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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 07.02.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Ordnung im Chaos:
    Felix Henkelhausens „Deranged Particles“
    Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer
    Aufnahme vom 30.10.2025, Jazzfest Berlin
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    Klanghorizonte
    Jazz, Electronica und Pop abseits des Mainstreams
    Am Mikrofon: Niklas Wandt
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    Indierock im Gartenstuhl
    Die Kölner Band Lawn Chair
    Von Anja Buchmann
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    History
    Jazz+Funk+World+Soul-Kollektiv: Snarky Puppy (1/2)
    Aufnahme vom 1.11.15 aus der „Live Music Hall“ Köln
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Schwester Aurelia Spendel, Augsburg
    Katholische Kirche

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    08:35 Uhr   Börse

    Der nationale Wochenrückblick

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 40 Jahren: Betty Mahmoody kehrt nach Geiselnahme im Iran in die USA zurück

  • 09:10 Uhr

    Soziales Elend auf der Straße - Wie Städte reagieren
    Am Mikrofon: Claudia Hennen

    Obdachlosigkeit, offener Drogenkonsum, aggressives Betteln: In vielen Innenstädten wächst das soziale Elend - und damit zugleich das Unsicherheitsgefühl.  Für die ohnehin klammen Kommunen eine große Herausforderung. Sie versuchen, den öffentlichen Raum wieder lebenswerter zu machen - mit mehr Ordnungskräften, Task Forces und verstärkt mit Sozialarbeit.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Ex-Eisschnellläuferin Karin Enke

    Sie ist die erfolgreichste Winterolympionikin der DDR-Geschichte. Bei Sportevents im Westen suchte sie aber auch: Plattenläden.

    „Als Leistungssportler in der DDR wurde man zur Unselbstständigkeit erzogen, Vorgaben (…), auch fürs Familienleben, bestimmten dein Leben. Ich wollte von vorne anfangen“, sagte Karin Enke der Dresdner Wochenpost. Im Eisschnelllauf galt die 1961 in Dresden Geborene lange als beste Allrounderin der Welt: Sie gewann acht olympische Medaillen, elf WM-Titel, zehn Weltrekorde auf allen Strecken von 500 bis 3000 Meter sowie im Mehrkampf. Nach ihrem Karriereende 1988 arbeitete sie zunächst als Kosmetikerin, ging dann mit über 40 an die Uni, um Erziehungswissenschaften zu studieren. Heute ist sie Geschäftsführerin bei der GESOP in Dresden, der Gesellschaft für gemeindenahe sozialpsychiatrische Versorgung. Fahrten auf dem Eis zieht die heute 64-Jährige Besuche klassischer Konzerte vor.

  • 11:05 Uhr

    Frankreich - Der Kampf gegen die Drogengewalt
    Von Niklas Mönch

    „Weiße Flut”, „Mexikanisierung Frankreichs” oder „Narco-Enklaven” - 2024 schlug der ehemalige französische Innenminister Bruno Retailleau Alarm. Denn Frankreich hat ein Problem. Mehr als drei Viertel der Kommunen haben mit Drogenhandel zu kämpfen. Der Kokainkonsum hat sich in den vergangenen 15 Jahren verdreifacht. In manchen Vierteln französischer Städte bestimmt die Drogenmafia Politik und Alltag. Die Rechte und Werte der Republik scheinen dort außer Kraft gesetzt. Drogenbosse gaukeln jungen Menschen die Hoffnung auf ein besseres Leben vor, wenn sie als Boten oder Dealer ins Geschäft einsteigen. Mit schweren Folgen. Fehden zwischen Narcobanden fordern immer mehr und immer jüngere Opfer. Nicht nur in Großstädten wie Marseille oder Paris, sondern auch in Grenoble, Clermont-Ferrand oder Mulhouse. Die Franzosen leiden unter der Präsenz krimineller Banden. Zugleich werden in allen sozialen Schichten Drogen konsumiert. Politik und Polizei versuchen, die Lage in den Griff zu bekommen.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 13:30 Uhr

    Auslandsmagazin

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

    Kooperation statt Ellenbogen-Karriere: IT-Genossenschaften boomen

    In "Campus & Karriere" blicken wir in die technologieorientierte Startup-Szene und fragen: Welchen Vorteil bietet die Betriebsform „Genossenschaft“? Wie groß ist dabei das unternehmerische Risiko? Warum boomen IT-Genossenschaften derzeit und schaffen sie Arbeitsplätze? Welche Erfahrungen machen Menschen beim Arbeiten in einer Genossenschaft? Ist diese Betriebsform geeignet für die Arbeitswelt der Zukunft?

