Sonntag, 27. November 2022

Dossier / 60 Jahre Deutschlandfunk

60 Jahre Deutschlandfunk Banner
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Am 1. Januar 1962 ging der Deutschlandfunk auf Sendung. Zum 60 Jubiläum präsentieren wir ausgewählte Interviews, Beiträge und Bilder aus dem Archiv.

Thema / Hörtipps

60 Jahre Deutschlandfunk

Programmstart Deutschlandfunk im Jahr 1962

1. Januar 1962, 16.00 Uhr: Der Deutschlandfunk geht erstmals auf Sendung. Zuerst erklingen die ersten Nachrichten, danach hält Gründungsintendant Hermann Franz Gerhard Starke eine kurze Ansprache. Die ersten Sendeminuten sind hier nachzuhören.

14:30 Minuten
Das Hochhaus des Deutschlandfunks in einer Luftaufnahme mit untergehender Sonne im Hintergrund.

60 Jahre Orientierung per RadioWelche Rolle spielt der Deutschlandfunk heute?

Am 1. Januar 1962 ging der Deutschlandfunk erstmals auf Sendung. Gegründet wurde er in der „alten“ Bundesrepublik - vor allem, um die Landsleute in der DDR zu informieren. Seit dem Ende der Teilung hat sich das Programm gewandelt. Doch ein Auftrag ist geblieben: Information und gesamtgesellschaftliche Integration. Wo sehen Hörer den Deutschlandfunk heute? Wie zeitgemäß ist sein Programm? Unsere Hörer Rolf Niefind (Pensionär) und Luis Beyerbach (Student) diskutieren mit Dlf-Intendant Stefan Raue und Brigitte Baetz aus der Dlf-Medienredaktion.

41:26 Minuten
Das Funkhaus in Köln

Medienhistoriker Konrad Dussel über 60 Jahre Deutschlandfunk"Brennglas der deutschen Nachkriegsgeschichte"

Die Geschichte des Deutschlandfunks ist wie ein Brennglas der deutschen Nachkriegsgeschichte, sagt Medienhistoriker Konrad Dussel. Die Aufgabe des Senders war mit dem Sendebeginn am 1. Januar 1962 auch politisch, als "europäischer und deutscher Sender gegen den Warschauer Pakt". Ein Blick zurück auf sechs Jahrzehnte Deutschlandfunk.

24:41 Minuten

Kulturfragen

Sowjetische (hinten, T 54) und amerikanische (vorn) Panzer stehen sich am 28.10.1961 an der Berliner Sektorengrenze in der Friedrichstraße gegenüber.

60 Jahre DeutschlandfunkHarald Kleinschmid: Unsere "Stimme der DDR"

Harald Kleinschmid war Korrespondent des Deutschlandfunks in Berlin und stellte täglich die Presseschau "aus Ostberliner Zeitungen" zusammen, ironische Kommentierung inklusive. Nicht nur in dieser Hinsicht stand der Österreicher unter Beobachtung - und in der Kritik.

24:18 Minuten

Kulturfragen

Eine Europa-Flagge weht vor blauem Himmel

60 Jahre DeutschlandfunkAuftrag Europa

Immer vor Mitternacht erklingt die Europa-Hymne. Ein Moment mit Tradition für den Deutschlandfunk, der am 1. Januar 1962 an den Start ging. Es war der definierte Auftrag des Senders, ein umfassendes Bild der Bundesrepublik ins europäische Ausland zu vermitteln. Dazu beitragen sollten die Fremdsprachenredaktionen.

18:54 Minuten

Hintergrund

Altes Radio

60 Jahre Deutschlandfunk - Informationsquelle im "Tal der Ahnungslosen"

06:00 Minuten

Deutschland heute

Großer Andrang von Bürgern aus der DDR am Grenzübergang Checkpoint Charlie in Berlin am 10.11.1989.

60 Jahre DlfDas große Wiedersehen - November 1989 an der innerdeutschen Grenze

In diesem Jahr feiern wir das 60-jährige Bestehen des Deutschlandfunks. Zum Start unseres Jubiläumsjahres wiederholen wir ein Wochenendjournal aus der Zeit des Mauerfalls. Am 18. November 1989 berichten die Reporter Klaus Peter, Björn Held und Falk Schwarz in Live-Schalten von der sich auflösenden innerdeutschen Grenze.

46:46 Minuten

Das Wochenendjournal

Nahaufnahme eines erleuchteten Globus zeigt den europäischen Kontinent

60 Jahre Deutschlandfunk: Als Europa das Ziel war

05:14 Minuten

@mediasres

Ein altes Radio steht auf einer Kommode

60 Jahre Deutschlandfunk: Kindheitserinnerungen an ein Sonntagsmorgen-Ritual

05:58 Minuten

Deutschland heute

Die Ausstellung "Macht und Banalität" in der DDR-Gedenkstätte "Runde Ecke" in Leipzig.

60 Jahre Deutschlandfunk - woran sich ein Zeitzeuge aus Leipzig erinnert

07:26 Minuten

Dlf-Magazin

Radiogerät "prominent duo" vom VEB Stern-Radio aus der DDR in den 1970er-Jahren

60 Jahre Dlf60 Jahre Deutschlandfunk - Der NVA-Offizier, der den Deutschlandfunk abhörte

Den Deutschlandfunk in der DDR einzuschalten war verboten. Peter Heinrich hatte als Major der Nationalen Volksarmee den Spezialauftrag, westliche Sender abzuhören und den Inhalt zu dokumentieren. Wichtig für die Staatsmacht waren die Dlf-Kommentare - und ein Text von Udo Lindenberg. Nach dem Mauerfall blieb Heinrich dem Deutschlandfunk treu - freiwillig.

