die um ein Revier konkurrieren, zeigen schnell wechselnde, pulsierende Farbmuster.  (dpa / picture-alliance / G.Bell )

Im Ozean leben die Genies unter den Weichtieren: die Tintenfische. Sie haben ein gutes Gedächtnis, zeigen sehr flexibles Verhalten, sind neugierig und verspielt. Affen und auch Krähen denken als Wirbeltiere ähnlich wie Menschen. Die Oktopusse hingegen pflegen eine ganz eigene Spielart der Intelligenz.

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Klimawandel in DeutschlandWeizen in Not – Soja im Kommen

Weizenfeld, vertrocknet und nur niedrig gewachsen, durch die Sommer Trockenheit, Dürre, in Ostwestfalen Lippe, NRW (imago stock&people / Jochen Tack)

Dem Weizen wird es zu trocken, Mais muss künstlich bewässert werden und auch der Kartoffel wird es zu heiß – der deutsche Ackerbau spürt die Folgen des Klimawandels. Am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg bei Karlsruhe sucht man nach Lösungen – eine heißt: Soja-Anbau.

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Heilsame Erwartungen in der MedizinPlacebo wirkt

Ein Haufen bunter Tabletten und Pillen (picture alliance / dpa / Daniel Reinhardt)

Es ist erwiesen: Placebos helfen. Warum haben sie dann noch immer nicht den Platz in der Schulmedizin, den sie verdienen? Placeboforscher plädieren dafür, den Effekt mit anerkannten Therapien zu kombinieren. Doch sie stoßen auch auf Widerstände.

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Evolution in der StadtDie Betonwüste lebt!

Ein Fuchs auf dem Wirtschaftshof des Auguste-Viktoria-Klinikums in der Rubensstraße in Berlin, aufgenommen 2014, er schaut direkt in die Kamera. (imago / Olaf Wagner)

Der Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen hat sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert. Statt in Wäldern und auf Wiesen leben sie auf Straßen und zwischen Betonwänden. Immer mehr Tier- und Pflanzenarten verlassen das Land und erobern die Stadt. Und passen sich dabei an ihr neues Umfeld an.

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Waldbrand-PräventionWie gut ist Deutschland für Waldbrände gerüstet?

Brandwolken über dem Wald über Lübtheen. (picture alliance / dpa / Philipp Schulze)

1.200 Hektar Wald brannten Ende Juni in Mecklenburg-Vorpommern nieder, es war der größte Waldbrand der Nachkriegsgeschichte. Die Landesregierung will nun 50 Millionen Euro in die Ausrüstung der Feuerwehren investieren. Doch was ist außerdem nötig, damit Waldbrand-Prävention gelingen kann?

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Leben mit resistenten KeimenDie Unbesiegbaren

Multiresistente Enterobakterien - in einer Petrischale nachgewiesen. (Axel Hamprecht/IMMIH/dpa)

Bakterien sind Überlebenskünstler, sogar in Gegenwart von Antibiotika. Das Problem begann mit ersten Resistenzen gegen Penicillin, inzwischen wirkt in immer mehr Fällen auch das allerletzte Antibiotikum nicht mehr. Die Menschheit muss klären, wie sie die Waffen der Medizin sinnvoll einsetzt.

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Die Karriere des Wernher von BraunVon den Nazis zur NASA

Wernher von Braun (1912-1977) am 1. Juli 1969 auf einem freien Feld, im Hintergrund eine Rakete in ihrem Startgestell. (picture alliance / Everett Collection)

Der deutsche Raketeningenieur Wernher von Braun leitete im Dritten Reich die Entwicklung der V2-Rakete. Nach Kriegsende leistete er - mittlerweile als US-Staatsbürger - entscheidende Beiträge zur Landung des ersten Menschen auf dem Mond. Beide Projekte sind eng miteinander verwoben.

