„Zwei Räder, ein Lenker und das reicht“
Die Lange Nacht vom Radfahren
Von Frank Riede
Regie: Philippe Brühl
Transportmittel, Sportgerät, Spielzeug - und manchmal ist das Fahrrad auch noch mehr: das Zentrum einer Lebenseinstellung. Erst vor gut 200 Jahren hat der Mensch gelernt, auf zwei Rädern das Gleichgewicht zu halten. Die Lange Nacht erzählt von Historie und Entwicklung des Fahrrades, aber vor allem Geschichten von Radfahrerinnen und Radfahrern. Es geht ums Alltagsradeln, um den Verteilungskampf auf den Straßen, um Berufe auf und mit dem Rad, um die Soziologie der Räder und Radelnden und darum, was die Elektrifizierung des Rades verändert. Wir sprechen mit der Fahrradstaffel der Polizei, mit einem Unfallforscher, mit einer Vertreterin der Wirtschaft und mit Fahrradhändlerinnen und Händlern, mit Fahrradlobbyistinnen, mit einem Kurierfahrer und dem Bundesverkehrsminister und noch vielen anderen und fragen sie, wie es den Menschen und den Fahrrädern gerade so geht und wo es hingeht. Und seit wann gibt es eigentlich die Fahrradklingel? Max Raabe singt dazu „Zwei Räder, ein Lenker und das reicht/Manchmal ist das Leben ganz schön leicht“. Die Lange Nacht steigt pünktlich zum Startschuss für die Tour de France in die Pedale, geht aber nicht auf Radfahren als (Profi-) Sport ein, sondern beschränkt sich auf den Fahrradgebrauch von Amateuren.