    Gäste:
    Dr. Burghard Flieger, wissenschaftlicher Leiter der innova eG, Freiburg
    Bodo Frommelt, Vorstand der Deutschen Datenschutz-Genossenschaft, Rott am Inn
    Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Leiter Ressort Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik IG Metall
    Am Mikrofon: Henning Hübert

    Hörertelefon: 00800 4464 4464
    campus@deutschlandfunk.de
    WhatsApp: 0173 - 535 8089

    Um als „Genossenschaft“ zu arbeiten, müssen sich mehrere Leute finden, die auf Augenhöhe kooperieren, gemeinsam Geld investieren und zugleich das individuelle unternehmerische Risiko verringern wollen. Bislang ist der Genossenschaftsgedanke nur in Teilbereichen der Wirtschaft fest etabliert: beim gemeinschaftlichen Wohnen, der solidarischen Landwirtschaft und den erneuerbaren Energien. Jetzt boomt er auch in der Digitalbranche - gerade bei Start-ups, die um unabhängiger von Tech-Giganten aus den USA werden oder besonders nachhaltig wirtschaften wollen. Oft entstehen neue IT-Genossenschaften auch erst in einem zweiten Schritt, wenn sich nach der Firmengründung als GmbH Marktchancen eröffnet haben und genügend Gleichgesinnte zu Genossenschaftern werden wollen.

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

  • 16:05 Uhr

    DIE BESTEN 7 - BÜCHER FÜR JUNGE LESER*INNEN
    Die Deutschlandfunk-Bestenliste im Februar
    mit dem Juror Robert Elstner

    Kinder, die in der Nachkriegszeit und in Armut leben. Menschen, die für etwas einstehen und kämpfen. Überhaupt ganz unterschiedliche Leute treten in den Besten 7-Büchern im Februar auf - und es geht um die Bedeutung von Kunst.

    Roksana Jedrzejewska-Wróbel, Adam Pekalski (Ill.): „Herr Ernst kauft eine Katze“
    Aus dem Polnischen von Dorota Stroinska
    (Kraus Verlag)

    Franziska Ludwig: „Kennen wir uns? Unsere geheimen Gemeinsamkeiten“
    (Verlag Klett Kinderbuch)

    Hans Christian Andersen, Polona Lovšin (Ill.): „Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen“
    Aus dem Englischen von Sylvia Tress
    (Esslinger Verlag)

    Frank Schwieger, Friederike Ablang (Ill.): „Trümmerkinder - Wie wir die Nachkriegszeit erlebten“
    (dtv)

    Agi Ofner: „Problemwölfe“
    (Tyrolia Verlag)

    Bianca Schaalburg: „Emma und Amir. Im Schatten des Terrors“
    (Verlagshaus Jacoby & Stuart)

    Anna Haifisch: „Die Grille in der Geige“
    (Rotopol Verlag)

    Am Mikrofon: Dina Netz

  • 16:30 Uhr

    Netzwerkproblem:
    Schwache Kooperation schwächt den Kampf gegen Cyberkriminalität

    Null-Lösung:
    Zero Trust sorgt für Sicherheit und Überwachung zugleich

    Risikobericht:
    Der AI Security Report listet die gefährlichen Seiten der KI auf

    Shortcuts:
    Gewohnheitsentscheidungen sollen KI-Systeme effizienter machen

    Info-Update

    Sternzeit 7. Februar 2026:
    Luna neun, die erste Sonde im Mond

    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Tiere töten im Zoo?
    Marcus Clauss, wissenschaftlicher Leiter der Zootier-Klinik der Universität Zürich, und Laura Zodrow, Fachreferentin für Tierschutz bei Pro Wildlife e.V., im Gespräch
    Am Mikrofon: Britta Fecke

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    Lamyas Buch der Scharlatane
    Von Amal El Ommali und Andrea Geißler
    Regie: Leonhard Koppelmann und Andrea Geißler
    Mit: Amal El Ommali, Kauta, Kaouthar Boulfazat, Khalid Bounouar,  Anissa Loucif, Benaissa Lamroubal,  Meryem Moutaoukkil, Malika Mengouchi, Yonii, Yasin El Harrouk, Younes Tissinte, Boujemaa Tajjiou, Anas Ouriaghli, Axel Gottschick,  Sören Wunderlich, Hanin El Mrabet, Salma El Mrabet, Mohammed El Ommali, Sibylle Nicolai, Simon Vogtz, Andreas Reinhart, Walter Renneisen, Miguel Medina Klein
    Musik: Kauta
    Ton und Technik: Ursula Potyra, Melanie Inden, Julia Kümmel, Thomas Rombach
    Regieassistenz: Aran Kleebaur
    HR 2025
    Länge: 115'

    Die Jury der Akademie der Darstellenden Künste benannte „Lamyas Buch der Scharlatane" zum Hörspiel des Monats Januar 2026.

