Dienstag, 07. Dezember 2021

Programm: Vor- und RückschauSamstag, 11.12.2021

  • Mon
    Tue
    Wed
    Thu
    Fri
    Sat
    Sun
  • 00:05 Uhr

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

  • 01:05 Uhr

    Rock
    Neues aus Pop, Rock, Indie
    Schwerpunkt: Vor 40 Jahren veröffentlichte das britische Synthie-Pop-Duo Soft Cell sein Debüt-Album „Non stop erotic cabaret"
    Am Mikrofon: Thomas Elbern

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr  Morgenandacht

    Pfarrerin Silke Niemeyer, Münster
    Evangelische Kirche

    08:50 Uhr  Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 1700 Jahren: In Köln werden erstmals Juden im Stadtrat zugelassen

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Der Schriftsteller Steffen Kopetzky

    Kriegsveteranen und Marinefunker in geheimer Mission, Pockenepidemie im beschaulichen Monschau - Steffen Kopetzky sucht den Stoff für seine Romane gerne in historischen Ereignissen. Oder aus selbst erlebten Geschichten. Was er etwa auf Reisen als Schlafwagenschaffner quer durch Europa gehört und gesehen hat, verarbeitete er später in Romanen wie „Uneigentliche Reise" und „Grand Tour".
    Steffen Kopetzky studierte Philosophie und Romanistik in München, Paris und Berlin, er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und schrieb neben Romanen auch Hörspiele, Features, Theaterstücke und Opernlibretti. Heute lebt der 50-Jährige mit Frau und Kindern wieder in seiner Heimatstadt Pfaffenhofen an der Ilm. Klassische Musik habe in seiner Familie eigentlich keine Rolle gespielt, sagt Steffen Kopetzky. Nur durch Zufall lernte er als Sechsjähriger die Sinfonien eines Komponisten kennen, die er von da an in Dauerschleife hörte.

  • 11:05 Uhr

    Polens Trucker - Harter Weg nach Westen, Konkurrenz im Osten
    Von Ernst-Ludwig von Aster und Anja Schrum

    Spätnachmittags wird es eng auf den Parkplätzen entlang der A2 und der A4. Tausende LKW-Fahrer suchen entlang der polnischen Autobahnen und Fernstraßen nach einem sicheren Stellplatz für die Nacht, von einer Dusche können viele nur träumen. Der europäische Warenverkehr, die Just-in-time-Produktion, stößt immer mehr an Grenzen. Auch an soziale: Bulgarische Fahrer verdienen vielfach nur halb so viel wie polnische. Unter den Speditionen tobt ein gnadenloser Preiskampf: „Erst haben wir die Holländer und Deutschen gejagt“, erinnert sich ein polnischer Spediteur, „jetzt werden wir gejagt.“ Das Mobilitätspaket der EU soll Missstände in der Logistikbranche abbauen. Aber es gibt Schlupflöcher.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 13:30 Uhr

    Auslandskorrespondenten berichten

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

  • 16:30 Uhr

    Computer und Kommunikation

  • 17:05 Uhr
  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr  Sporttelegramm
  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    Siren_web_client.exe
    Ein Audio-Experiment von Christine Nagel
    Idee, Manuskript und Regie: die Autorin
    Komposition und Sounddesign: Peter Ehwald
    Mit Paulina Bittner, Ilse Ritter, Dietrich Eichmann, Paul Henze, Lauren Newton, Prof. Ingo Siegert, Joscha Bach und Stimmen aus dem täglichen Leben
    Gesang: Lauren Newton
    Produktion: NDR/Deutschlandfunk 2021
    Länge: 54‘30

    Intelligenz und Stimmen aus dem Computer
    Eine Radio-Moderatorin nutzt Sprachsynthese-Tools, um ihre persönliche KI-Stimme zu entwickeln. Doch was, wenn sich diese Stimme verselbständigt? Ein Audio-Experiment von Christine Nagel

