Wissenschaft im Brennpunkt 

Freund und FliegeÜber die Superhelden vom Hundehaufen

Eine vom Morgentau überzogene Fliege sitzt am auf einer Rapspflanze auf einem Feld. (dpa /Julian Stratenschulte)

Niemand mag Fliegen. Sie sind bestenfalls lästig, schlimmstenfalls gefährlich. Doch in manchen Disziplinen sind sie Superhelden. Ohne Fliegen sähe die Welt nämlich ziemlich unerfreulich aus. Denn sie räumen Kadaver und Fäkalien weg. Fliegen und ihre Maden leisten so Großes.

Beitrag hören

Klimawandel und GesundheitBangladesch zwischen Hitzetoten und Zyklonen

Ein Damm, der gleichzeitig als Straße fungiert - links und im Hintergrund ein Dorf, rechts das Wasser (Mathias Tertilt)

Zuletzt sah es so aus, als könnte Bangladesch mit Dämmen und Deichen Zyklonen und Überschwemmungen trotzen. Diese Hoffnung zerrinnt, seit der Klimawandel nicht nur das Land, sondern auch die Gesundheit bedroht. Doch Bangladesch lebt seit jeher mit dem Wasser. Vielleicht gelingt es auch diesmal, sich anzupassen.

Beitrag hören

"Rasse" im KopfMan sieht es doch! – Was sieht man?!

Eine Collage aus vielen Gesichtern aller Hautfarben (imago)

Das Konzept „Rasse“ hält sich hartnäckig in den Köpfen. Doch wissenschaftlich begründet ist es nicht. Wer Menschen nach ihrer Hautfarbe einteilt, erfasst ein unwesentliches Merkmal von Individuen, entstanden an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit. Erkenntnis gewinnt man so nicht.

Beitrag hören

Steckbrief mit LückenWas wir über das Coronavirus wissen

Eine Wissenschaftlerin mit Mundschutz, Schutzbrille und Handschuhen hält ein Laborröhrchen mit der Aufschrift "SARS-CoV 2" in den Händen. (imago images)

Das Erbgut von SARS-CoV-2 ist bekannt und entschlüsselt. Trotzdem gibt uns das Coronavirus noch zahlreiche Rätsel auf. Welche offenen Fragen sollten zur Zeit oberste Priorität haben? Einschätzungen und Antworten von der Virologin Ulrike Protzer.

Beitrag hören

Quantencomputer Wettstreit der Systeme

Google Quantenprozessor 'Sycamore' (Erik Lucero/Google )

Die Computertechnologie stößt an ihre Grenzen - und die Fachwelt hofft auf einen Befreiungsschlag durch den Quantencomputer. Überall auf der Welt streiten Firmen und Forschungsgruppen um das beste praxistaugliche System. Ein Wettlauf, der vor Jahrzehnten begann.

Beitrag hören

TranssexualitätIch bin trans. Sicher?

Kim Petras bei einem Auftritt beim Milwaukee Pridefest (8.6.2019) (www.imago-images.de)

Die Akzeptanz von Menschen mit einer Transidentität wächst und mit ihr die Zahl derer, die ihr Geschlecht angleichen. In jüngster Zeit hört man aber auch von trans*Menschen, die ihre Entscheidung bereuen. Dürfen Ärzte Jugendlichen deshalb eine Behandlung verwehren? Darüber ist ein Streit entbrannt.

Beitrag hören

PandemiepläneErkenntnisgewinn zwischen SARS und Schweinegrippe

Eine medizinische Fachkraft sitzt in Schutzkleidung am Fußende einer Corona-Krankenbox in der provisorisch eingerichteten Javits New York Medical Station  (imago / ZUMA Wire)

Die Mortalität reduzieren, Erkrankte versorgen, öffentliche Dienstleistungen aufrechterhalten und den Informationsfluss sicherstellen - das sind die Hauptziele von Pandemieplänen. Der COVID-19-Ausbruch zeigt nun: Wenn die Politik nicht mitspielt, bleiben die wohldurchdachten Konzepte reine Theorie.

