Donnerstag, 19. Mai 2022

Programm: Vor- und RückschauMontag, 24.12.2018

  • Mon
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    Fri
    Sat
    Sun
  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr  Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    02:30 Uhr  Zwischentöne

    Musik und Fragen zur Person
    (Wdh.)

    Nachrichten 3:00 Uhr

  • 05:05 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr  Morgenandacht

    Pfarrer Thomas Dörken-Kucharz, Frankfurt am Main
    Evangelische Kirche

    08:10 Uhr  Interview

    Die "Blutweihnacht" und die deutsche Revolution von 1918 - Interview mit dem Historiker Gerd Krumeich


    Der Fall Relotius und die Medien - Interview mit Franziska Augstein, Journalistin Süddeutsche Zeitung

    08:50 Uhr  Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

    Am Mikrofon: Peter Sawicki

  • 09:05 Uhr

    Vor 200 Jahren: Das Lied "Stille Nacht, Heilige Nacht" wird erstmals gesungen

  • 09:10 Uhr

    Portugal: Waldbrandbekämpfung zu Weihnachten

    Niederlande: Gemeinsam gegen einsam

    68 - Europa auf den Barrikaden (1/5) - Jugoslawien

    Am Mikrofon: Andreas Noll

  • 09:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft

    Die Krippe ist politisch
    Neapel ist die Hauptstadt der Krippenkunst und des Krippenkitsches. Schon länger werden Stars Jesus, Maria und Josef zur Seite gestellt. Dieses Jahr sind Politikerinnen und Politiker gefragt. Angela Merkel gibt es zu kaufen, besonders beliebt ist jedoch Innenminister Salvini.

    Stille Macht, Stille Nacht
    Das Lied wird in diesem Jahr 200 Jahre alt. Was sagt es theologisch? Warum wirkt es über Länder- und Religionsgrenzen hinweg? André Uzulis, Autor einen neuen Buches zum Thema, im Gespräch mit Christiane Florin

    Etwas Glanz hinter Gittern
    In Bremen sammeln Gefängnisseelsorger jedes Jahr Geschenke, die sie dann an die Insassen verteilen. Für die Gefangen hat die kleine Geste eine große Bedeutung. Sie zeigt, dass die Gesellschaft sie nicht fallen lässt. "Obwohl wir", wie einer sagt "der Gesellschaft so geschadet haben".

    Am Mikrofon: Christiane Florin

  • 10:10 Uhr

    Politisches Streitgespräch mit Studiogästen und Hörern

    Schere zwischen Arm und Reich - Wie sozial gerecht ist Deutschland?

    Gesprächsgäste:
    Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Politikwissenschaftler und Armutsforscher
    Prof. Dr. Winfried Fuest, Wirtschaftswissenschaftler
    Prof. Dr. Karl Lauterbach, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag

    Am Mikrofon: Christiane Kaess

    Hörertel.: 00800 - 4464 4464
    kontrovers@deutschlandfunk.de

  • 11:35 Uhr
    11:55 Uhr  Verbrauchertipp

    Heißluft-Fritteusen: Wenig Fett, weniger Geschmack? (Stiftung Warentest)

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

    Tsunami-Katastrophe in Indonesien

    Türkische Truppen überqueren offenbar syrische Grenze

    Weihnachten am Südpol - Interview mit Helene Hoffmann, Luftchemikerin, Neumayer-Station

    Überparlamentarischer Vorstoß für Organspende-Neuregelung

    USA: Donald Trumps Situation im Weißen Haus zum Jahresende

    Sport: Fußball-Bundesliga

    Die Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten

    Bethlehem vor dem Heiligabend

    Heiligabend im Vatikan

    Weihnachten in der Türkei: Auch die Türken feiern

    Der Weihnachts-Mann im Visier - Luftraumüberwachung verfolgt seinen Weg zu den

    Am Mikrofon: Mario Dobovisek

  • 13:35 Uhr

    Mensch und Natur
    Über Natur schreiben heißt über den Menschen schreiben
    Esther Kinsky im Gespräch mit Katharina Teutsch
    (Wdh. vom 28.1.2018)