06:27 Minuten

Deutschland heute

Martin Zingsheim frontal am Steuer eines Deutschlandfunk-Lasters zu sehen.

60 Jahre DeutschlandfunkZingsheim braucht Gesellschaft (1/2)

57:40 Minuten

Querköpfe

Martin Zingsheim sitzt am Klavier

Akustische jubiläumspartyKabarettist Martin Zingsheim und Gäste feiern 60 Jahre Deutschlandfunk

Der Deutschlandfunk feiert sein 60-jähriges Jubiläum - und Martin Zingsheim feiert mit. Da dürfen wortgewaltige Gäste nicht fehlen und deshalb begrüßt der Kölner Kabarettist die Musikerin Inga Rumpf, den Comedian Khalid Bounouar und Gäste aus Politik und Medien wie Claudia Roth (Grüne) und Marina Weisband.

58:09 Minuten

Querköpfe

Thema / Ausgewählte Interviews

Bundeskanzler Konrad Adenauer sitzt während der Aufzeichnung einer Fernsehansprache in einem Fernsehstudio hinter einem Tisch.

Interview vom 21.10.1962Bundeskanzler Konrad Adenauer: "Die Spaltung Deutschlands ist ein Unrecht"

Erster Gesprächspartner der Sendung "Interview der Woche" ist im Oktober 1962 Bundeskanzler Konrad Adenauer. Auf einem der Höhepunkte des Kalten Krieges während der Kubakrise spricht er mit Dietrich Schwarzkopf über den Status Berlins und den Wunsch der Westmächte einer staatlichen Einheit Deutschlands.

10:08 Minuten
Schriftsteller Ernst Jünger

Interview vom 21.03.1965Schriftsteller Ernst Jünger: "Für mich sind Träume wichtiger als die oft belanglosen Vorgänge der Tageswelt"

Wenige Tage vor seinem 70. Geburtstag spricht der Autor Ernst Jünger mit dem Literaturkritiker Curt Hohoff. Im Mittelpunkt steht Ernst Jüngers selbst verantwortete Werkausgabe und sein literarisches Schaffen.

26:19 Minuten
Der Direktor des Lagers Friedland, Albert Schulz, bei der Ankunft von 163 boatpeople bei ihrer Ankunft im Lager Friedland am 03.12.1978

Interview vom 26.12.1971Leiter des Grenzdurchgangslagers Friedland Albert Schulz: "Das Lager ist die Brücke von Ost nach West"

1971 werden ca. 25.000 Aussiedelnde aus Polen im Grenzdurchgangslager Friedland aufgenommen, ermöglicht durch den Vertrag von Warschau. Giselher Schaar spricht mit dem Leiter Albert Schulz über das Selbstverständnis der Einrichtung und die emotionale Lage der Umsiedelnden.

24:23 Minuten
Der österreichische Pädagoge und Gründer der SOS-Kinderdörfer, Hermann Gmeiner, aufgenommen im September 1983

Interview vom 05.01.1986SOS-Kinderdorf-Gründer Hermann Gmeiner: "Gebt's mir einen Schilling im Monat, dann werde ich ein Dorf bauen"

Durch eine Begegnung 1949 mit fünf verwaisten Geschwistern entsteht die Idee der SOS-Kinderdörfer. Der Gründer der Organisation Hermann Gmeiner spricht mit Rupert Neudeck über die Vorteile und Schwierigkeiten seines weltweit agierenden Sozialwerks.

24:59 Minuten
Boris Jelzin im Jahr 1990

Interview vom 17.11.1991Russischer Präsident Boris Jelzin: "Sehr zufrieden mit Deutschlands Wiedervereinigung"

Die erste Auslandsreise nach seiner Vereidigung zum russischen Präsidenten führt Boris Jelzin nach Deutschland. Aus diesem Anlaß spricht er mit Eduard Neumeier über verschiedene Aspekte der russisch-deutschen Beziehungen.

25:01 Minuten
Regine Hildebrandt

Interview vom 17.06.2001Politikerin Regine Hildebrandt: "Mit dem Kopf im Westen und dem Hintern im Osten"

So war der Blick der SPD-Politikerin aus dem Fenster in der ehemaligen DDR. Regine Hildebrandt spricht mit Hans-Jürgen Flick über persönliche Erlebnisse während des Mauerbaus, über politische Bündnisse, ostdeutsche Politik und die soziale Situation in Ostdeutschland.

24:41 Minuten
Die Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling, Department of Linguistics. University of California, Berkeley.

Archiv
Interview vom 14.05.2017Sprachforscherin Elisabeth Wehling: "Moral ist fast etwas Unehrenhaftes in der Politik"

Viele Wähler beklagen, dass ihnen die Unterscheidbarkeit zwischen den Parteien fehlt. Die Kognitionsforscherin Elisabeth Wehling erklärt dieses Empfinden mit fehlenden sichtbaren Ideologien und Wertevorstellungen der Parteien. Die moralischen Prämissen von Politik seien aber mindestens so wichtig wie Fakten, sagte Wehling im DLF.

24:38 Minuten

Interview der Woche

Das Funkhaus des Deutschlandfunks in Köln bei Nacht.

60 Jahre Deutschlandfunk"Nicht schnell, sondern richtig berichten"

Chefredakteurin Birgit Wentzien und Matthias Gierth, Hauptabteilungsleiter Kultur von Deutschlandfunk, sprechen im Interview anlässlich des 60. Jubiläums von Deutschlandfunk über die Anfänge des Senders und Verpflichtungen für die Zukunft.