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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 09.05.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Singer-Songwriter Jazz deluxe
    Das Lukas DeRungs Quintett
    Aufnahme vom 4.11.2025 im „Loft“, Köln
    Am Mikrofon: Thomas Loewner
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    „Kopfhörer“
    Gast: Saxofonist Peter Materna
    Am Mikrofon: Florian Ross und Odilo Clausnitzer
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    Magische Geschichten gegen Nachrichtenfrust
    Der englische Musiker Spencer Cullum
    Von Anke Behlert
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    Keziah Jones (NIG)
    Aufnahme vom 7.6.2025 beim Bluesfestival Schöppingen
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pfarrer Stephan Krebs, Langen
    Evangelische Kirche

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    08:35 Uhr   Börse

    Der nationale Wochenrückblick

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 50 Jahren: RAF-Terroristin Ulrike Meinhof nimmt sich in der Haft das Leben

  • 09:10 Uhr

    „Niedersachsen-Anhalt“ - Das Zusammenleben zwischen Brocken und Wendland

    Am Mikrofon: Bastian Brandau und Niklas Ottersbach

    Zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt verlief ein langer Teil der deutsch-deutschen Grenze. Heute verbindet vieles die beiden Bundesländer: Die Natur, touristische Projekte und vor allem gewachsene Beziehungen zwischen Menschen. Auch wenn die unterschiedlichen Erfahrungen der Nachwendezeit bleiben. 

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Die Autorin und Buchhändlerin Petra Hartlieb

    Könnte auch ein Roman sein: Petra Hartlieb kaufte spontan eine Buchhandlung und schrieb darüber einen Bestseller.

    Aus einer Laune heraus kaufte Petra Hartlieb mit ihrem Mann 2004 eine Buchhandlung. Sie kündigte ihren Job, zog mit der Familie nach Wien und begann ein neues Leben. Davon handelt ihr Bestseller „Meine wundervolle Buchhandlung“. 1967 in München geboren, wuchs Hartlieb in Oberösterreich auf. Sie studierte Psychologie und Geschichte in Wien. Dort sowie in Hamburg war sie als Pressereferentin für Verlage und als Literaturkritikerin tätig. Seit 2011 schreibt sie Bücher - historische Liebesromane, autobiografische Werke und Krimis für Erwachsene und Kinder. Petra Hartlieb moderiert einen Buchpodcast für die Wiener Wochenzeitung „Falter“ und sitzt in der Jury des Deutschen Buchpreises. Beim Schreiben kann sie nur eine bestimmte Musik hören. Welche, verrät sie im Deutschlandfunk.

  • 11:05 Uhr

    Wann kommt der Zug? Europas Bahnprojekt Rail Baltica
    Von Christoph Kersting

    Die Rail Baltica ist eines der wichtigsten und größten Verkehrsprojekte Europas. Die neue Eisenbahnstrecke soll von Warschau durch das gesamte Baltikum bis ins estnische Tallin führen und die Fahrzeit deutlich verkürzen.

    Was die Anbindung der baltischen Staaten an das mitteleuropäische Bahnnetz verzögert: Bis heute fahren Züge im Baltikum auf der alten russischen Spurweite und sind mit den gängigen Schienen in der EU nicht kompatibel. Das Mega-Projekt bekommt durch Russlands Überfall auf die Ukraine zusätzlich eine militärische Bedeutung. Laut NATO-Angaben wird die Schnellzug-Trasse bei künftigen Panzer-Transporten und Truppenbewegungen eine wichtige Rolle spielen.

    Eigentlich sollte die Rail Baltica schon 2015 in Betrieb gehen. Inzwischen sind die Baukosten jedoch von ursprünglich geplanten sieben auf 24 Milliarden Euro angewachsen, 85 Prozent davon zahlt die EU. Angepeilt ist nun 2030 für die Inbetriebnahme. Doch es hakt noch immer an vielen Stellen, viele Bauarbeiten an der Strecke laufen unkoordiniert zwischen Lettland, Litauen und Estland.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 13:30 Uhr

    Auslandsmagazin

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Cornelia Franz: „Scheinland“
    Ab 14 Jahren
    (Carlsen Verlag)
    Ein Beitrag von Catrin Stövesand

    Moa Backe Åstot: Himmelsfeuer“
    Aus dem Schwedischen von Anu Stohner
    Ab 14 Jahren
    (Verlag dtv Reihe Hanser)
    Ein Beitrag von Siggi Seuß

    Zwei Kinderbücher der Tschechin Lenka Blaze
    Lenka Blaze: „Ich bin introvertiert. Sensibilität ist meine Superpower“
    Aus dem Tschechischen von Lena Dorn
    Ab 11 Jahren
    (Hanser Verlag)
    Lenka Blaze: „Mein kleines rotes Buch. Menstruation - ganz entspannt“
    Aus dem Tschechischen von Julia Miesenböck
    Ab 10 Jahren
    (Gerstenberg Verlag)
    Ein Beitrag von Anne-Kathrin Weber

    Am Mikrofon: Dina Netz

  • 16:30 Uhr

    Kursänderung:
    Small Language Models versprechen Unabhängigkeit von KI-Giganten

    KI-Transfer:
    Große Sprachmodelle geben Gelerntes an kleine weiter

    Befreiungsversuch:
    W-Social startet als europäische Alternative für X

    Info-Update

    Sternzeit 9. Mai 2026:
    Der Gute mit dem Nachbarstern unter dem Horizont

    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Tempolimit - Freiheit oder Vernunft?
    Die Journalisten Jan Fleischhauer und Edo Reents im Gespräch
    Am Mikrofon: Christoph Reimann

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    Hat Sozialismus in den USA eine Chance?

