Wissenschaft im Brennpunkt 

PsychosenWahn und Wirklichkeit

Bin ich wirklich allein? Psychotische Patienten leiden häufig unter Verfolgungswahn (chromorange/Joachim Niehus)

Die Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte zeigen, dass Psychopharmaka allein gegen Wahnvorstellungen nicht helfen. Spezielle Verfahren der Psychotherapie versuchen deswegen, die wahnhaften Ideen der Betroffenen in Frage zu stellen.

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Rekonstruktion ausgestorbener WeltenDas Blaue vom Ei

Ein versteinertes Dinosaurierei mit teilweise erhaltener Schale. Es gehört zur Sammlung des Berliner Naturkundemuseums, stammt aus der Oberkreide-Zeit und wurde in der mongolischen Wüste Gobi gefunden.  (picture-alliance / Hubert Link)

Welche Farbe hatten Dinosaurier-Eier? Wie sah die Haut eines Urzeit-Vogels aus? Um das zu bestimmen, nutzen Paläontologen Verfahren aus Chemie, Medizin und Materialwissenschaft. Die Ergebnisse sind erstaunlich – und überzeugen dennoch nicht alle.

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Urbanes LebenDie Digitalisierung verändert die Stadt

Persönliche Perspektive eines Fahrers auf einem E-Bike auf der Avenue de l'Europe bei Dämmerung in Versailles, Frankreich (imago / Westend 61)

Sie weisen den Weg, vermieten Wohnungen, liefern Pizza – Tech-Konzerne wollen das urbane Leben komfortabler und effizienter machen. Kritiker sagen: Sie zerstören Nachbarschaften, fördern prekäre Arbeitsbedingungen und untergraben demokratische Prozesse. Dabei ginge es auch anders.

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GewässerreinhaltungWo Politik und Kläranlage versagen

Gereinigtes Wasser strömt in das Filtrationsbecken eines Klärwerks (picture-alliance / Christian Beutler)

Medikamente, Kosmetik, Pestizide – nahezu jedes deutsche Gewässer trägt die Spuren der Zivilisation in sich. Leidtragende sind Wasserlebewesen, Fische, Larven und auch der Mensch. Um die Spurenstoffe deutlich zu reduzieren, müsste entschieden gehandelt werden. Doch bisher bleibt alles im Fluss.

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EthnologieKann Nachhaltigkeit Überleben sichern?

Ein Eskimo ist auf der Jagd nach Seehunden, aufgenommen 1995 im kandadischen Territorium Nunavut. Undatiert.  (picture alliance / Silvia Pecota)

Sie leben in abgelegenen Wildnisregionen und in traditionellen Lebensformen: isolierte Völker oder sogenannte Naturvölker. Mit geringem Ressourcenverbrauch gelingt ihnen das Überleben seit teilweise Zehntausenden von Jahren. Können menschliche Gesellschaften also dauerhaft nachhaltig leben?

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Medizinische LeitlinienWas hilft denn nun?

Grafik einer Situation auf einer Intensivstation im Krankenhaus: Pflegekräfte betreuen eine Patientin in ihrem Bett. (imago/Josh McKible)

Der Arzt von heute soll nicht mehr nach Gefühl und Erfahrung behandeln, er soll sich an Leitlinien orientieren. Nur geraten ausgerechnet diese Goldstandards der Behandlung immer wieder in die Kritik. Wie objektiv sind die deutschen Leitlinien?

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Mobilfunkstandard 5GGesundheitsrisiken unter der Lupe

Start der Auktion von 5G-Mobilfunkblöcken (picture alliance/Boris Roessler/dpa)

Bereits in diesem Jahr könnten die ersten 5G-Netze in Betrieb genommen werden. Die deutsche Wirtschaft erhofft sich mehr Wettbewerbsfähigkeit, die Verbraucher mehr Komfort durch das schnellere Internet. Andere warnen: 5G sei eine Gefahr für Leib und Leben. Ist das tatsächlich so?

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Das große ArtensterbenMassenhafter Verlust der biologischen Vielfalt

Ein bunter Frosch sitzt auf einem Bambusrohr. (imago images / Panthermedia)

Eine Million aller Tier- und Pflanzenarten auf der Erde sind vom Aussterben bedroht, viele schon innerhalb der nächsten Jahrzehnte. Wie aber kann der massenhafte Verlust der biologischen Vielfalt auf der Erde aufgehalten werden?

