Künstlerischer Traum und irdischer Spielplan
Eine Lange Nacht über das Theatermachen
Von Horst Konietzny
Regie: der Autor
1. Teil: Staatstheater Nürnberg, Theater Bremen, Theater Essen
2 Teil: Staatstheater Hannover, D’Haus Düsseldorf, Thalia Theater Hamburg, Kammerspiele München, Theaterakademie August Everding München
3. Teil: Residenztheater München, Theater Köln, Schauspiel Magdeburg, Festival Osten Bitterfeld, Berliner Ensemble
Mitwirkende:
Aljoscha Begrich, Barbara Mundel, Bastian Lomsché, Bernd Stegemann, Caroline Stolz, Carsten Brosda, Chris Balme, Clara Weyde, Claudia Schmitz, Clemens Leander, Ilja Mirsky, Jan Großfeld, Katharina Thalbach, Kay Voges, Lena Brasch, Lene Grösch, Moritz Treuenfels, Oliver Reese, Paul Herwig, Selen Kara, Sofie Gross, Sonja Anders, Stefan Blaeske, Vasco Boenisch, Wilfried Schulz und viele andere.
In einer medial überfüllten Gegenwart stellt sich eine alte Frage neu: Welche Rolle spielt das Theater heute und welche kann es noch spielen? Diese Lange Nacht folgt keinem Spielplan und keinem Feuilleton. Sie beginnt mit einer Begegnung und setzt sich fort nach der Logik eines Dominospieles. Von einer Theaterpersönlichkeit zur nächsten, wie ein heimlicher Staffellauf hinter den Kulissen. Horst Konietzny folgt dieser Spur quer durch die Landschaft des deutschen Schauspieltheaters: vom Schauspiel Nürnberg über das Theater Bremen, zum Schauspiel Essen, dann nach Hannover. Vom Schauspiel Köln, zum Theater Magdeburg hin zum Festival Osten in Bitterfeld. Weiter zum Berliner Ensemble, den Münchner Kammerspielen und so fort. So entsteht ein vielgestaltiger Gang durch Probenräume, Kantinen, Zuschauerräume und innere Landschaften. Eine Reise, erzählt aus der Perspektive derer, die Theater machen. Im Zentrum steht ein Spannungsfeld: der innere Kreis der Sehnsucht nach dem „guten Theater“, als utopischem Ort, als Möglichkeitsraum, als Gegenwelt, und der äußere Kreis einer Realität, die geprägt ist von Erwartungsdruck, medialer Beschleunigung und den Gesetzen der Aufmerksamkeitsökonomie. Zwei Systeme, die einander berühren, reiben, manchmal widersprechen. Zwischen Ideal und Institution, Traum und Betrieb, fragt diese Lange Nacht nach der künstlerischen Wirksamkeit des Theaters und erkundet dessen Zukunft.