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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 13.09.2026

  • 00:05 Uhr

    Demut, Dankbarkeit und Resilienz. Diese drei?
    Eine Lange Nacht über die Kunst des glücklichen Alterns
    Von Blanka Weber
    Regie: die Autorin

    Es gelte, ein „Leben nicht mit Jahren“ zu füllen, „sondern die Jahre mit Leben“, formulierte der US-amerikanische Politiker Adlai E. Stevenson II. Gut gesagt - und wie macht man das? Worauf kommt es an? Was sind die Dinge, die am Ende wirklich zählen? Was sagen hochbetagte Menschen, hat ihnen zu leben geholfen, Tiefschläge zu meistern, nicht zu verzagen? Gibt es Rezepte für ein gutes, ein glückliches und erfülltes Leben? Wir fragen eine Zisterzienserin, sind mit einem fast 99-jährigen Dirigenten im Gespräch, einem Regisseur, der mit über 90 weiterhin fröhlich inszeniert und Pläne schmiedet. Wir fragen den renommierten Maler Michael Triegel, der in seinen Bildern Leben und Tod verhandelt. Wir sind mit der Kulturwissenschaftlerin Alaida Assmann im Gespräch, mit dem Intendanten und Tenor Jonas Kaufmann sowie dem Pianisten András Schiff, der bis zu seinem 70.Lebensjahr gewartet hat, bevor er sich Bachs „Kunst der Fuge“ zuwandte. Wir sprechen mit Menschen, die andere im letzten Lebensabschnitt begleiten und wollen herausfinden, was im Leben wirklich zählt.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Tage Alter Musik Regensburg 2025

    Diego Ortiz
    Passamezzo antico Recercada Primera

    Mateo Flecha
    La Justa (attacca)

    La Bomba

    Jeremy Nastasi, Arciliuto
    Marc de la Linde, Viola da gamba
    Cantoría, Ensemble
    Jorge Losana, Leitung

    Konzertmitschnitt vom 08.06.2025, Regensburg, Schottenkirche St. Jakob

    03:05 Uhr   Heimwerk

    Sinfonias · Harpsichord Concertos

    Johann Heinrich Rolle
    Sinfonia B-Dur

    Konzert für Cembalo und Streichorchester g-Moll

    Michael Borgstede, Cembalo
    Kölner Akademie, Orchester
    Michael Alexander Willens, Leitung

  • 06:05 Uhr

    Künstliche Intelligenz: Das Bild einer Zerstörerischen KI soll ablenken
    Von Maximilian Brose

  • 06:10 Uhr

    Pawel Lukaszewski
    „Benedic, anima mea“. Psalm 102 für gemischten Chor a cappella
    The Choir of Trinity College
    Leitung: Stephen Layton

    Johann Sebastian Bach
    „Warum betrübst du dich, mein Herz“. Kantate zum 15. Sonntag nach Trinitatis, BWV 138
    Isabel Schicketanz, Sopran
    Marie Henriette Reinhold, Alt
    Daniel Johannsen, Tenor
    Peter Harvey, Bass
    Gaechinger Cantorey
    Leitung: Hans-Christoph Rademann

    Johann Ludwig Krebs
    Fantasia F-Dur und Fuge über B-A-C-H
    Felix Friedrich an der Zacharias-Hildebrandt-Orgel der Stadtkirche St. Wenzel in Naumburg

    Gabriel Fauré / André Messager
    Messe des pêcheurs de Villerville
    Frauenstimmen des Choeur de Chambre de Namur
    Sue-Ying Koang, Violine
    Pascale Dossogne, Harmonium
    Leitung: Thibaut Lenaerts

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    "Von Monet bis Picasso. Jüdische Kunstsammler:innen in Deutschland" - Ausstellung im Bucerius Kunstforum in Hamburg

    Reichstagswahl in Schweden - Geschlossene Gesellschaft? Ein Interview mit dem Schriftsteller Aris Fioretos

    Erziehung zur Grausamkeit? Zur Mechanik des Rechtspopulismus ein Interview mit dem Publizisten Robert Misik

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    PISA und Social Media - Von der "Lesesucht" zur Leseflucht. Ein Interview mit der Medienhistorikerin Ulrike Weckel

    Denk ich an Deutschland: die Musikerin Etta Scollo

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Wenn die Lebensbibliothek durcheinander gerät -
    Menschen mit Demenz wertschätzend begleiten
    Von Maria Kotulek
    Katholische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 30 Jahren: US-Rapper Tupac Shakur stirbt an den Folgen eines Attentats

