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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 12.09.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Der Pianist als Groove-Architekt
    Nik Bärtsch solo
    Aufnahme vom 21.2.2026 beim JO.E.-Festival Essen in der Zeche Carl
    Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    Neues von der improvisierten Musik
    Neue Alben, Bücher und Filme aus dem Bereich des Jazz. Dazu Infos über aktuelle Entwicklungen in der Szene.
    Am Mikrofon: Thomas Loewner
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    Finale mit Banjo
    Ein letztes Album der US-amerikanischen Band Lambchop
    Von Marcel Anders
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    Chris Kramer Duo
    Chris Kramer & Paddy Boy Zimmerman (D)
    Aufnahme vom 28.5.2026 beim Bluesfest Eutin/Blues Baltica
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    Rolle rückwärts in der Musikgeschichte
    Der Brasilianer Seu Jorge
    Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause
    (Wdh.)

    Rolle rückwärts in der Musikgeschichte
    Der Brasilianer Seu Jorge
    Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause
    (Wdh.)

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pfarrerin Andrea Wagner-Pinggéra, Bielefeld
    Evangelische Kirche

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    08:35 Uhr   Börse

    Der nationale Wochenrückblick

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 95 Jahren: Nationalsozialistischer "Kurfürstendamm-Krawall" in Berlin

  • 09:10 Uhr

    Ausbeutung bei Auslieferung - Fahrradkuriere in Deutschland

    Am Mikrofon: Manfred Götzke

    Man sieht sie in vielen deutschen Städten: Junge Männer, die für Wolt, Uber Eats und Lieferando Essen mit dem Rad ausfahren. Allein in Berlin sind täglich mehr als 1.000 Fahrradkuriere unterwegs. Fast alle stammen aus Indien, Pakistan oder Bangladesch. Sie verdienen meist nicht mal den gesetzlichen Mindestlohn und werden zudem teils von kriminellen Mittelsmännern ausgebeutet.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: die Übersetzerin Karin Krieger

    Sprache ist für sie Klang, Bewegung, Musik. Ihre ersten Übersetzungen waren Songtexte.

    Karin Krieger möchte über Sprache Gemeinschaft herstellen. Sie sagt, als Übersetzerin trage sie dazu bei, dass weit voneinander entfernte Menschen sich verstehen. 1958 in Berlin geboren, studierte Karin Krieger an der dortigen Humboldt-Universität Romanistik. Seit 1988 übersetzt sie vorwiegend italienische und französische Literatur, darunter Bücher von Alessandro Baricco und Margaret Mazzantini. Einem breiteren Publikum wurde sie als Übersetzerin der neapolitanischen Saga von Elena Ferrante bekannt. Da die Autorin anonym bleiben möchte, vertrat Karin Krieger die Reihe öffentlich. 2024 erhielt sie für ihr Lebenswerk den Mazzucchetti-Gschwend-Übersetzungspreis. In der Sprache wie in der Musik sucht sie den besonderen Rhythmus, was auch ihre Auswahl für „Klassik-Pop-et cetera“ zeigt.

  • 11:05 Uhr

    Nelken für die Freiheit- Portugals Frauen und die Revolution
    Eine Sendung von Tilo Wagner

    Am 25. April 1974 beendet ein Militärputsch die Diktatur in Portugal. Die Helden der sogenannten „Nelkenrevolution“ scheinen überwiegend Männer zu sein: Auf den Panzern, in den provisorischen Regierungen, in den verfassungsgebenden Versammlungen. Doch gerade für die Frauen beginnt nun eine Ära der Emanzipation. Beim Aufbau der Zivilgesellschaft sind sie eine wichtige Stütze. In einer Gesellschaft, die in ihren Grundzügen sehr konservativ ist, müssen sie ihre Rolle neu definieren. Ideale wie Selbstbestimmung und persönliche Freiheit versuchen sie an die folgenden Generationen weiterzugeben. Wie gehen die Mütter, Töchter und Enkelinnen der Nelkenrevolution mit dem Erbe des politischen Umbruchs heute um? Im Alltag der Frauen spiegelt sich wieder, wie stark sich Portugal in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 13:30 Uhr

    Auslandsmagazin

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

  • 16:05 Uhr

    Wer hat den kleinen Drachen Kokosnuss geklaut?
    KI-Kunst und das Urheberrecht
    Ein Feature von Florian Felix Weyh

    Am Mikrofon: Nora Karches

  • 17:05 Uhr

    Brauchen wir eine faire Erbschaftssteuer?
    Die Politikwissenschaftlerin und Autorin Martyna Linartas und Marie-Christine Ostermann, Präsidentin des Verbandes "Die Familienunternehmer", im Gespräch
    Am Mikrofon: Manfred Götzke

