German Diaries (1+2/4)
Von Samuel Beckett
Bearbeitung und Übersetzung: Gaby Hartel
Regie: Gaby Hartel, zeitblom
Mit: Sabin Tambrea
Komposition: zeitblom
Ton und Technik: Thomas Monnerjahn, Susanne Beyer
Regieassistenz: Marie Permantier
Dramaturgie: Sabine Küchler
Deutschlandfunk 2026
Länge: 52'55 (Teil 1) + 50'21 (Teil 2)
(Wdh. Teil 1 am 13.09.2026, Deutschlandfunk Kultur, 18.30 Uhr)
(Wdh. Teil 2 am 16.09.2026, Deutschlandfunk Kultur, 22.05 Uhr)
(Teil 3 und Teil 4 am 19.09.2026. Deutschlandfunk, 20.05 Uhr)
Samuel Beckett hat nur einmal in seinem Leben über längere Zeit Tagebuch geführt, nämlich auf seiner großen Deutschlandreise von September 1936 bis April 1937, auf der er eine Gesellschaft im Prozess der Gleichschaltung beobachtet.
Im Herbst 1936 hat der dreißigjährige Beckett seine Karriere als Literaturprofessor abgebrochen, eine Psychotherapie vorzeitig beendet und erfolglos versucht, seinen ersten Roman „Murphy“ unterzubringen. Er bricht auf nach Deutschland, um Kunst zu sehen und sich neu zu erfinden. Schon auf der ersten Station Hamburg wird er Zeuge einer Gesellschaft, die sich auf dem Weg in die Gleichschaltung des gesamten öffentlichen Lebens befindet. Er begegnet Künstlern und Sammlern, notiert schockiert die Repressalien gegen jüdische Bürger und wird zum aufmerksamen Beobachter des Alltagslebens im Dritten Reich.
Samuel Beckett (1906 in Dublin geboren, 1989 in Paris gestorben) zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. 1969 erhielt er den Literaturnobelpreis. Beckett ist dem breiten Publikum hauptsächlich durch seine Dramen, insbesondere „Warten auf Godot“, bekannt, verfasste aber auch Prosa und Lyrik.