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Auslese: 50 Jahre MondlandungDer lange Weg zur Apollo-11-Mission

20. Juli 1969 - Astronaut Buzz Aldrin auf dem Mond (NASA)

Ein gewaltiger technologischer Kraftakt und eine Geschichte von Wagemut und Optimismus, die bis heute fasziniert: Zum 50. Jubiläum der Mission Apollo-11 zeichnen aktuelle Sachbücher diesen Meilenstein der Menschheitsgeschichte nach.

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GesundheitswesenDer digitale Patient

Symbolfoto zur Telemedizin, Ärztin in einer Praxis, kommuniziert mit dem Patienten über eine Webcam, Patientendaten und Befunde auf dem Monitor (imago / Jochen Tack)

Daten im Gesundheitswesen sind höchst persönlich und sollten vor Hackerangriffen geschützt werden. Doch Arztpraxen und Apotheken unternehmen nach einer Studie der Versicherungswirtschaft nicht genug zum Schutz von sensiblen Patientendaten. Wie sicher sind sie also vor Cyberattacken?

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Die Welt wird flachElektronik und Werkstoffe aus Graphen

Graphen-Küche in der TU Dresden  (Deutschlandradio / Frank Grotelüschen)

Man ziehe einen Tesastreifen von einem Graphitblock ab - und erhalte Graphen, einen ultradünnen Kohlenstoff, der Datenübertragungen beschleunigen, die Effizienz von Batterien steigern und Werkstoffe fester machen soll. Milliarden fließen seit 15 Jahren in den Wunderstoff. Wie weit ist die Forschung?

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PsychosenWahn und Wirklichkeit

Bin ich wirklich allein? Psychotische Patienten leiden häufig unter Verfolgungswahn (chromorange/Joachim Niehus)

Die Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte zeigen, dass Psychopharmaka allein gegen Wahnvorstellungen nicht helfen. Spezielle Verfahren der Psychotherapie versuchen deswegen, die wahnhaften Ideen der Betroffenen in Frage zu stellen.

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Rekonstruktion ausgestorbener WeltenDas Blaue vom Ei

Ein versteinertes Dinosaurierei mit teilweise erhaltener Schale. Es gehört zur Sammlung des Berliner Naturkundemuseums, stammt aus der Oberkreide-Zeit und wurde in der mongolischen Wüste Gobi gefunden.  (picture-alliance / Hubert Link)

Welche Farbe hatten Dinosaurier-Eier? Wie sah die Haut eines Urzeit-Vogels aus? Um das zu bestimmen, nutzen Paläontologen Verfahren aus Chemie, Medizin und Materialwissenschaft. Die Ergebnisse sind erstaunlich – und überzeugen dennoch nicht alle.

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Urbanes LebenDie Digitalisierung verändert die Stadt

Persönliche Perspektive eines Fahrers auf einem E-Bike auf der Avenue de l'Europe bei Dämmerung in Versailles, Frankreich (imago / Westend 61)

Sie weisen den Weg, vermieten Wohnungen, liefern Pizza – Tech-Konzerne wollen das urbane Leben komfortabler und effizienter machen. Kritiker sagen: Sie zerstören Nachbarschaften, fördern prekäre Arbeitsbedingungen und untergraben demokratische Prozesse. Dabei ginge es auch anders.

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GewässerreinhaltungWo Politik und Kläranlage versagen

Gereinigtes Wasser strömt in das Filtrationsbecken eines Klärwerks (picture-alliance / Christian Beutler)

Medikamente, Kosmetik, Pestizide – nahezu jedes deutsche Gewässer trägt die Spuren der Zivilisation in sich. Leidtragende sind Wasserlebewesen, Fische, Larven und auch der Mensch. Um die Spurenstoffe deutlich zu reduzieren, müsste entschieden gehandelt werden. Doch bisher bleibt alles im Fluss.

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EthnologieKann Nachhaltigkeit Überleben sichern?

