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Programm: Vor- und RückschauDienstag, 01.09.2026

  • 00:05 Uhr

    Am Mikrofon: Andreas Noll

    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:30 Uhr   Tag für Tag

    Aus Religion und Gesellschaft
    (Wdh.)

  • 05:05 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Veronika Hoffmann, Fribourg (Schweiz)
    Katholische Kirche

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 85 Jahren: Verordnung über das Tragen des Judensterns in der NS-Diktatur

  • 09:10 Uhr
  • 09:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft

  • 10:08 Uhr

    Leukämien und Lymphome:
    Bösartige Erkrankungen des Blutsystems

    Gast:
    Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor Klinik I für Innere Medizin und Centrum für Integrierte Onkologie (Cio) Köln, Universitätsklinik Köln
    Am Mikrofon: Martin Winkelheide

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    sprechstunde@deutschlandfunk.de

    Beim Blutkrebs, auch „Leukämie“ genannt, stellt der Körper zu viele weiße Blutzellen her. Das Problem: Sie reifen nicht richtig aus, können ihre normale Funktion im Körper nicht übernehmen, und sie verdrängen gesunde Zellen im Knochenmark. Die Folge: Menschen mit einer Leukämie sind anfällig für Infektionen, sie bluten schneller oder sie leiden an Blutarmut. Bei den so genannten „Lymphomen“ teilen sich Zellen des Immunsystems unkontrolliert. Leukämien und Lymphome können unterschiedlich schwer und unterschiedlich schnell verlaufen. Viele dieser Krankheiten lassen sich aber heute deutlich besser behandeln als noch vor zehn oder zwanzig Jahren.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 14:35 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr
  • 15:35 Uhr

    Das Medienmagazin

  • 16:10 Uhr
  • 16:35 Uhr

    Gefahrenabwehr:
    Verräterischer Sound der Drohnen

    MediCubeX:
    KI-Assistent soll Ärzte in der Notaufnahme entlasten

    Wissenschaftsmeldungen

    Sternzeit 1. September 2026
    Die Explosion der New-Glenn-Rakete

  • 17:35 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:40 Uhr
  • 19:15 Uhr

    Wie wir lernten die Atomkraft zu lieben
    In Belarus entsteht ein neues AKW
    Von Inga Lizengevic
    Regie: Inga Lizengevic
    Deutschlandfunk/SWR 2020

    2011 nach der Katastrophe von Fukushima beschließt Deutschland den Atomausstieg. Belarus beginnt mit dem Bau seines ersten Atomkraftwerks - obwohl kein Land stärker von den Folgen von Tschernobyl betroffen ist. In Litauen übt man für den Ernstfall.

    70 Prozent des radioaktiven Fallouts von Tschernobyl sind auf Belarus niedergegangen - die Heimat der Autorin. Tausende erkrankten an Krebs und starben. Ein ganzer Landstrich ist bis heute unbewohnbar. Trotzdem ist die Regierung unter Präsident Lukaschenko vom Nutzen der Atomkraft überzeugt. 2021 ist das AKW ans Netz gegangen.
    Litauen hat lange gegen das russisch finanzierte 10 Milliarden Euro Projekt im Nachbarland gekämpft. Das neue Kraftwerk bei Astravets steht nur zehn Kilometer von der litauischen Grenze und nur 40 km von der Hauptstadt Vilnius entfernt. Das Kühlwasser wird dem Fluss Viliia (Neris) entnommen, der in Litauen in die Memel mündet.
    Im Katastrophenfall könnte das Trinkwasser für mindestens ein Drittel der Bevölkerung kontaminiert werden. Litauen hat für eine Million Euro Jodtabletten für die Bevölkerung gekauft. Für die Litauer ist unverständlich, wie hier ein neues AKW entstehen konnte, wo doch das eigene AKW, ebenfalls russischer Bauart, beim Eintritt in die EU abgewickelt werden musste.

    Inga Lizengevic, geboren in Russland, aufgewachsen in Belarus, Russland und der Ukraine, studierte in Minsk und Berlin, lebt als Theaterregisseurin, Hörfunkautorin und Dokumentarfilmerin in Berlin.

