Mittwoch, 19.02.2020
 
Seit 18:10 Uhr Informationen am Abend

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 29.03.2020
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

Liebe und Zorn
Eine Lange Nacht über den Mystiker und Theosophen Jacob Böhme
Von Ronald Steckel
Regie: der Autor

Jacob Böhme (1575 - 1624 ist eine der unbekanntesten und gleichzeitig bedeutendsten Figuren der deutschen Geistesgeschichte. Er war Zeitgenosse Shakespeares, Giordano Brunos und Galileis und lebte als Schuhmacher und Tuchhändler in Görlitz an der Neiße. Nach mehreren Erleuchtungserfahrungen begann er, seine inneren Erlebnisse und Visionen aufzuzeichnen und offenbarte sich dabei als ein starker Sprachgestalter, der das Deutsch der Lutherbibel in kraftvoller Weise für seine Schriften nutzte. 1612 verfasste er für sich selbst als Erinnerungsbuch den Text Morgenröte im Aufgang, einen grandiosen Entwurf christlicher Theosophie und Kosmosophie, der einen vollkommenen Bruch mit kirchlicher Autorität bedeutete. Hier stellte er die Erkenntnis- und Willensfreiheit des Menschen in den Mittelpunkt. Die lutherisch-orthodoxe Obrigkeit der Stadt Görlitz beschuldigte Böhme der Ketzerei und erteilte dem Autor Schreibverbot, konnte aber nicht verhindern, dass er in den politisch unabhängigen und geistig aufgeschlossenen Kreisen des schlesischen Adels bekannt wurde. Dort betrachtete man ihn als Propheten und ließ ihm jede erdenkliche Unterstützung zukommen. Die letzten Jahre seines Lebens war er, ausschließlich mit der Niederschrift seiner Texte beschäftigt, ein schon zu Lebzeiten in weiten Teilen Europas als „Philosophus Teutonicus" berühmter Mann.

01:00 Nachrichten  

02:00 Uhr

Umstellung MESZaufnehmen

03:00 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

03:00 Nachrichten  

03:05 Heimwerk  

Franz Doppler
Sonate für 2 Flöten und Klavier, op. 25

'Das Waldvögelein', op. 21. Idylle für Flöte und 4 Hörner

'Aus der Heimat', op. 39a. Festspiel, bearbeitet für 2 Flöten und Klavier

Emmanuel Pahud, Flöte
András Adorján, Flöte
Jan Philip Schulze, Klavier

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Die neue Platte XL  

05:00 Nachrichten  

05:05 Auftakt  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

Jean de Castro
'Judica me, Domine' à 5
La Capella Ducale
Musica Fiata Köln
Leitung: Roland Wilson

Antonio Vivaldi
Konzert für Violine, Orgel und Streicher d-Moll, RV 541
Fabio Biondi, Violine
Rinaldo Alessandrini, Orgel
Europa Galante
Leitung: Fabio Biondi

Johann Rosenmüller
'Magnificat'. Geistliches Konzert für Soli, 2 Violinen, 2 Violen und Basso continuo
Cantus Cölln
Leitung: Konrad Junghänel

Carl Friedrich Gessel
'Sie sind nicht alle dem Evangelio gehorsam'. Kantate
Dorothee Mields, Sopran
Britta Schwarz, Alt
Jörn Lindemann, Tenor
Andreas Post, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Telemann-Kammerorchester Michaelstein
Leitung: Ludger Rémy

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgenaufnehmen

Religiöses Wort
Die Welt, die unsichtbar… Dietrich Bonhoeffers Gedicht „Von guten Mächten“
Von Pfarrer Peter Oldenbruch

08:50 Uhr

Presseschauaufnehmen

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 10 Jahren: In der Moskauer U-Bahn werden zwei Sprengstoffanschläge verübt

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Sinfonische Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

Eigentumsreligion
Von der Idee, mit Grund und Boden reich zu werden
Von Timo Rieg

