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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 30.05.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Kraftvolle Poesie
    Mary Halvorson Amaryllis
    Aufnahme vom 1.11.2025 beim Jazzfest Berlin
    Am Mikrofon: Anja Buchmann
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    Miles Davis 100.
    „Sternstunden der Inspiration“
    Der Trompeter Miles Davis und seine weißen Mitmusiker
    Von Michael Kuhlmann
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    Präzision und Naturromantik
    Die US-amerikanische Math Rock-Band Hikes
    Von Tim Baumann
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    Thomas Frank Hopper Band (B)
    Aufnahme vom 22.5.2025 beim Bluesfestival Eutin
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    05:05 Uhr   Spielraum

    Bluestime - Neues aus Americana, Blues und Roots
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    05:40 Uhr   Spielraum

    Bluestime - Neues aus Americana, Blues und Roots
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Martin Korden, Bonn
    Katholische Kirche

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    08:35 Uhr   Börse

    Der nationale Wochenrückblick

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 65 Jahren: Attentat auf den dominikanischen Diktator Trujillo Molina

  • 09:10 Uhr

    Strafvollzug - Wie Resozialisierung gelingen soll
    Von Vivien Leue

    Resozialisierung ist das zentrale Ziel im deutschen Strafvollzug. Die Gefangenen sollen befähigt werden, künftig ein Leben ohne Straftaten zu führen. Ein Arbeitsplatz, eine Ausbildung oder therapeutische Maßnahmen helfen dabei. Wichtig aber sind auch Angebote wie Familienzusammenführung, Sport in der Gruppe, Kulturveranstaltungen oder die Arbeit mit Tieren. Inhaftierte erhalten vielfältige Unterstützung und damit die Chance, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Schauspielerin Mala Emde

    Sie war schon als Kind filmbegeistert. Auch die Musik ihres Lebens ist davon geprägt.

    Mit neun Jahren wusste die gebürtige Frankfurterin, dass die Schauspielerei ihre Welt ist. Zwei Jahre später gab sie 2008 ihr Fernsehdebüt in der RTL-Serie „Tod im OP“. Einem größeren Publikum wurde sie 2015 als Titelfigur in dem Doku-Drama „Meine Tochter Anne Frank“ bekannt. Anschließend studierte sie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. In der ARD-Serie „Charité“ überzeugt sie als Nazi-Ärztin, die dem Regime immer kritischer gegenübersteht. Energisch und nachdenklich zugleich ist ihre linke Jura-Studentin Luisa in Julia von Heinz‘ Antifa-Drama „Und morgen die ganze Welt“. Auch in dem Musikfilm „Köln 75“ tritt Emde als junge Frau auf, die ihrem Elternhaus den Rücken kehrt. Sie spielt Vera Brandes, die das legendäre „Köln Concert“ von Keith Jarrett organisierte.

  • 11:05 Uhr

    Moritz Küpper im Gespräch mit dem ehemaligen Präsidenten der EU-Kommission Jean-Claude Juncker

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 13:30 Uhr

    Auslandsmagazin

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

    Prompten statt Kurvendiskussion -
    Wie kann Schule besser auf die Zukunft vorbereiten?

    In "Campus und Karriere" fragen wir: Ist reine Wissensvermittlung schon heute überflüssig? Braucht es neue Inhalte wie KI-Kurse oder eine ganz neue Schulkultur, damit Kinder und Jugendliche in der Welt von morgen bestehen können? Und: wie gelingen solche Transformationsprozesse in Schulen?

    Gäste:
    Eschel Ewert, Landesschülersprecher in Schleswig-Holstein
    Tobias Feitkenhauer, Programmleiter bei Schule im Aufbruch
    Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes
    Am Mikrofon: Manfred Götzke

    Hörertelefon: 00800 4464 4464
    campus@deutschlandfunk.de
    WhatsApp: 0173 - 535 8089

    Kann Schule mit Inhalten und Ansätzen aus den letzten Jahrzehnten junge Menschen auf eine Welt vorbereiten, die sich radikal verändert? Der demografische Wandel, die Klimakrise und vor allem die KI-Revolution stellen Jugendliche von heute vor ganz andere Herausforderungen als die Generation ihrer Eltern. Immer mehr Schülerinnen und Schüler, Bildungsforscher und NGOs fordern deshalb, dass sich auch Schule fundamental verändern muss. Zukunftskompetenzen wie Anpassungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit Veränderungen aktiv mitzugestalten sollten eine zentrale Rolle spielen.
    Die Landesschülervertretung in Schleswig-Holstein fordert ganz konkret Finanzbildung im Fach Mathematik, Gesundheitsbildung und das Thema nachhaltige Entwicklung. Die Initiative „Schule im Aufbruch“ setzt schon seit Jahren auf eine transformative Bildung. Potentialentfaltung und Gesundheit stehen bei den „Schulen im Aufbruch“ im Mittelpunkt.

