Sonntag, 07.06.2020
 
Seit 08:35 Uhr Am Sonntagmorgen

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 04.04.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Blue Crime

Nr. 989, Aichach - Vera Brühne Mitschnitte
Teil 1: Vera
Von Michael Farin
Regie: der Autor
Mit Corinna Harfouch, Peter Lohmeyer, Lilith Stangenberg
Produktion: BR 2017

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Lied & Chanson
Zu Gast: Lisa Bassenge
Liederbestenliste: die Platzierungen im April
Global Sound: neue internationale Singer/Songwriter-Alben
Original im Ohr: ungewöhnliche Coverversionen
On Tour: Konzerttipps

Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause

Lisa Bassenge ist eine der außergewöhnlichsten und vielseitigsten Sängerinnen zwischen Jazz, Pop, Elektronik und minimalistischem Chanson. Die begnadete Songwriterin covert auch immer wieder Songs, die in ihrer Erinnerung lagern. Auch auf dem neuen Album „Mothers“ tut sie das und huldigt dabei ihren Vorgängerinnen, Künstlerinnen wie Joni Mitchell, Carole King, PJ Harvey oder Regina Spector.

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Pfarrer Stephan Krebs, Darmstadt
Evangelische Kirche

06:50 Interview 

Wie weiter nach COP26-Absage? Interview mit Sven Harmeling, CARE

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Konzern-Gier auch in Krisenzeiten? Interview mit Birger Priddat, Uni Witten-Herdecke

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Gesundheitssystem korrigieren? Interview mit Eckhard Nagel, Ethiker Uni Bayreuth

08:30 Nachrichten 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Jürgen Zurheide

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 145 Jahren: Bedřich Smetanas sinfonische Dichtung "Die Moldau" wird uraufgeführt

09:10 Uhr

Der Vormittag

09:10 Das Wochenendjournal 

Parteien
Jung, politisch, rar - Nachwuchsprobleme in der Demokratie
Am Mikrofon: Michael Borgers

Egal ob CDU, SPD oder FDP - die meisten politischen Parteien haben Nachwuchsprobleme. Es gibt zwar viele junge Menschen, die sich engagieren - für Klima- und Umweltschutz, für soziale Gerechtigkeit oder Geflüchtete, doch sie treten dafür nicht unbedingt in eine Partei ein. Gut 60 Jahre - so alt sind durchschnittlich die Mitglieder der Unionsparteien, ähnlich sieht es bei der SPD aus. Deutlich jünger sind dagegen die Grünen, rund 49 Jahre im Schnitt. Insgesamt gilt aber: Die demokratischen Parteien in Deutschland werden immer älter. Besonders deutlich zeigt sich das bei Kommunalwahlen, wo Parteien oft keine eigenen Kandidaten finden. Wie attraktiv ist es noch, sich parteipolitisch einzubringen? Wer ist bereit dazu in Zeiten, in denen jede Woche Berichte über Attacken gegen Kommunalpolitiker öffentlich werden, und die Politikverdrossenheit größer als das Politikinteresse zu sein scheint. Unser Reporter Michael Borgers war für das Wochenendjournal unterwegs und hat mit jungen Menschen gesprochen: mit Mitgliedern der Jugendorganisationen von FDP und SPD; mit Jugendlichen, die sich außerhalb von Parteien für ihre Mitmenschen einsetzen; mit Schülern und Schülerinnen, die sich interessieren. Und mit dem Präsidenten des NRW-Landtags, der betont, wie wichtig politischer Nachwuchs für die Demokratie ist.

