Montag, 20.09.2021
 
Seit 16:35 Uhr Forschung aktuell

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 18.09.2021
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Fazit

Kultur vom Tage
(Wdh.)

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Jazz
Amerikas Albtraum
Jazzmusiker und der 11. September 2001
Am Mikrofon: Karsten Mützelfeldt

Am 11. September 2001 erschütterte der Terroranschlag auf das New Yorker World Trade Center die Welt. Vier Tage nach dem Angriff gastiert der Saxofonist Sonny Rollins in Boston, ein Auftritt, der unter dem Titel „Without A Song (The 9/11 Concert)“ veröffentlicht wird. In jenen Septembertagen versuchen viele Musiker wie er, die Schockstarre und Sprachlosigkeit zu überwinden, indem sie auf die Bühne gehen, um mit ihren Mitteln Trost zu spenden. Immer wieder fällt der Begriff von Musik als einer „heilenden Kraft“. Später entstehen Arbeiten, die sich dezidiert mit diesem Trauma Amerikas auseinandersetzen, darunter „September Suite“ der Pianistin Amina Figarova.

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Die Unentschlossenheit der Wähler in einem unübersichtlichen Parteiensystem

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Pastor Oliver Vorwald, Hannover
Evangelische Kirche

06:50 Interview 

Wie beeinflussen Umfragen Wahlentscheidungen - Interview mit Frank Brettschneider, Kommunikationswissenschaftler

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Vor 30 Jahren: Ausschreitungen in Hoyerswerda und die Folgen - Interview mit Gerhart Rudolf Baum, FDP

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Inflation und Staatsschulden - Interview mit Marcel Fratzscher, Präsident DIW

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Stephanie Rohde

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 170 Jahren: Die erste Nummer der „New York Times" erscheint

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Lastenfahrrad, Seilbahn, E-Bus: klimafreundlich unterwegs
(Wiederholung vom 30. 03. 2019)

Am Mikrofon: Claudia Hennen

Feinstaub, Stau und Parkplatzmangel - die deutschen Städte ächzen unter dem Autoverkehr. Angesichts der ersten Fahrverbote für Diesel in Innenstädten ist klar, dass eine grundlegende Verkehrswende her muss: weg vom Privat-Pkw - hin zu klimafreundlicher Mobilität.
Die Städte setzen dabei auf unterschiedliche Maßnahmen: Sie bauen Autospuren zu Fahrradwegen um, fördern Lastenräder oder versuchen, den Nahverkehr attraktiver zu machen. Manche planen auch ganz neue Transportmittel - etwa Seilbahnen. Claudia Hennen hat sich für das „Wochenendjournal“ angesehen, wie Städte die Verkehrswende voranbringen wollen. Sie war mit Fahrrad, Bus und Bahn unterwegs, hat unter anderem Deutschlands erstes Mobil-Flatrate-Ticket getestet und auf mehrspurigen Autostraßen erlebt, wie Radfahrer um jeden Zentimeter Platz kämpfen.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Die Sopranistin Edda Moser

Edda Moser kochte vor Wut, als ihre Rolle der „Königin der Nacht“ in Mozarts „Zauberflöte“ unter Wolfgang Sawallisch neu besetzt werden sollte. Heute segelt ihre legendäre Interpretation der berühmten Rachearie an Bord der Raumkapsel „Voyager 2“ durchs Weltall. Geboren wurde Edda Moser 1938 in Berlin. Dort gab sie ihr Operndebüt als Kate Linkerton in Puccinis „Madame Butterfly“. Später sang die Mozart-Interpretin an der Seite großer Tenöre wie Nicolai Gedda und Peter Schreier. Unter Herbert von Karajan debütierte Edda Moser an der MET in New York. Glanzvolle Auftritte folgten an allen großen Opernhäusern von Mailand bis Dresden. Die Musiktradition im Hause Moser reicht bis ins 19. Jahrhundert. Edda Mosers Vater saß als Kind noch auf dem Schoß von Johannes Brahms, Pate war der Geiger Joseph Joachim. In „Klassik-Pop-et cetera” spricht die heute 83-Jährige über Glück, Disziplin und Einsamkeit eines Lebens als Primadonna.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Im Wartezimmer - Albanien und die Beitrittsverhandlungen mit der EU
Von Leila Knüppel und Manfred Götzke