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

  • 16:05 Uhr
  • 17:05 Uhr

    Assistierter Suizid in Deutschland - Sind die aktuellen Regelungen ethisch und wissenschaftlich vertretbar?
    Frauke Rostalski, Rechtswissenschaftlerin und Rechtsphilosophin an der Universität Köln und Mitglied des Deutschen Ethikrates, und Jochen Sautermeister, römisch-katholischer Moraltheologe an der Universität Bonn und Mitglied des Deutschen Ethikrates, im Gespräch
    Am Mikrofon: Susanne Fritz

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
    Lesung: Hans Pleschinski
    Gesprächspartner: Anja Kampmann und Jens Bisky
    Moderation: Maike Albath

    Ein deutscher Abiturient reist Mitte der 1970er Jahre mit seinem kostbaren Taufbesteck in der Tasche nach Paris und nimmt in einer Jugendherberge Quartier. Als er am nächsten Morgen aufwacht, sitzt ihm ein schöner junger Mann gegenüber, und um den neugierigen Niedersachsen ist es geschehen. Gemeinsam mit Serge erobert der Ich-Erzähler Paris. Aber nicht Serge, sondern der ältere Volker, Galerist und eingeschworener Bohemien, wird letztlich zu seinem Begleiter. In seinem Roman „Bildnis eines Unsichtbaren“ schildert Hans Pleschinski die unbändige Lebenslust jener Jahre, lässt Impressionen aus der Provinz einfließen, erzählt von einer großen Liebe und der Münchner Schwulenszene. Grundiert wird das spektakuläre Epochenbild, das dem Autor 2002 den Durchbruch brachte und jetzt in einer Neuausgabe erscheint, vom Beginn der Aids-Epidemie. Aus Anlass seines 70. Geburtstags blicken wir im „Studio LCB" mit Jens Bisky und Anja Kampmann auf das breit gefächerte Werk von Hans Pleschinski zurück. Neben seinen autobiografisch inspirierten Romanen und virtuosen Zeitgeistsatiren gibt es die großartigen literaturhistorischen Erkundungen von Thomas Mann in „Königsallee“ und Gerhart Hauptmann in „Wiesenstein“. Als Herausgeber und Übersetzer hat sich Pleschinski um die französische Literatur des 18. Jahrhunderts verdient gemacht und den Esprit von Madame de Pompadour, dem Herzog von Croÿ und Marie Antoinettes Kammerfrau Henriette Campan vermittelt.

  • 22:05 Uhr

    Sprechende Trommeln und Klangeruptionen
    Die Schlagzeugerin Leonie Klein
    Von Egbert Hiller

    Das Trommeln ist eine archaische Ausdrucksform, es ist eng mit den Wurzeln der Musikausübung verbunden. Leonie Klein ist sich dieser Tradition bewusst, dies spiegelt sich in ihrer interpretatorischen Haltung und ihrem Instrumentarium. Letzteres reicht von Pauken bis zum Donnerblech, von Rasseln bis zur Vogelpfeife. Die Schlagwerkerin wurde 1993 im Moseleifel-Städtchen Wittlich geboren. Studiert hat sie in Karlsruhe bei Isao Nakamura. Erst wirkte sie in dessen Ensemble mit, später agierten beide im ISANIE Percussion Duo auf Augenhöhe. Geprägt wurde Leonie Klein auch von Komponisten wie Vinko Globokar und Dieter Schnebel, zudem hat sie Werke von Peter Eötvös, Ursula Mamlok, Dai Fujikura oder Sara Glojnaric im Repertoire.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Chronist der Shoah
    Eine Lange Nacht über den Pionier der Holocaust-Forschung Raul Hilberg
    Von Andreas Beckmann
    Regie: Beate Ziegs
    (Wdh. v. 04./05.11.2023)

    Sein Buch „Die Vernichtung der europäischen Juden“ gilt heute als Standardwerk der Holocaust-Forschung. Als er es 1955 zum ersten Mal fertig gestellt hatte, fand Raul Hilberg (1926-2007) nirgendwo einen Verleger, weder in den USA noch in Israel, schon gar nicht in Deutschland. Doch die akribische Beschreibung sowohl der Vernichtung der Juden, als auch der deutschen Gesellschaft, die sie betrieb, blieb sein Lebenswerk. Ständig erweitere und präzisierte er sein Buch und schrieb es damit immer wieder neu. Als Teenager war Hilberg aus Wien vertrieben worden. Als US-Soldat kehrte er nach Europa zurück, um alle nur irgendwie auffindbaren Spuren von NS-Verbrechen zu sichern. Er überwarf sich mit Hannah Arendt im Disput über die Banalität der Täter und mit der Gedenkstätte Yad Vashem wegen der Einschätzung des jüdischen Widerstands. Erst in den 1980er-Jahren wurde seine Arbeit als bahnbrechend anerkannt, gerade auch von jungen Historikern in Deutschland. Heute droht sein Werk schon wieder in Vergessenheit zu geraten.
    Die „Lange Nacht" zu Raul Hilberg schildert sein Ringen mit der historischen Sichtung der Shoah, seinem manchmal verzweifelten Kampf um Gehör, seinem kurzen Ruhm und rekonstruiert ein dramatisches Kapitel Wissenschafts-Geschichte. Zu Raul Hilbergs 100. Geburtstag am 02. Juni wiederholen wir die „Lange Nacht" von Andreas Beckmann aus dem Jahr 2023.