  • 09:10 Uhr

    Klaviermusik

  • 09:30 Uhr

    Nach 9/11
    Der tötende Mensch - Folgen der dissoziativen Globalisierung
    Von Volker Demuth

    9/11 markiert eine Zeitenwende. Mit Terror und Krieg in diesem Ausmaß tritt der tötende Mensch ins Zentrum der Geschichte, einer Geschichte der dissoziativen Globalisierung als Epoche neuer Feindbilder.
    Die Terroranschläge des 11. September 2001 machten mit einem Schlag etwas deutlich, was schon zu erahnen war, eine düstere Gegenwartsdiagnose: Die Globalisierung hat ihre versöhnende Erzählung der sich ausbreitenden Menschenrechte und des sich ausbreitenden wirtschaftlichen Reichtums verloren und ist in eine dissoziative Phase eingetreten, in der Feindbilder, Aufrüstung und Kriegslogik wieder das politische Sprechen bestimmen.
    Im Zentrum diese Phase steht der homo necans, der tötende Mensch - als Jäger, Soldat, Despot, Terrorist, Revolutionär und medial faszinierende Figur. Von neolithischen Massengräbern über religiöse Tötungsgebote, Kriegsepen, Massenpsychologie und moderne Drohnentechnologie führt die Spur zu einer Geschichte, in deren Mitte Gewalt und Vernichtung stehen. Der  Traum vom ewigen Frieden war kurz und wohl nur eine Art der Selbstberuhigung.
    Volker Demuth, geboren 1961, ist Lyriker, Schriftsteller und Essayist. Er studierte in Tübingen und Oxford Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte. Er war Dozent für Medientheorie und Professor für Mediengeschichte und Medientheorie an der Fachhochschule Schwäbisch Hall. Seine Spezialgebiete sind die Theorie der Narrativität sowie die Körper- und Technikgeschichte. Außerdem hat er Hörspiele und Features geschrieben. Zuletzt erschienen: Mäander. Siebzehn Posts zum geschwungenen Leben (2023); Unruhige Landschaften. Ästhetik und Ökologie (2022); Fossiles Futur. Gedichte (2021).

  • 10:05 Uhr

    Altkatholischer Gottesdienst
    Übertragung aus der Kirche St. Cyprian in Bonn
    Predigt: Pfarrer Thomas Schüppen und Katja Kirscht.
    Evangelische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Franziska Hoppermann, CDU-Generalsekretärin

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Eine Reise in die Geschichte Zyperns

    Keine neuen Palmen für Los Angeles?

    Argentinien: Mit dem Zug in die Wolken

    Mit Walter Benjamin durch Berlin (1/4)

    Am Mikrofon: Laura Kingston

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Die Künstlerin Gabriele Stötzer im Gespräch mit Marietta Schwarz

    In der DDR stand Gabriele Stötzer unter Beobachtung der Stasi. Im wiedervereinigten Deutschland wurde sie wenig wahrgenommen. Das radikale Werk der heute 73-Jährigen erfährt derzeit durch eine große Einzelausstellung in Berlin späte Aufmerksamkeit.

  • 15:05 Uhr

    "Ein Lächeln im Gesicht"
    Farin Urlaub macht sein Lebensmotto zum Solo-Album
    Von Vincent Neumann

    Farin Urlaub widerspricht fast jedem Rockstar-Klischee: Er trinkt keinen Alkohol, raucht nicht, ist überzeugter Pescetarier und verbringt die Hälfte des Jahres wechselweise auf Weltreise oder seinen Olivenhainen auf Sardinien. Doch als Frontmann der Band Die Ärzte hat der als Jan Vetter in West-Berlin geborene Gitarrist an der Seite von Bela B ab Anfang der 1980er-Jahre die Musikwelt auf den Kopf gestellt und den Punkrock salonfähig gemacht. Und wenn die selbsternannte „beste Band der Welt“ mal Pause macht, geht Farin Urlaub auf Redetour „Übers Reisen“ oder spielt mal eben neue Songs ein. Im September erscheint das fünfte Solo-Album des 62-jährigen Globetrotters, dessen Titel auch als Lebensmotto taugt: „Ein Lächeln im Gesicht“ - ein wilder Mix aus Rockbrettern, Spaß-Punk, Anti-Liebesliedern und Cumbia-Ausflug, garniert mit einem Hauch Gesellschaftskritik.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Ingo Schulze: „Das Wasser im August“
    (S. Fischer Verlag)
    Ein Beitrag von Wiebke Porombka

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    KI aus China - Wie Kimi, Qwen & Co. die KI-Branche verändern
    Von Ralf Krauter und Felix Wessel