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Bauernhof im BottichMit Fermentation das Klima retten

Petri-Schale mit Agrar-Sülze (imago/Richard Wareham)

Hefen und Bakterien lassen sich als winzige Bioreaktoren nutzen. Damit können Milchproteine, Spinnenseide, Aromastoffe und sogar Flugbenzin klima- und ressourcenschonender produziert werden. Doch was im Labor funktioniert, kann im Produktionsmaßstab in der freien Wirtschaft oft nicht bestehen.

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Was von Apollo bleibtMensch, zum Mond!

US-Astronaut Harrison H. Schmitt 1971 auf dem Mond. (imago / World History Archive)

Wir wollten zum Mond, weil wir die ersten sein wollten. Nicht weil es einfach war, sondern schwierig. Wir wussten nicht, ob es gelingen würde, aber es gelang: Wir flogen zum Mond, hinterließen Flaggen, Instrumente und Fußspuren. Nur: Was hat es uns gebracht?

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Universelle Grippe-ImpfungEiner gegen alle!

Eine Spritze liegt auf einem aufgeschlagenem Impfpass. (dpa)

Influenza-Viren zirkulieren in verschiedenen Varianten und sind wandlungsfähig. Das führt dazu, dass jede Saison aufs Neue ein wirksamer Impfstoff gegen Grippe gefunden werden muss. Das könnte bald ein Ende haben: Zwei Forscher im Rentenalter arbeiten an einem Universalimpfstoff, der dauerhaft wirkt.

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Rückkehr der ChemiewaffenMoleküle des Terrors

Das Bild, das von den Helfern der Weißhelme aus Syrien stammt, zeigt einen Jungen und ein Mädchen, der Junge hält ein Beatmungsgerät. (dpa-Bildfunk / Syrian Civil Defense White Helmets)

Irak, Tokio, Syrien, Kuala Lumpur, Salisbury: Immer wieder gab es in den letzten Jahren alarmierende Beispiele für den Einsatz von Giftgas als Mittel des Terrors. Hinzu kommt: Das in den 1980er- und 90er-Jahren entwickelte Instrumentarium zur Überwachung des Chemiewaffenverbots wird zunehmend ausgehöhlt.

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Streit um den richtigen BiolandbauGanz natürlich - oder anders?

Ein Mädchen steht mit einer großen Weltkugel als Ball in einem Kornfeld. (imago )

Der alte Gegensatz von Natur und Chemie, von Tradition und Technologie, von Gut und Böse wird in der ökologischen Landwirtschaft zunehmend infrage gestellt. Kann man sich die Ablehnung neuer Technologien angesichts einer schnell wachsenden Weltbevölkerung überhaupt noch leisten?

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Über Glauben und WissenIrrwege und Irrsinn

Die Erde im Weltall, aufgenommen am 26.7.1971 (picture alliance / dpa / NASA)

Die Erde ist flach, Lämmer wachsen auf Bäumen, waschen ist schlecht für die Gesundheit: Die Liste zweifelhafter Überzeugungen lässt sich beliebig verlängern. Die Menschheit hat schon viele Absurditäten geglaubt. Warum tun wir das, obwohl die Fakten dagegen sprechen?

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Hamburgs giftiges IndustrieerbeImmer wieder Dioxin

Auf der ehemaligen Hamburger Deponie Georgswerder wurden jahrelang Abfälle, Hausmüll und giftige Industrieabfälle abgeladen. Inzwischen ist der Deponiehügel zu einem wichtigen Energielieferanten geworden. Allein durch Windkraft und Sonnenenergie versorgt er mehrere tausend Haushalte. (picture alliance / dpa / Marcus Brandt)

Wer durch den Hamburger Stadtteil Georgswerder fährt, sieht viel Grün: Wiesen, Büsche, Bäume. Scheinbar eine Idylle. Doch hier liegt dioxinverseuchter Industriemüll. Das giftige Erbe wird die Hansestadt noch Jahrzehnte beschäftigen - und jedes Jahr Hunderttausende Euro kosten.

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Forschende SammlerWelche Aufgabe erfüllen Forschungsmuseen heute?

Die Ichthyologische Sammlung des Naturkundemuseums in Berlin enthält 130.000 in Alkohol eingelegte Fische. (dpa / M. C. Hurek)

Ausgestopfte Tiere, gepresste Pflanzen, in Alkohol konservierte Fische – Präparate, die viel über das Leben verraten. In modernen Forschungsmuseen dienen die Sammlungen deshalb als Arbeitsort für Wissenschaftler. Sie vereinen das Entdecken und Erklären unter einem Dach.

