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Programm: Vor- und RückschauDonnerstag, 14.05.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Klassik live

    Amy Beach
    Sinfonie e-Moll 'Gaelic Symphony'
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Marie Jacquot

    Aufnahme vom 22.6.2025 in der Philharmonie Berlin

    02:07 Uhr   Klassik live

    Vivian Fung
    "Earworms" für Orchester

    Johann Sebastian Bach
    Partita für Violine solo Nr. 3 E-Dur, BWV 1006 (Auszug)

    Midori, Violine
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Marie Jacquot

    Aufnahme vom 22.6.2025 in der Philharmonie Berlin

    03:05 Uhr   Heimwerk

    "Extase"

    Claude Debussy
    "L'isle joyeuse" für Klavier, L 106

    Franz Liszt
    Mephisto-Walzer für Klavier Nr. 1 A-Dur, S 514 (R 181)

    Guillaume Connesson
    "Techno Parade" für Flöte, Klarinette und Klavier

    Mario Häring, Klavier
    Clara Andrada de la Calle, Flöte
    Sharon Kam, Klarinette

  • 06:05 Uhr

    Gerald Finzi
    "God is gone up"
    Choir of Clare College Cambridge
    Matthew Jorysz, Orgel
    Leitung: Graham Ross

    Nicolas Gombert
    "O rex gloriae". Motette
    Beauty Farm

    Johann Sebastian Bach
    "Gott fähret auch mit Jauchzen". Kantate zum Fest Christi Himmelfahrt, BWV 43
    Nancy Argenta, Sopran
    Michael Chance, Countertenor
    Anthony Rolfe Johnson, Tenor
    Stephen Varcoe, Bass
    Monteverdi Choir
    English Baroque Soloists
    Leitung: John Eliot Gardiner

    Wilhelm Friedemann Bach
    "Gott fähret auf mit Jauchzen". Kantate zum Fest Christi Himmelfahrt, Fk 75
    Dorothee Mields, Sopran
    Gerhild Romberger, Alt
    Georg Poplutz, Tenor
    Klaus Mertens, Bass
    Bachchor Mainz
    L'arpa festante
    Leitung: Ralf Otto

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

  • 08:35 Uhr

    Live vom 104. Deutschen Katholikentag in Würzburg

  • 09:05 Uhr

    Vor 65 Jahren: Rassistischer Überfall auf den ersten "Freedom Ride" in den USA

  • 09:10 Uhr

    Vokalmusik

  • 09:30 Uhr

    Zukunft des Urbanen
    Aus Bestehendem schöpfen - Das Potenzial obsoleter Stadträume
    Von Sabine Tastel

    Unsere Großstädte stehen unter enormem Druck. Es werden Flächen benötigt - für neue und bezahlbare Wohnungen, Grünräume, soziale Infrastrukturen und eine nachhaltige Mobilität. Doch wo sind diese zu finden? Ein Wachstum der Städte nach außen ist schon lange keine Lösung mehr: Jede neu versiegelte Fläche vernichtet wichtige Natur- und Agrarräume und beschleunigt den Klimawandel. Aber: Unsere Städte besitzen eine entscheidende Ressource. Vom Kaufhaus über das Kino bis zum Parkplatz und Friedhof - immer mehr Gebäude und Flächen fallen aus der Nutzung. Treiber dieser Entwicklung sind die Megatrends Digitalisierung, Verkehrswende und Wandel der Religiosität. Vor dem Hintergrund der planetaren Grenzen stellt die Transformation obsoleter Stadträume die entscheidende Ressource für eine zirkuläre Stadtentwicklung dar. Es genügt jedoch nicht, Gebäude für Gebäude, Fläche für Fläche umzunutzen, ohne das Ganze im Blick zu haben - damit das Obsolete zur Quelle einer nachhaltigen Stadtentwicklung wird. 
    Sabine Tastel (*1987) ist Professorin für Stadt- und Freiraumgestaltung an der Technischen Hochschule Köln. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Wahrnehmung und Transformation von Stadträumen. Aktuelle Forschungen befassen sich mit urbanen Erinnerungskulturen und der sozialräumlichen Bedeutung von Tankstellen. Sie war Co-Autorin des Buches „Die obsolete Stadt - Wege in die Zirkularität“ (2025) und Mit-Herausgeberin der Publikation „Die Bodenfrage - Klima, Ökonomie, Gemeinwohl“ (2020).