Wer durch Albanien reist, begegnet ihr oft, der blauen Flagge mit gelbem Sternenkranz. Seit März vergangenen Jahres ist Albanien offiziell Beitrittskandidat. Doch begonnen haben die Verhandlungen noch nicht. Zwar lobte die EU-Kommission Albanien zuletzt für seine Reformen. Von einer EU-Mitgliedschaft aber trennt das kleine Balkanland noch viel. Vor allem bei der Bekämpfung von Korruption, Drogenhandel und organisierter Kriminalität gibt es noch einiges zu tun. Und auch bei der Unabhängigkeit der Justiz sieht es längst nicht so vielversprechend aus, wie der letzte EU-Bericht suggeriert. Viele Albanerinnen und Albaner fühlen sich aber schon jetzt eng mit der EU verbunden, lebt und arbeitet doch ein großer Teil der Bevölkerung im Ausland. Was sich viele von einem EU-Beitritt erhoffen, ist daher klar: den EU-Pass und Arbeitnehmerfreizügigkeit.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik


Diplomatischer Eklat um U-Boote zwischen Frankreich, den USA und Australien

Was steckt hinter dem, U-Boot-Streit? Interview mit Jana Puglierin, ECFR

Pentagon räumt Tötung von Zivilisten bei Drohnen-Angriff in Kabul ein

Die Kanzlermacher - Die FDP will sich teuer verkaufen

Gerhart Baum will Ampelkoalition nicht ausschließen

Algeriens Ex-Präsident Bouteflika stirbt mit 84 Jahren

UN vor Klimakonferenz: Erderwärmung auf katastrophalem Weg

Zweiter Tag der Duma-"Wahl"

Mehr Dialog nach Protesten in Jekaterinburg

Sport


Am Mikrophon: Thielko Grieß

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Die Unentschlossenheit der Wähler in einem unübersichtlichen Parteiensystem

Der Kampf gegen die Pandemie: Die schleichende Impfpflicht in Europa

Im Zeichen neuer Bündnisse: Das Wettrennen um Einfluss im indopazifischen Raum

Am Mikrofon: Thilo Kößler

13:30 Uhr

Eine Welt

Kanada: Gewagtes Spiel - Trudeau gegen O'Toole

Israel: Außenpolitische Ambivalenzen und der Wunsch nach Normalisierung

Kolumbien: Über soziale Not, Proteste und Reformen

Kongo: Der zweitgrößte Regenwald der Welt in Gefahr
am Mikrofon: Anne Raith

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Rechtsanspruch - Welche Chancen bietet das neue Ganztagsförderungsgesetz?
In Campus & Karriere gehen wir diesen Fragen nach: Wie kann die Betreuungsqualität gesichert werden? Geht es vor allem um die Lösung eines Betreuungsproblems für Berufstätige? Oder werden jetzt vor allem die Wünsche und Neigungen der Kinder berücksichtigt? Wie schätzen die Kommunen, wie die Jugendhilfe als Träger den künftigen Bedarf ein? Woher kommt ausreichend Personal? Wie muss es ausgebildet sein?

Gesprächsgäste:
- Prof. Dr. Markus Sauerwein, Professor für Theorien und Methoden Sozialer Arbeit an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf, Mitherausgeber des Buchs „Rechtsanspruch auf Ganztag. Zwischen Betreuungsnotwendigkeit und fachlichen Ansprüchen“
- Uwe Lübking, Beigeordneter für Arbeitsmarktpolitik, Kultur, Sport, Verwaltungsmodernisierung, Demografie und Bildung beim Deutschen Städte- und Gemeindebund
- Christian Eberhard, Innovativer Ganztagsberater der Bezirksregierung Köln, Schulleiter der Bonner Offenen Ganztagsschule Gottfried Kinkel
Am Mikrofon: Henning Hübert

Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
campus@deutschlandfunk.de

Die Ganztagsbetreuung in den Grundschulen kommt ab dem Schuljahr 2026/27: Beginnend für die Erstklässler/-innen besteht ab dann ein Rechtsanspruch auf acht Stunden am Stück im Schulgebäude. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt. Doch das Recht auf Ganztag wirft noch viele Fragen auf.