Beitrag hören

Rassendenken Teil 1Über die rassistischen Wurzeln von Wissenschaft

Gedenkfeier im Französischen Dom am 29. August 2018: Schädel von Herero und Nama  (picture alliance / AA)

„Menschenrassen“ sind eine Erfindung. Doch diese Erkenntnis reicht offensichtlich nicht, um den Rassismus aus der Welt zu schaffen. Eine Mitverantwortung trägt ausgerechnet die Wissenschaft, auf deren Befunde sich Rassisten bis heute berufen. Welcher historische Hintergrund führte auf diesen Irrweg?

Beitrag hören

Fangquoten in der OstseeAusgefischt?

Fischer sortieren, wiegen und verarbeiten den Fang des Tages - rund 15 Kilo Schollen und Flundern am Hafen von Flensburg.  (imago / Tim Riediger)

Eigentlich wollen Fischer und Forscher das Gleiche: gesunde, nachhaltige und große Fischbestände. Aber wenn es konkret um erlaubte Fangmengen geht, sind die Fronten verhärtet: Dorsch und Hering droht der Kollaps, warnen die Biologen. Doch die Fischer sagen: Es ist immer noch genug da. Wer hat recht?

Beitrag hören

Biometrie und DemokratieGesicht zeigen

Auf einem Notebook-Monitor ist eine Demonstration des biometrischen "FACES"- (Face Analysis Comparison and Examination) Systems zu sehen. Pinellas County Sheriff Office, Largo, Florida, USA (www.imago-images.de)

Wenn ein Blick in die Kamera den Reisepass überflüssig macht, dann kann sich das sehr bequem und modern anfühlen. Wenn allgegenwärtige Videosysteme jede Anonymität im öffentlichen Raum aushebeln, dann eher sehr beängstigend und dystopisch.

Beitrag hören

Selbstausbreitende ImpfstoffeAuf stiller Mission im Urwald

Wissenschaftler der Universitäten Michigan und Glasgow verabreichen einer Vampirfledermaus einen Farbstoff, um die Verbreitung von Gift- oder aber Impfsubstanzen durch Fellablecken in der Population zu überprüfen   (Kevin Bakker)

Tollwut, Ebola oder das neue Coronavirus: Viren aus dem Tierreich können dem Menschen gefährlich werden. Eine mögliche Gegenstrategie: Wildtiere impfen, und zwar mit Impfstoffen, die sich genau wie Viren selbstständig in einer Population ausbreiten. Die Idee klingt gut, ist aber nicht ganz ohne Tücken.

Beitrag hören

Negative StudienergebnisseNull und nichtig?!

Ein Haufen von beschriebenen und zerissenen Papierschnipsel liegt übereinander. (imago / Chromorange)

"Publish or perish" - "Veröffentliche oder gehe unter": Artikel in renommierten Fachmagazinen wie "Science" oder Nature" stellen die Weichen für Wissenschaftler-Karrieren. Aber die mächtigen Journale haben eine Vorliebe für Erfolgsgeschichten. Für unzählige Studien heißt das: Endstation Schublade.

Beitrag hören

Evolution und MedizinDoktor Darwin

Polnische Wissenschaftler erforschen ägyptische Mumien in Warschau. Sie erhoffen sich Aufschlüsse über den Verlauf von Krankheiten wie zum Beispiel Krebs. (picture alliance / PAP / Jacek Turczyk)

Als Patentrezept für ein gesundes Leben gelten frei nach Darwin Steinzeitdiät, viel Bewegung und Natur. Paradoxerweise hat die Evolution aber gar keine "optimale Gesundheit" hervorgebracht; Mensch und Tier teilen sich uralte Anfälligkeiten. Sie besser zu verstehen, könnte die Medizin voranbringen.

Beitrag hören

Stuttgart 21: Tunnelbau in gefährlichem GesteinAnhydrit - der quellende Alptraum

Drei Männer in Warnwesten gehen durch einen Tunnel des Bahnprojektes Stuttgart 21.  (dpa / picture-alliance / Sebastian Gollnow)

"Mit dem Wissen von heute würde man Stuttgart 21 nicht mehr bauen", räumte Bahn-Chef Richard Lutz 2018 ein. Er gab damit Kritikern recht, die exorbitante Kostensteigerungen vorausgesagt hatten. Doch auch vor einem ingenieurtechnischen Desaster wurde vorab gewarnt - da steht die Stunde der Wahrheit nun an.

