Sonntag, 19.11.2017

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 01.06.2014
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Götterfunken und Kirschblüten
Eine Lange Nacht über die Liebe der Japaner zur klassischen Musik
Von Sylvia Systermans und Jörg Albrecht
Regie: Rita Höhne
(Wdh. v. 04./05.07.2009)

Wer an Japan und seine Musik denkt, hat vielleicht die eindrucksvollen Töne des Kabuki-Theaters im Ohr, die ekstatischen Klänge der Taiko-Trommeln oder das zarte Sirren des Shamisen. Tatsächlich aber ist diese traditionelle Musik in Japan wenig populär. Allgegenwärtig und bestimmende Größe im japanischen Musikleben ist hingegen die klassische Musik Europas. Seit mehr als 150 Jahren stehen die Werke von Bach bis Brahms im Zentrum der japanischen Musikrezeption, ist Beethovens "Neunte" die heimliche Nationalhymne Japans und Mittelpunkt jeder japanischen Silvestergala. Schon in der Grundschule werden Kinder mit der westlichen Klassik vertraut gemacht, lernen Geige und Klavier statt Sho und Shakuhachi. Die Lange Nacht begibt sich auf Spurensuche nach dieser besonderen Liebe der Japaner zur klassischen Musik, ist zu Gast bei Chorproben in Tokio, lässt prominente Musiker und Historiker aus Japan und Deutschland zu Wort kommen und die Musik für sich sprechen.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Konzertmomente 

2.05 Uhr Sternzeit

Johannes Brahms
Haydn-Variationen, op. 56b für zwei Klaviere
Igor Levit, Klavier
Markus Becker, Klavier

Konzertmitschnitt vom 11.5.13 von den Ludwigsburger Schlossfestspielen

03:00 Nachrichten 

03:05 Schlüsselwerke 

Pierre Boulez
Le marteau sans maître
Ensemble Insomnio
Leitung: Ulrich Pöhl

3.55 Uhr Kalenderblatt

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Samuel Scheidt
'Veni creator Spiritus'. Hymnus für Orgel, SSWV 153
Agnes Luchterhandt, Orgel

Johann Sebastian Bach
'Sie werden euch in den Bann tun'. Kantate am Sonntag Exaudi, BWV 44
Barbara Schlick, Sopran
Catherine Patriasz, Alt
Christoph Prégardien, Tenor
Peter Kooy, Bass
Chor des Collegium Vocale
Orchestra des Collegium Vocale
Leitung: Philippe Herreweghe

Jonathan Harvey
'Come, Holy Ghost' für 8 Stimmen a cappella
Rundfunkchor Berlin

Georg Friedrich Händel
Konzert für Orgel und Orchester Nr. 5 g-Moll, HWV 310
Lorenzo Ghielmi, Orgel
La Divina Armonia
Leitung: Lorenzo Ghielmi

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen
Wirtschaftsfaktor Kultur - Das slowenische Maribor, die Kulturhauptstadt 2012, ist zurück auf der touristischen Landkarte

Wahl-Farce in Syrien
Zur Präsidentschaftswahl ein Interview mit dem Politikwissenschaftler

Verschwiegene Weltmacht - Die Bilderberg-Konferenz
Über Elite, Macht und Demokratie ein Interview mit dem Soziologen Michael Hartmann

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Die Wende - Wie der D-Day das amerikanische Selbstverständnis geprägt hat
Ein Interview mit dem Historiker Georg Schild

Denk ich an Deutschland: der Literaturwissenschaftler und Publizist Iso Camartin

Am Mikrofon: Michael Köhler

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Sie werden kommen von Osten und Westen, von Süden und Norden. Vom Schicksal junger Flüchtlinge in Deutschland
Von Renate Kirsch
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 50 Jahren: In Ostjerusalem wird die Palestine Liberation Organization - PLO - gegründet

09:10 Uhr

Die neue Platte

Neue Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Wasserzeichen
Gabe Gottes, Wirtschaftsgut und Menschenrecht?
Von Alfred Diebold