Befürworter des Ganztags sehen in dem Angebot eine große Chance für den Lernerfolg. Kritiker dagegen mahnen: Ganz von alleine stellt sich der Erfolg nicht ein. Verschiedene pädagogische Konzepte werden miteinander konkurrieren - vom integrativen und inklusiven Ganztag bis zum klassischen Hort. Ohne verbindliche Qualitäts- und Personalstandards drohe in den Grundschulen ein „Billig-Ganztag“, warnt denn auch die SPD im nordrhein-westfälischen Landtag. Die Kommunen fürchten, dass die geplante Finanzierung nicht ausreicht, um das notwendige Angebot zu realisieren.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

Hanitra Wagner von Vaovao über ihr Debütalbum: Ein Hoch auf die Uneindeutigkeit
Nachdem die Kölner Musikerin Hanitra Wagner in Bands wie Oracles oder Die Heiterkeit aktiv war, hat sie nun ihr Solo-Debüt „Vaovao“ veröffentlicht - ein Album, das mit seinem Sound zwischen retro-futuristischem 80er Jahre Pop, frickeliger Elektronik und Klassik-Elementen kosmische Klangwelten erschafft und emotionale Projektionsflächen öffnet.
Hanitra Wagner im Corsogespräch mit Mike Herbstreuth

Trümmer mit „Früher war gestern": Pop und Politik zusammenzudenken
Auf ihrem ersten Album seit fünf Jahren positioniert sich die Band Trümmer politisch klar gegen rechts und ruft dazu auf, für eine bessere Gesellschaft zu kämpfen. Denn das Genre Protestsong ist noch lange nicht tot, findet Sänger und Gitarrist Paul Pötsch - und gerade Popmusik habe die Kraft, zu zeigen, dass man nicht alleine mit seinen Gedanken sei.
Paul Pötsch im Gespräch mit Mike Herbstreuth

Der Produzent Ben Böhmer: „Ich habe mir noch nie gedacht, jetzt wird’s kitschig"
Ben Böhmer hat keine Berührungsängste zum Kitsch. Vielleicht macht das den Techno-Produzenten, der gerne mal in einem Ballon auflegt, so erfolgreich. Seine melancholischen Tracks profitieren aber auch von der Pandemie und heimischen Wohnzimmerstreams.
Ein Beitrag von Thomas Elbern

Am Mikrofon: Mike Herbstreuth

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

Margaret Atwood: „Drei drollige Dramen“
Aus dem Englischen von Ebi Naumann
Mit Illustrationen von Dušan Petricic
(Dörlemann Verlag, Zürich)
Ein Gespräch mit der Verlegerin Sabine Dörlemann über ihr neues Kinderbuchprogramm

Karin Koch: „Wieke & Ken“
(Peter Hammer Verlag, Wuppertal)
Ein Beitrag von Karin Hahn

Aus Leidenschaft für Bücher - erwachsene Kinder- und Jugendbuchblogger*innen
Ein Beitrag von Isabelle Stier

Am Mikrofon: Dina Netz

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Computer und Kommunikation

Abwehr:
Wie US-Firmen Kundendaten vor amerikanischen Behörden schützen wollen

Exportschlager:
IT-Anbieter wollen Produkte mit integrierter DSGVO

Zankapfel:
Der Bundesdatenschützer verlangt Änderungen bei der e-Patientenakte

Das digitale Logbuch

Info-Update

Sternzeit 18. September 2021
Galilei und die verpasste Neptun-Entdeckung


Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Brauchen wir eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen?
Der Autor und Journalist Heribert Prantl im Gespräch mit dem Präsidenten des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery

Am Mikrofon: Manfred Götzke

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Reformstau?
Marina Münkler zum langsamen Umbau der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Früher Austausch -
Eine Ausstellung über Ferdinand Hodler und Berlin

Ärger in Brasilien:
Wem gehört das Dino-Fossil?