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Stiftskirche St. Georg in Tübingen
    Predigt: Pfarrerin Susanne Wolf
    Evangelische Kirche

  • 11:05 Uhr
  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Neue Deutschlandfunk-Produktionen

    Franz Ignaz Beck
    Sinfonie D-Dur, op. 4 Nr. 4
    Sinfonie G-Dur, op. 4 Nr. 5
    Sinfonie Es-Dur, op. 4 Nr. 6
    Auszüge aus „Pandore“. Melodram

    La Stagione Frankfurt
    Leitung: Michael Schneider

    Aufnahme vom August 2025 aus der Festeburgkirche in Frankfurt/Main

    Am Mikrofon: Johannes Jansen

    Die Französische Revolution brachte Franz Ignaz Beck vor ein Tribunal. Dabei war er selbst ein Revolutionär: in der Musik.

    Franz Ignaz Beck war ein Spross der Mannheimer Schule, den es infolge abenteuerlicher Verwicklungen über Venedig und Neapel zunächst nach Marseille und schließlich nach Bordeaux verschlug. Auch in Paris hat er gewirkt, wo im Juli 1789 mit dem Melodram „Pandore & Prométhée“ eines seiner Spätwerke zur Aufführung gelangte. Michael Schneider und La Stagione Frankfurt erweisen ihm Gerechtigkeit als einem frühen Wegbereiter des klassischen Stils und bedeutenden Vorläufer Beethovens. Ihre jüngste Aufnahme bildet den Abschluss einer schon 1995 begonnenen Gesamteinspielung der zwölf großen Beck’ schen Sinfonien. Als Zugabe macht sie uns bekannt mit der Musik zu einem Melodram um die Erschaffung jener Pandora, aus deren Büchse einst das Unheil der Welt entwich.

  • 15:05 Uhr

    Spezial

    Teile und herrsche - Wie autokratische Kräfte Medien nutzen und bekämpfen

    Von Brigitte Baetz

    Autokraten gehen immer gleich vor, wenn sie demokratische Strukturen aushebeln wollen: Sie säen Misstrauen in Qualitätsmedien und versuchen zugleich, sie unter ihre Kontrolle zu bekommen. Wie funktioniert das und was ließe sich dagegen unternehmen?
    Ein Mediasres-Spezial im Rahmen unserer Denkfabrik-Reihe: Das Recht des Stärkeren: Wie Machthaber die Welt neu ordnen.

  • 16:10 Uhr

    John Horne Burns: „Galleria Umberto“
    Aus dem Amerikanischen und mit einem Nachwort von Gregor Hens
    Buchgestaltung von Jana Meier-Roberts
    (Aufbau Verlag / Die Andere Bibliothek)
    Ein Beitrag von Nico Bleutge

    Am Mikrofon: Wiebke Porombka

  • 16:30 Uhr

    Atlantikströmung AMOC
    Wie fragil ist Europas Wärmepumpe?
    Von Philipp Lemmerich

    Die Atlantische meridionale Umwälzzirkulation, kurz AMOC, gilt als Herzstück des Klimasystems im Nordatlantik. Sie befördert warmes Wasser aus den Tropen nach Norden und sorgt dafür, dass Europa deutlich milder ist als andere Regionen auf vergleichbaren Breitengraden. Lange Zeit wurde angenommen, dass dieses System stabil ist. Doch aktuelle Messungen und hochaufgelöste Klimamodelle zeichnen ein zunehmend beunruhigendes Bild.
    Ein Zusammenbruch der AMOC hätte gravierende Folgen: starke Abkühlung in Europa, veränderte Niederschlagsmuster und massive Einbußen in der Landwirtschaft weltweit. Während einige Forschende vor einem unterschätzten Risiko warnen, verweisen andere auf große Unsicherheiten und stabilisierende Effekte im Klimasystem.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    Kulturkampf - Warum gesellschaftliche Gräben tiefer werden
    Von Luca Rehse-Knauf

    Kulturkämpfe gab es schon immer. Doch sie haben sich verändert, auch in ihrer Dimension. Wurde sich in den 1960ern zum Beispiel noch über junge Männer mit langen Haaren als "Gammler" echauffiert, so geht es heute zum Beispiel ums Gendern, um Freiheit und das richtige Leben. Der Kulturkampf wird zum politischen Programm. Das Konzept der Metapolitik zeichnet nach, wie im modernen Kulturkampf politische Ziele kulturell vorbereitet werden. Ausgetragen wird dies gar nicht in den großen Talkshows, sondern meist zuerst im Lokalen. Wie lässt sich diese Entwicklung erklären und inwiefern ist sie zwangsläufig? Eine Reise der Deutschlandfunk-"Systemfragen" - durch die Geschichte moderner Auseinandersetzungen an die aktuellen "Frontlinien" des Kulturkampfes, etwa im hessischen Friedrichsdorf, wo bei der Freiwilligen Feuerwehr seit 2025 das generische Femininum gilt - bis hin zu einer Wissenschaftskonferenz in Basel. Eine Wiederholung vom 25.12.2025