Wem gehört das Wasser? Wasser ist Leben, es besitzt in vielen Religionen eine besondere Bedeutung und steht oft am Anfang der Schöpfungsgeschichte. Die Geschichten des Alten Testaments spiegeln die Erfahrungen der Menschen im Nahen Osten mit Wasserknappheit wider und zeigen den Respekt, den sie sowohl der lebensspendenden wie der zerstörerischen Kraft des Wassers zollten. Doch Wasser ist oft die Quelle für Streit auf unterschiedlichen Ebenen, sei es zwischen Menschen in kleinen Dörfern oder ganzen Staaten. Experten warnen sogar vor möglichen Kriegen, die wegen der knappen Ressource Wasser in Zukunft ausgefochten werden könnten. Es geht immer um die Nutzung und den Nutzen des Wassers. Wie kann mit dem nicht einklagbaren Menschenrecht auf Wasser umgegangen werden? Welche Interessen werden von welchen Gruppierungen vertreten? Wie ist der Stand der internationalen Diskussion? Am Beispiel Zentralasiens, den Ländern der Seidenstraße, den großen Flüssen, die früher den Aralsee speisten, sucht Alfred Diebolds Essay Antworten auf die eingangs gestellte Frage.

Alfred Diebold, geboren 1953, lebt in Rom und Almaty. Er ist promovierter Volkswirt, lernte als Fotograf und Filmemacher an der Tisch School of the Arts in New York, arbeitete bei den Vereinten Nationen, Nichtregierungsorganisationen und privaten Unternehmen in Asien, Afrika und Europa. Nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen, die Integration ökonomischer, ökologischer und politischer Erwägungen im grenzüberschreitenden Wasserressourcenmanagement sind seine Themen, als Technischer Direktor das Exekutivkomitees der Internationalen Stiftung zur Rettung des Aralsees in Almaty/Kasachstan veröffentlichte er 2012 das Buch "From the Glaciers to the Aral Sea". Heute lehrt er an der Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:03 Uhr

Gottesdienst

Abschluss-Gottesdienst vom 99. Deutschen Katholischen Kirchentag in Regensburg
Übertragung aus der Sportarena der Universität Regensburg
Predigt: Kardinal Reinhard Marx

11:30 Uhr

Nachrichten

11:35 Uhr

Interview der Woche

Ska Keller, Co-Spitzenkandidatin der europäischen Grünen bei der Wahl zum Europäischen Parlament

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt
Täglich über unseren Köpfen
Eine NATO-Luftreise der besonderen Art

Rendez-vous mit der Geschichte
Kamerun und die deutsche Vergangenheit

Die Götter von Chichicastenango
Spurensuche im Maya-Land

Am Mikrofon: Andreas Stopp

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Kabarettist Werner Schneyder im Gespräch mit Michael Langer

Werner Schneyder wurde 1937 In Graz geboren. Er studierte Zeitungswissenschaften, arbeitete als Barsänger und wurde Werbetexter, ehe im Jahr 1974 im Duo mit Dieter Hildebrandt sein Stern als politisch-literarischer Kabarettist aufging. Mit seinem Programm "Ich bin konservativ" tritt Schneyder noch immer auf, und jüngst erschien sein Buch "Von einem, der auszog, politisch zu werden."

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Nicht nur der Zweite von links -
Karl Bartos und seine Musik nach Kraftwerk
Von Andreas Dewald

