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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 20.09.2026

  • 00:05 Uhr

    Wege ins Leben
    Eine Lange Nacht über die Kinder dieser Welt
    Von Margot Litten
    Regie: die Autorin

    In Freiheit aufwachsen - egal ob in einer Lehmhütte oder in einer Hightech-Klinik geboren - das wünschen sich Kinder überall auf der Welt. Diese Lange Nacht erzählt von kindlichen Lebensrealitäten, Hoffnungen und Herausforderungen heute und früher und rund um den Globus.

    Mehr als 8 Milliarden Menschen bevölkern die Erde - und jährlich werden es rund 83 Millionen mehr. Der Start ins Leben findet dabei in total unterschiedlichen Welten statt: Was erzählt es über die Zukunft der Menschheit, ob ein Kind in einer afrikanischen Lehmhütte geboren wird, oder in einer europäischen Hightech-Klinik? Ob im kriegsgeschüttelten Sudan, in der Südsee oder in einem Luxusviertel von New York? Kindheit war immer ein kulturell geprägtes Konstrukt. Deshalb interessieren uns nicht nur die Kinderwelten von heute - wir werfen auch einen Blick auf die Historie: Wie sah das Leben der Kinder in früheren Epochen der Menschheitsgeschichte aus? „Ich wünsche mir eine Welt, in der Kinder Kinder sein können. Eine Welt, in der sie in Freiheit aufwachsen, und sicher sind vor Missbrauch, Kriegen, Hunger und Armut.“ Die Worte des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu haben bleibende Gültigkeit - über die Zeiten hinweg. Sie sind auch das Motto der heutigen Langen Nacht, in der wir die Lebenswirklichkeit von Kindern verschiedener Kontinente und Kulturen vorstellen, stellvertretend für alle Menschenkinder mit vielen, einigen oder keinen Privilegien.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Ljubica-Marić-Mikrofestival 2025 "Songs of Space"

    Johannes Brahms
    Schicksalslied. Für gemischten Chor und Orchester, Op. 54

    Torsten Reitz, Klavier
    Singakademie Dresden, Chor
    Vogtland Philharmonie, Orchester
    Michael Käppler, Leitung

    Konzertmitschnitt vom 11.05.2025, Dresden, Lukaskirche

    03:05 Uhr   Heimwerk

    Ravel • Ginastera

    Maurice Ravel
    Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello F-Dur, op. 35

    Minguet Quartett, Ensemble

  • 06:05 Uhr

    Ed Sheeran, Macklemore und Gaza: Neutralität ist ein falsches Versprechen
    Von Rainer Pöllmann

  • 06:10 Uhr

    Philippe Verdelot
    „Si bona suscepimus“. Motette zu 5 Stimmen
    Theatro dei Cervelli
    Leitung: Andrés Locatelli

    Johann Sebastian Bach
    „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“. Kantate zum 16. Sonntag nach Trinitatis, BWV 27
    Gerlinde Sämann, Sopran
    Damien Guillon, Countertenor
    Jan Kobow, Tenor
    Dominik Wörner, Bass
    Il Gardellino

    Heinrich Schütz
    „Es steh Gott auf“. Geistliches Konzert, SWV 356
    Benoît Haller, Koen van Stade, Tenor
    La Chapelle Rhénane

    Franz Schubert
    Magnificat C-Dur, D 486
    Christiane Oelze, Sopran
    Elisabeth von Magnus, Mezzosopran
    Herbert Lippert, Tenor
    Gerald Finley, Bass
    Arnold Schoenberg Chor
    Concentus Musicus Wien
    Leitung: Nikolaus Harnoncourt

    Adolph Friedrich Hesse
    Fantasie für Orgel zu 4 Händen d-Moll, op. 87
    Martin Rost und Pavel Cerný an der Breinbauer-Orgel der Klosterkirche Vyšší Brod

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Kino vor der Wahl - Was Mecklenburg-Vorpommerns Kinoszene beschäftigt

    Wenn Wohnen zum Luxus wird - Teure Mieten in einer teuren Gesellschaft. Ein Interview mit der Soziologin Lisa Vollmer

    Weltkindertag - Symbolische Bühne oder Katalysator für Änderungen? Ein Interview mit der Pädagogin Sabine Andresen

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Mensch und Maschine - Was erzählt die Erzählung über KI? Ein Interview mit dem Literaturwissenschaftler Joseph Vogl

    Denk ich an Deutschland: die Autorin Eva Sichelschmidt

    Am Mikrofon: Benedikt Schulz

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Untergetaucht
    Wie jüdische Jugendliche den NS-Deportationen entkamen
    Von Barbara Zillmann
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 25 Jahren: DDR-Propagandist Karl-Eduard von Schnitzler gestorben

