Bestsellerautor und Psychotherapeut Leon Engler
liest unveröffentlichte Texte und spricht über die soziale Dimension psychischer Erkrankungen
Inzwischen zeigen Überblicksstudien, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Armut und der Wahrscheinlichkeit psychischer Erkrankungen. Vor zwei Jahren sorgte eine britische Studie für Aufsehen. Die Forscher erkannten mithilfe randomisierter Daten der UK Biodatenbank, dass Schizophrenie und ADHS kausal zu Armut beitragen, während andererseits Armut schwere depressive Störungen und Schizophrenie begünstigen. Der Psychotherapeut und Bestsellerautor Leon Engler spricht inzwischen offen über die soziale Dimension psychischer Störungen - und welche Auswirkungen die schlechte psychische Gesundheit auf unsere demokratische Gesellschaft hat. In einer Aufzeichnung aus der VHS zu Köln bringt er außerdem neue, bislang unveröffentlichte Geschichten mit: für alle Leserinnen und Leser, die seinen brillanten Debütroman „Botanik des Wahnsinns“ (2025) längst gelesen haben, und nun süchtig sind nach neuem Stoff aus der Feder des sympathischen Psychotherapeuten.
Leon Engler wuchs in München auf und studierte Theater-, Film-, Medien-, Kulturwissenschaft und Psychologie in Wien, Paris und Berlin - und er forscht inzwischen zur psychischen Dimension psychischer Erkrankungen. Multitalent Engler veröffentlichte zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele und Kurzgeschichten und wurde 2022 mit dem 3sat-Preis beim Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet. Er ist tätig als Autor, Psychologe und Dozent für Psychologie und Literarisches Schreiben. „Botanik des Wahnsinns“ sein Debütroman, stand auf der Shortlist für den aspekte-Literaturpreis - und ist inzwischen ein veritabler Bestseller.