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Programm: Vor- und RückschauDonnerstag, 26.12.2024

  • 00:05 Uhr

    Jazz

    Verborgene Schätze:
    Miles Davis Quintet: „Miles In France - Antibes, Paris 1963-64”
    Sun Ra: „Lights On A Satellite”
    Sonny Rollins: „Freedom Weaver - The European Tours 1959”
    Soft Machine: „Høvikodden 1971”
    Wayne Shorter: „Celebration”
    McCoy Tyner & Joe Henderson: „Forces Of Nature - Live At Slugs’”
    Keith Jarrett: „The Old Country - More Music From The Deer Head Inn”
    Bill Evans: „In Norway -The Kongsberg Concert”
    Cannonball Adderley: „Poppin’ In Paris - Live At L’Olympia 1972”
    Sun Ra: „At The Showcase - Live In Chicago 1976-1977”
    Itiberê Orquesta Familia Da França: „Live À Paris”
    Baden Powell: „The Girl From Ipanema - Live In Liège”
    Roland Kirk: „Live At Ronnie Scott’s 1963”

    Miles Okazaki über sein Album „Miniature America”

    Neuheiten & Raritäten:
    Bill Frisell, Avishai Cohen, Rifflet & Gordiani, Kris Davis, Brandon Seabrook, Andrew Cyrille, Wadada Leo Smith, Maneri & Ban, Paul Lay…

    Am Mikrofon: Karl Lippegaus

    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

  • 06:05 Uhr

    Heinrich Schütz
    Ein Kind ist uns geboren. Motette zu 6 Stimmen, SWV 384 (op. 11 Nr. 16)
    Ensemble Polyharmonique

    Johann Sebastian Bach
    Christum wir sollen loben schon, BWV 121, Kantate am 2. Weihnachtsfesttag
    Lisa Larsson, Sopran
    Sibylla Rubens, Sopran
    Annette Markert, Alt
    Christoph Prégardien, Tenor
    Klaus Mertens, Bass
    Amsterdam Baroque Choir und Orchestra
    Leitung: Ton Koopman

    Gottfried Heinrich Stölzel
    Ihr sollt nicht wähnen. Kantate zum 2. Weihnachtstag
    Britta Schwarz, Mezzosopran
    Henning Voß, Countertenor
    Jan Kobow, Tenor
    Klaus Mertens, Bass
    Barockensemble Weimar
    Leitung: Ludger Rémy

    Auguste Fauchard
    Le Mystère de Noël. Sinfonisches Gedicht in Form von Choralvariationen über den Weihnachtshymnus "Jesu redemptor omnium"
    Friedhelm Flamme, an der Cavaillé-Coll-Orgel

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Philosophischer Horror mit Hugh Grant - Der Film "Heretic" kommt ins Kino

    Das Prinzip Hoffnung in dunklen Zeiten - Ein Interview mit dem Publizisten Philipp Blom

    Vom Umtausch ausgeschlossen - Welche Bindungen sind unkündbar? Ein Interview mit dem Soziologen Armin Nassehi

    Erste Weihnachtsmesse in der wiedereröffneten Pariser Kathedrale Notre-Dame

    Die "religiösen Humoristen": Franz Kafka und Thomas Mann - Ein Interview mit dem Literaturwissenschaftler Dieter Borchmeyer

    Denk ich an Deutschland: die Schauspielerin Katharina Leonore Goebel

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 08:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft

    Muttersprachliche Gemeinden: Neue Heimat für zugewanderte Christen
    Von Michael Hollenbach

    Der Andrang auf Gottesdienste für zugewanderte Christen ist groß. Lebhaft wird in internationalen Gemeinden Gottesdienst zelebriert und Heimweh bekämpft. Viele Gemeinden vertreten aber eine konservative, teils frauen- oder queerfeindliche Theologie. 