Die einen erben Immobilien, die anderen zahlen exorbitante Mieten. Gerechtfertigt wird das gerne mit dem freien Markt oder mit dem Grundrecht auf Eigentum. Aber muss die Gesellschaft unbedingt so funktionieren? Wie sähe sie ohne die ‚Eigentumsreligion‘ aus?
Wer auf dem Parkplatz eines Supermarktes sein Auto abstellt ohne einzukaufen, darf abgeschleppt werden, denn der Parkplatz gehört jemandem. In Bahnhöfen und Shopping-Malls, auf Friedhöfen und Wiesen gelten Benimmregeln und Verbote, die im Wesentlichen derjenige festlegt, der sich Eigentümer nennt. Weder exorbitante Mietforderungen bei Wohnungen und Gewerberäumen noch Industriebrachen und verfallene Wohnhäuser können bisher das Dogma vom Eigentum an Grund und Boden erschüttern. Zwar haben Ökonomen, Architekten und Philosophen ganze Bibliotheken mit ihrer Kritik am Grundeigentum gefüllt, doch ist kein Ende der Landnahme in Sicht. Anstelle von Soldaten bestimmen heute vor allem Investoren, wem was gehört - und wer wem Geld für sein Dasein zu zahlen hat. Denn ob wir im Büro unsere Brötchen verdienen oder im Supermarkt die Brötchen kaufen, stets hält einer die Hand auf und fordert seine Bodenrente: der Grundbesitzer. Das geht auch anders, ohne dass die Welt dabei zusammenbricht.
Timo Rieg, Jahrgang 1970, hat Biologie und Journalistik studiert und beschäftigt sich unter anderem mit politischer Partizipation. Zuletzt erschienen von ihm die Bücher ‚Demokratie für Deutschland‘ und das Tucholsky-Remake ‚Deutschland, Deutschland über alles‘.

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Pfarrkirche Hl. Johannes XXIII. in Köln
Zelebrant: Ralf Neukirchen
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Interview der Wocheaufnehmen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergangaufnehmen

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Zwischentöneaufnehmen

Musik und Fragen zur Person
Der Cembalist Lajos Rovatkay im Gespräch mit Michael Langer

Seine Vielseitigkeit zeichnet ihn aus: Lajos Rovatkay ist eine bedeutende Persönlichkeit im deutschen Musikleben. Er ist Cembalist, Organist, Kammermusiker, Ensembleleiter, Musikpädagoge, Musikforscher und war Hochschullehrer in Hannover.

Lajos Rovatkay wurde 1933 in Budapest geboren, kam 1956 in den Westen, wurde 1962 Lehrer für Cembalo und Orgel an der Musikhochschule Hannover, später auch Leiter des Studios für alte Musik. Für die Entwicklung und Etablierung historischer Aufführungspraxis spielte er eine wesentliche Rolle.1981 gründete er das Barockorchester „Capella Agostino Steffani“ und sorgte für die Wiederaufführung der Werke des einstigen hannoverschen Hofkomponisten. Seit 2012 arbeitet er mit dem „Forum Agostino Steffani“ an der umfassenden öffentlichen Darstellung der italienisch-französisch geprägten Hofmusikkultur des Welfenhauses.

14:00 Nachrichten  

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Rock et ceteraaufnehmen

„Alles ist irgendwie politisch“
Die Punkrock-Band Turbostaat
Von Anja Buchmann

Sie kennen sich aus Kindheitstagen in der nordfriesischen Kleinstadt Husum: Jan, Marten, Rollo, Tobert und Peter. Seit über 20 Jahren machen sie zusammen Musik, wohnen inzwischen in Berlin und Hamburg und haben mit ‚Uthlande‘ 2020 ihr siebtes Studioalbum veröffentlicht. Produziert wurde die Platte wieder von Moses Schneider, den sie vor vielen Jahren durch seine Zusammenarbeit mit der befreundeten Band Beatsteaks kennengelernt haben. Auf ‚Uthlande‘ kehren sie auch zu ihren Wurzeln zurück: Es geht vielfach um Persönlichkeiten aus der norddeutschen Heimat, die Musik ist schnell, geradlinig, voller Energie, und auch politische Themen finden unbedingt ihren Platz - sei es in konkretem Bezug auf die Nazi-Flüchtlingsroute bei ‚Rattenroute Nord‘ oder in anderen Songs, in denen immer ihre - politisch linke - Haltung durchschimmert, wie Sänger Jan erzählt: „Was du tust, hat in irgendeiner Art und Weise ein politisches Ergebnis.“

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Buch der Woche

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt
Frankensteins Biene
Der Kampf gegen das leise Sterben
Von Joachim Budde