  • 20:30 Uhr

    Die Peter Thiel Story (4/6)
    Der Rächer
    Podcast von Fritz Espenlaub, Jasmin Körber, Christian Schiffer und Klaus Uhrig
    Regie: Klaus Uhrig
    Deutschlandfunk 2025
    (Folge 5 am 21.05.2026 um 20:30)

    Über Verschwörungen, persönliche Vergeltung und politische Ambitionen: Die bizarre Verbindung zwischen der Wrestling-Legende Hulk Hogan, einem Tech-Milliardär und dem US-Präsidentschaftswahlkampf 2016.

  • 21:05 Uhr

    Miles Davis 100.
    Das Studio als Instrument
    Miles Davis und sein Einfluss auf aktuelle Jazz-Produktionen
    Von Niklas Wandt

    Miles Davis-Klassiker und Aufnahmen aktueller Jazz-Acts, die von Miles‘ wegweisenden Studiotechniken inspiriert sind.

    Was Miles Davis und sein Produzent Teo Macero Ende der 1960er-Jahre im Studio, an Mischpult und Schneidetisch begonnen haben, wirkt bis heute nach. Alben wie „Bitches Brew" oder „On The Corner" mit ihren originellen Klangcollagen und elektroakustischen Texturen beeinflussen bis heute Musikerinnen und Musiker, die in dieser Sendung zu Wort kommen - etwa der Bassist und Produzent Petter Eldh, der in seinem Berliner Studio eigene Projekte realisiert, oder die Multiinstrumentalistin Emma-Jean Thackray aus London, die ihre Alben zu großen Teilen selbst aufnimmt und produziert.

  • 22:05 Uhr

    Geburtsstunde eines Genies
    Zum 100. Jahrestag der Uraufführung der Sinfonie Nr. 1 f-Moll, op. 10 von Dmitri Schostakowitsch
    Am Mikrofon: Michael Stegemann

    Dmitri Schostakowitsch feierte immer zweimal im Jahr seinen Geburtstag: Am 25. September, als er 1906 in St. Petersburg das Licht der Welt erblickt hatte - und den Tag der Uraufführung seiner Ersten Sinfonie, die Nikolai Malko am 12. Mai 1926 in Leningrad (wie die Stadt inzwischen hieß) aus der Taufe gehoben hatte. Tatsächlich war es so etwas wie die künstlerische Geburtsstunde des damals erst 19-Jährigen, die Schostakowitsch quasi über Nacht weltberühmt machte. Das zeigen auch die frühen Aufnahmen, in denen das Werk in den heutigen „Historischen Aufnahmen" erklingt: unter Leopold Stokowski (1933), Arthur Rodzinski (1940), Arturo Toscanini (1944) und Constantin Silvestri (1955) - und mit dem Uraufführungs-Dirigenten Nikolai Malko, der die Sinfonie 1957 mit dem BBC Symphony Orchestra aufgeführt hat.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Die Mezzosopranistin Lucile Richardot
    Am Mikrofon: Laura Aha

    Lucile Richardot ist eine Spätberufene: Eigentlich wollte sie Journalistin werden. Eine Verkettung (un)glücklicher Zufälle führte dazu, dass sie sich mit Ende Zwanzig für die Musik entschied - zum Glück! Denn die Französin ist nicht nur eine außergewöhnliche Mezzosopranistin. Ihr samtig-dunkles Stimmtimbre erlaubt es ihr, sich scheinbar mühelos aus tenoralen Tiefen in Sopran-Höhen hinaufzuschwingen. Richardot eine der gefragtesten Sängerinnen im Bereich Alte Musik. 2025 wurde sie als „Opernsängerin des Jahres“ ausgezeichnet. Dennoch liegen ihr Epochenbeschränkungen ebenso fern wie Registergrenzen: Ob Monteverdis Madrigale, Bachs Passionen, Kunstlieder vergessener Komponistinnen oder experimentelle Kompositionen Luciano Berios - in unserer Sendung beweist Lucile Richardot, dass sie alles singen kann.