Gold. Revue
Von Jan Wagner
Regie: Leonhard Koppelmann
Mit Mechthild Großmann, Heikko Deutschmann, Henning Nöhren, Marek Harloff, Rainer Philippi, Jan Maak, André Kaczmarczyk, Rosa Enskat, Sonja Beißwenger, Yohanna Schwertfeger, Maja Schäfermeyer und Julian Panknin
Percussion: Dirk Rothbrust
E-Gitarre: Kalle Kalima
Komposition: Sven-Ingo Koch
Ton und Technik: Eva Pöpplein und Roman Weingardt
Produktion: Deutschlandfunk/SWR 2017
Unterstützt durch die Filmstiftung NRW
Länge: 84'19
Anschließend:
„Les Idées Heureuses” - Das Couperin-Projekt des Jazzmusikers Jean-Philippe Viret
Von Karl Lippegaus
Hörspiel über den Goldrausch
Musikalische Hörspiel-Revue - In Jan Wagners lyrischem Stimmenspiel „Gold“ mit der Originalmusik von Sven-Ingo Koch sind sie alle zu hören: das Gold selbst ebenso wie die Goldsucher, die Lebenden und auch die längst in der Erde verscharrten, vergessenen Toten.
Es ist Gold, das seit Anbeginn der Dinge ruhte, aber nicht schlief, das nur darauf wartete, gefunden zu werden am Ufer eines Flusses irgendwo in den menschenleeren Weiten. Ein Geheimnis, das keines bleiben kann. Und so rast das Gerücht von Dorf zu Stadt, bis die Fabriken und die Büros verstummt sind, nur noch die Hacken und Schaufeln Hunderttausender von Glücksuchern zu hören sind - „jeder für sich selbst allein, und der Teufel für uns alle“. In der Revue zum Rausch finden sie alle zu Sprache und zu Gesang, die Herumtreiber und die Händler, die Schürfer und Gräber, die Bardamen, Bestatter, Liebenden und Missionare, die Säufer und Prasser und Spieler so wie auch das Gold, das bleibt, während die, die es suchten, vergingen.
Jan Wagner, 1971 in Hamburg geboren, lebt in Berlin. Dichter, Essayist, Übersetzer und Herausgeber von Lyrik-Anthologien. 2015 wurde er als erster Lyriker mit dem Leipziger Buchpreis ausgezeichnet, 2017 erhielt er den Georg-Büchner-Preis. Sein Hörspiel-Debüt „Gold. Revue“ wurde zum Hörspiel des Monats Juli 2017 gewählt, es folgten „Mandeville. Vaudeville“ (Deutschlandfunk/SWR 2020) sowie der Lyrikpodcast „Book of Songs. Junge europäische Lyrik“ (Deutschlandfunk/SWR 2022).