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Programm: Vor- und RückschauFreitag, 03.04.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Klassik live

    30 Jahre Aleph-Gitarrenquartett

    Birke J. Bertelsmeier
    "Krampus" für Gitarrenquartett

    Malte Giesen
    "(…) denn eine unmerkliche Wiederholung ist keine (...)" für 4 Gitarren

    Peter Jakober
    "Alephen" für Gitarrenquartett

    Sara Glojnaric
    "This might be a piece one day" für Gitarrenquartett

    Aleph Gitarrenquartett

    Aufnahme vom 12.10.2023 im Wolfgang Rihm Forum, Karlsruhe

    02:07 Uhr   Klassik live

    30 Jahre Aleph-Gitarrenquartett

    Bernhard Lang
    Game 16 “Loops for Alephs Birthday” für Gitarrenquartett

    Franz Ferdinand August Rieks
    "Viento de verano" für Gitarrenquartett

    Helmut Oehring
    "χώρος / Choros II" für Gitarrenquartett

    Huihui Cheng
    "(in)flexion" für Gitarrenquartett

    Aleph Gitarrenquartett

    Aufnahme vom 12.10.2023 im Wolfgang Rihm Forum, Karlsruhe

    03:05 Uhr   Heimwerk

    "Musik von SchülerInnen Anton Bruckners"

    Paul Caro
    Trio für Violine, Violoncello und Klavier E-Dur, op. 8
    Tonali Trio

  • 06:05 Uhr

    Johann Sebastian Bach
    "Kyrie - Christe, du Lamm Gottes" für 2 Soprane, Alt, Tenor, Bass und Basso continuo F-Dur, BWV 233.1
    Ensemble Polyharmonique
    Teatro del Mondo
    Leitung: Andreas Küppers

    Hugo Distler
    "Fürwahr, er trug unsere Krankheit", op. 12,9. Motette für 4-stimmigen Chor a cappella
    Dresdner Kreuzchor
    Leitung: Dirigent: Roderich Kreile

    Jeanne Demessieux
    "Vexilla regis". Choralvorspiel zum Karfreitag, aus: 12 Choralvorspiele über gregorianische Themen, op. 8
    Michelle Leclerc an der Cavaillé-Coll-Orgel der Kirche La Madeleine in Paris

    Carlo Gesualdo
    "Caligaverunt oculi mei". Responsorium zum Karfreitag für 6 Singstimmen a cappella
    Graindelavoix
    Leitung: Björn Schmelzer

    Heinrich Ignaz Franz Biber
    Sonate Nr. 9. "Die Kreuztragung" aus: 15 Sonaten über Mysterien des Rosenkranzes für Violine und Basso continuo
    Mayumi Hirasaki, Violine
    Michael Freimuth, Theorbe
    Christine Schornsheim, Cembalo und Orgel

    Heinrich Schütz
    "Die sieben Worte Jesu Christi am Kreuz" für 5 Singstimmen, 5 Instrumente und Basso continuo, SWV 478
    Ensemble Correspondances
    Leitung Sébastien Daucé

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Ein Zeugnis des Karfreitags?
    Das Rätsel um das Turiner Grabtuch
    Von Martin Korden
    Katholische Kirche

  • 09:05 Uhr

    Vor 10 Jahren: Panama Papers veröffentlicht

  • 09:10 Uhr

    Vokalmusik

  • 09:30 Uhr

    Das Jahrhundert der Nerds
    Vom Eigenbrötler zur Weltherrschaft?
    Von Roberto Simanowski

    Einst war er das Gespött der Leute, heute greift er nach der Macht: Der Nerd. Der Sozialtypus des Digitalzeitalters. Ein Schrauber, Bastler, Einzelgänger. Und heute machtvoller Unternehmer wie Elon Musk, Mark Zuckerberg oder Peter Thiel.
    In den letzten Jahren hat der Nerd sich an all denen, die ihn einst verspottet haben, gerächt, am allseits beliebten sportlichen Jock, den er mittlerweile im selbstoptimierten Fitnessstudio in seine Schranken weist, am Charmeur, dessen Fitnessstudio-Überredungskünste nutzlos geworden sind, seit Algorithmen menschliche Beziehungen ersetzen. Der Nerd überflügelt als Start-Up-Gründer den klassischen Unternehmer,  macht mit KI dem Künstler Konkurrenz und bastelt einen Avatar, der den Influencer von gestern so alt aussehen lässt wie einen Atari Computer von 1979.
    Und jetzt greifen sie - wie Elon Musk oder Peter Thiel - nach politischer Macht mit libertären und transhumanistischen Heilsversprechen und dieser komischen Vorliebe für Science Fiction, für die sie einstmals ausgelacht worden sind. Gibt es Gründe, dass uns das Lachen heute im Halse stecken bleibt?
    Roberto Simanowski, geboren 1963, lebt nach Professuren für Kultur- und Medienwissenschaft in den USA, der Schweiz und Hongkong als Publizist in Berlin und Rio de Janeiro. Zu Simanowskis Büchern gehören Data Love (2014/engl. 2018), Facebook-Gesellschaft (2016/engl. 2018) und Abfall. Das alternative ABC der neuen Medien (2017, engl. 2018). Sein Buch Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz erhielt den Tractatus-Preis für philosophische Essayistik 2020.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Evangelischen Stadtkirche in Laubach
    Predigt: Pfarrer Jörg Niesner
    Evangelische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Karfreitag in Leipzig 1747