Die Varroa-Milbe ist das größte Problem für viele Imker. Wer sie nicht in den Griff bekommt, dem können sämtliche Bienenvölker über den Winter wegsterben. Die Verzweiflung lässt manchen Imker zu windigen bis esoterischen Angeboten greifen, was zeigt, wie sehr viele von ihnen eine einfache Lösung herbeisehnen. Seit Jahren versucht die Forschung, Bienen zu züchten, die resistent gegen die Milbe sind. Jetzt ist man dabei, mit CRISPR/Cas eine maßgeschneiderte Biene zu entwickeln, vielleicht sogar eine, die gleichzeitig gegen Pestizide resistent ist. Andere Forscher fordern, die natürliche Selektion ihre Arbeit machen zu lassen. Sie haben die Lebensweise wild lebender Honigbienen studiert und leiten daraus Anweisungen für Imker ab, um robustere Bienen zu erhalten. Darwin oder Gentech - welcher Weg ist der richtige?

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Freistilaufnehmen

Reihe ,Leibkultur - Vom Körper' (5/5)
Waschbrettbauchträume
Fitnesskult zwischen Wahn und Sinn
Von Hilde Regeniter
Regie: Uta Reitz
Produktion: Dlf 2010

Sie springen uns an von Plakaten und aus Hochglanzmagazinen: perfekte Körper. Schlank und in Form sein ist schön. Doch übertriebene Fitness kann den Körper auch krank machen. Ein weites Feld zwischen Spaß und Sportmanie. Der Weg zu Waschbrettbauch und perfekter Figur ist steinig. Er führt über Laufbänder, Marathonrouten und Kraftparcours, und manche fallen unterwegs vom Trimmrad. Andere werden sportsüchtig oder erkranken gar an Sportbulimie. Viele Menschen verlegen ihre Freizeit komplett ins Fitnessstudio. Sie streben das Ideal eines perfekten Körpers an, einem Heilsversprechen, das von den Werbeplakaten langsam ins Unterbewusstsein gedrungen ist. Die Discounterisierung der Fitness und Nischenangebote wie spezielle Studios für Schöne und Reiche oder für muslimische Frauen verstärken den Effekt. Schon in der Antike wünschte man sich einen gesunden Geist in einem gesunden Körper. Vor dem Hintergrund der Industrialisierung entwickelte sich die Turnbewegung. Heute liegen Gesundheits- und Entspannungssportarten wie Yoga im Trend. Gute Fitness - schlechte Fitness?

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Konzertdokument der Wocheaufnehmen

Beethovenfest Bonn 2019

Leoš Janáček
Streichquartett Nr. 2 'Intime Briefe'

Hilda Paredes
'Tres canciones lunáticas' für Countertenor und Streichquartett

Salvatore Sciarrino
'Cosa resta' für Countertenor und Streichquartett

Maurice Ravel
Streichquartett F-Dur, op. 35

John Dowland/Hilda Paredes
'Flow my tears' und 'In darkness let me dwell' für Countertenor und Streichquartett

Jake Arditti, Countertenor
Arditti Quartet

Aufnahme vom 14.9.2019 im Kammermusiksaal des Beethovenhauses, Bonn

Am Mikrofon: Klaus Gehrke

Selbstverständlich kennen sie die Streichquartette von Ludwig van Beethoven - ein Werk des Komponisten spielen die Mitglieder des Arditti Quartet jedoch höchst selten in ihren Konzerten. Seit seiner Gründung vor über 45 Jahren widmet sich das englische Streichquartett fast ausschließlich der Musik des 20. Jahrhunderts und der zeitgenössischen Avantgarde. Daran änderte auch das Beethovenfest in Bonn nichts. Eine interessante Mischung ihrer Schwerpunkte präsentierten die Musiker im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses: Dort erklangen neben zwei Streichquartett-Klassikern von Leoš Janáček und Maurice Ravel Werke von Salvatore Sciarrino und Hilda Paredes, bei denen auch der Sohn des Quartett-Gründers, der junge Countertenor Jake Arditti, mitwirkte.

22:00 Nachrichten  

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Das war der Tagaufnehmen

23:26 Presseschau  

23:30 Uhr

Sportgesprächaufnehmen

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Porträt des Kabarettisten Lo Malinke (Robert Recker)
Eine Hälfe des Duos Malediva"SoLo" - Lo Malinke räumt auf
Querköpfe 19.02.2020 | 21:05 Uhr

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