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    German Diaries (1+2/4)
    Von Samuel Beckett
    Bearbeitung und Übersetzung: Gaby Hartel
    Regie: Gaby Hartel, zeitblom
    Mit: Sabin Tambrea
    Komposition: zeitblom
    Ton und Technik: Thomas Monnerjahn, Susanne Beyer
    Regieassistenz: Marie Permantier
    Dramaturgie: Sabine Küchler
    Deutschlandfunk 2026
    Länge: 52'55 (Teil 1) + 50'21 (Teil 2)

    (Wdh. Teil 1 am 13.09.2026, Deutschlandfunk Kultur, 18.30 Uhr)
    (Wdh. Teil 2 am 16.09.2026, Deutschlandfunk Kultur, 22.05 Uhr)

    (Teil 3 und Teil 4 am 19.09.2026. Deutschlandfunk, 20.05 Uhr)

    Samuel Beckett hat nur einmal in seinem Leben über längere Zeit Tagebuch geführt, nämlich auf seiner großen Deutschlandreise von September 1936 bis April 1937, auf der er eine Gesellschaft im Prozess der Gleichschaltung beobachtet.

    Im Herbst 1936 hat der dreißigjährige Beckett seine Karriere als Literaturprofessor abgebrochen, eine Psychotherapie vorzeitig beendet und erfolglos versucht, seinen ersten Roman „Murphy“ unterzubringen. Er bricht auf nach Deutschland, um Kunst zu sehen und sich neu zu erfinden. Schon auf der ersten Station Hamburg wird er Zeuge einer Gesellschaft, die sich auf dem Weg in die Gleichschaltung des gesamten öffentlichen Lebens befindet. Er begegnet Künstlern und Sammlern, notiert schockiert die Repressalien gegen jüdische Bürger und wird zum aufmerksamen Beobachter des Alltagslebens im Dritten Reich.

    Samuel Beckett (1906 in Dublin geboren, 1989 in Paris gestorben) zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. 1969 erhielt er den Literaturnobelpreis. Beckett ist dem breiten Publikum hauptsächlich durch seine Dramen, insbesondere „Warten auf Godot“, bekannt, verfasste aber auch Prosa und Lyrik.

  • 22:05 Uhr

    Licht, das man mit Augen nicht sehen kann
    Der Komponist PRASQUAL und sein kosmogonisches Ritualtheater
    Von Ingo Dorfmüller
    (Wdh. v. 14.11.2015)

    Der aus Polen stammende, in Köln ansässige Komponist PRASQUAL (*1981) ist eine ungewöhnliche Erscheinung in der Neuen Musik. Schon sein Name - stets in Versalien und ohne Vornamen - signalisiert den Anspruch: Seine Musik bewegt sich in großen Dimensionen. Statt handelsübliche Ensemblestücke im Zehn-Minuten-Format zu liefern, arbeitet PRASQUAL an einer Musik monumentaler Formen und ritueller Vollzüge. Im Zentrum der Sendung steht ein Musiktheaterprojekt: Eine mehrteilige musikalische Kosmogonie, inspiriert von Virginia Woolfs Roman „Orlando“. Wer bei den Dimensionen des Werks an Karlheinz Stockhausens LICHT-Zyklus denkt, liegt nicht falsch - PRASQUAL beruft sich ausdrücklich darauf. Doch geht er gedanklich wie musikalisch eigene Wege.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Demut, Dankbarkeit und Resilienz. Diese drei?
    Eine Lange Nacht über die Kunst des glücklichen Alterns
    Von Blanka Weber
    Regie: die Autorin

    Es gelte, ein „Leben nicht mit Jahren“ zu füllen, „sondern die Jahre mit Leben“, formulierte der US-amerikanische Politiker Adlai E. Stevenson II. Gut gesagt - und wie macht man das? Worauf kommt es an? Was sind die Dinge, die am Ende wirklich zählen? Was sagen hochbetagte Menschen, hat ihnen zu leben geholfen, Tiefschläge zu meistern, nicht zu verzagen? Gibt es Rezepte für ein gutes, ein glückliches und erfülltes Leben? Wir fragen eine Zisterzienserin, sind mit einem fast 99-jährigen Dirigenten im Gespräch, einem Regisseur, der mit über 90 weiterhin fröhlich inszeniert und Pläne schmiedet. Wir fragen den renommierten Maler Michael Triegel, der in seinen Bildern Leben und Tod verhandelt. Wir sind mit der Kulturwissenschaftlerin Alaida Assmann im Gespräch, mit dem Intendanten und Tenor Jonas Kaufmann sowie dem Pianisten András Schiff, der bis zu seinem 70.Lebensjahr gewartet hat, bevor er sich Bachs „Kunst der Fuge“ zuwandte. Wir sprechen mit Menschen, die andere im letzten Lebensabschnitt begleiten und wollen herausfinden, was im Leben wirklich zählt.