Heroin im Alter
Eine Recherche in Hannover
Von Jörn Klare
Regie: Cordula Dickmeiß
Mit: Andreas Pietschmann und Lisa Hrdina
Ton: Jan Fraune
Deutschlandfunk Kultur/NDR 2024
Länge: 54'30
Wie leben Menschen, die regelmäßig Heroin und andere Drogen nehmen? Jörn Klare hat Betroffene im Alter von 50, 60, 70 und mehr Jahren getroffen. Ihre Geschichten zeigen: Es gibt leichtere Schicksale - und keinen Standardablauf der Sucht.
In den achtziger Jahren machte Heroin noch Schlagzeilen. Bilder von Süchtigen waren in den Medien präsent: Oft waren junge Menschen abgebildet, und manche standen sogar für einen morbiden Heroin-Chic. Heute ist die Droge immer noch da, und viele, die damals angefangen haben, leben noch: mit Hilfe von Substitutionsprogrammen, mit Mischkonsum, abstinent - jede Lebensgeschichte ist anders.
Jörn Klare war in Hannover unterwegs. Dort, wo Drogen verkauft werden, und dort, wo die Konsumenten inzwischen leben: in sozialen Einrichtungen, in Altenheimen, oft prekär und mit ungewisser Zukunft. „Ich bin kein Müll“, sagt einer von ihnen. Geschichten von Menschen, für die Heroin ein Bestandteil ihrer Biografie ist - aber nicht der einzige.
Jörn Klare, 1965 in Hohenlimburg geboren, zwischen Sauerland und Ruhrgebiet aufgewachsen, lebt als Autor in Berlin. Er schreibt Sachbücher, Theaterstücke und Radiofeatures, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Für sein Buch „Nach Hause gehen. Eine Heimatsuche“ erhielt er 2017 den Evangelischen Buchpreis. Zum selben Thema produzierte er für Deutschlandradio Kultur das Stück „Nach Hause gehen“ (2016). Zuletzt: „‚Lost in Sozialversicherung“ (NDR 2024).