    Programm aus Rezitativen und Arien von Johann Sebastian Bach und sieben Arien von Georg Friedrich Händel

    Mariana Rodrigues, Sopran
    Jana Corominas, Mezzosopran
    Itamar Hildesheim, TEnor
    Lluis Arratia, Bariton
    Bachcelona Consort
    Leitung und Cembalo: Daniel Tarrida

    Aufnahme vom 20.3.2026 aus der Deutschsprachigen evangelischen Kirche, Barcelona

    Am Mikrofon: Klaus Gehrke

    Das Bachcelona Consort empfindet Bachs musikalisches Programm vom Karfreitag 1747 nach.

    Am Karfreitag 1747 hat Johann Sebastian Bach als Thomaskantor in Leipzig das musikalische Programm für den Tag mit seiner Markus-Passion und sieben Arien von Georg Friedrich Händel bestritten. Diese sieben Arien bilden den Kern des Programms des Bachcelona Consort und sie werden verwoben mit Arien und Rezitativen von Bach aus der Kantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen", BWV 12 und der Markus-Passion.

  • 13:30 Uhr

    Dora Pejačević
    Konzert für Klavier und Orchester g-Moll, op. 33
    Peter Donohoe, Klavier
    BBC Symphony Orchestra
    Leitung: Sakari Oramo

  • 14:05 Uhr

    Das letzte Register
    Von Étienne Roeder
    Regie: der Autor
    Mit: Lisa Güldenhaupt, Paula Fürstenberg und dem Autor
    Ton: Martin Eichberg
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022
    Länge: 54'34

    Ein Leben an der Orgel. Ein Leben für die Musik. Ein Leben im Dienst der katholischen Kirche. Aber was ist das für eine Kirche geworden? Gedanken, Fantasien und Pläne des Organisten Matthias Körner im letzten Jahr seines Berufslebens.

    Die Orgel, das ist ein Orchester aus Klangfarben und eine registerreiche Stimme für die Geheimnisse der Musik. Zugleich setzte sie die Machtansprüche der Kirche in Klänge um, lange Zeit angetrieben von der Muskelkraft des Fußvolks an den Blasebälgen.
    Matthias Körner hat ein Berufsleben an ihren Tasten verbracht. In seinem letzten Arbeitsjahr als Organist und Chorleiter ist er immer noch nicht fertig damit, die Musik, zum Beispiel von Johann Sebastian Bach, zu ergründen. Sein Abschied vom Dienst in der katholischen Kirche fällt zusammen mit einer Zeit, in dem die Kirche sich verabschiedet von dem, was sie war.

    Étienne Roeder, geboren 1983 in Berlin, studierte Kulturanthropologie, Lateinamerikanistik und Portugiesisch. Zeitweilig lebte der Autor von Reportagen und Radiofeatures in Portugal und Kolumbien. 2018 gewann er den Åke Blomström Award. Letzte Features: „Die Maskenmacher“ (Deutschlandfunk Kultur 2020) und "Exit Exil - Fünf Frauenleben in L.A." (Deutschlandfunk 2022).

  • 15:05 Uhr

    Spezial

    „Vielleicht war ich der letzte“: Rudi Carrell, sein Leben für die Show

    Von Herwig Katzer

    Bis zu 30 Millionen Menschen saßen vor dem Fernseher, wenn er die Showbühne betrat. Mit Sendungen wie „Am laufenden Band“ oder der „Rudi-Carrell Show“ prägte der Entertainer das deutsche Fernsehen. Vom Publikum verehrt, von Kollegen gefürchtet. Vor 20 Jahren starb Rudi Carrell.