Beitrag hören

Virenimport durch WildtierhandelOut of the Wild

Ein Pangolin klettert aus einem Plastikkäfig. Das Bild stammt von einer Pressekonferenz von Wildhütern in Nord-Sumatra. Bei einer Aktion gegen Wildtierschmuggler waren im Juni 2017 über 200 lebende und tote Pangoline beschlagnahmt worden.  (imago / Zuma Press)

Der Handel mit exotischen Haustieren wie etwa Flughunden, Totenkopfäffchen, Pfeilgiftfröschen oder Streifenhörnchen boomt. Artenschützer kritisieren seit Langem die kaum regulierten Importe. Seit der Coronakrise ist die Kritik lauter geworden, denn enger Kontakt mit Wildtieren birgt ein großes Risiko.

Beitrag hören

Erste Versuche digitaler EpidemiologieDie Vorläufer der Corona-Apps

Eine Frau lehnt an einem Geländer und schaut auf ihr Handy. Das Bild ist schwarz/weiß mit einer Verschiebung von Rot- und Blauebene. Um das Smartphone ist ein rotes transparentes Quadrat. (imago images / Valentin Belleville)

Die Idee einer Tracing-App, die helfen soll Infektionsketten aufzuspüren, gibt es nicht erst seit der Covid-19-Pandemie. Seit fast 20 Jahren wird versucht, mit digitalen Tools Ausbreitungen von Krankheiten zu überwachen – bisher allerdings mit wenig Erfolg.

Beitrag hören

Die kühnen Konzepte der QuantenbiologieQubits im Kopf

Visualisierung von Messergebnissen auf einem Computermonitor im Labor der Uni Ulm  (Frank Grotelüschen/Dlf)

Das menschliche Gehirn - ein verkappter Quantencomputer? Essentielle Mechanismen der Natur, die man bislang völlig übersehen hat? Es sind höchst spekulative Hypothesen, mit denen die Quantenbiologie arbeitet. Wenn sie sich in Experimenten bestätigen sollten, wäre dies eine wissenschaftliche Revolution.

Beitrag hören

Erneuerbare EnergienPower-to-X für die Energiewende

Das Betriebsgelände der Power-to-Gas-Anlage in Falkenhagen (Ralf Krauter/Dlf)

Ökostrom aus Sonne und Wind ist klimaneutral und unbegrenzt verfügbar - aber leider nicht unbedingt zu den Zeiten und an den Orten, an denen man gerade viel Strom benötigt. Ein möglicher Ausweg: Chemische Energieträger als Zwischenspeicher nutzen. Die Technik dafür ist da - nur sie rechnet sich bislang nicht.

Beitrag hören

Architektur und urbane KonzepteNeue Wolkenkratzer im Stadtbild

Einweihung der The Edge-Aussichtsplattform in New York am 11.März 2020: Aus 335m Höhe bietet sich ein grandioser Rundumblick auf die Skyline von New York  (imago-images/Vanessa Carvalho)

Wohnen im Hochhaus - das kann sehr glamourös sein; in einer Penthouse-Etage mit eigenem Fahrstuhl zur Tiefgarage. Oder aber sehr unglamourös; im heruntergekommenen Sozialbau-Ghetto am Stadtrand. Ein Bauwerk ist Prestigeobjekt, das nächste Bausünde. Ausgedient hat das Hochhaus jedenfalls noch lange nicht.

Beitrag hören

Zytomegalie in der Schwangerschaft"Ich hätte Ihnen das wirklich gerne erspart"

Medizinische Illustration einer Fötusentwicklung in der neunten Woche (Imago / Stocktrek Images )

Eine werdende Mutter kann nur warten und hoffen, wenn bei ihr eine Infektion mit dem Zytomegalie-Virus diagnostiziert wird. Es gibt bislang schlichtweg keine zugelassene Therapie. Wohl aber eine vielversprechende Therapieidee, die das Risiko für das Kind vermutlich deutlich senken kann.

Beitrag hören

Pflegekinder zwischen den FrontenKind sucht Obhut

Mann hält ein Kind an der Hand (dpa / PhotoAlto / Sandro Di Carlo Darsa)

Ein Kind kommt in einer akuten Notsituation in eine Pflegefamilie und findet dort physische und emotionale Geborgenheit. Irgendwann kann es zu seinen leiblichen Eltern zurückkehren, wenn sich deren Lebensumstände stabilisiert haben. Soweit das ideale Szenario. Die Realität sieht oft dramatisch anders aus.