"What happened? The Michaels Abroad" -
Richard Nelsons hyperrealistisches Stück

Politische Kunst?
Portrait des Künstler- und Kreativzentrums Fabrika in Moskau

Am Mikrofon: Anja Reinhardt

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:35 Sporttelegramm

18:40 Uhr

Hintergrund

Von Mieten, Autos und Schrebergärten - Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

Fußball - Bundesliga, 5. Spieltag
FC Bayern München - VfL Bochum
1. FSV Mainz 05 - SC Freiburg
FC Augsburg - Borussia Mönchengladbach
Arminia Bielefeld - 1899 Hoffenheim
1. FC Köln - RB Leipzig

Fußball - 2. Liga, 7. Spieltag: 
Holstein Kiel - Hannover 96
Fortuna Düsseldorf - SSV Jahn Regensburg
SV Sandhausen - 1. FC Heidenheim
Werder Bremen - Hamburger SV

Fußball - Vor Kartellamtsfrist: Fällt die 50+1-Regel in der Bundesliga?

Fußball - WM-Qualifikation Frauen: Deutschland - Bulgarien

Reiten - CHIO Aachen - Dressur (Nationenpreis), Vielseitigkeit und Springen
Reiten - Geld statt Ruhm? Warum im Springreiten bisweilen das Personal knapp wird

American Football - NFL greift bei Infektionen durch, ein Politikum in den USA

Triathlon in Hamburg

Eishockey - Der Deutsche Franz Reindl kandidiert für die Weltverbands-Spitze

Island - Befragung zu sexualisierter Gewalt im Fußballverband

Kanu WM in Kopenhagen/Dänemark

Radsport - Rad-WM in Flandern/Belgien

Am Mikrofon: Marina Schweizer

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Ursendung
Das große Heft
Von Agota Kristof
Bearbeitung und Regie: Erik Altorfer
Mit Libgart Schwarz, Kristof Van Boven
Komposition: Martin Schütz
Ton und Technik: Franz Baumann
Produktion: Deutschlandfunk/HR/SRF 2021
Länge: ca. 100‘

Hörspiel nach Agota Kristof
Bei ihrer Großmutter auf dem Land sind die zwei Brüder der Grausamkeit des Kriegs ungeschützt ausgesetzt. Die Zwillinge erfahren, dass sie sich nur auf sich selbst verlassen können. Ihre Beobachtungen schreiben sie nieder im großen Heft. 

Zu Kriegszeiten werden zwei zehnjährige Brüder von ihrer Mutter zur Großmutter aufs Land gebracht. Armut und Brutalität ausgesetzt sind sie nun auf sich selbst gestellt. Die Schulen sind geschlossen, und die Großmutter behandelt sie schlechter als ihre Tiere. Die Brüder trainieren physische und psychische Unempfindlichkeit und bringen sich allmählich das Alphabet des Überlebens bei. Sie folgen eigenen Moralvorstellungen: Sie helfen, wo die Not noch größer ist, sie rächen Ungerechtigkeit, leisten Sterbehilfe. Im großen Heft schreiben sie ihre Beobachtungen und Erkenntnisse in einfachen Sätzen auf und schützen sich mit der Kraft einer sachlichen Sprache vor dem Zynismus des Elends.
Agota Kristof, geboren 1935 in Csikvánd, Ungarn, flüchtete 1956 aus ihrer Heimat und emigrierte in die Schweiz. Sie fand Arbeit in einer Uhrenfabrik und erlernte die französische Sprache, in der sie fortan ihre Bücher - Prosa, Theaterstücke und zwei Hörspiele - schrieb. Ihre Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Agota Kristof starb 2011 in Neuchâtel.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal
Rohrblätter, Metallzungen

Nikolaus Brass
„Songs and Melodies“

Georg Katzer
„drängend, zögernd, entschwindend“

Younghi Pagh-Paan
“Ta-Ryong V”