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Im Herzen der Deutschen BahnDie Verspätung steckt im System

Die Zug-Anzeige der Abfahrten im Münchner Hauptbahnhof informiert über die Verspätungen im Fernverkehr (dpa/Matthias Schrader)

Pünktlich wie die Eisenbahn war einmal: 10, 20, 40 Minuten Verspätung. Die Deutsche Bahn bittet um Verständnis. Künstliche Intelligenz wird auch bei der Bahn in Zukunft eine große Rolle spielen. Kommen dann die guten alten Zeiten zurück?

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Auslese | LSD als Medikament Literatur zur Erweiterung des Bewusstseins

Die beiden Bücher "Das Licht"  von T. C. Boyle und "Verändere Dein Bewusstsein" von Michael Pollan. (Ralf Krauter)

Psychedelischer Horrortrip oder spirituelle Reise? In den 1960er-Jahren boomte der Konsum von LSD. Auch Wissenschaftler experimentierten im Selbstversuch mit psychedelischen Substanzen, um neue Welten zu entdecken - mit oft zweifelhaften Ergebnissen. Doch aktuell erlebt die Erforschung bewusstseinserweiternder Substanzen eine Renaissance.

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Mathematiker Thomas HalesDie Kunst, Orangen zu stapeln

Ein Stapel Orangen (picture-alliance / dpa / Mika Schmidt)

Stell dir vor, du findest einen lange gesuchten Beweis - und keiner versteht ihn. Zuletzt sah sich der Mathematiker Thomas Hales in dieser misslichen Lage und ohne die Hilfe eines Algorithmus hätte die Sache wohl kein glückliches Ende genommen.

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"One Health"-Bewegung Mensch, Katze, Hund: über artverwandte Medizin

Ein Hund wird in der Klinik für Kleintiere auf eine Computertomographie vorbereitet.  (imago/epd-bild/Rolf K. Wegst)

Krebskranke Hunde bekommen Chemotherapie oder Herzschrittmacher, Katzen werden Implantate oder künstliche Harnleiter eingesetzt. Zu viel Aufwand für ein Tier? Im Gegenteil: Tier- und Humanmedizin können viel voneinander lernen, im besten Falle profitiert die eine Disziplin von der anderen.

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150 Jahre PeriodensystemDie Ordnung der Elemente

Das Periodensystem der Elemente (Ralf Hirschberger/dpa)

Fast jeder kennt die Karte oder das Poster aus der Schulzeit: Bunte Quadrate mit Buchstabenkürzel wie Mg, As, Cl, Na oder Fe, durchnummeriert und aufgeteilt in 7 Zeilen und 18 Spalten. PSE, das Periodensystem der Elemente, wird in diesem Jahr 150 Jahre alt.

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Netzausbau 5G-MobilfunkGlobal vernetzt und offen für Angriffe

Ein Mann hält am 20.08.2014 in Neumünster (Schleswig-Holstein) seine Hand vor einen Verteilerpunkt, in dem zahlreiche Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammenlaufen. (dpa / Daniel Reinhardt)

Die Diskussionen sind aufgeregt: Sind die Produkte chinesischer Hersteller in den Mobilfunknetzen westlicher Länder ein Einfallstor für Spionage- und sogar Sabotage-Software? Die Faktenlage ist dünn, doch die Spekulationen wuchern.

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Nach Higgs und SuperbeschleunigerDie Teilchenphysik in der Sinnkrise

Die Illustration zeigt den Zerfall eines fiktiven Higgs-Boson. Dem Nachweis des lange gesuchten Higgs-Teilchen sind Physiker des weltgrößten Teilchenbeschleunigers LHC einen wichtigen Schritt nähergekommen. Das mögliche «Versteck» des Elementarteilchens sei weiter eingeschränkt worden, berichteten Forscher der beiden großen Detektoren ATLAS und CMS am Dienstag beim Europäischen Teilchenforschungszentrum Cern nahe Genf. (picture alliance / Cern)

2012 erlebte die Teilchenphysik einen ihrer größten Triumphe: Die Entdeckung des Higgs-Teilchen mittels Superbeschleuniger. Doch die Euphorie verflog rasch. Die Hoffnung, weitere unbekannte Teilchen zu finden, wurde enttäuscht. Soll es nun weitergehen wie bisher - oder ist ein Umdenken notwendig?

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Dual UseWenn Forschung zur Gefahr wird

Fünf Tiefseedrohnen (Fraunhofer IOSB)

Mit komplexen Algorithmen, künstlicher Intelligenz und Big-Data-Analysen lassen sich selbstfahrende Autos entwickeln, aber auch bewaffnete Drohnen. Wissenschaftlicher und technologischer Fortschritt ist ein zweischneidiges Schwert. Lässt sich dieser Fortschritt ethisch gestalten?