10:00 Nachrichten 

10:05 Klassik-Pop-et cetera 

Am Mikrofon: Die Kabarettistin Nessi Tausendschön

Nessi Tausendschön weiß, mit welcher Musik man einen kapitalen Wutausbruch bei einem Verkehrsstau vermeidet und wie man auf der Bühne als Blaubarts letzte Frau wirkungsvoll stirbt. Das sind einige der Geschichten, die sie in ihre wilde Musikauswahl als Gastmoderatorin bei „Klassik-Pop-et cetera“ mischt. 1963 wurde sie in Hannover geboren, als Annette Maria Marx. Sie ist aufgewachsen zwischen Ostermärschen, Heinz Rühmann-Filmen und Heintje-Platten und studierte Theaterwissenschaften, iberoromanische Philologie und Deutsche Sprachwissenschaften. Tausendschön nennt sie sich, weil die gelernte Zierpflanzengärtnerin an das kleine Gänseblümchen gedacht hat, das im Volksmund ein Tausendschön ist. Nessie Tausendschön war Sängerin diverser Rock- und Jazzbands und steht seit über 30 Jahren mit eigenen poetisch skurrilen Kabarettprogrammen auf der Bühne. Seitdem hat sie Preise wie den Deutschen Kabarettpreis, den Salzburger Stier und den deutschen Kleinkunstpreis abgeräumt.

11:00 Nachrichten 

11:05 Gesichter Europas 

Zypern unter Zugzwang: Eine Insel inmitten internationaler Konflikte
Reportagen von Manfred Götzke

Wie unter einem Brennglas konzentrieren sich auf der kleinen Mittelmeerinsel Zypern gleich mehrere Konflikte der europäischen Peripherie. Da ist zum einen der eskalierende Streit ums Erdgas: Beide Teile Zyperns - der griechische wie der türkische - wollen die Erdgasvorkommen vor der Küste ausbeuten. Zudem kommen seit Monaten mehr und mehr Flüchtlinge nach Zypern, weil viele andere Flüchtlingsrouten geschlossen sind. Die wenigsten Menschen reisen allerdings übers Meer. Sie fliegen von der Türkei aus in den Nordteil der Insel und überqueren im Schutz der Dunkelheit die Demarkationslinie in den Süden - der Weg in die EU. Der Inselsüden ist mit den Asylverfahren komplett überfordert. Und die Friedensverhandlungen der seit 1974 geteilten Insel - sie sind angesichts dieser massiven Konflikte längst wieder zum Erliegen gekommen.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Der Mittag

Dringender Appell - Merkel und das Osterwochenende
Corona-Auswirkungen - Pflegenotstand in den Ländern
Auch Schweden verschärft offenbar Gangart bei Corona-Einschränkungen
Großbritannien - Labour haben Parteispitze neu geregelt
Entscheidendes Corona-Wochenende - USA rufen D-Day aus
China gedenkt der Corona-Opfer im Land
Corona in griechischen Flüchtlingslagern
Abgeriegelt - Streng-religiöse Viertel und Städte in Israel sind Corona-Hotspots
Brasilien - Stadien werden zu Not-Lazaretten
Sport


Themen der Woche
Alle Macht an Orban: Notstand in Ungarn
Marshall-Plan statt Corona-Bonds: Eurostaaten sind gefordert
Deutsche Wirtschaft und Corona-Krise: Nicht nur der Staat kann helfen

Eine Welt
Kenia: Wie die Corona-Krise die Wirtschaft trifft
"Menschliches und institutionelles Versagen" - Die USA in der Coronakrise
Blackbox Iran: Regime im Krisenmodus
Indien: Ausgangssperren und Polizeigewalt

Am Mikrofon: Andreas Noll

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Nachrichten 

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Der Kultur-Nachmittag

14:05 Campus & Karriere 

15:00 Nachrichten 

15:05 Corso 

Das Musikmagazin

„Boys Toys" von Mavi Phoenix: „Meine Freunde nennen mich Marlon"  
Anfang des Jahres hat sich der Österreicher Mavi Phoenix auf Instagram öffentlich als Transmann geoutet. Auf seinem Debütalbum „Boys Toys" spürt er in eingängigen und spielerischen Songs nach, wie es gewesen wäre, als kleiner Junge aufgewachsen zu sein.
 
Yves Tumor mit „Heaven for a tortured mind“: „Die Darstellung des Anderen"
Der US-amerikanische Musiker Sean Bowie alias Yves Tumor ist eine rätselhafte Person. Wenig ist über ihn bekannt. Auch seine Musik ist unkonventionell und bewegt sich spielerisch zwischen den Genres. Lange war er auf der Suche nach seinem eigenen Sound, den er jetzt gefunden hat.

Computerspiel „Animal Crossing": Musizieren auf der Insel
Das digitale Paradies des Konsolenspiels „Animal Crossing“ animiert nicht nur zum eskapistischen Zeitvertreib. Die niedliche Pixelwelt des Echtzeitsimulators regt auch die Kreativität an. Der Soundtrack des Spiels inspirierte zahlreiche Künstler zu eigenen Stücken und virtuellen Bandgründungen.