Beitrag hören

Forschen in Corona-ZeitenAlle allein zuhaus

Eine Frau hält bei einem Zoom-Meeting einen Cocktail in der Hand. (Picture Alliance / Keystone / Anthony Anex)

Die Suche nach einem Impfstoff oder nach Medikamenten gegen das Coronavirus läuft auf Hochtouren, die Fachjournale sind voll mit immer neuen Veröffentlichungen. Aber den ganz normalen Wissenschaftsbetrieb gibt es natürlich auch noch - und der steht schlagartig vor gewaltigen Problemen.

Beitrag hören

Robuste BestäuberFrankensteins Biene

Biene bestäubt eine Blüte (imago / Chromorange)

Mit Verlusten müssen Imker rechnen am Ende des Winters. Die Varroa-Milbe schwächt die Brut, wenn der Mensch sich nicht kümmert, sterben ganze Honigbienenvölker. Auf der Suche nach robusteren Bestäubern will manch einer den Fortschritt im Labor beschleunigen. Darwin oder Gentech - welcher Weg ist der richtige?

Beitrag hören

Ohne Geld keine Heilung Tuberkulose zwischen Fortschritt und Finanzierungslücken

Die Internistin Miriam Arago Galindo vom  Tuberkulose-Projekt von "Ärzte ohne Grenzen" in Mozambik analysiert eine Röntgenaufnahme vom Brustkorb eines Patienten. (Volkart Wildermuth/Dlf)

Eine neue Generation von Medikamenten wirkt gegen die multiresistente Tuberkulose. Wenn wir klug und konsequent handeln, haben wir die einmalige Chance, die Krankheit zu besiegen. Doch die neuen Antibiotika sind teuer - die Welt täte gut daran, ärmere Länder bei der Beschaffung zu unterstützen.

Beitrag hören

Coronavirus"Europa ist nun das Epizentrum der Pandemie"

13.03.2020, Sachsen, Meißen: Katrin Zscherper, Stationsleitung Notfallaufnahme, hält in der Infektions-Ambulanz des Elblandklinikum Meißen ein Abstrichstäbchen im Plastikröhrchen. (picture alliance / Sebastian Kahnert)

Die COVID-19-Pandemie sei mit der spanischen Grippe von 1918 zu vergleichen, sagte Jeremy Farrar vom britischen Wellcome Trust im Dlf. Noch könne verhindert werden, dass die Situation so außer Kontrolle gerate wie in Italien - durch kollektives Handeln von Regierungen, Unternehmen und Gesellschaft.

Beitrag hören

Facetten der MachtAbhängigkeiten und Machtstrukturen in der Wissenschaft

Eine Gruppe von Silhouetten mit Doktorhüten steht vor einer Mauer. (imago / Ikon  Images)

Universitäten und Forschungsinstitute sind Orte der Erkenntnissuche; von der Quantenphysik bis hin zur Verhaltensbiologie. Sie sind aber auch einfach Arbeitsstätten, an denen es zu Fehlverhalten und Konflikten kommt. Der Umgang damit fällt dem hierarchiegeprägten Wissenschaftsbetrieb besonders schwer.

Beitrag hören

Uran-Abbau in Mailuu-SuuKirgistans nukleares Erbe

Blick auf den Mailuu-Suu-Fluss, links und rechts sind die Dämme der Absetzbecken 5 und 7 zu sehen (EBRD)

Mehr als 280 Millionen Tonnen giftiger und radioaktiver Abfälle lagern in Kirgistan. Sie sind Altlasten des sowjetischen Uran-Abbaus. Mit internationaler Hilfe soll die Region saniert werden, denn nicht nur für die Bewohner von Mailuu Suu sind die Überreste eine tickende Zeitbombe.

Beitrag hören

Alzheimer-ForschungDas Rätsel des Vergessens

Illustration der Entstehung von Amyloid-Plaques (gelb) auf den Nervenzellen des Gehirns (blau) (imago stock&people)

Alzheimer ist mit fast 50 Millionen Betroffenen weltweit die Hauptursache für Demenz. Seit Jahren suchen Forscher und Pharmafirmen nach einem wirksamen Mittel gegen die Erkrankung. Ein Kandidat ist Aducanumab: Der Wirkstoff galt bereits als gescheitert, nun soll er womöglich doch eingesetzt werden.