Kraftwerk sind die wichtigste und einflussreichste elektronische Band der Welt. Doch Karl Bartos, von 1975 bis 1990 Mitglied der innovativen Gruppe, galt stets nur als "der Zweite von links", als austauschbarer Rhythmusknecht und Zuarbeiter. Dabei hat er nicht nur Kraftwerk-Klassiker wie etwa "Die Roboter", "Das Model", "Computer-Liebe" oder "Musique Non-Stop" mitkomponiert, sondern auch den berühmten Beat des Stückes "Numbers" geschaffen, auf den später Künstler im Hip-Hop und im Techno zurückgriffen. Kraftwerk mit dem einzigen verbliebenen Originalmitglied Ralf Hütter geben heute sofort ausverkaufte Konzerte in Museen in New York, London oder Düsseldorf. Im Frühjahr erhielt Kraftwerk einen Grammy für ihr Lebenswerk, haben aber seit zehn Jahren nichts Neues mehr veröffentlicht. Karl Bartos indessen hat aus Rhythmen, Melodien und Klängen, die er während seiner Zeit bei Kraftwerk entworfen und aufgezeichnet hat, mit "Off The Record" 2013 ein vitales Album gemacht. So etwas gelingt der zum Mythos erstarrten Gruppe aus Düsseldorf längst nicht mehr. Im Interview erzählt Bartos von seinen musikalischen Erweckungserlebnissen, dem Einfluss der Beatles und von Stockhausen, der revolutionären Stimmung in der Kunst- und Musikszene der 1970er-Jahre. Natürlich geht es auch um seine Arbeit sowie die Betriebsgeheimnisse bei Kraftwerk und vom langen Weg der künstlerischen Selbstfindung.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche
Stephen King: Doctor Sleep
Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt
(Heyne Verlag)

Am Mikrofon: Denis Scheck

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Bäumchen, wechsle Dich!
Die Zukunft im deutschen Forst
Von Volker Mrasek

Die Feldulme? Praktisch schon verschwunden, ausgerottet durch den Befall mit einem Schadpilz. Die Esche? Von einem neuartigen "Triebsterben" betroffen, gleichfalls pilzbedingt. Die Eiche? Immer öfter heimgesucht von einer ganzen "Fraßgemeinschaft" aus diversen Schmetterlingsraupen. Globaler Handel und Klimaerwärmung setzen unseren Wäldern zu, konfrontieren Laub- und Nadelhölzer mit eingeschleppten Schädlingen und veränderten Umweltbedingungen. Welche Baumarten kommen mit dem Stress klar, von welchen müssen wir uns vielleicht verabschieden? Lässt sich das Eschen- und Eichensterben noch aufhalten? Die Forstwissenschaft steht vor einer großen Herausforderung. Schon heute muss sie den Wald von morgen planen. Und der könnte ganz anders aussehen.

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente
Das zersplitterte Europa - Peter Sloterdijk über einen alten Kontinent

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
Schwere Erinnerungen - Christian Thielemann und Jan Philipp Gloger deuten "Simon Boccanegra" von Giuseppe Verdi an der Semperoper in Dresden

"Die Möwe" - Jan Bosse inszeniert Tschechow am Akademietheater in Wien

Kulturhauptstadtjahr als Wirtschaftsfaktor- Die slowenische Stadt Maribor ist zurück auf der touristischen Landkarte

"Der Klang der Frauen" - Eine Ausstellung über mittelalterliche Musik in der Quedlinburger Stiftskirche

Gegen "negative Energien" - Wie die chinesische Regierung vor dem 25. Jahrestag des Massakers am Platz des Himmlischen Friedens die Rundfunkanstalten des Landes auf Linie bringt

Am Mikrofon: Burkhard Müller-Ullrich

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Geschichte aktuell:
Metamorphosen einer Befreiungsbewegung
Vor 50 Jahren: Die Gründung der PLO

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

Handball - Champions League Finale und Spiel um Platz 3 beim Final Four in Köln
Final Four in der Handball Champions League - Was nimmt die deutsche Nationalmannschaft daraus mit für die WM-Playoffs? Gespräch mit Nationalmannschaftskapitän Oliver Roggisch
Fußball - Länderspiel in Mönchengladbach: Deutschland - Kamerun
Fußball - Bundesliga Frauen: 1. FFC Frankfurt - Turbine Potsdam
Tennis - French Open in Paris
WM14 - Mythos Seleção: Rekordweltmeister Brasilien
Erinnerung an die WM 1978: Wie Opfer der argentinischen Militärdiktatur das „Fußballfest“ erlebten
Fußball-Lehrer, Raubein, Legende: Gespräch mit Gisela Weisweiler und Weggefährte Jupp Heynckes anlässlich der Veröffentlichung einer Biographie über den Erfolgstrainer Hennes Weisweiler
Leichtathletik - Meeting in Götzis/Österreich
Reiten - Deutsches Spring- und Dressurderby 2014 in Hamburg: Deutsches Dressur und Spring-Derby 2014

