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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 03.01.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Magie des Moments
    Das Joachim Kühn French Trio
    Am Mikrofon: Niklas Wandt
    Aufnahme vom 2.November 2024, Jazzfest Berlin, Haus der Berliner Festspiele
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    Kopfhörer
    Gast: Musikwissenschaftlerin Bettina Bohle
    Am Mikrofon: Florian Ross und Odilo Clausnitzer
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    „Wir wollten viele Gitarren einbauen“
    Das britische Indie Rock-Trio Bar Italia
    Von Anja Buchmann
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    Zwischen Akustikgitarren und Schallplattenspieler
    Das Duo Leif de Leeuw & Sem Jansen (NL)
    Aufnahme vom 27.4.2025 in „Gerd's Jukejoint“, Joldelund
    (Wdh.)

    05:05 Uhr   Spielraum

    Bluestime - Neues aus Americana, Blues und Roots
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    05:40 Uhr   Spielraum

    Bluestime - Neues aus Americana, Blues und Roots
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

  • 06:05 Uhr

    Die Bundesregierung im neuen Jahr: Was sich Schwarz-Rot vornehmen sollte
    Von Friederike Sittler

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pastorin Andrea Schneider, Oldenburg
    Evangelische Kirche

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    08:35 Uhr   Börse

    Der nationale Wochenrückblick

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 150 Jahren: DDR-Präsident Wilhelm Pieck geboren

  • 09:10 Uhr

    Vor 150 Jahren geboren - Auf den Spuren von Konrad Adenauer

    Am Mikrofon: Jonas Panning

    Vor 150 Jahren - am 5. Januar 1876 - wurde Konrad Adenauer in Köln geboren. Er war Oberbürgermeister der Domstadt, bis ihn die Nazis absetzten. Mitbegründer der CDU und deren Bundesvorsitzender nach dem Zweiten Weltkrieg. Am 15. September 1949 wählte der Bundestag den 73jährigen zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Adenauer hat Spuren hinterlassen - in Köln und Umgebung. Das Wochenendjournal besucht sein Wohnhaus in Rhöndorf, steigt auf den Petersberg, sichtet Dokumente im Kloster Maria Laach. Und in Köln ist Konrad Adenauer bis heute noch so beliebt, dass man ihm sogar ein Musical widmet.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Die Rennrodlerin Julia Taubitz

    Gibt es Musik, die mit dem Geschwindigkeitsrausch vergleichbar ist, den Julia Taubitz auf der Bahn erlebt?

    Sie fährt Boot, Motorrad, surft in ihrer Freizeit - aber beinahe unschlagbar ist sie im Eiskanal. Acht Weltmeistertitel hat Julia Taubitz bereits eingeheimst, als amtierende Weltcup-Gesamtsiegerin im Einsitzer gewann sie 2025 zudem ihre vierte große Kristallkugel in Folge. Taubitz wurde 1996 in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge geboren, im Alter von sieben Jahren begann sie das Rodeln. Heute gehört sie auch zur Sportfördergruppe der Bundeswehr und ist ausgebildete Sportmanagerin. Für das Leben nach der ersten Karriere möchte Taubitz vorbereitet sein, aber noch hat sie einiges vor. Der Traum einer olympischen Medaille hat sich bis jetzt nicht erfüllt. Wird es bei den Winterspielen in Italien klappen? In einem Superjahr des Sports - u.a. mit den Olympischen Winterspielen in Norditalien und der Fußball-WM in Kanada, Mexiko und den USA - lädt „Klassik-Pop-et cetera“ 2026 jeden Monat eine prominente Athletin, einen Athleten ein, um aus ihrem Leben und von ihrer Musik zu erzählen. Mit welchen Klängen motiviert sich Julia Taubitz?

  • 11:05 Uhr

    Märtyrer, Derwische, Gottsucher - Religionsvielfalt in Albanien
    von Andrea Rehmsmeier
    Dlf 2025

    „Religion ist Gift für die revolutionäre Moral“, verkündete Enver Hoxha. Im Jahr 1967 erklärte der kommunistische Diktator Albanien zum ersten atheistischen Staat der Welt. Hunderte Geistliche ließ er verhaften und foltern, einige hinrichten. 1991 endete die Gewaltherrschaft. Doch Albaniens religiöse Traditionen überlebten die Zeit des politischen Terrors. Heute ist das religiöse Leben so vielfältig wie in kaum einem anderen europäischen Land. Albaniens interreligiöse Harmonie ist geradezu sprichwörtlich. Sunniten und Sufis, Katholiken, Protestanten und Orthodoxe praktizieren ihren Glauben mit unkonventioneller Gelassenheit. Die Bektaschi-Sufis aber träumen von einem Mini-Staat - eine Art muslimischer Vatikan auf albanischem Boden. Hat die gemeinsame Leidensgeschichte die Glaubensgemeinschaften zusammengeschweißt?