Beitrag hören

Zwangsarbeiterin, ZeitzeuginNS-Geschichte zwischen Erinnerung und Aktenlage

Lilija Derjabina hält das Passfoto ihrer Mutter Antonina in der Hand. Aufgenommen wurde es nach der Rückkehr aus der Göttinger Zwangsarbeiterzeit in die Sowjetunion. (Deutschlandradio / Andrea Rehmsmeier)

Lilija Derjabina wurde 1943 als Zwangsarbeiterin nach Göttingen gebracht. Ihre Erinnerungen hat sie aufgeschrieben – doch einige ihrer Schilderungen sind aus wissenschaftlicher Sicht nicht plausibel. Wie geht die Forschung damit um? Eine Spurensuche in Göttingen.

Beitrag hören

Afrikas KrebsepidemieDer größte Killer

Chemotherapie-Raum des KCMC-Hospitals. (Deutschlandradio / Christian Nusch)

In Afrika steigt die Zahl der Krebsfälle. Meist werden sie zu spät entdeckt, weshalb Krebs auf dem Kontinent inzwischen mehr Todesopfer fordert als Aids, Malaria und Tuberkulose zusammen. Das unterfinanzierte Gesundheitssystem ist auf die Herausforderung nicht vorbereitet.

Beitrag hören

CoronavirusStresstest für die Weltgesundheit

Ein Arzt begutachtet CT-Bilder eines Patienten mit einer durch den Coronavirus ausgelösten Lungenentzündung. (Chogo/XinHua/dpa )

Noch nie seien Maßnahmen so schnell und konsequent umgesetzt worden, wie seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China, sagte der Epidemiologe Gérard Krause im Dlf. Zur Beantwortung der Frage nach der Schwere der Krankheit fehle den Wissenschaftlern noch der Zugang zu "guter Information".

Beitrag hören

Britische WissenschaftDie Folgen des Brexit für die Forschung

Blick auf das historische Gebäude des New College der University of Edinburgh, dahinter ein grauer Wolkenhimmel. (imago / Renzo Frontoni)

Was der EU-Austritt am 31. Januar 2020 für die Wissenschaftler und die Universitäten in Großbritannien bedeutet, das ist schwer vorherzusagen. Auswirken wird sich der Brexit - ob am Ende "hart" oder "weich" - in jedem Fall. Und vielleicht sogar positiver als von vielen orakelt.

Beitrag hören

Das Down danachWas Cannabis mit Jugendlichen macht

Ein Jugendlicher raucht einen Joint. (picture alliance/dpa/Bildagentur-online/Hermes)

Unter jungen Menschen wird so viel Cannabis konsumiert wie nie; die Droge gilt als harmlos und gesellschaftlich akzeptiert. Auch in Deutschland wird wieder verstärkt über eine Legalisierung diskutiert. Aber wie wirken sich die Joints auf ein Gehirn aus, das sich noch in der Entwicklung befindet?

Beitrag hören

EU-Forschung in RumänienSuperlaser als Strukturhilfe

The most expensive scientific centre in the Czech Republic, the research centre ELI Beamlines in Dolni Brezany near Prague, Czech Republic, October 14, 2016. One of the two superlasers now developed in the USA will reach its destination, several months later than originally planned, by mid-2017. With its performance 10-PW, it is one of the most powerful laser systems in the world or those having the biggest energy in the shortest time. (CTKxPhoto/VitxSimanek) CTKPhotoP201610170607201 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY VIS 009 The Most Expensive Scientific Centre in The Czech Republic The Research Centre Eli Beamlines in Dolni Brezany Near Prague Czech Republic October 14 2016 One of The Two Now Developed in The USA will Reach its Destination several MONTHS LATER than originally Planned by Mid 2017 With its Performance 10 PW IT IS One of The Most Powerful Lasers System in The World or Those Having The Biggest Energy in The shortest Time CTKxPhoto VitxSimanek PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Vis 009 (imago / Vit Simanek)

Mit der Extreme Light Infrastructure ELI entsteht der stärkste Laser der Welt in Rumänien. Dort ist das von der EU finanzierte Milliardenprojekt sehr willkommen, auch um der Abwanderung von Fachkräften entgegenzuwirken. Doch Streit mit Zulieferern und anderen EU-Ländern verzögert den Bau.