  • 09:10 Uhr

    Alte Musik

  • 09:30 Uhr

    Aller guten Dinge sind …? - Vom Zauber einer Zahl
    Von Andrea Roedig

    Die Zahl Drei fasziniert Philosophen und Musiker, Schriftsteller, Religionsstifter und Künstler. Zwischen Rhythmus, Triangulation und „drittem Weg“ öffnet sie Räume jenseits starrer Gegensätze - und zeigt, wie Bewegung ins Denken kommt.
    Ist es Zufall oder tieferer Sinn, dass von der Zahl Drei eine besondere Suggestionskraft ausgeht. Vielleicht - da wären wir schon bei der Psychologie - weil jedes dritte Element eine Zweierbeziehung verändert und neue Spannungen, Rollen oder Perspektiven entstehen lässt. In Familien oder Gruppen kann dieses Dritte Konflikte sogar stabilisieren, verschieben oder auflösen. 
    Zugleich gibt die Drei oft den Rhythmus vor. Wir starten auch immer mit „Achtung, fertig, los“. Und im 3/4-Takt beginnen wir uns fast selig im Kreis zu drehen. Die Drei ordnet Bewegungen, bringt die klassische Logik mit ihrem Schlachtruf „tertium non datur“ - „ein Drittes gibt es nicht“ ins Trudeln. Und wo sie mitgedacht wird, kann es auch einen dritten Weg geben, einen Ausweg aus den Dilemmata unserer Zeit der Polarisierungen. 
    Andrea Roedig, geboren 1962 in Düsseldorf, ist Philosophin, Autorin und Publizistin. Sie promovierte zur Philosophie von Sartre und Foucault, leitete die Kulturredaktion des „Freitag“ und lebt seit 2007 in Wien. Sie schreibt Essays, Reportagen und Radiobeiträge. Seit 2013 ist sie Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift „Wespennest“. 2019 erschien ihr Buch „Schluss mit dem Sex!“ und zuletzt der autofiktionale Roman „Man kann Müttern nicht trauen“ (2022)

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Pfarrkirche St. Pius in Osnabrück
    Zelebrant: Domkapitular Martin Schomaker
    Katholische Kirche

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Zu Besuch beim Gnaoua World Music Festival in Essaouira, Marokko

    Prager "Festival über das Nichts" lehrt Tschechen Selbstfürsorge

    Spuren des Landjudentums in Südthüringen

    Pader: Ein Portrait des kürzesten Flusses in Deutschland

    Mit Walter Benjamin durch Berlin (2/4)

    Am Mikrofon: Laura Kingston

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Schriftsteller Daniel Kehlmann im Gespräch mit Joachim Scholl

    Er war noch unter 30, als er seinen ersten Erfolgsroman schrieb, man nannte ihn ein Wunderkind: Daniel Kehlmann. Mit dem Roman „Die Vermessung der Welt“ landete er den größten deutschen Bucherfolg seit 1945, seither eilt er von Triumph zu Triumph.

  • 15:05 Uhr

    Die Verwandlung
    Der US-amerikanische Musiker This is Lorelei
    Von Marcel Anders

    Der Frontmann der Pop Band Water From Your Eyes klingt als Solo-Künstler überrachend anders.

    Seit 2012 hat Nate Amos über 80 Alben (!) aufgenommen, zwölf davon mit seiner Pop-Band Water From Your Eyes. Den Rest als Solist unter dem Künstlernamen This Is Lorelei, benannt nach einem Planeten aus der Serie „Star Trek: The Animated Series“. Der introvertierte Multiinstrumentalist aus dem US-Bundesstat Vermont kreiert skurrile Lo-Fi-Klangwelten, die in keine musikalische Schublade passen. Damit ist er 2024 zum Liebling von Kritikern wie Kollegen geworden, die Stücke des Albums „Box For Buddy, Box For Star“ gecovert, jedoch ohne Amos Wissen. Das bescherte dem Klangtüftler einen solchen Popularitätsschub, dass er seinen ersten Plattenvertrag unterschrieben und professionelles Studio-Equipment verwendet hat. Sein Album „The Singer In My Band“ klingt nicht nach Pop, sondern vielmehr nach Americana und dem 2023 verstorbenen Kanadier Gordon Lightfoot - dennoch ist in der US-Presse von einem „Indie-Rock Phänomenon“ zu lesen: eines von vielen Missverständnissen, mit denen der 35-Jährige zu kämpfen hat.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Domenico Dara: „Liberata und die unsichtbaren Dinge“
    Aus dem Italienischen von Anja Mehrmann
    (Verlag Kiepenheuer & Witsch)
    Ein Beitrag von Dirk Fuhrig

    Am Mikrofon: Wiebke Porombka

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    KI auf Social Media - Die KI-Influencerin Alke Martens im Gespräch
    Von Carina Schroeder