  • 15:52 Uhr

    Jüdisches Leben heute

  • 16:10 Uhr

    Literatur als Passion
    Ein Gespräch mit Alexandru Bulucz zum Karfreitag

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    Jeffrey Epstein -
    Der Sexualstraftäter und die Wissenschaft
    Von Anneke Meyer und Christopher Weingart

    Jeffrey Epstein ist für seine Beziehungen zu Spitzenpolitik und Hochfinanz bekannt. Aber auch in der Wissenschaft hat er ein weit verzweigtes Netzwerk aufgebaut und seine Spuren hinterlassen.  Als Förderer, Vermittler und vermeintlicher Vordenker. Epstein bietet Geld und Einfluss - was ihn weit bringt in der Wissenschaft. Er, der noch nicht einmal einen Collegeabschluss hat, wird zum Gastwissenschaftler in Harvard ernannt, ist Diskussionspartner von Starwissenschaftlern wie Noam Chomsky, fördert Projekte an Eliteunis. Was ihn treibt? Zunächst sieht sich Epstein selbst als Intellektuellen, er phantasiert vom Ewigen Leben, von der Züchtung neuer Menschen, von der Utopie des Transhumanismus. Später soll sein Netzwerk der Genies seinen Ruf stabilisieren. Und tatsächlich: Weder seine ethisch bedenklichen Forschungsinteressen noch seine Verurteilung wegen Kinderprostitution scheinen seine Beziehungen im wissenschaftlichen Betrieb ernsthaft in Gefahr zu bringen.  

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:40 Uhr

    Weltstädte - „Im Dschungel von Rio de Janeiro“

  • 19:05 Uhr

    aus der Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion

  • 19:15 Uhr

    Der Geschichtspodcast
    Georgien
    „Es ist die Rückkehr der Vergangenheit“
    Von Anh Tran

    Seit mehr als einem Jahr gehen in Georgien Menschen auf die Straße: Sie protestieren gegen mutmaßlich manipulierte Wahlen. Viele Georgier sehnen sich nach Europa, doch Moskau zieht in der einstigen Sowjetrepublik noch immer die Strippen.

  • 20:05 Uhr

    Ich führe ein Doppelleben - und jetzt?! (3+4/4)
    Episode 3: MidlifeDating, mentaler Bierbauch und Vaginallaser
    Episode 4: Rollenkolle, Wuttraining und MidlifeReset
    Von Julia Keller
    Deutschlandfunk 2026

    (Wdh. am 07.04.2026, 22.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur)

    Wenn die Kinder beim Vater sind, hat Julia Keller endlich Zeit für sich - und merkt, dass genau das das Problem ist.

    Episode 3: MidlifeDating, mentaler Bierbauch und Vaginallaser

    Julia testet, ob sie nach 17 Jahren Beziehung noch mal sozusagen auf den Markt will - oder ob der Markt längst ein anderer ist. Mit ihrem Psychologenfreund Dennis seziert sie den Männerjahrgang 40+: vergeben, traumatisiert in Trennung oder schon immer allein - und fast alle tragen Bauch, entweder körperlich oder mental. Statt großer Romantikstrategie gibt’s einen Live-Beta-Test: Dennis pitcht sie auf einem Dating-Event. Vielleicht ein jüngerer Freund, vielleicht ein neues Tinder-Profil mit Angel-Foto, oder gleich der Vaginal-Laser - Julia ist hin und her geworfen zwischen Beziehungsbiografie und Beckenboden-Panik. Beim Kuchen mit Schauspielkollege Julian landet sie bei der eigentlichen Frage: Wo wartet in diesem Leben überhaupt noch eine Karriere - und will und kann sie da wirklich nochmal rein? Ein Date mit der Lebensmitte: lustig, schamlos ehrlich und unangenehm nah an ihren eigenen Ausreden.