Beitrag hören

Digitale PsychiatrieDie App, dein Seelenwächter

Eine Frau hält ein Smartphone in den Händen (imago images / Westend61)

Können Tipp- und Scrollverhalten am Smartphone psychische Erkrankungen oder Demenz vorhersagen? Die Psychiatrie setzt zunehmend auf Big Data und forscht an Diagnosen via Smartphone. Während die einen eine Revolution der Psychiatrie beschwören, warnen andere vor einer Totalüberwachung der Patienten.

Beitrag hören

Alt ohne Altern Das Drehen an der Lebensuhr hat begonnen

Eine Sanduhr. Das obere Glas ist noch halb voll. (picture alliance / dpa )

Wissenschaftler haben dem Altern den Kampf angesagt. In Kalifornien wurden neun Männer angeblich verjüngt: Nach einem Jahr Behandlung hatte sich ihre Lebensuhr um 1,5 Jahre zurückgedreht. Immer mehr Therapien aus der Alternsforschung versprechen Jugend auf Rezept. Ist das der Durchbruch?

Beitrag hören

Evolution des AlternsLeben ist sterblich

Nacktmull (Heterocephalus glaber) in einem zu Demonstrationszwecken aufgeschnittenen Erdtunnel   (imago stock&people)

Der Nacktmull ist die Fleischwerdung eines alten Menschheitstraums: Er altert nicht, sein Risiko zu sterben ist immer gleich und dabei sehr gering. Warum altern Lebewesen überhaupt? Wie hat sich der Prozess im Lauf der Evolution entwickelt? Welche Rolle spielt die Umwelt – und welche unsere Gene?

Beitrag hören

Parkinson-TherapieÜber Hoffnung, Stammzellen und Parkinson

Dopaminergic neuron, illustration Dopaminergic neuron, computer illustration. Dopaminergic neurons are brain cells whose primary neurotransmitter is dopamine. Degeneration of these cells leads to the symptoms of Parkinson s disease. These symptoms include tremor, muscular rigidity, poor balance and depression. Glial cell-derived neurotrophic factor promotes the survival and differentiation of dopaminergic neurons and therefore may be useful as a treatment. PUBLICATIONxINxGERxSUIxHUNxONLY KATERYNAxKON/SCIENCExPHOTOxLIBRARY F021/3549 (imago stock&people)

Die Erwartungen sind groß: Stammzell-Therapien könnten der Schlüssel sein, die bislang unheilbare Schüttellähmung in den Griff zu bekommen. Aber die klinischen Studien kommen nur langsam voran - aus ethischen und medizinischen Gründen. Für die Patienten ist das nur schwer zu ertragen.

Beitrag hören

Die MaschineKontrolle ist gut, KI ist besser

Die Maschine: Kontrolle ist gut, KI ist besser (Deutschlandradio / Mark Trompetter)

Die Maschine war einst wie aus dem Nichts bei Marie Winkler aufgetaucht: Eine künstliche Intelligenz, die erst Staunen, bald aber schieres Entsetzen hervorrief. Seit der Katastrophe hatte die Gesellschaft dazugelernt. Die Maschine sollte gebändigt werden: Gutes tun in engen Grenzen, das war der neue Plan.

Beitrag hören

Der vergessene Code der InkaIm Reich der Knotenschnüre

Blick auf Machu Picchu in Peru (dpa / Raphael Mantero)

Es heißt, die Inka hätten keine Schriften hinterlassen, nur Knotenschnüre für die Buchhaltung in ihrem riesigen Reich. Doch mancher Forscher hofft, in den Knoten mehr als Zahlen zu entdecken. Die Khipus könnten die Geschichte der Inka neu erzählen - wenn es gelingt, den Code zu knacken.

Beitrag hören

DemenzWie die alternde Gesellschaft Kliniken herausfordert

Heike Jakobi vom ehrenamtlichen Kranken-Lotsendienst schiebt einen Patienten zur Therapie im Albertinen-Haus in Hamburg. (dpa / Christian Charisius)

Zehn Prozent aller Menschen im Krankenhaus leiden unter einer Demenz. Für sie ist der Klinikaufenthalt Gift, weil hier nichts vertraut ist. Das überlastete Personal behilft sich oft mit Psychopharmaka, was die Verwirrtheit erst recht befördert. Die demographische Entwicklung bringt Krankenhäuser an ihre Grenzen.

Beitrag hören

Mehr anzeigen