    Je größer der Hype, desto wichtiger wird Aufklärung über Künstliche Intelligenz. Alke Martens erklärt auf Instagram, welche Schwächen die Technologie hat, wie sie das Lernen verändert - und ihre Verantwortung als Informatik-Professorin. Carina Schroeder h at mit ihr gesprochen.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente
    Stadt, Land, Literatur - Ulrika Rinke, Programmleiterin des Literaturhauses Rostock zur Lage der Kultur in Mecklenburg-Vorpommern

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    Backstage-Entdeckungstour und viel Kultur - Das Eröffnungsfest der Bühnen Köln

    "Mittwoch aus Licht" - Susanne Kennedy inszeniert Stockhausen in Berlin

    "Die Holländerinnen" - Elmigers Roman kommt in Magdeburg auf die Bühne

    Machtstrukturen und Religiosität - Carrie Mae Weems Fotografien im C/O Berlin

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 17:55 Uhr

    Berlin und Mecklenburg-Vorpommern haben gewählt

  • 20:05 Uhr

    Gina wird blind
    Eine Geschichte aus New York
    Von Vivien Schütz
    Ton und Regie: die Autorin
    Deutschlandfunk Kultur 2025
    (Wdh. v. 19.09.2026, 18.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur)

    Gina aus New York wird als erwachsene Frau und Mutter nach und nach blind. So verrückt es klingt: Sie hat sich dafür entschieden. In Gesprächen und Alltagsaufnahmen, die über mehrere Jahre hinweg entstanden sind, erzählt die Autorin Ginas Geschichte.

    Gina ist eine fröhliche, herzliche New Yorkerin, die kein Blatt vor dem Mund nimmt. Am Anfang dieses Features kann sie sich noch gut in ihrem Appartment orientieren. Doch nach und nach verliert sie ihr Augenlicht. Unsere Autorin begleitet sie über Jahre hinweg, nimmt Anteil und wird selbst zum Teil von Ginas Geschichte. So zeigt sich, dass hinter jeder Erblindung ein ganz individueller Mensch und eine persönliche Geschichte steht. Und die hat in Ginas Fall sehr viel mit ihrem Sohn Aidan zu tun.

    Vivien Schütz ist freie Autorin und produziert dokumentarische und fiktive Geschichten für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Podcast-Labels. Ihre unabhängig produzierten Kurzhörspiele „Die mit Dinkel“ und „Re:Produktion“ (2022) wurden beide mit dem ARD-PiNball-Award ausgezeichnet. Zuletzt: 10-teilige Hörspielserie „Re:Produktion“ (SWR 2022), „Einhundert - Lori Glori will ihre Stimme von DJ Bobo zurück“ (Deutschlandfunk Nova 2023) und „Nachts - Unterwegs mit drei Flaneurinnen“ (Deutschlandfunk Kultur 2023, mit Stefanie Heim).

  • 21:05 Uhr

    Berlin und Mecklenburg-Vorpommern haben gewählt

  • 21:15 Uhr

    Internationaler Aeolus Bläserwettbewerb 2026

    Oskar Böhme
    Konzert f-Moll, op.18 für Trompete und Orchester

    Ferdinand David
    Concertino für Posaune und Orchester, op.4

    Ralph Vaughan Williams
    Konzert für Basstuba und Orchester f-Moll

    Preisträger und Preisträgerinnen des Internationalen Aeolus Bläserwettbewerbs 2026

    Düsseldorfer Symphoniker
    Leitung: Kyrian Friedenberg

    Aufnahme vom 13.9.2026 aus der Tonhalle Düsseldorf

    Am Mikrofon: Sylvia Systermans

    Trompete, Posaune und Tuba sind gekürt worden. In der Schlußrunde treten sie gegeneinander an.

    Gäbe es einen offiziellen Wettbewerb der Wettbewerbe für klassische Musik, der Internationale Aeolus Bläserwettbewerb hätte gute Chancen auf einen ersten Preis. Als Mitglied der „World Federation of International Music Competitions“ liegt er gleich auf mit Schwergewichten wie dem Chopin Wettbewerb in Warschau, dem Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau oder dem ARD-Wettbewerb in München. In diesem Jahr findet der Aeolus Bläserwettbewerb zum 20. Mal in Düsseldorf statt. Wer hätte anfangs vermutet, welche Erfolgsstory die fixe Idee des Wettbewerbsgründers werden würde. Sieghard Rometsch wollte eigentlich Hornist werden. Beruflich verschlug es ihn in andere Bahnen. Mit dem Aeolus Wettbewerb bietet er heute der jungen Bläserelite weltweit ein Sprungbrett zur Karriere - und verwirklicht so seinen frühen Traum.

  • 23:05 Uhr