    „Die Vögel wissen nichts vom Herzzerreißenden ihres Klanges. Nur der Mensch kann es benennen.“ Esther Kinskys Romane und Gedichte legen ein besonderes Zeugnis ab von dem verschlungenen Verhältnis des Menschen zur Natur. Ein wachsendes Interesse an Naturthemen ist in der literarischen Landschaft zu verzeichnen. Zahlreiche Autoren fallen unter diese Gattungsbezeichnung des Nature Writing, seitdem die hiesige Kritik den aus der angloamerikanischen Literatur entlehnten Begriff für sich entdeckt hat. Doch wovon schreibt, wer über Natur schreibt? Esther Kinsky schreitet in ihrem Roman ,Am Fluß’ das Marschland an den nördlichen Ausläufern Londons ab, entrollt eine Kulturgeschichte dieser Wildnis entlang des River Lea. Der Ort ist durchdrungen von den Sedimenten menschlicher Existenz. Italienische Reisen eigener Art unternimmt die Ich-Erzählerin in ihrem jüngsten Buch ,Hain. Geländeroman’, in dem Landschaftsmeditation, Kindheitserinnerungen und Trauer zusammenkommen. Die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse begründete: „Was für ein stilles, kaum bewegtes, menschenarmes Buch. … Was für eine Schule der Wahrnehmung. In der Reizreduktion zeigt sich jedes noch so unscheinbare Detail mit geradezu übersinnlicher Genauigkeit; die Tonlosigkeit steigert sich zum Gesang der Dinge.“

    Esther Kinsky, 1956 in Engelskirchen geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Sie schreibt Lyrik, Essays und Erzählprosa und wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Preis der SWR-Bestenliste (2015) dem Adelbert-von-Chamisso-Preis (2016) und dem Preis der Leipziger Buchmesse (2018).

  • 14:05 Uhr

    Mensch und Natur
    Was ist Natur? - Von der Wildnis in der Stadt
    Von Thomas Palzer
    Regie: Friederike Wigger
    Produktion: Dlf 2017

    In Deutschland gibt es kaum noch Flecken, die wirklich natürlich sind. Alles ist längst von Menschenhand umgewandelt, anverwandelt, umgestaltet. Eine Suche nach der Natur, wo wir sie am wenigsten suchen: in der Stadt. Auf seinem Weg durch die Stadt findet Autor Thomas Palzer die Reste dessen, was einst Natur genannt wurde. Er entdeckt die Ecken und Winkel, an denen sie hartnäckig wiederkehrt. So begleitet er beispielsweise einen staatlich angestellten Laubwegbläser, hilft einem urbanen Kleintierjäger bei der Arbeit und besucht mit einem Vertreter des Münchner städtischen Ressorts Bodenordnung neuralgische Punkte, an denen sich die Natur besonders widerspenstig zeigt. Der Autor begleitet ein Team, das die Aufgabe hat, den Englischen Garten in München zu hegen und zu pflegen. Die 375 Hektar große Grünanlage ist er eine der größten Parkanlagen der Welt. Und dann geht der Autor ein Stück des Münchner Jakobswegs, ein sogenannter Alter Weg, der von der bayerischen Hauptstadt zum Kloster Andechs und von dort ins Allgäu und nach Bregenz führt. Führt dieser Weg in die Natur - oder erweist er sich wieder blo ß als Holzweg?

    14:05 Uhr  Hörspiel

    Mensch und Natur
    Der Wald
    Von Martin Heindel
    Regie: der Autor
    Mit Cathlen Gawlich, Florian Karlheim, Barnaby Metschurat, Bernd Michael Lade, Martin Bross, Hans Peter Hallwachs, Thomas Anzenhofer, Bianca Hauda, Torsten Peter Schnick, Paul Faßnacht, Nic Romm, Jakob Roden, Edda Fischer, Wolfgang Michael, Sebastian Weber
    Produktion: WDR 2017
    Länge: 53'53

    Spannendes Hörspiel um den Wald. Der wächst plötzlich wild und breitet sich über Wege und Straßen aus - wie ein Krebsgeschwür. Die Menschen wissen - außer Katastrophenhilfe - keinen Rat.

    Unfälle häufen sich. Auf der Landstraße L123 versperren Baumstämme die Fahrbahn. Der Wald verhält sich seltsam, wächst und verschlingt alles. Es gibt Vermisstenmeldungen. Ein Junge verschwindet. Polizeihubschrauber und Bundeswehr sind im Einsatz. Eine Expedition soll ergründen, was vor sich geht - eine Botanikerin, ein Baumkletterer, ein Polizeipsychologe, ein Soldat. Aber da ist noch jemand. Im Wald. Ein junges Bewusstsein.