    Siren, Maries künstliche Stimme, verbindet sich mit allen möglichen lebenden und toten Geistern im Netz, unter anderem mit Hannah Arendt, deren Äußerungen und Ideen verfügbar geblieben sind. Klingt eigentlich gut, hat aber unvorhersehbare Folgen. Neuronale Netzwerke ermöglichen, dass sich KI-Stimmen selbst generieren. Sie reichern sich an mit Wissen und Strukturen des im Internet verfügbaren Materials. Doch wer ist dann noch der Urheber? Wer übernimmt die Verantwortung für die Lügen, die durch sie in die Welt gelangen und Marie zugeschrieben werden? Und: Was ist das Menschliche an der Stimme?

    Christine Nagel, geboren 1969 in Wertheim, studierte Sprachwissenschaften, Geschichte, Politik. Seit 1996 freischaffend tätig, schreibt und inszeniert sie Hörspiele und Feature für die ARD und Deutschlandradio. Von 2002 bis 2005 lebte sie in London, wo sie ein postgraduales Choreografie-Studium am dortigen Laban Centre absolvierte. Ihre akustischen Arbeiten wurden vielfach nominiert und mit Preisen ausgezeichnet.

  • 22:05 Uhr

    Wenn Sturm zum Tornado wird
    Wie Musik und Klangkunst den Klimawandel hörbar machen
    Von Gisela Nauck

    Immer mehr Komponisten und Klangkünstlerinnen setzen sich mit den Folgen des Klimawandels auseinander, schaffen dafür Resonanzräume sinnlicher Wahrnehmung. Neue musikalische Formate entstehen dabei, ebenso neue künstlerisch-wissenschaftliche Forschungsfelder: z. B. komponierte Dialoge mit Natur und Landschaft, Übersetzungen von Klimadaten in Musik, Deep-Listening Walks, Geräusch-Ökologie. Das ist erst ein Anfang, aber er eröffnet ein neues Aufgabenfeld für die zeitgenössische Musik, die durch ihr „Kunstsein“ befähigt ist, theoretische Zusammenhänge aus Klimaforschung oder Waldökologie sinnlich erfahrbar zu machen. Gefordert ist eine „art engagé“, die angesichts der globalen Klima- und Umweltkrise zu einer neuen Weltwahrnehmung beitragen kann.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    „Glaubst Du denn, dass es schön sein wird ohne Dich?“
    Eine Lange Nacht über Hans Albers und seine jüdische Lebensgefährtin Hansi Burg
    Von Daniela Herzberg
    Regie: die Autorin

    Als Lügenbaron Münchhausen flog Hans Albers 1943 über die Kinoleinwände im nationalsozialistischen Deutschland. Mit dem Dreispitz winkte der Star seinem Publikum zu, das Krieg und Gräuel vergessen sollte. Die Liebe seines Lebens, die deutsch-österreichische Schauspielerin Hansi Burg, überlebte den Krieg in London, versteckte sich vor deutschen Luftangriffen in U-Bahn-Tunneln und betäubte ihre Angst mit Morphium. Hans Albers spielte Helden, doch er war keiner. Er verachtete die Nationalsozialisten, düpierte Parteibonzen öffentlich und spielte dennoch in Propagandafilmen. Weder war er gemeinsam mit seiner Hansi geflohen, noch unterstützte er sie im Exil. Trotzdem kehrte sie kurz nach Kriegsende zurück in die Villa am Starnberger See, die er 1935 für sie beide als luxuriöse, aber trügerische Zuflucht gekauft hatte. Sie hatte nur noch ihn, nachdem ihre gesamte Familie ermordet worden war. Seinen neuesten heißen Flirt warf sie aus dem Haus und lebte weitere 15 Jahre mit ihm. Die „Lange Nacht“ erzählt von einer Liebe, die bittere Verluste, Sucht und Verzweiflung überstand und das Rückgrat von Hans Albers’ Karriere war.