Moderation: Marina Schweizer

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Das maximal Fremde
Von Menschen und Außerirdischen
Von Raphael Smarzoch
Regie: Robert Steudtner
Produktion: DLF 2014

Außerirdische sind aus der Popkultur nicht mehr wegzudenken. Mal treten sie als kosmische Bedrohung in Erscheinung, als eine fremde Macht aus dem Dunkel des Weltraums, die manipuliert, versklavt und zerstört. Dann kommen sie in friedlicher Absicht, entpuppen sich als Retter und Erlöser der Menschheit. Sie sind das maximal Fremde, das je nach gesellschaftlicher Stimmung ein politischer Gegner, ein Migrant oder ein Virus sein kann. Sie treten als Sinnbild für die unaufhaltsame Digitalisierung in Erscheinung oder reflektieren das Trauma des Terrorismus. Immer wieder hört man von vermeintlich echten Begegnungen mit Außerirdischen. Von seltsamen Flugobjekten, fliegenden Untertassen am Himmel und von Entführungen durch Aliens, die Experimente an Menschen vornehmen. Dass wir nicht alleine im Universum sind, ist nicht nur eine Überzeugung der Unterhaltungsindustrie. Seit der Neuzeit glauben Naturwissenschaft und Philosophie, dass es intelligentes Leben im All geben muss.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Extra mit Deutschlandfunk in der Kölner Philharmonie

Pierre Boulez
‚...explosante-fixe...‘ für MIDI-Flöte, zwei Soloflöten, Orchester und Elektronik

Claude Debussy
‚Images‘ für Orchester

György Ligeti
‚Lontano‘ für großes Orchester

‚Atmosphères‘ für großes Orchester

Emmanuel Pahud, Flöte
Experimentalstudio des SWR
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
Leitung: François-Xavier Roth

Aufnahme vom 11.5.14 aus der Kölner Philharmonie

Trotz mancher Horrorvision hat der Mensch im 20. Jahrhundert gelernt, mit Maschinen zu leben. Die produktive Partnerschaft der beiden, die fortschreitende Technisierung der Gesellschaft seit dem 1. Weltkrieg ist in diesem Jahr das Thema von "Acht Brücken", dem Kölner Festival für die Musik der Moderne. Zum Festivalfinale führt François-Xavier Roth das SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg durch ein Programm, in dessen Mittelpunkt ein Hauptwerk von Pierre Boulez steht: das in den frühen 1970er-Jahren erstmals skizzierte, aber erst 20 Jahre später ausgeführte "...explosante - fixe...", ein Konzert für MIDI-Flöte, zwei Soloflöten, Orchester und Elektronik. Während Roths Zeit als Chef des SWR-Sinfonieorchesters langsam endet, wird ihn das Publikum in der Kölner Philharmonie bald häufiger erleben - 2015 beginnt in der Domstadt sein Engagement als neuer Generalmusikdirektor.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

Angeschlagen in den Saisonhöhepunkt?
Sportgespräch mit Hockey-Nationalspieler Tobias Hauke
vor der Weltmeisterschaft in den Niederlanden

Die Fragen stellt Moritz Küpper.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Ein junger Mann mit schwarzen Haaren, Brille und weißem Hemd sitzt an einem Flügel und spielt. (Yann Orhan / Sony Classical)
Schubert und SzymanowskiAuf abseitigen Pfaden
Die neue Platte 19.11.2017 | 09:10 Uhr

Was haben Franz Schubert und Karol Szymanowski gemeinsam? Diese Frage wirft Lucas Debargue, der junge französische Pianist, mit seinem neuen Album auf. Sein zarter Tastenanschlag verzaubert und seine Virtuosität beeindruckt, aber die Antwort bleibt er schuldig.

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