  • 09:05 Uhr

    Vor 20 Jahren: Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean

  • 09:30 Uhr

    Baumeisterin des Barock
    Kleine Umbauten, große Geschichten - Die Architektin Plautilla Bricci
    Von Laura Helena Wurth

    Rom ist die Hauptstadt des Barock. Und es sind klingende Namen, die Plätze und Paläste entworfen haben: Carlo Maderno oder Francesco Borromini. Allesamt Männer. Es ist an der Zeit, die Baumeisterin des Barock, Plautilla Bricci, kennen zu lernen.
    Im barocken Rom haben vor allem Männer bestimmt, wie die Stadt aussah. Diese Sichtweise stimmt natürlich, aber sie stimmt gleichzeitig nicht. Denn mit der Entdeckung der Architektin Plautilla Bricci, die im barocken Rom wirkte, dort einiges gestaltete und manches mitgestaltete, zeigt sich, dass wir die übliche Erzählung über die Architektur und Planung unsere Städte revidieren müssen.
    Vielleicht ist es an der Zeit, eine Stadt nicht nur über ihre großen Hauptgebäude zu verstehen, sondern sich auch den unauffälligeren Umbauten zu widmen, dort hinzuschauen, wo man die großen Geschichten nicht vermutet. Im Falle Briccis ergeben sie sich nämlich genau dort. Gerade ist der Roman „Die Villa der Architektin“ auf Deutsch erschienen, der das das Leben Briccis beleuchtet. Höchste Zeit also, sich Rom einmal aus einer anderen Perspektive zu nähern.
    Laura Helena Wurth ist Kunstkritikerin und Autorin. Sie hat Kulturwissenschaft an der Maastricht University in den Niederlanden und der Humboldt Universität zu Berlin studiert. Als freie Autorin arbeitet sie unter anderem für FAZ, NZZ, ZEIT und Deutschlandfunk Kultur. Sie ist Mitherausgeberin des Kunstmagazins One to(o) many und seit Juli 2023 Redakteurin bei Deutschlandfunk Kultur.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Pfarrkirche Christkönig in Fürth
    Zelebrant: Pfarrer Matthias Bambynek
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Neues zum Lobe Gottes
    20 Jahre Kompositionswettbewerb „Musica Sacra Nova“
    Aufnahme vom 29.6.2024 in der Abteikirche Brauweiler
    Am Mikrofon: Klaus Gehrke

    Begonnen hatte es mit einem nationalen Wettbewerb für neue geistliche Chormusik, den der polnische Komponist Pawel Łukaszewski in Warschau ins Leben rief. 2004 wurde daraus ein internationaler Wettbewerb, der zunächst in Tschenstochau stattfand und seit mittlerweile zehn Jahren in Brauweiler bei Köln ausgetragen wird. Es waren zunächst vor allem junge Musikschaffende aus Osteuropa, die neue Kompositionen einreichten, inzwischen kommen die Zusendungen aus der ganzen christlichen Welt. Zu den Anforderungen an die neuen Werke gehört, dass sie von kirchlichen Laienchören gesungen werden können. Autor Klaus Gehrke blickt auf die Wettbewerbsgeschichte zurück - ebenso auf den 20. Wettbewerb in der Kategorie Chor a cappella, den der Italiener Paolo Orlandi vor dem Südafrikaner Motshwane William Pege gewann.

  • 12:05 Uhr

    Alilo - Halleluja!
    Polyphone Gesänge in Georgien
    Von Bettina Brand

    Die mehrstimmigen Gesänge Georgiens sind einzigartig. Gesungen wird zu vielen Gelegenheiten: bei Festen, zu Mahlzeiten und Beerdigungen. Die Lieder haben sogar heilende Wirkung. Ihr Tonsystem entspricht nicht genau dem westlichen Gebrauch, sodass die Harmonien für hiesige Ohren oft leicht „verstimmt“ klingen. Bettina Brand war in dem Land unterwegs und traf auch auf die jahrhundertealten Kirchengesänge, die heute noch eine Rolle spielen. In uralten Kirchen erklingen unter farbigen, verblichenen Fresken im Kerzenschein die alten Lieder, die in ihrer Dreistimmigkeit die Heilige Dreifaltigkeit widerspiegeln. Auch an Weihnachten wird gesungen. Doch „Frohe Weihnachten“ wünscht man sich im christlich-orthodoxen Georgien erst am 7. Januar, denn hier gilt der julianische Kalender.

