German Diaries (3+4/4)
Von Samuel Beckett
Bearbeitung und Übersetzung: Gaby Hartel
Regie: Gaby Hartel, zeitblom
Mit: Sabin Tambrea
Komposition: zeitblom
Ton und Technik: Thomas Monnerjahn, Susanne Beyer
Regieassistenz: Marie Permantier
Dramaturgie: Sabine Küchler
Deutschlandfunk 2026
Länge: 49'35 (Teil 3) + 53'00 (Teil 4)
Auf seiner Reise durchs winterliche Nazideutschland wird Samuel Beckett zunehmend von Geldknappheit und gesundheitlichen Beschwerden geplagt. Täglich beobachtet er Rassismus und brutale Ausgrenzung.
Hamburg, Hannover, Berlin, Dresden, München … Auf seiner Deutschlandreise lernt der dreißigjährige Beckett immer wieder auch faszinierende Künstler, Kunstsammler und Intellektuelle kennen. Wie fließend die Grenzen zwischen Anpassung an den totalitären Staat und die Auflehnung gegen ihn ist, notiert er in seinem Tagebuch. Scharf beobachtete Alltagsszenen und originelle Kunstbetrachtungen finden sich in seinen Notaten ebenso wie Reflexionen über seine eigene ungewisse Zukunft als Schriftsteller. Denn er findet keinen Verlag für seinen Roman „Murphy“.
Samuel Beckett (1906 in Dublin geboren, 1989 in Paris gestorben) zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. 1969 erhielt er den Literaturnobelpreis. Beckett ist dem breiten Publikum hauptsächlich durch seine Dramen, insbesondere „Warten auf Godot“, bekannt, verfasste aber auch Prosa und Lyrik.