• Mo
    Di
    Mi
    Do
    Fr
    Sa
    So

Programm: Vor- und RückschauSamstag, 14.02.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Riten und Offenbarungen
    Die britische Trompeterin Laura Jurd
    Aufnahme vom 23.8.2025 beim Jazzfestival Saalfelden
    Am Mikrofon: Anja Buchmann
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    Neues von der Improvisierten Musik
    Am Mikrofon: Thomas Loewner
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    Das Magazin - Neues aus der Szene
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    Publikumsgesang ohne Texte
    Jazzrock-Kollektiv Snarky Puppy (2/2)
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    Zwischen Trauer und Resilienz
    Die englische Songwriterin Lucy Kitchen
    Am Mikrofon: Anke Behlert
    (Wdh.)

    Zwischen Trauer und Resilienz
    Die englische Songwriterin Lucy Kitchen
    Am Mikrofon: Anke Behlert
    (Wdh.)

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pfarrerin Sandra Zeidler, Nürnberg
    Evangelische Kirche

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    08:35 Uhr   Börse

    Der nationale Wochenrückblick

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 150 Jahren: Alexander Graham Bell meldet das Patent für das Telefon an

  • 09:10 Uhr

    Fasten, Verzicht und Stille - Rückzug aus einer hektischen Welt
    (Wdh. vom 10.02.2024)
    Am Mikrofon: Felicitas Boeselager

    Stress, familiäre Verpflichtungen, schlechte Nachrichten: Manchmal wäre es so schön, einfach auf die Pausetaste zu drücken. Religiöse Fastenzeiten, die sich bald an die närrische Jahreszeit anschließen, können solche Pausen sein. Aber auch in unserer zunehmend säkularen Welt suchen Menschen die Reflektion im Verzicht.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Karnevalsikone und Liedautor Ludwig Sebus

    Wie sieht die Playlist eines Hundertjährigen aus? Der „Kölsche Jung“ und Zeitzeuge stellt die Klänge seines Lebens vor.

    Er versteckte sich vor der Hitlerjugend, wurde von der Gestapo verhört, im Zweiten Weltkrieg an die Ostfront geschickt und geriet schließlich in russische Gefangenschaft. Dort, im Lager, wo er für Unterhaltung sorgen sollte, begann die Bühnenkarriere von Ludwig Sebus. Zurück in seiner Heimat stieg der gebürtige Kölner als Karnevalsgröße auf, mit Liedern wie „Jede Stein en Kölle“ oder „Luur ens vun Düx noh Kölle“. Ob als Lieddichter, Komponist oder beim „Krätzchensingen“, einer traditionellen Liedart des Rheinlands, die hintersinnig den Alltag kommentiert, prägt er seit über 70 Jahren die Karnevalsszene. Am 5. September 2025 feierte Ludwig Sebus seinen 100. Geburtstag. Im Deutschlandfunk blickt er auf Leben und Musik, spricht über den Zauber närrischen Treibens.

  • 11:05 Uhr

    Der Landraub - Wie Russland die Ukraine russifiziert
    Von Rebecca Barth und Ellina Samovilova

    Die von Russland besetzten Gebiete der Ukraine ähneln einer Blackbox. Unabhängige Berichterstattung vor Ort ist nicht möglich. Viele Menschen dort haben Angst, überhaupt mit Journalistinnen und Journalisten zu sprechen. Dennoch gelangen ausreichend Informationen nach Außen, die belegen, wie systematisch die russischen Besatzer alles Ukrainische in den von ihnen kontrollierten Gebieten zerstören. Die Instrumente: Kultur, Bildung, Bürokratie und Gewalt. Wer sich weigert, einen russischen Pass anzunehmen, erhält keine Sozialleistungen, keine Rente, keine Arbeit, keinerlei Unterstützung. In den Schulen würden schon die Jüngsten propagandistisch indoktriniert und vor allem militarisiert, erklären Menschenrechtsorganisationen. Immer wieder fliehen junge ukrainische Männer vor der Zwangsmobilisierung in die russische Armee. Waisenkinder sind besonders zu Beginn der russischen Vollinvasion 2022 nach Russland verschleppt und dort zur Adoption freigegeben worden. Tausende Mädchen und Jungen sollen davon betroffen sein. In den meisten Fällen hat sich ihre Spur verloren. So schafft Russland Fakten.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 13:30 Uhr

    Auslandsmagazin

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Der Verleger Ferdinand Lutz im Gespräch über:

    Jockum Nordström:„Sailor und Pekka erledigen was in der Stadt“
    Aus dem Schwedischen von Hinrich Schmidt-Henkel
    (Peridot Verlag)

    Ludwig Bemelmans:„Madlen“
    Aus dem Englischen von Nadia Budde
    (Peridot Verlag)

    Am Mikrofon: Ute Wegmann

  • 17:05 Uhr

    Brauchen wir mehr Patriotismus?
    Der Historiker Andreas Rödder und die Schriftstellerin Asal Dardan im Gespräch
    Am Mikrofon: Lucca Pizzato