  • 13:05 Uhr

    Strafanzeigen nach Anschlag auf Weihnachtsmarkt in Magdeburg

    Bayern: Söder nennt Bedingungen für Klageverzicht bei Länderfinanzausgleich

    Krankenkassen sehen gesetzlich Versicherte diskriminiert

    Nach Wahlen in Mosambik: Unruhen mit über 100 Toten

    Landesweite Proteste in Syrien

    USA: Wie Trump den Ukraine-Krieg beenden will

    20 Jahre nach der Tsunami-Katastrophe - deutsche Urlauber erinnern sich


    Am Mikrofon: Malte Hennig

  • 13:30 Uhr

    Théodore Dubois
    Quintett für Oboe, Violine, Viola, Violoncello und Klavier F-Dur
    Stefan Schilli, Oboe
    Nina Karmon, Violine
    Anja Kreynacke, Viola
    Jakob Spahn, Violoncello
    Oliver Triendl, Klavier

  • 14:05 Uhr

    Tatort Kunst

    Diebische Befreier (1/2)
    Von Maximilian Brose

    Mit dem Abzug der US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg verschwinden 13 wertvolle Bilder aus den Kunstsammlungen Weimar. Der Museumsdirektor sucht verzweifelt nach ihnen. Aber die deutsch-deutsche Geschichte spielt gegen ihn.
    Alle sechs Folgen der zweiten Staffel finden Sie auch in der Deutschlandfunk App.

  • 15:05 Uhr

    Tatort Kunst

    Diebische Befreier (2/2)
    Von Maximilian Brose

    Ein Christus-Bildnis aus Weimar taucht in den 90ern in New York wieder auf, ein anderes wertvolles Gemälde im Umfeld einer US-Elite-Universität. Doch deutsche Museen tun sich schwer, ihre gestohlenen Werke zurückzuholen, nicht nur in Weimar.
    Alle sechs Folgen der zweiten Staffel finden Sie auch in der Deutschlandfunk App.

  • 16:05 Uhr

    Helmut Krausser liest „Wildnis", eine exklusive Weihnachtsgeschichte

    Am Mikrofon: Jan Drees

    Die „Wildnis“, das war eine Eckkneipe in Neukölln, mit viel schräger Stammkundschaft und einem meist gutherzigen Wirt, Manni. Im Lokal erlebte Helmut Krausser Geschichten, die er in der damals noch existierenden Stadtzeitung Zitty publizierte, Kolumnen, die später gesammelt, in einem Taschenbuch bei Wagenbach erschienen sind. 2018 wurde die Kolumne eingestellt, bald darauf die Zitty selbst, und dann kam Corona. 2022 musste Wirt Manni das Lokal schließen. Doch für die Weihnachtsgeschichte 2024 kommt das frühere Personal noch einmal zusammen.

  • 16:30 Uhr

    Aliens und wir - Auf der Suche nach Außerirdischen (2/3)
    Teil 2: Angenommen, sie sind schon da
    Von Karl Urban
    (Teil 3 am 29.12.2024)

    Außergewöhnliche Behauptungen erforderten außergewöhnliche Belege, schrieb der US-Astronom Carl Sagan, der sich zeitlebens leidenschaftlich mit der Suche nach Außerirdischen befasst hat. Dass er keinen Beweis vorlegen konnte, spricht womöglich dafür, dass es keinen gibt. Vielleicht aber ist der Nachweis gerade deshalb nicht gelungen, weil das Mantra "It’ s never Aliens“, „es sind niemals Außerirdische" den Blick verstellt. Das jedenfalls kritisiert der theoretische Physiker Avi Loeb von der Harvard University. Er fordert, sich dem potenziellen Leben jenseits der Erde neu anzunähern, damit wir nicht Dinge übersehen, die direkt vor unseren Augen passieren. Tatsächlich erlebt die Suche nach Außerirdischen derzeit einen zaghaften Wandel. Sind wir allein im Universum? Manche Experten prognostizieren schon, dass uns die nächsten Jahrzehnte endlich Gewissheit verschaffen könnten.