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Radioaktiv belastete WildschweineProblem Sau

Ein Wildschwein im Wald in Schleswig-Holstein (picture alliance/dpa/Foto: Gerken & Ernst)

So manche Sau in Bayern, Baden-Württemberg oder Thüringen ist noch immer verstrahlt - und das mehr als 30 Jahre nach Tschernobyl. Die Bayerischen Behörden sagen: Belastetes Fleisch kommt nicht in den Verzehr. Doch ein pensionierter Strahlenschutzbeauftragter der Bundeswehr ist sich da nicht sicher.

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Bezahlbare Medizin aus IndienGeld oder Leben?

Im Wartesaal sind mehrere Patienten sitzend, stehend oder mit Prothese gehend zu sehen (Christian Nusch)

Lebenswichtige Operationen, Prothesen oder Check-ups können sich 80 Prozent der Weltbevölkerung nicht leisten. Die Gesundheitsversorgung muss global also nicht besser, sondern billiger werden. Indische Ärzte, Medizintechniker und Programmierer zeigen, wie Medizin auch für Arme bezahlbar wird.

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Signifikant oder nicht?Wenn Studien einem zweiten Blick nicht standhalten

Ein Kind vor einem Computer im Babylab in Genf, in dem die sprachliche Entwicklung von Kindern untersucht wird. (picture alliance / BSIP/AMELIE-BENOIST)

Eine groß angelegte Replikationsstudie, in der einhundert Versuche aus der Psychologie erneut durchgeführt wurden, konnte nur jedes dritte Ergebnis bestätigen. Fachleute glauben, eine Replikationskrise der Wissenschaft ausgemacht zu haben. Wo liegen die Ursachen und wie könnten Lösungsansätze aussehen?

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Freund und FliegeÜber die Superhelden vom Hundehaufen

Eine vom Morgentau überzogene Fliege sitzt am auf einer Rapspflanze auf einem Feld. (dpa /Julian Stratenschulte)

Niemand mag Fliegen. Sie sind bestenfalls lästig, schlimmstenfalls gefährlich. Doch eine Welt ohne Fliegen? Das wünscht sich niemand. In manchen Disziplinen sind sie Superhelden. Ohne Fliegen sähe die Welt ziemlich unerfreulich aus, räumten diese Insekten nicht Kadaver und Fäkalien weg. Fliegen und ihre Maden leisten Großes.

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Lyrik zwischen Null und EinsWer reitet so spät durch Bit und Byte?

Goethe in Digitalien: Eine verpixelte Version des berühmten Porträtes des Dichters in der Campagna (picture alliance / dpa)

"Die Krähe krummt schöner und freier daher", so lautet der Anfang eines Gedichts. Geschrieben hat es kein Dichter, sondern ein Computer, nachdem er sich durch riesige Lyriksammlungen gearbeitet hatte. Moderne Versionen programmierter Reime täuschen sogar menschliche Leser und erregen echte Gefühle.

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"Mini-Gehirne" aus Stammzellen Was denkt ein Organoid in der Petrischale?

Stammzellenforschung (Imago)

Zu jedem Menschen gehört ein Gehirn als Schaltzentrale. Ein menschlicher Körper ohne Gehirn ist nicht vorstellbar. Umgekehrt gilt das inzwischen nicht mehr. Im Labor züchten Stammzellenforscher und Neurowissenschaftler immer bessere, kleine Gehirne.

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Fortpflanzung jenseits der GeschlechterVäterin und Mutter

Piktogramm von Mann und Frau gemischt, Intersexualität  (dpa / picture alliance / Christian Ohde)

Mann und Frau, Samen und Eizelle, nur wenn sie verschmelzen, entsteht neues Leben: ein Naturgesetz, unumstößlich, unveränderlich? Mitnichten. Japanische Forscher haben kürzlich Vorläufer menschlicher Eizellen aus normalen Zellen gezüchtet.

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Meine Bakterien und ichDer Mensch als Metaorganismus

Das Profil eines Frauengesichtes ist in der Dunkelheit zu erkennen. Grüne und rote Lichjtpunkte leuchten auf ihrem Gesicht und um ihrem Kopf (imago stock&people)

Ein Körper mit seinen Organen, scharf abgegrenzt von der Umwelt, in der er überleben muss. So stellt man sich einen Organismus vor. Doch diese Grundannahme ist überholt: Organismen pflegen rege Beziehungen zu ganzen Heerscharen von Mikroben. Ohne Mikroben sind auch wir nichts.

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