Musikbuch „Lady Bitch Ray über Madonna": Angriff auf das saturierte Popmilieu
Die Rapperin und promovierte Sprachwissenschaftlerin Lady Bitch Ray geht gerne dahin, wo es weh tut. Sie provoziert mit expliziten Texten und freizügigen Outfits. Die Sängerin Madonna ist ihr Vorbild. Nun hat die sexpositive Rapperin ein Buch über sie geschrieben. Eine zwiespältige Paarung.

Am Mikrofon: Christoph Reimann

16:00 Nachrichten 

16:05 Büchermarkt 

Bücher für junge Leser

1. Neue Stimmen und Striche im Bilderbuch

Iris Anemone Paul: „Polka für Igor“
(Kunstanstifter Verlag, Mannheim)

Torben Kuhlmann: „Lindbergh“
(NordSüd Verlag, Zürich)

Francesca Sanna: „Die Flucht“
Aus dem Englischen von Thomas Bodmer
(NordSüd Verlag, Zürich)

Patricia MacLachlan/Francesca Sanna (Ill.): „Meine Freundin Erde“
Aus dem Englischen von Thomas Bodmer
(NordSüd Verlag, Zürich)

Linda Schwalbe: „Ida und die Welt hinterm Kaiserzipf“
(NordSüd Verlag, Zürich)

Hannah Brückner: „Mein fantastisches Baumhaus“
(Verlag Jacoby & Stuart, Berlin)

Judith Auer: „Ein Stück Käse“
(Kunstanstifter Verlag, Mannheim)

Martin Baltscheit /Theresa Hattinger (Ill.): „Am Anfang war das Ding“
(Luftschacht Verlag, Wien)

Lucia Zamolo: "Rot ist doch schön"
(Bohem Verlag, Münster)
Ein Beitrag von Thomas Linden

2. Stefanie Höfler/Anke Kuhl (Ill.): „Helsin Apelsin und der Spinner“
(Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim)
Ein Beitrag von Karin Hahn

Am Mikrofon: Dina Netz

16:30 Forschung aktuell 

Computer und Kommunikation

Schwerpunkt
Unsicherheitsfaktor
Corona-Apps und Risiken

Kommunikationsproblem
Die Info an Kontaktpersonen bleibt die Achillesferse

Aktuell
Corona-Drossel
Was hat die Reduzierung des Internet-Datendurchsatzes gebracht?

Das Digitale Logbuch
Blauzahns Kroenung

Lucian Haas
Info-Update

Sternzeit 04. April2020
Löwe und Gelber Herrscher

17:00 Nachrichten 

17:05 Streitkultur 

Die Medienschelte des Dr. Drosten: Wird der Journalismus der Wissenschaft in der Coronakrise gerecht?
Markus Weißkopf, Geschäftsführer „Wissenschaft im Dialog“ und Volker Stollorz, Geschäftsführer "Science Media Center Germany" im Gespräch

Am Mikrofon: Uli Blumenthal

17:30 Kultur heute 

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Versammelt Euch! Plädoyer für ein politisches Theater
Dramaturg und Autor Florian Malzacher im Gespräch

Endlich mal erklärt - Sind Architekturwettbewerbe überhaupt sinnvoll?

Die Zukunft der Musikindustrie - Bei der Karajan Music Tech Conference diskutieren Fachleute der Branche

Am Mikrofon: Katja Lückert

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Der Abend

18:40-19:00 Uhr Hintergrund: Jung, krank, berufsunfähig: Das Armutsrisiko Krebs

18:40 Hintergrund 

19:00 Nachrichten 

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Der Kultur-Abend

20:05 Hörspiel 

Hörspiel des Monats
Die Toten haben zu tun الموتى مشغولون
Hörspiel von Mudar Alhaggi und Wael Kadour
Aus dem Arabischen von Larissa Bender
Regie und Funkeinrichtung: Erik Altorfer
Musik: Martin Schütz
Mit Rami Khalaf, Yvon Jansen, Sebastian Rudolph
Dramaturgie: Sabine Küchler
Produktion: Dlf 2019