  • 17:05 Uhr

    Feiertag-Feature

    250 Jahre Caspar David Friedrich: Wo der "Wanderer unter den Malern" seine Motive fand

  • 17:30 Uhr

    Feiertag-Feature

    Zwischen Armut und Aggression - 200 Jahre Woyzeck

  • 18:10 Uhr

    Stromkabel zwischen Finnland und Estland beschädigt

    Proteste in Syrien

    Strafanzeigen nach Anschlag auf Weihnachtsmarkt in Magdeburg

    Bayern: Söder nennt Bedingungen für Klageverzicht bei Länderfinanzausgleich

    Normenkontrollrat plant Empfehlungen für neue Regierung

    Krankenkassen sehen gesetzlich Versicherte diskriminiert

    Viele Spekulationen nach dem Flugzeugabsturz in Kasachstan

    Nach Wahlen in Mosambik: Unruhen mit über 100 Toten

    20 Jahre nach der Tsunami-Katastrophe: Hoffnung in Aceh


    Am Mikrofon: Malte Hennig

  • 18:40 Uhr

    Follow Up 2 - Achterbahn Nord-Stream-Ermittlungen

  • 19:10 Uhr

    Melanie Longerich im Gespräch mit der niederländischen Autorin Martine Letterie (Wh.)

  • 20:05 Uhr

    Neues Experiment. Die Nicht-Mehr-Arbeitslosen von Marienthal (2/3)
    Von Andreas Beckmann und Bettina Köster
    (Teil 3 am 2.1.2024)

    1931 schrieb das kleine Marienthal bei Wien Wissenschaftsgeschichte. Zum ersten Mal untersuchten Forscher systematisch, wie sich Massenarbeitslosigkeit auf die Betroffenen und ihr Dorfleben auswirkt. Gut 90 Jahre später war Marienthal Ort eines erneuten Experiments. In Teil 2 der dreiteiligen "Systemfragen"-Serie erzählt der Schuhladen-Besitzer Karl Blaha, was die Teilnahme für ihn gebracht hat. Blaha hatte sein Geschäft 2019 schließen müssen, damals ohne Aussicht auf einen neuen Job. Und Bürgermeister Thomas Schwab berichtet, wie das neue Experiment auch den Alltag der Gemeinde veränderte und wie trotz Schwierigkeiten die Abschaffung der Langzeitarbeitslosigkeit in dem Ort gelang. Die beiden Forscher Lukas Lehner (University of Edinburgh) und Maximilian Kasy (University of Oxford) liefern ihre wissenschaftliche Evaluierung, wie selbst Menschen, die scheinbar gar nicht mehr vermittelbar waren, wieder Arbeit fanden. Sie bilanzieren aber auch die Kosten des vierjährigen Experiments. Alle bedauern seine Einstellung, hoffen aber, dass es weltweit Nachahmer finden könnte. Mit Christoph Butterwegge ordnet außerdem einer der langjährigsten Armutsforscher in Deutschland das Projekt ein. Die Serie ist Teil der Deutschlandradio Denkfabrik 2024 "Es könnte so schön sein… Wie gestalten wir Zukunft?".

