Geburtsstunde eines Genies
Zum 100. Jahrestag der Uraufführung der Sinfonie Nr. 1 f-Moll, op. 10 von Dmitri Schostakowitsch
Am Mikrofon: Michael Stegemann
Dmitri Schostakowitsch feierte immer zweimal im Jahr seinen Geburtstag: Am 25. September, als er 1906 in St. Petersburg das Licht der Welt erblickt hatte - und den Tag der Uraufführung seiner Ersten Sinfonie, die Nikolai Malko am 12. Mai 1926 in Leningrad (wie die Stadt inzwischen hieß) aus der Taufe gehoben hatte. Tatsächlich war es so etwas wie die künstlerische Geburtsstunde des damals erst 19-Jährigen, die Schostakowitsch quasi über Nacht weltberühmt machte. Das zeigen auch die frühen Aufnahmen, in denen das Werk in den heutigen „Historischen Aufnahmen" erklingt: unter Leopold Stokowski (1933), Arthur Rodzinski (1940), Arturo Toscanini (1944) und Constantin Silvestri (1955) - und mit dem Uraufführungs-Dirigenten Nikolai Malko, der die Sinfonie 1957 mit dem BBC Symphony Orchestra aufgeführt hat.