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    Erzählen wie es weitergeht
    Von Jürgen Becker, mit unveröffentlichten Gedichten des Autors
    Regie: Matthias Kapohl
    Mit: Martin Brambach, Anja Laïs, Christian Redl, Kristin Steffen, Ilse Strambowski
    Ton und Technik: Christoph Rieseberg und Thomas Widdig
    Komposition und Musik: Gregor Schwellenbach
    Dramaturgie: Sabine Küchler
    Deutschlandfunk 2024 + Unveröffentlichte Gedichte von Jürgen Becker
    Länge: 115'56

    Jörn versucht, mit dem Alleineleben zurande zu kommen, nachdem seine Frau gestorben ist. Maria steht auf ihrem Balkon und schaut hinab auf den Parkplatz des gegenüber liegenden Einkaufsmarkts. Hanni erzählt aus ihrem Zimmer, was Vater und Großvater erzählen und was die Tante aus Magdeburg dazu sagt. Johann wartet in der Halle eines Hochhauses auf den Aufzug. Und Lonny spricht mit dem Anrufbeantworter, in der Erwartung, dass ihr Mann zurückruft. Fünf Stimmen in alltäglichen Situationen, und in jeder Situation spricht Erinnerung mit. Was außerdem hörbar gemacht wird: ein stilles Unbehagen und die Verwunderung, dass der Alltag so weitergeht, wie er noch ist.
    Die binaurale Tonmischung des Hörspiels klingt am besten mit Kopfhörern.

    Jürgen Beckers Hörspiel steht am Ende einer jahrzehntelangen Radiopraxis. Dazu gehören auch die 20 Jahre als Hörspielredakteur im Deutschlandfunk. Er lebte in Köln, wo er 1932 geboren wurde und 2024 verstarb. 2022 erschien, neben der Gesamtausgabe seiner Gedichte, der Lyrikband „Die Rückkehr der Gewohnheiten“. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter für seine Hörspielarbeit 2013 den Günther-Eich-Preis, 2014 den Büchner-Preis.

  • 22:05 Uhr

    Präzision und Expression
    Die Perkussionistin Sabrina Ma
    Von Dietrich Petzold

    Arbeitsintensiver Feinschliff steht im Fokus, wenn die Interpretin neue Werke zur Uraufführung bringt.

    Man erlebt sie als Solistin, als Mitwirkende in kammermusikalischen Ensembles oder als Akteurin in musiktheatralischen Performances. Immer besticht das Spiel der Perkussionistin Sabrina Ma durch äußerste Genauigkeit und eine stupende Konzentration. Das überträgt sich direkt auf das Publikum. Seit 2007 lebt und wirkt die 1985 in Großbritannien geborene, in Hongkong aufgewachsene Musikerin in Berlin und Umgebung. Ein Schwerpunkt ihres Tuns ist die Erarbeitung neuer Werke - im Zusammenwirken mit höchst verschiedenen Urhebern. Dabei geht es (ihr) vor allem um möglichst klare Reduktion und Fokussierung auf ein klanglich spezifisch definiertes Material und Instrumentarium.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Die Moderne aus dem Dorf
    Eine Lange Nacht über Paula Modersohn-Becker
    Von Berit Hempel
    Regie: Burkhard Reinartz
    Wdh.v.30./31.03.2024

    „Ich bin glücklich, glücklich, glücklich!“ - schreibt die vor 150 Jahren geborene Künstlerin Paula Becker 1897 über ihren ersten Aufenthalt in der Künstlerkolonie Worpswede. Hier möchte sie lernen, das Wesen der Menschen darzustellen. Sie porträtiert Mädchen vor hellen Birken, alte Frauen, die sich auf einen Stock stützen, zeichnet lebensgroße Akte. Das Dorf im Teufelsmoor bedeutet für die junge Frau Freiheit und Bildung. Hier findet sie auch ihren späteren Ehemann, den Maler Otto Modersohn. Doch bald ist ihr die Künstlerkolonie zu eng, es zieht sie nach Paris, wo Künstler wie Auguste Rodin und Pablo Picasso neue Formen und neue Inhalte für die Kunst suchen. In Paris sieht sie Ausstellungen avantgardistischer Künstler und versucht, ihre eigene Malerei auf das Wesentliche zu reduzieren. 1906 porträtiert sie sich selbst als nackte schwangere Frau - der erste weibliche Selbstakt in der Kunst -, malt eine nackte Mutter, die neben ihrem Säugling liegt. Alles neue Motive für diese Zeit. Hin- und hergerissen zwischen Paris und Worpswede entscheidet sie sich schließlich für das Leben auf dem Dorf mit ihrem Mann. 1907 bringt sie ein Kind zur Welt, doch wenige Wochen nach der Geburt bricht sie zusammen, stirbt mit den Worten „wie schade“ auf den Lippen. Nach ihrem Tod wurde ihr in Bremen ein Museum gebaut, das erste allein einer Künstlerin gewidmete. Ihre Bedeutung als Künstlerin und Wegbereiterin der Moderne hatte kaum einer ihrer Zeitgenossen erkannt.