„Versuch kein Held zu sein, wenn du schwach bist!“ Das ist nur einer der vielen klugen Sätze, die einem aus dem Hörspiel „Die Toten haben zu tun” von Mudar Alhaggi und Wael Kadour im Gedächtnis bleiben. Das Hörspiel des Monats Januar 2020 verbindet ästhetische Qualität und gesellschaftliche Relevanz auf einem beeindruckend hohen Niveau. Solche multiperspektivischen Stücke basierend auf Erfahrungen möchte man hören! Das vom Deutschlandfunk produzierte Originalhörspiel, das von Larissa Bender aus dem Arabischen übersetzt wurde, lässt diejenigen selbst zu Wort kommen, die in Deutschland und Europa derzeit meist nur Objekt von Debatten sind: Wie ihr Protagonist Taha leben auch die beiden aus Syrien stammenden Autoren in Berlin und Paris im politischen Exil. Eindringlich und sehr sensibel erzählen sie in ihrem Hörspiel die Geschichte der besonderen Freundschaft zwischen dem Syrer Taha und der Deutschen Mira. Hierbei tritt Mira zunächst als die vermeintlich Starke auf, die dem auf den ersten Blick hilflos erscheinenden Flüchtling hilft. Die Freundschaft entwickelt sich jedoch zunehmend zu einer Beziehung auf Augenhöhe und die anfängliche Rollenverteilung stellt sich als trügerisch heraus.

Taha spricht über die politische Repression in seinem Herkunftsland und seine Trauer über das Scheitern des demokratischen Aufbruchs in der arabischen Welt, an dem er aktiv beteiligt war. Dadurch tritt der Protagonist aus der Rolle des Opfers heraus und begegnet uns als handelndes Subjekt. Beeindruckend ist auch Tahas bei aller Melancholie entwaffnend ironischer Umgang mit der Exilsituation: Er berichtet davon, dass er seine Zeit zwischen Behördengängen und Trauern aufteilen muss, „so dass ich weder aktiv noch depressiv sein konnte … Ich wurde ein Flüchtling.“ Das Hörspiel thematisiert jedoch nicht nur die Traumata der Überlebenden und deren Schuldgefühle gegenüber den Toten, es hinterfragt auch feinsinnig die Kategorien von Heldentum und Feigheit, Stärke und Schwäche - um nur einige der anspruchsvollen Diskurse zu nennen, die das Stück aufmacht.
Um die traurige und sehr emotionale Geschichte von Taha und Mira zu erzählen, verweben die Autoren Mudar Alhaggi und Wael Kadour unterschiedliche stilistische Formen von Reportage über Tagebuchnotizen bis hin zum Puppentheater, das Taha im libanesischen Flüchtlingslager spielte und aus dem sich im Stück eine Geschichte in der Geschichte ergibt. Dies ist nur ein wunderbares Beispiel für die formalen Qualitäten, die den Text und seine Inszenierung insgesamt auszeichnen. Mit den Sprechern Rami Khalaf, Yvon Jansen und Sebastian Rudolph und unter der Regie von Erik Altorfer entfaltet sich das Stück auf hohem sprecherischem Niveau. Hier ist besonders hervorzuheben, dass auch der arabische Originaltext im Stück hörbar wird. Dies ist ein besonders gelungener Regie-Einfall, da er den im Stück angelegten Perspektivwechsel unterstützt: Für kurze Momente während dieses Hörspiels befindet sich zur Abwechslung einmal das deutschsprachige Radiopublikum in der Situation der Fremdheit und Desorientierung, die für Menschen auf der Flucht zum Alltag gehört. Durch den genau dosierten Einsatz von Stimm-Effekten für jede Szene eröffnet die Regie zudem einen neuen imaginären Raum. Das ermöglicht eine sinnliche Hörerfahrung, ohne in forcierten Realismus zu verfallen. Der leitmotivische Einsatz der von Martin Schütz komponierten Originalmusik sowie die beherzte Verwendung der Stereofonie stellt die Zerrissenheit der Figuren auf plausible, aber dennoch unaufdringliche Weise heraus.

Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main zeichnet jeden Monat ein Hörspiel aus den Produktionen der ARD-Anstalten aus. Die Entscheidung über das HÖRSPIEL DES MONATS trifft eine Jury, die jeweils für ein Jahr unter der Schirmherrschaft einer ARD-Anstalt arbeitet. Am Ende des Jahres wählt die Jury aus den 12 Hörspielen des Monats das HÖRSPIEL DES JAHRES.

22:00 Nachrichten 

22:05 Atelier neuer Musik 

„Das Unvorstellbare umreißen“
Die Bremer Tagung „Todesmetaphern in der Musik“ 1996

Von Hanno Ehrler

Das Jahr 2000 stand vor der Tür. Weltuntergangsfantasien kursierten, und alle fürchteten einen globalen Computerabsturz. Diese Endzeitstimmung griff die Projektgruppe Neue Musik Bremen auf und thematisierte auf ihrer 1996 veranstalteten Tagung Todesmetaphern in zeitgenössischer Musik. Yannis Xenakis riss mit seiner klanggewaltigen Musik buchstäblich Abgründe auf. Rolf Riehm entwarf Bilder vom Zerfallen und Vergehen. Texte über den Tod und ein eventuelles Weiterleben bilden den Ausgangspunkt spezifischer Kompositionen Klaus Hubers, Luigi Nonos und Bernd Alois Zimmermanns. Zugleich präsentierten die Organisatoren der Tagung Stücke alter Musik und erweiterten so den Blick über das Gegenwärtige hinaus darauf, wie der Tod in früheren Epochen musikalisiert worden war. Eingeladen war zudem der Wiener Philosoph Thomas Macho. Er referierte über verschiedene Todesvorstellungen in der Menschheitsgeschichte. Beim Rückblick auf diese singuläre Auseinandersetzung mit Sterben und Tod aus der Sicht der Neuen Musik vor einem Vierteljahrhundert wird deutlich, dass das Thema heute nach wie vor aktuell ist.

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Danke, Berlin!
Die Lange Nacht der Preußen im Rheinland
Von Rüdiger Heimlich
Regie: Claudia Mützelfeldt
Wiederholung vom 14./15.11.2015

Sie galten als schroff, stocksteif und humorlos, und außer Drill und Marschmusik konnten die Rheinländer bei den Preußen zunächst keine höhere Kulturmission erkennen. Die Preußen verdächtigten die Rheinländer dagegen des politischen Franzosentums, ja sie empfanden ihre Lebensart als liederlich. Es ist dann doch noch eine passable „Vernunftehe“ geworden. Die „Lange Nacht“ resümiert 205 Jahre nach der Gründung der preußischen Rheinprovinz 1815, welche Spuren die Preußen im Rheinland hinterlassen haben, so u.a. die Kölner Domvollendung, die Rettung von Drachenfels und Siebengebirge, Deutsches Eck und Burgenromantik, die Bonner Universität oder die Düsseldorfer Kunstakademie. Ein indirektes Verdienst ist die Beförderung sozialer und demokratischer Ideen und des rheinischen Stunk-Karnevals. Zeitzeugen wie Otto von Bismarck, Theodor Fontane, Heinrich Heine, Karl Marx, Kurt Tucholsky, Clara Viebig erzählen, wie nach 1815 zwei Mentalitäten aufeinanderstoßen - Katholiken und Protestanten, rheinische Lebenslust und preußische Disziplin, Eigensinn und Gottesgnadentum - wie es in der Revolution von 1848 zur offenen Konfrontation kommt und sich beide im patriotischen Jubel der Reichsgründung von 1871 dann doch noch in die Arme fallen. Historiker und Denkmalpfleger sprechen über die Verdienste Preußens und erzählen, wie das Erbe heute im Rheinland gepflegt wird.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Der Dirigent Teodor Currentzis (picture alliance / Sputnik / Evgenya Novozhenina)
Beethovens fünfte SinfonieMit zwei Gesichtern
Die neue Platte 07.06.2020 | 09:10 Uhr

Zweimal Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 5. Doch die Klangergebnisse dieser beiden neuen CDs könnten unterschiedlicher kaum sein. Martin Haselböck setzt damit den Schlusspunkt seines "Resound Beethoven"-Projekts. Für Teodor Currentzis ist es der Start einer Gesamtaufnahme der Beethoven-Sinfonien.

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