Beate Zelinsky, Klarinetten
David Smeyers, Klarinetten
Krisztián Palágyi, Akkordeon

Am Mikrofon: Ingo Dorfmüller

Seit 1980 treten Beate Zelinsky und David Smeyers zusammen als Das Klarinettenduo auf. Ihr Repertoire enthält zwar auch einschlägige ältere Werke, etwa von Mozart und Mendelssohn Bartholdy, der Schwerpunkt liegt aber zweifellos bei der Neuen Musik. Zahlreiche Werke wurden eigens für sie geschrieben. Das verlangte neue Spieltechniken, virtuose Effekte, ungewöhnliche Besetzungen - es gab kaum eine Herausforderung, der sie sich nicht gestellt hätten. Das Programm für seine neue CD zum 40-jährigen Duo-Bestehen hat das Klarinettenduo mit dem jungen Akkordeonisten Krisztián Palágyi erarbeitet. Das ist eine Kombination von besonderem Reiz. Denn der Klang des Akkordeons lässt sich - ähnlich wie bei der Orgel - durch Registrierung verändern. So kann es mit den Klarinetten zu fast vollkommener Einheit verschmelzen, aber aus diesem Klangverbund auch wieder deutlich wahrnehmbar heraustreten. Neben Stücken, die für diese Produktion im Deutschlandfunk Kammermusiksaal komponiert oder bearbeitet wurden, finden sich auch Inventionen von Johann Sebastian Bach in dreistimmigen Fassungen von Max Reger und Helmut Lachenmann.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

„Nichtiger Herrscher über eine nichtige Welt“
Eine Lange Nacht über den Dandy
Von Dietrich Leube
Regie: Stefan Hilsbecher

Von Lord Byron, dem Idol seines Zeitalters, ist ein erstaunliches Aperçu überliefert: „Das 19. Jahrhundert hat drei große Männer hervorgebracht - Napoleon, Brummell und mich. Was mich anlangt, so möchte ich lieber Brummell sein als Napoleon.“ Die Heldenmythen des 19. Jahrhunderts werden von Napoleon und Byron dominiert, doch wer ist dieser Brummell? George Bryan Brummell, von Zeitgenossen „Beau“ Brummell genannt, beherrschte als König der Dandys die Modewelt der Londoner Herren in der Zeit der „Regency“. Er galt als Ikone des vollkommenen Gentlemans bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Prominente Verehrer wie Charles Baudelaire, Jules Barbey d’Aurevilly, Edgar Allan Poe, Oscar Wilde und Paul Valéry waren von diesem Idealbild fasziniert. Ebenso wie die zahllosen Nachahmer, die als Modenarren in die Geschichte des Herrenkostüms eingegangen sind. Letzteren ist der spöttische Beiklang „Dandy“, wie er bis heute gebräuchlich ist, geblieben. Daher die verbreitete Annahme, beim Dandytum handle es sich um eine aparte Marginalie zur Geschichte der Männermoden seit 1800. Doch die geistesgeschichtliche Ausstrahlung der Figur des Dandys ist seit den 1920er-Jahren Forschungsthema von Kultur-, Literatur-, und Sozialwissenschaften, in deren Untersuchungen Modefragen nur peripher berührt werden. Baudelaire und sein Zeitgenosse Barbey d’Aurevilly sind die poetischen Ahnen des Dandy-Begriffs. Durch sie erfährt das Wort, eine Akzentverschiebung vom Modekönig der Regency-Zeit hin zu einer Figur des asketischen Künstlers. Baudelaire hat den Dandy als eine Schlüsselfigur in Zeiten des Übergangs diagnostiziert, „wenn die Demokratie noch nicht allmächtig, die Aristokratie erst ins Wanken geraten ist und ihre Würde noch nicht gänzlich eingebüßt hat“.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Dlf Audiothek

Aus den Ländern

Karte der deutschen Bundesländer in verschiedenen Farben. (Imago / Panthermedia / Crevis)

Berichterstattung aus den Ländern über die Länder. Menschen,  Stimmen und Stimmungen. Von der Tagesaktualität bis zu hintergründigen Reportagen.

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