  • 16:05 Uhr

    Mensch und Natur
    Die Sammlerin - Entdeckung in 7 Gesängen
    Von Ursula Weck
    Komposition: Jocelyn B. Smith
    Regie: Ursula Weck
    Produktion: WDR/NDR 2001
    Länge: 49'08

    Amalie Dietrich geht 1868 auf eine außergewöhnliche Reise nach Australien. Auf der anderen Seite der Erde wird sie noch unbekannte Pflanzen und unentdeckte Tiere aufspüren, Skelette und Schädel von Ureinwohnern in Fässern und Gläsern konservieren und nach Deutschland verschiffen.
    1868 wurde Amalie Dietrich, 42 Jahre alt, als erste Frau auf eine Erkundungsreise geschickt. Mann und Kind lässt sie zurück in Deutschland. Zehn Jahre lang sammelte die sächsische Naturforscherin für ein deutsches Handelshaus an der Ostküste Australiens. Mit sachlichem Blick und dem Positivismus der Wissenschaftlerin begegnet sie einem Land, dessen Einwohner sagen, es sei von den Ahnen der Aborigines auf ,songlines' ersungen worden. Felsen, Tiere, Pflanzen, Flüsse - jede Naturerscheinung hat ihr eigenes Lied. Jeder Eukalyptusbaum, jedes Wasserloch hat seine Tonfolge. Im Hörspiel wird die historische Figur der Amalie von einer Stimme begleitet, deren Gesang die Welt wiedererschafft. Amalie seziert und ordnet nach Gattungen; die Stimme liest das Land wie eine Partitur. Denn wenn die Lieder vergessen sind, wird das Land dem Glauben nach sterben.

    Ursula Weck, geboren 1951, hat zahlreiche Hörspiele für die ARD sowie elektronische Klangkompositionen und Filmmusiken produziert. Sie lebt in Berlin.

  • 17:05 Uhr

    Vertrautes Ritual
    Die Radiobescherung mit Aufnahmen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal
    Am Mikrofon: Sylvia Systermans

    Alle Jahre wieder sind es die vertrauten Rituale, Zeichen, Momente: Kerzenflackern und Tannengrün, der Duft von Nelken und Zimt, das Knistern und Rascheln von Papier, jemand, der hinter verschlossenen Türen werkelt und hantiert. Auch hinter den Türen zum Deutschlandfunk Kammermusiksaal wurde eifrig produziert, nämlich CDs mit Einspielungen bekannter und unbekannter Werke. Und wenn sich am Heiligabend bei Ihnen die Türen zum Fest öffnen, lassen wir das Jahr musikalisch Revue passieren - mit neuen Aufnahmen, die 2018 erschienen sind. Internationale Ensembles und Solisten sind dabei, Musik barocker Meister, Klassiker und zeitgenössische Komponisten, Jazz und vertrauter Weihnachtsklang.

  • 20:05 Uhr

    Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

    Michael Haydn
    Sinfonia Nr. 13 D-Dur
    Sinfonia Nr. 20 C-Dur
    Notturno Nr. 1 F-Dur

    Deutsche Kammerakademie Neuss
    Leitung: Lavard Skou Larsen

    Aufnahme vom November 2015 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

    Am Mikrofon: Johannes Jansen

    Nicht nur der Blick durch die Mozartbrille, sondern auch die Bewunderung für den schon zu Lebzeiten weltberühmten großen Bruder, Joseph Haydn, lässt den jüngeren Michael Haydn stets kleiner und unbedeutender erscheinen, als er tatsächlich war. Eine Chance, das schiefgeratene Bild wieder zurechtzurücken, bietet sich mit der Einspielung seiner Sinfonien Nr. 13 und 20 durch die Deutsche Kammerakademie Neuss. Dass mit diesen beiden Sinfonien das Langzeitprojekt einer Michael-Haydn-Gesamtaufnahme seinen krönenden Abschluss findet, ist umso erfreulicher, als die Veröffentlichung mit dem 40. Orchestergeburtstag der immer jungen Kammerakademie - der Altersdurchschnitt der Musiker ist deutlich unter 40 - zusammenfällt.

  • 22:05 Uhr

    Katholische Christmette
    Übertragung aus dem Heilig-Kreuz-Münster in Rottweil
    Predigt: Pfarrer Jürgen Rieger

  • 23:05 Uhr

    Funkelnde Bravour und weltmännischer Charme
    Der Geiger Alfredo Campoli (1906 - 1991)
    Von Norbert Hornig

    Er beherrschte das große klassische und romantische Repertoire, fühlte sich aber auch auf dem Parkett des Salons und der Unterhaltungsmusik zu Hause. Alfredo Campoli, der hierzulande kaum bekannte englische Geiger italienischer Herkunft, war ein ungewöhnlich vielseitiger Musiker. Er begann als Wunderkind und musste sich in den 20er- und 30er-Jahren als Stehgeiger durchschlagen. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gelang ihm der Aufbau einer Solistenkarriere. Campoli hat eine umfangreiche Diskografie hinterlassen. Dazu gehören auch zahlreiche Einspielungen für das Label Decca. Bekannt wurden vor allem seine Aufnahmen des Violinkonzertes von Edward Elgar und einer Vielzahl von romantischen Miniaturen und Virtuosenstückchen. Kantabilität, Raffinement und Ideenreichtum sind die Markenzeichen seines markanten künstlerischen Profils.