Ein Eskimo ist auf der Jagd nach Seehunden, aufgenommen 1995 im kandadischen Territorium Nunavut. Undatiert.  (picture alliance / Silvia Pecota)

Sie leben in abgelegenen Wildnisregionen und in traditionellen Lebensformen: isolierte Völker oder sogenannte Naturvölker. Mit geringem Ressourcenverbrauch gelingt ihnen das Überleben seit teilweise Zehntausenden von Jahren. Können menschliche Gesellschaften also dauerhaft nachhaltig leben?

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Medizinische LeitlinienWas hilft denn nun?

Grafik einer Situation auf einer Intensivstation im Krankenhaus: Pflegekräfte betreuen eine Patientin in ihrem Bett. (imago/Josh McKible)

Der Arzt von heute soll nicht mehr nach Gefühl und Erfahrung behandeln, er soll sich an Leitlinien orientieren. Nur geraten ausgerechnet diese Goldstandards der Behandlung immer wieder in die Kritik. Wie objektiv sind die deutschen Leitlinien?

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Mobilfunkstandard 5GGesundheitsrisiken unter der Lupe

Start der Auktion von 5G-Mobilfunkblöcken (picture alliance/Boris Roessler/dpa)

Bereits in diesem Jahr könnten die ersten 5G-Netze in Betrieb genommen werden. Die deutsche Wirtschaft erhofft sich mehr Wettbewerbsfähigkeit, die Verbraucher mehr Komfort durch das schnellere Internet. Andere warnen: 5G sei eine Gefahr für Leib und Leben. Ist das tatsächlich so?

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Das große ArtensterbenMassenhafter Verlust der biologischen Vielfalt

Ein bunter Frosch sitzt auf einem Bambusrohr. (imago images / Panthermedia)

Eine Million aller Tier- und Pflanzenarten auf der Erde sind vom Aussterben bedroht, viele schon innerhalb der nächsten Jahrzehnte. Wie aber kann der massenhafte Verlust der biologischen Vielfalt auf der Erde aufgehalten werden?

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Bauernhof im BottichMit Fermentation das Klima retten

Petri-Schale mit Agrar-Sülze (imago/Richard Wareham)

Hefen und Bakterien lassen sich als winzige Bioreaktoren nutzen. Damit können Milchproteine, Spinnenseide, Aromastoffe und sogar Flugbenzin klima- und ressourcenschonender produziert werden. Doch was im Labor funktioniert, kann im Produktionsmaßstab in der freien Wirtschaft oft nicht bestehen.

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Was von Apollo bleibtMensch, zum Mond!

US-Astronaut Harrison H. Schmitt 1971 auf dem Mond. (imago / World History Archive)

Wir wollten zum Mond, weil wir die ersten sein wollten. Nicht weil es einfach war, sondern schwierig. Wir wussten nicht, ob es gelingen würde, aber es gelang: Wir flogen zum Mond, hinterließen Flaggen, Instrumente und Fußspuren. Nur: Was hat es uns gebracht?

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Universelle Grippe-ImpfungEiner gegen alle!

Eine Spritze liegt auf einem aufgeschlagenem Impfpass. (dpa)

Influenza-Viren zirkulieren in verschiedenen Varianten und sind wandlungsfähig. Das führt dazu, dass jede Saison aufs Neue ein wirksamer Impfstoff gegen Grippe gefunden werden muss. Das könnte bald ein Ende haben: Zwei Forscher im Rentenalter arbeiten an einem Universalimpfstoff, der dauerhaft wirkt.

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Rückkehr der ChemiewaffenMoleküle des Terrors

Das Bild, das von den Helfern der Weißhelme aus Syrien stammt, zeigt einen Jungen und ein Mädchen, der Junge hält ein Beatmungsgerät. (dpa-Bildfunk / Syrian Civil Defense White Helmets)

Irak, Tokio, Syrien, Kuala Lumpur, Salisbury: Immer wieder gab es in den letzten Jahren alarmierende Beispiele für den Einsatz von Giftgas als Mittel des Terrors. Hinzu kommt: Das in den 1980er- und 90er-Jahren entwickelte Instrumentarium zur Überwachung des Chemiewaffenverbots wird zunehmend ausgehöhlt.