    Eineinhalb Jahre nach dem Deepseek-Schock sorgen KI-Modelle aus China erneut für Wirbel. Sie sind oft günstiger und besser konfigurierbar als die Top-Modelle aus den USA. Überholen Chinas KI-Entwickler die Konkurrenz schon bald? Felix Wessel spricht mit Ralf Krauter über den aktuellen Stand und die Perspektiven von KI aus China - und ihre Bedeutung für Europa und den Rest der Welt.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    Den Rechtsstaat schützen - Die Rechtswissenschaftlerin und Autorin Frauke Brosius-Gersdorf im Gespräch mit Vladimir Balzer

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Nach dem Löwenbrüllen -
    Fazit der Filmfestspiele Venedig

    Pique Dame -
    Roland Schwab inszeniert in Hannover Tschaikowsky

    Schweijk in Bachmut -
    Das Schauspiel Frankfurt erfindet den braven Soldaten neu

    Wahlkampf auf der Simson - Nostalgie erklärt keinen AfD-Erfolg
    Ein Gespräch mit Historiker Tobias Becker

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    Teures Bauland - Hohe Grundstückspreise verschärfen die Wohnungskrise

  • 20:05 Uhr

    Das hellhörige Haus
    Ein akustisches Abschiedsalphabet
    Von: Ludwig Berger
    Regie: der Autor
    Mit: Veronika Bachfischer
    Redaktion SWR: Michael Lissek
    SWR 2026
    (Wdh. v. 12.09.2026, 18.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur)

    Nach dem Tod seines Vaters verbringt Ludwig Berger einen letzten Sommer im Haus seiner Eltern. Erinnerungen vermischen sich mit den Geräuschen, die er mit dem Ort verbindet: von den Birken im Garten bis zu den Stimmen der Eltern.

    Ein altes Fachwerkhaus im Elsass, das Elternhaus. Schon lange lebt der Autor nicht mehr dort. Vor vielen Jahren starb die Mutter, in diesem Jahr der Vater. Das Haus wird ausgeräumt und bald verkauft. Die Räumung dauert den gesamten Sommer. Jeder einzelne Raum birgt Erinnerungen, jede Bewegung generiert Klänge. Im Garten zwei Birken. Die rechte wurde für den großen Bruder gepflanzt, die linke für den Autor; beim leichtesten Wind zittern beide. Ludwig Berger erschafft mit seinem Stück eine würdevolle, melancholische Dokumentation seines Abschiednehmens.

    Ludwig Berger ist Klangkünstler, Komponist und Radioautor. Er studierte Elektroakustische Komposition und war bis 2022 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH Zürich. Akustische Ökologie, Deep Listening und poetisches Erzählen prägen seine Arbeiten. Sein Werk wurde mit dem Grand Prix de l’ Académie Charles Cros ausgezeichnet und auf der Architekturbiennale Venedig präsentiert. Ludwig Berger lebt in Montreal.

  • 21:05 Uhr

    Grundton D-Konzert und Denkmalschutz

    Carl Philipp Emanuel Bach
    Sonate für Violine, Violoncello und Klavier a-Moll, Wq 90 Nr. 1

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Trio für Violine, Violoncello und Klavier C-Dur, KV 548

    Joseph Haydn
    Trio für Violine, Violoncello und Klavier Es-Dur, Hob XV:29

    Ludwig van Beethoven
    Trio für Violine, Violoncello und Klavier G-Dur, op. 1 Nr. 2

    Andreas Staier, Hammerklavier
    Daniel Sepec, Violine
    Roel Dieltiens, Violoncello

    Aufnahme vom 18.7.2026 aus der Kirche St. Nikolai (Schelfkirche), Schwerin.

    Am Mikrofon: Jochen Hubmacher

    Andreas Staier ist ein absoluter Weltstar, wenn es um historische Tasteninstrumente geht. In Schwerin zeigt er sein Können am Hammerfklavier.

    Mit dem Geiger Daniel Sepec und dem Cellisten Roel Dieltiens bildet Andreas Staier seit vielen Jahren ein Trio der Extraklasse. In Schwerin nehmen die drei mit in die aufregende musikalische Epoche gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Es erklingen Klaviertrios des magischen Dreigestirns der Wiener Klassik: Haydn, Mozart und Beethoven. Der Auftritt findet im Rahmen der Benefizkonzertreihe „Grundton D“ von Deutschlandfunk und Deutscher Stiftung Denkmalschutz statt. Der Erlös kommt dem Erhalt der Schelfkirche zugute.

  • 23:05 Uhr