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 13:10 Uhr

    Journalismus, Medien & Meinung: Aufregung statt Aufmerksamkeit

    Sina Fröhndrich im Gespräch mit Roger de Weck

  • 13:30 Uhr
  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr

    Spezial: Popcamp 2025 - High-Level-Förderung für Newcomer

    Newcomer haben es heute schwer: TicketkäuferInnen zieht es eher zu den etablierten Acts, Plattenfirmen setzen lieber auf kurzlebige TikTok-Hypes statt auf langfristigen KünstlerInnenaufbau. Das Popcamp des Deutschen Musikrats dagegen möchte Bands und Solo-KünstlerInnen nachhaltig unter die Arme greifen: Über ein Jahr lang lernen Nachwuchs-MusikerInnen in Workshops und Coachings, worauf es ankommt. Zum aktuellen Jahrgang gehören die Acts Ceci, Elimako, Lila Sovia, Vandalisbin und Yetundey. Christoph Reimann hat sie beim Popcamp besucht.

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    DIE BESTEN 7 - BÜCHER FÜR JUNGE LESER*INNEN
    Die Deutschlandfunk-Bestenliste im Januar
    mit Svenja Kretschmer

    Ein Haus bekommt besonders dann eine Bedeutung, wenn man schon einmal eins verlassen musste. Häuser und Zuhause sind Themen der Besten 7 im Januar. Aber auch Leistungsdruck im Sport, Mobbing und der Krieg in der Ukraine.

    Mari Kanstad Johnsen: „WEG - Über Abschied und Neubeginn, Einsamkeit und Freundschaft“
    (Péridot Verlag)

    Kristina Andres:„Ein Winter zum Ohrenwackeln“
    (Moritz Verlag)

    Stephen King und Maurice Sendak (Ill.):„Hänsel und Gretel“
    Aus dem amerikanischen Englisch von Lena Riebl
    (Atlantis Verlag)

    Thomas Harding und Britta Teckentrup (Ill.):„Das Haus am Park. Judith Kerr und ihr Leben in London“
    Aus dem Englischen von Nicola T Stuart
    (Verlagshaus Jacoby & Stuart)

    Oskar Kroon und Tine Schulz (Ill.): „Wir zwei gegen die Pissratten“
    Aus dem Schwedischen von Stefan Pluschkat
    (Thienemann Verlag)

    Lias Sinram: „Leib“
    (Avant Verlag)


    Mariam Nariem, Yulia Vus (Ill.) und Ivan Kypibida (Ill.) : „Eine kurze Geschichte eines langen Krieges. Russland gegen die Ukraine“
    Aus dem Ukrainischen von Daria Velychko
    (Avant Verlag)

    Am Mikrofon: Dina Netz

  • 17:05 Uhr

    Ist das transatlantische Bündnis noch zu retten? 
    Tyson Barker, Experte für transatlantische Beziehungen bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, und Rüdiger Bachmann, Professor für Ökonomie an der Universität Michigan, im Gespräch
    Am Mikrofon: Manfred Götzke

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    NIEWIEDERGUT
    oder
    Darf jetzt wirklich ein Jude der König von Bayern sein
    von Dana von Suffrin
    Regie: Christiane Huber
    Regieassistenz: Jakob Roth
    Mit: Brigitte Hobmeier, André Jung, Steven Scharf, Timocin Ziegler, Judith Toth, Philipp Froissant, Karolina Lodyga, Jelena Kuljić, Vincent Sauer, Johanna Kappauf, Enik
    Komposition: Enik (Dominik Schäfer)
    Aufnahme & Mischung: Jan Piepenstock
    Schnitt & Montage: Regine Elbers
    Besetzung: Christina Fröhlich
    Redaktion & Dramaturgie: Katja Huber
    Produktion: BR 2025
    Länge: 64‘06‘‘

    Die Jury der Akademie der Darstellenden Künste benannte „NIEWIEDERGUT oder Darf jetzt wirklich ein Jude der König von Bayern sein" zum Hörspiel des Monats Dezember 2025.