  • 20:05 Uhr

    Unsere vergorenen Wunden
    Von Katrin Pitz
    Regie: Matthias Kapohl
    Mit: Lou Strenger, Robert Dölle, Andreas Grothgar
    Komposition: Kiki Bohemia
    Ton und Technik: Thomas Widdig und Oliver Dannert
    Dramaturgie: Sabine Küchler
    Deutschlandfunk 2024
    Länge: 67'44

    Eine Patientin lotet die Grenzen ihres Psychoanalytikers aus. Mal hält sie ihn hin, mal liefert sie ihm bereitwillig Träume, Erlebnisse, Widersprüchlichkeiten. Was davon ist wahr? Und bei wem liegt letztendlich die Deutungshoheit?

    Als der Analytiker wieder fragt, ob die Patientin eine Sprache für das hat, was sie erlebt, zeigt sie erneut, dass sie sich ihm gewachsen fühlt, wenn nicht gar überlegen - nicht nur auf sprachlicher Ebene. So kippt eine Therapiesituation in ein intellektuelles Kräftemessen. Die verhandelten Themen sind klassischer Natur: Beziehungen, Arbeitsverhältnisse, Träume.
    Doch die Patientin spricht stets unter der Prämisse, niemanden, der ihr lieb und wichtig ist, an den Analytiker zu verraten, sowie mit dem Unwillen, ein klassisches Machtgefälle entstehen zu lassen. Beide machen sich unbarmherzig auf die Unstimmigkeiten, die sie in den Gesprächen erzeugen, aufmerksam. Schließlich schaltet sich eine dritte, namenlose Instanz ein, die aus dem Rückblick infrage stellt, wer in dieser Analyse eigentlich zu welchem Zeitpunkt glaubwürdig war.

    Katrin Pitz, geboren 1989 in Marburg, studierte Maschinenbau an der TU Darmstadt und übte anschließend verschiedene Tätigkeiten als Ingenieurin aus. Seit 2022 ist sie freiberuflich als Autorin und Übersetzerin tätig. Für ihre Lyrik wurde sie 2021 mit dem Leonce-und-Lena-Preis ausgezeichnet.

  • 22:05 Uhr

    Christlich-pazifistische Stimme
    Der Brandenburgische Komponist Helmut Zapf
    Von Ingo Dorfmüller

    Als bekennendem Christen und Wehrdienstverweigerer blieb ihm in der DDR das Studium an einer staatlichen Musikhochschule verwehrt: So schlug Helmut Zapf, Jahrgang 1956, eine Laufbahn als Kirchenmusiker ein. Neue Perspektiven eröffneten sich, als er 1982 für vier Jahre Meisterschüler von Georg Katzer wurde: Seine Musik drängte nun in ihren Formen und Inhalten über die Kirchenmusik hinaus. Eine große Vielfalt an Formen und Stilistiken hat sich seither in seinem Schaffen ausgeprägt, bis hin zur vielgestaltigen Einbeziehung der Elektronik. Christliches Ethos aber und die Leitidee eines stets neu zu erringenden und zu gestaltenden Friedens ziehen sich durch sein gesamtes Schaffen. Im Vorwort zu seiner Komposition "Vrede" von 2023 formuliert er es so: "Frieden ist das Ergebnis einer oft schwierigen Bemühung, Prozesse und Entwicklungen gestalten zu wollen. Frieden ist das Zusammensetzen, Abwägen und Formen - ist Komponieren."

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Die Last des Schweigens
    Eine Lange Nacht über späte Folgen der NS-Zeit
    Von Burkhard Reinartz
    Regie: der Autor

    Zeitlich gesehen ist die Zeit von 1933 bis 1945 nur ein kurzer Abschnitt der Geschichte. Doch dieser Zeitraum hat enorme Spuren hinterlassen. Ängste, Depressionen und diffuse Schuldgefühle belasten auch heute noch das seelische Gleichgewicht der Nachkommen. Die Vernichtung von über sechs Millionen Juden sowie Millionen von Erschießungen beim Angriffskrieg der Nazis hat auch Millionen von Nachkommen der Täter in ganz Europa zu unschuldigen Opfern gemacht. Trotz der staatlichen Aufarbeitung herrschen in den Familien weiterhin Verdrängung, Schweigen und Verschweigen. Die Mehrheit der Kriegsgeneration hat den Dialog über die Nazi- Zeit vermieden. Es wurde geleugnet, verklärt oder verschwiegen. Inzwischen machen nicht nur Nachkommen, sondern auch die Nachkommen der Nachkommen sich auf den Weg, das Schweigen zu brechen, und recherchieren in Datenbanken, ob ihre Väter, Großväter oder Uropas Nazitäter waren. Repräsentative Studien zeigen, dass Deutschland weniger ein Weltmeister im Erinnern ist, sondern eher im Verdrängen. So halten in der „Memo-Studie“ der Universität Bielefeld nur 18 Prozent der Befragten ihre Vorfahren für Nazis. Dabei hat die Mehrheit der Bevölkerung die Hitler-Diktatur mitgetragen. Ebenfalls 18 Prozent geben an, ihre Vorfahren hätten den Opfern geholfen, zum Beispiel Juden versteckt. Faktisch waren es allerhöchstens ein Prozent.