    Die Begründung der Jury:
    Wir prämieren das Hörspiel „Buch der Scharlatane“ als Hörspiel des Monats Januar 2026. Uns überzeugte das Manuskript und seine Umsetzung. Es vereint einen tollen Soundtrack, eine ausgefeilte Dramaturgie und Regie, eine überzeugende schauspielerische Leistung und steckt voller Überraschungen. Das „Buch der Scharlatane“ erzählt davon, wie es ist, zwischen zwei Welten aufzuwachsen, in Deutschland geboren oder groß geworden, aber in einer anderen Kultur verwurzelt zu sein. Es verbindet gekonnt Mystik mit Politik, Geschichte mit Gegenwart, Trauer mit Hoffnung. In einer leichten und zugleich präzisen Sprache verbindet es nordafrikanische Legenden, popkulturelle und urbane Realität zu einer modernen Heldinnengeschichte über Selbstermächtigung, Sisterhood und Identität. Besonders erwähnenswert ist der Umgang mit Mehrsprachigkeit und deren Einbettung in die Erzählung. So werden kurze Passagen der Inszenierung in Tamazight und Arabisch gesprochen. Nicht alles wird akribisch übersetzt, sondern eher im Nebensatz oder in den folgenden Dialogen in die Erzählung eingebaut und bleibt so ganz selbstverständlich, so wie im Leben der Protagonistinnen auch, Teil des Alltags und Verständniskosmos. Das macht alles sehr authentisch. „Das Buch der Scharlatane“ öffnet eine reiche Welt, die voll ist von Erzählungen aus einer anderen Zeit und gleichzeitig spannend ins Heute reicht. Das alles unterstützt von einem fast filmischen Soundtrack, der nordmarrokanische Musik mit aktuellem Deutschrap verbindet und sich den Raum nimmt, den Musik haben kann.

    Die Jury und der gastgebende Sender 2026
    Olga Grjasnowa, Schriftstellerin und Masha Qrella, Musikerin

  • 22:05 Uhr

    Körper und Klang
    Der Komponist Jonas Otte
    Von Egbert Hiller

    Seine Arbeiten zeichnen sich durch herbe Ausdrucksintensität, eigensinniges Kolorit und ungewöhnliche Besetzungen aus.

    Er strebt nach spannungsreichem Zusammenspiel von Körper und Klang, von Zuhören und Reagieren - wobei er als Komponist seine Erfahrungen am Klavier auf seine Stücke überträgt und umgekehrt. Jonas Otte wurde 2000 in Chemnitz geboren, wo er auch seine doppelgleisige Ausbildung begann. Ab 2018 studierte er an der Hochschule für Künste Bremen, seit 2023 absolviert er ein Masterstudium in Komposition bei Gordon Kampe in Hamburg. In seiner kurzen künstlerischen Laufbahn gewann Otte bereits verschiedene Preise - beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und beim Deutschen Musikwettbewerb.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Kann Sexualität die Welt retten?
    Eine Lange Nacht über den Psychologen Wilhelm Reich
    Von Jan Decker
    Regie: Vera Teichmann

    Im Wien der 1920er-Jahre war er zuerst ein Musterschüler Sigmund Freuds und dann das Enfant terrible der noch jungen Psychoanalytiker-Gemeinde: Denn Wilhelm Reich (1897- 1957) sah bald schon den Körper und nicht die Seele als Hauptverantwortlichen für die Lebenskrisen des Menschen und den Orgasmus als das Modell eines erfüllten Lebens, das uns zur seelischen Selbstheilung befähigt. 1929 gründete der Sohn galizischer Gutsbesitzer, die früh verstarben, die erste Sexualberatungsstelle Österreichs, ab 1930 wirkte er auf diesem Gebiet in Berlin aufklärerisch. Als kommunistischer Jude und Psychologe geriet er ab 1933 gleich dreifach ins Visier der Nationalsozialisten. Während seiner Exiljahre in Skandinavien und in den USA driftete er dann in die Esoterik ab - das sagen die einen, die anderen rühmen hingegen seine Pionierleistungen etwa im Bereich der Körperpsychotherapie. Immer wieder haben Kritiker der Schul-Psychologie und -Wissenschaft sich von den Konzepten des innovative Psychologen inspirieren lassen, der in Westdeutschland durch die 1968-er wiederentdeckt wurde. Seine Ideen und Ansätze lohnen einen genaueren Blick, sind wegweisend und manchmal auch grotesk verschroben, transportieren aber einen verblüffend modernen Impetus.