  • 20:05 Uhr

    Abenteuer aus dem Englischen Garten
    Nach der Erzählung von Marieluise Fleißer
    Bearbeitung: Regine Ahrem
    Regie: Petra Kiener
    Mit: Franz Rampelmann, Cornelia Glogger
    Ton und Technik: Manfred Retsch, Barbara Liebrich
    SFB/BR 1984
    Länge: 52'10

    In Münchens berühmtem Landschaftspark begegnen sich ein junger Mann und eine junge Frau. Eine zarte Liebe entsteht, voller Hilflosigkeit. Schließlich kippt sie in Gewalt. Ein Stück über gefährliche Beziehungsdynamiken

    Der junge Maurer Emil will endlich ein Mädel haben, wie seine Kameraden. Als ihm das Fräulein über den Weg läuft, ist sie ihm gerade „die Rechte“. Das Fräulein scheint nicht abgeneigt, und schon sind sie „miteinander im schönsten Zug“. Doch Emil passt es nicht, dass er einen Vorgänger hat, und das lässt er das Fräulein auch spüren. Gleichzeitig denkt er auch an das, „was mich morgen vielleicht reut, wenn ich es heut unterlasse“. Irgendwann wird das Fräulein in ihrem Jammer den Kopf auf die Straßenbahnschiene legen. Aber da ist die nächtliche Verabredung in Münchens berühmtem Landschaftspark längst zu einem Abenteuer zwischen Sehnsucht und Schrecken geworden.

    Marieluise Fleißer (1901- 1974) wurde in den Sechzigerjahren von jungen Theaterautoren wie Rainer Werner Faßbinder und Franz Xaver Kroetz wiederentdeckt. Ihre Stücke wurden erneut gespielt, und endlich nahm ein größeres Publikum sie auch als Erzählerin wahr, obschon Walter Benjamin bereits früh ihre Prosa als „Kunstmittel ersten Ranges“ erkannt und Alfred Kerr ihr Werk schlicht „einen Besitz“ genannt hatte. „Die Werke der Marieluise Fleißer“, schrieb der Kritiker Heinrich Goertz aus Anlass des Erscheinens der Gesammelten Werke, „sind eine Schule der Rechtschaffenheit, der stilistischen Ehrlichkeit und Prägnanz. Die Sprache als perfekter Ausdruck ihres Denkens und Erlebens - eine körnige Prosa, hart, zupackend, konkret, ohne unverbindliche Allgemeinheiten und schmückende Beiwörter - nur die Sache selbst, jeder Satz eine Enthüllung.“ „Ich schreibe für jene, die entschlossen sind, zu erkennen. Ich schreibe für jene, die sich nichts vormachen lassen.“

  • 21:05 Uhr

    Der Pianist als Groove-Architekt
    Nik Bärtsch, Klavier
    Aufnahme vom 21.2.2026 beim JO.E.-Festival Essen
    Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer

    Hypnotische Klaviermusik im Zeichen von soghafter Repetition und vielschichtigen Grooves.

    Melodiefiguren, die wie Kippbilder im Kopf ihre Gestalt ändern, eng verzahnte Polyrhythmen - es dauert nicht lange, und man ist im Bann von Nik Bärtschs unverwechselbarer Klaviermusik. Der Schweizer Pianist entwickelt seine kühnen Groovestücke aus rhythmischen Keimzellen, seinen „Modulen“. In langen Sequenzen voll Wiederholung und allmählicher Verschiebung bauen sich dabei große Energien auf, das Zuhören kann zur trancehaften Erfahrung werden. „Ritual Groove Music“ nennt er selbst diese sehr persönliche Art von planvoll konstruierter, aber soghaft fließender Musik. Beim J.O.E.-Festival in Essen hat Nik Bärtsch das Publikum in intimem Rahmen auf eine großangelegte, unterbrochene Klangreise mitgenommen.

  • 22:05 Uhr

    Zug um Zug
    François-André Danican Philidor, Komponist und Schach-Genie
    Von Eva Blaskewitz

    Sein Name ist im Schach immer noch ein Begriff, Philidor war aber auch als Komponist erfolgreich. Porträt zum 300. Geburtstag.

    Per Zeitungsannonce wehrte sich François-André Danican Philidor im Dezember 1753 gegen die kursierende Behauptung, eine kürzlich in London aufgeführte lateinische Motette stamme gar nicht von ihm. Die Zweifel erscheinen allerdings nur zu verständlich: In England kannte man den Spross einer Musikerfamilie bis dahin nur als einen der besten Schachspieler der Zeit, der mit verbundenen Augen gegen drei Gegner gleichzeitig spielen konnte und mit Ende 20 ein Lehrbuch verfasst hatte, das binnen kurzem zum Schach-Standardwerk avanciert war. Seine Doppelbegabung führte Philidor quer durch Europa und brachte ihn in Kontakt mit bedeutenden Persönlichkeiten von Jean-Jacques Rousseau bis zu Friedrich II. Und während seine Musik heute nur noch selten aufgeführt wird, ist sein Name jedem Schach-Profi geläufig.

  • 22:50 Uhr
  • 23:10 Uhr

    Journal vor Mitternacht