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Streit um den richtigen BiolandbauGanz natürlich - oder anders?

Ein Mädchen steht mit einer großen Weltkugel als Ball in einem Kornfeld. (imago )

Der alte Gegensatz von Natur und Chemie, von Tradition und Technologie, von Gut und Böse wird in der ökologischen Landwirtschaft zunehmend infrage gestellt. Kann man sich die Ablehnung neuer Technologien angesichts einer schnell wachsenden Weltbevölkerung überhaupt noch leisten?

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Über Glauben und WissenIrrwege und Irrsinn

Die Erde im Weltall, aufgenommen am 26.7.1971 (picture alliance / dpa / NASA)

Die Erde ist flach, Lämmer wachsen auf Bäumen, waschen ist schlecht für die Gesundheit: Die Liste zweifelhafter Überzeugungen lässt sich beliebig verlängern. Die Menschheit hat schon viele Absurditäten geglaubt. Warum tun wir das, obwohl die Fakten dagegen sprechen?

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Hamburgs giftiges IndustrieerbeImmer wieder Dioxin

Auf der ehemaligen Hamburger Deponie Georgswerder wurden jahrelang Abfälle, Hausmüll und giftige Industrieabfälle abgeladen. Inzwischen ist der Deponiehügel zu einem wichtigen Energielieferanten geworden. Allein durch Windkraft und Sonnenenergie versorgt er mehrere tausend Haushalte. (picture alliance / dpa / Marcus Brandt)

Wer durch den Hamburger Stadtteil Georgswerder fährt, sieht viel Grün: Wiesen, Büsche, Bäume. Scheinbar eine Idylle. Doch hier liegt dioxinverseuchter Industriemüll. Das giftige Erbe wird die Hansestadt noch Jahrzehnte beschäftigen - und jedes Jahr Hunderttausende Euro kosten.

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Forschende SammlerWelche Aufgabe erfüllen Forschungsmuseen heute?

Die Ichthyologische Sammlung des Naturkundemuseums in Berlin enthält 130.000 in Alkohol eingelegte Fische. (dpa / M. C. Hurek)

Ausgestopfte Tiere, gepresste Pflanzen, in Alkohol konservierte Fische – Präparate, die viel über das Leben verraten. In modernen Forschungsmuseen dienen die Sammlungen deshalb als Arbeitsort für Wissenschaftler. Sie vereinen das Entdecken und Erklären unter einem Dach.

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Im Herzen der Deutschen BahnDie Verspätung steckt im System

Die Zug-Anzeige der Abfahrten im Münchner Hauptbahnhof informiert über die Verspätungen im Fernverkehr (dpa/Matthias Schrader)

Pünktlich wie die Eisenbahn war einmal: 10, 20, 40 Minuten Verspätung. Die Deutsche Bahn bittet um Verständnis. Künstliche Intelligenz wird auch bei der Bahn in Zukunft eine große Rolle spielen. Kommen dann die guten alten Zeiten zurück?

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Auslese | LSD als Medikament Literatur zur Erweiterung des Bewusstseins

Die beiden Bücher "Das Licht"  von T. C. Boyle und "Verändere Dein Bewusstsein" von Michael Pollan. (Ralf Krauter)

Psychedelischer Horrortrip oder spirituelle Reise? In den 1960er-Jahren boomte der Konsum von LSD. Auch Wissenschaftler experimentierten im Selbstversuch mit psychedelischen Substanzen, um neue Welten zu entdecken - mit oft zweifelhaften Ergebnissen. Doch aktuell erlebt die Erforschung bewusstseinserweiternder Substanzen eine Renaissance.

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