  • 20:30 Uhr

    Die AIDS-Leugner - Staffel 2: Wunderheiler in Deutschland
    Der Patient (3/3)
    Von Jonas Reese und Christopher Weingart
    Regie: Matthias Kapohl
    Mit: Enno Kalisch, Steffen Laube, Vittorio Alfieri
    Redaktion: Wolfgang Schiller
    Deutschlandfunk 2024

    Ein 17-Jähriger macht einen HIV-Test. Nach einem Unfall hat er Blutkonserven erhalten. Der Test ist positiv. Seitdem lässt er sich lieber nicht mehr testen. Auch als Jahre später erste Symptome auftreten. Seine Ärzte bestärken ihn. Die Tests seien unzuverlässig, das Virus harmlos. Die Pharmaindustrie wolle bloß ihre zweifelhaften Medikamente verkaufen. Tatsächlich hat die Kombinationstherapie zu Beginn zahlreiche schwere Nebenwirkungen, die für viele kaum auszuhalten sind. Doch wer die Therapie verweigert, stirbt. Wie kann es da sein, dass Ärzte, die vor HIV-Tests und Aids-Medikamenten warnen, immer noch praktizieren dürfen? Geht die Therapiefreiheit zu weit?

  • 21:05 Uhr

    Kopfhörer
    Gast: Pianist Lucas Leidinger
    Am Mikrofon: Florian Ross und Odilo Clausnitzer

    Muss Jazz immer anstrengend sein? Ist Keith Jarrett überschätzt? Wie bitte - Du magst auch Phil Collins? In „Kopfhörer“ treffen Pianist Florian Ross und Journalist Odilo Clausnitzer auf wechselnde Gäste, hören gemeinsam Musik und reden darüber. Die Auswahl bestimmt der Gast - die Gastgeber bekommen keine vorherigen Informationen.
    Diesmal dabei: Pianist Lucas Leidinger. Lehrer trifft Ex-Schüler: Vor rund 15 Jahren hat Lucas Leidinger bei Florian Ross studiert. Heute ist er ein enorm vielseitiger Individualist. Seine eigenen Arbeiten als Komponist und Spieler reichen von Indie-Pop und Theatermusik bis zu freier Improvisation. Sein festes Klaviertrio ergänzte er auf Tonträger zuletzt um ein Streichquartett. Mit dem basslosen Trio Aurora macht er eine transparente, innig-expressive Kammermusik. Und bei seinem aktuellen Soloprogramm setzt er auch noch die Stimme ein.

  • 22:05 Uhr

    Debüt auf der Rasierklinge
    Die komische Oper von Peter Cornelius „Der Barbier von Bagdad“
    Am Mikrofon: Philipp Quiring

    Peter Cornelius erhoffte sich von seinem Opernerstling „Der Barbier von Bagdad“ den Karrieredurchbruch. Mit Franz Liszt arbeitete er in Weimar an der Instrumentation und erhielt wegweisende Ratschläge. Die Uraufführung 1858 geriet allerdings zum Desaster. Bevor Liszt die erste Note dirigieren konnte, begann ein Zischen und Pfeifen, das die ganze Aufführung begleitete. Das Werk von Cornelius geriet zwischen die Fronten des Kulturkampfes zwischen „Neutönern“ und „Traditionalisten“. In Produktionen der 1950er Jahre hat diese komische Oper den Streit hinter sich gelassen und kann mit ihrem eigenwilligen Humor glänzen, etwa wenn darüber gespottet wird, dass sich ein Mann selbst rasiert, anstatt zum Barbier zu gehen.

  • 23:05 Uhr

    Der Bassbariton Ferruccio Furlanetto
    Am Mikrofon: Hildburg Heider

    Am 16. Mai 1949 kam Ferruccio Furlanetto in Norditalien zur Welt. Mit sechs Jahren trällerte er Tenorarien auf Geheiß des Urgroßvaters, agierte dann nach dem Stimmbruch in einer Popband, wurde schließlich von Tante und Oma wieder aufs klassische Gleis bugsiert. Der berühmte Gesangspädagoge Ettore Campogalliani nahm ihn als Schüler. Furlanettos erste Opernrollen waren Verdis Killer Sparafucile und Puccinis Philosoph Colline. Nach dem Scala-Debüt 1979 folgte sein Einstand an der New Yorker Metropolitan Opera und an weiteren wichtigen Bühnen der Welt. Während seiner langen Karriere ist er - neben Abstechern ins französische und russische Fach - seinem Stammrepertoire treugeblieben: den großen Basspartien von Verdi und Mozart.