    Die Begründung der Jury:
    Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland. Die Befreiung. Kein Terror, keine Diktatur, keine Vernichtung, kein massenhaftes systematisches Morden mehr. Eine Zäsur. So wird es oft dargestellt. So stellen wir es uns mitunter vor. Aber nach den Mühen der Gebirge, kommen die Mühen der Ebenen, sagte Brecht 1949. Die Nachkriegszeit. Die Zeit nach dem Krieg. Frieden im Außen, aber innen? Noch Krieg? Wann zieht Frieden in die Köpfe ein? Wie lange dauert es, bis sich Einstellungen ändern? Bis sich Einsichten einstellen? Manche Haltung hat sich wohl nie geändert. Diesem merkwürdigen Zwischenzustand, dieser Zeit zwischen Noch und Schon, zwischen Krieg und Frieden, widmet sich das Hörspiel „Niewiedergut“.
    Die Autorin Diana von Suffrin porträtiert darin einen Mann und mit ihm eine Zeit, springt elegant von einer Erzählebene in die nächste und erlaubt uns, die Zwischenräume selbst zu fantasieren. Da ist Philipp Auerbach, eine barocke, widersprüchliche Persönlichkeit. Jüdischer Überlebender. Er leitet das Bayrische Landesentschädigungsamt auf eine sehr eigene, sehr unbürokratische Art, die ihm zum Verhängnis werden wird. Als Jude hat man Opfer zu sein. Als Opfer hat man dankbar, schwach und untadelig zu sein. So in etwa. Und all dies ist Auerbach nicht. Er ist sinnlich, chaotisch, laut und etwas eitel. Darf der das? Offenbar nicht. Er wird Opfer einer Kampagne, angeklagt von einem ehemaligen NS-Justizbeamten wegen Veruntreuung und nimmt sich in der Haft das Leben. Kurz darauf wird er rehabilitiert.
    Das Hörspiel erkundet ein bisher noch wenig erforschtes Gebiet, das Zusammenleben von Opfern und Tätern in der deutschen Nachkriegszeit. Die Stimmung der Zeit und insbesondere der tägliche Ansturm auf das Landesentschädigungsamt, die Lebensgeschichten hinter jedem Fall werden nachvollziehbar. Die Figur Auerbachs wird zum sinnlichen Erlebnis, ein schweres Thema auf überraschend unterhaltsame Art und Weise erzählt. Was besonders schwierig ist und uns deshalb besonders gut gefällt.

    Die Jury und der gastgebende Sender 2025
    Laila Stieler, Drehbuchautorin, Hörspielautorin, Dramaturgin und Filmproduzentin
    Sebastian Krumbiegel, Musiker und Autor
    Gastgebender Sender: MDR

  • 22:05 Uhr

    Meine eigene Welt
    Das Ensemble „Interchange“ Werke von Elisabeth-Claude Jacquet de la Guerre, Leonora Duarta, Gabriela Ortiz, Violeta Dinescu und Liza Lim
    Aufnahmen vom 12.11.2025 in der Kulturkirche Breitbrunn
    Am Mikrofon: Julia Kaiser

    Ein junges Quintett sucht Verbindungen zwischen Barock und zeitgenössischem Komponieren: „Interchange“.

    Mit Kreativität und Experimentierfreude suchen fünf junge Musikerinnen und Musiker zeitgemäße Wege des Ausdrucks. Inspiriert vom gleichnamigen expressionistischen Gemälde Willem de Koonings haben sie sich zum Ensemble „Interchange“ verbunden und überregional schnell für Aufsehen gesorgt. Sie spielen Blockflöten, Barockcello, Laute und Cembalo und möchten das Wissen um die historischen Hintergründe ihrer Instrumente mit heutiger Musik in Beziehung setzen. Im Konzert in der Kulturkirche Breitbrunn am Ammersee widmete sich das Quintett Komponistinnen des europäischen Barock und stellte diesen zeitgenössische Werke von Gabriela Ortiz, Liza Lim, Violeta Dinescu und Calliope Tsoupaki gegenüber - sowie eine Uraufführung von Henrik Dewes.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    "Aus meinen großen Schmerzen mach' ich die kleinen Lieder"
    Eine Lange Nacht über Heinrich Heine
    Von Astrid Nettling
    Regie: Burkhard Reinartz

    Wer kennt nicht das Lied von der "Loreley"? Gesungen wurde es als einfaches Volkslied, geschrieben hat es einer der bedeutendsten Dichter Deutschlands - Heinrich Heine. 1797 als Harry Heine in Düsseldorf zur Welt gekommen, erhält er 1825 den Namen Heinrich, als er nach seinem Jurastudium aus beruflichen Gründen als Jude gezwungen ist, sich taufen zu lassen. Schon früh ist sein Judesein für ihn mit der Erfahrung von Schmerz verbunden, aber ebenso früh erwacht sein rebellischer Geist. Sei es in seinen Liebesgedichten, den "Reisebildern" und journalistisch-politischen Texten, sei es in seinem Versepos "Deutschland. Ein Wintermärchen", seinen späten "Zeitgedichten" oder dem letzten Gedichtzyklus "Romanzero", den der Todkranke in seiner "Matratzengruft" in Paris verfasst. Mit der heinetypischen Melange aus Witz, Satire, Ironie und bitterstem Ernst greift er ein in die literarischen und politischen Kämpfe seiner Zeit in der Hoffnung, dass die Ideale der Revolution - "liberté", "égalité", "fraternité" - doch einmal Wirklichkeit werden. 1831 hatte Heine das restaurative Deutschland verlassen. 1835 macht ein Verbot der Schriften des "Jungen Deutschland" Paris zu seinem lebenslangen Exil. Dort stirbt der Dichter am 17. Februar 1856.