    Episode 4: Rollenkoller, Wuttraining und MidlifeReset

    Julia steht vor einem halb aufgebauten Ikea-Bett, zwei leeren Kinderzimmern und einem Datum: 15. Dezember. Kein Mann, der das Bett zusammenschraubt, keine Kinder im Haus, die Filmaufträge weg - und in ein paar Wochen auch die Versicherung. Bei der Agentur für Arbeit wird ihr Leben in Kästchen einsortiert: Mitte vierzig, Branchenkrise, Lücken im Lebenslauf. Die Vorschläge heißen Umschulung, Mangelberuf, Fortbildung - als wäre ein kompletter Neustart nur eine Frage von Formularen. Niemand fragt, wer das bezahlt, wer in der Zeit die Kinder auffängt und wie man mit Mitte vierzig nochmal wirklich von vorne anfangen soll. Manchmal denkt Julia: Es wäre einfacher gewesen, Vater zu sein. Im Selbstverteidigungskurs für FLINTA lernt sie, nach außen zu schlagen, obwohl sie jahrelang nach innen geschluckt hat. Sie ertappt sich dabei, Brötchen schmieren als Liebesbeweis zu verkaufen - und merkt, wie tief sie noch in Rollenmustern steckt, von denen sie dachte, sie hätte sie längst abgeschüttelt. Und genau in dem Moment, in dem sie sicher ist, dass der 15. Dezember die Abrisskante ihres bisherigen Lebens ist, klingelt ihr Handy…

  • 21:05 Uhr

    Luke Winslow-King (USA)
    Aufnahme vom 7.6.2025 beim Bluesfestival Schöppingen
    Am Mikrofon: Tim Schauen

    Charismatischer Frontmann und seine Band mit ur-US-amerikanischem Programm: Blues, Folk, Country, Rock, Singer-Songwriter.

    Das mit den Zuschreibungen zu Musik-Genres ist so eine Sache: Engen sie ein, legen sie zu viel fest, behindern sie gar den Musik-Genuss? Der Sound des US-Amerikaners Luke Winslow-King (*1983 in Cadillac/Michigan) ist so ein Fall. "Blues" greift zu kurz, "Singer-Songwriter" ist er sicher auch, er spielt Gitarre, seit er 14 Jahre alt ist, hat später Jazz-Gitarre studiert, bekam zudem eine klassische Ausbildung. Und dann zog er 2001 nach New Orleans, wo alle Musikgenres seit jeher zusammenfließen. Was also spielte Luke Winslow-King mit seiner Band aus Keyboarder, Bassist, Schlagzeuger, Gitarrist und Perkussionist? US-amerikanische Musik, mit einer Mischung aus Delta Blues, Roots-Music, Folk und Rock! Sein aktuelles, neuntes Studio- Album „Coast of light“ ist Ende März 2026 auf dem Markt.

  • 22:05 Uhr

    Heimweh als Antriebskraft
    Die algerische Musikerin Souad Massi
    Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause

    Souad Massi ist eine der wichtigsten weiblichen Stimmen Nordafrikas und die bekannteste Singer-Songwriterin Algeriens. Ende der 1990er-Jahre kam sie nach Frankreich, weil sie in ihrer Heimat als Gitarristin und Sängerin von Fundamentalisten bedroht wurde. Im französischen Exil, wo die 53-Jährige bis heute lebt, begeisterte sie bereits mit ihrem Debütalbum. Anschließend eroberte sie mit Balladen, in denen sie die Musik des Maghreb mit angloamerikanischem Folk kreuzt, die Menschen weltweit. Und singt mit ihrem warmen, eher dunklen Timbre meist auf Arabisch von ihrer Sehnsucht nach Frieden und Freiheit. Seit einigen Jahren ist der britische Musiker und Produzent Justin Adams ihr Kreativ-Komplize. Er hatte auch für Souad Massis elftes Album „Zagate“ die Finger an Gitarre und Mischpult und sorgt nicht nur für Rock-Einflüsse.

  • 23:05 Uhr

    Franz Liszt
    "Via crucis". Die 14 Stationen des Kreuzweges, Fassung für Bariton, gemischten Chor und Klavier, R 534 (S 53)
    Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton
    Aribert Reimann, Klavier
    RIAS-Kammerchor, Berlin
    Leitung: Uwe Gronostay

    Aufnahme vom September 1984

    Am Mikrofon: Susann El Kassar

    Franz Liszt hat mit eindrücklichen Klängen Jesus' Kreuzweg nachgezeichnet, hier in einer ausgezeichneten Aufnahme.

    Erst am Karfreitag 1929 in Budapest wurde "Via Crucis" von Liszt uraufgeführt, mehr als 40 Jahre nach dessen Tod. Zu seinen Lebzeiten ist seine Vertonung von Jesus' Leidensweg vor der Kreuzigung nicht einmal verlegt worden. Dabei zeigt sich Liszt hier als visionärer Komponist. Holzschnittartig stehen die Passagen des Klaviers neben denen des Chors und des Solisten. Die Phrasen wirken oft karg und nachgerade schroff, Liszt greift aber auch zwei Lieder der reformierten Kirchenmusik auf, im Zusammenspiel kreiert er starke Momente der Andacht und Kontemplation.