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Seit 06:35 Uhr Morgenandacht

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 02.09.2017
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Der Tote im Fels
Von Kurt Lanthaler
Regie: Renate Pitroff
Mit Gregor Bloeb, Vittorio Alfieri, Andrea Clausen, Doris Goldner, Sigo Lorfeo, Klaus Händl, Roland Jäger u.a.
Produktion: WDR/ORF/RAI Bozen 2002
Länge: 49’47

Bei Bauarbeiten an einem Tunnel in Südtirol wird eine wenige Tage alte Leiche entdeckt.
Tschonnie Tschenett, Aushilfs-LKW-Fahrer, Ex-Matrose und zufälligerweise am Fundort, als der Tote gefunden wird. Tschonnie bemächtigt sich der Aktentasche des Unbekannten. Damit nehmen die Verwicklungen ihren Lauf. Tschenett ist mit einem Mal konfrontiert mit dubiosen Polizisten, skrupellosen Grundstücksspekulanten, alten und neuen Nazis und allerlei halbseidenen Gestalten. Warum steckt jemand Tschonnies Wohnung in Brand? Welches Interesse hat die schöne Tamara an ihm und was bedeuten die toten Hennen in Bertas Hühnerstall?

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Lied & Chanson

Zu Gast: Der Gitarrist und Singer/Songwriter Nick Mulvey
 
Vorgestellt: Liederbestenliste September
 
Global Sound: Neue internationale Singer/Songwriter-Alben
 
Original im Ohr: Ungewöhnliche Coverversionen
 
On Tour: Konzerthighlight des Monats

Am Mikrofon: Anna-Bianca Krause
 

Songs zu schreiben bedeutet für den Briten Nick Mulvey, sich den Grausamkeiten dieser Welt zu widersetzen und musikalische Türen zu anderen Kulturen zu öffnen. Mulvey studierte Musikethnologie in Havanna, war jahrelang Mitglied und Hangspieler des Portico Quartet, bevor er Solopfade einschlug: Im September erscheint sein zweites Album ‚Wake up now‘.

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Neue Mauern? Nach dem Flüchtlingsgipfel in Paris

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

Was tun gegen die verheerende Lage im Jemen? -
Interview Tankred Stöbe, Ärzte ohne Grenzen

Frankreichs Reformen - sinnvoll? -
Interview Gerhard Bosche, Arbeitsmarktforscher, Uni Duisburg-Essen

Kippt die Brexit-Stimmung in GB? -
Interview Graham Watson, Liberal Democrats

Wahl-Duell: zu welchen Bedingungen? -
Interview Peter Frey, Chefredakteur des ZDF


Am Mikrofon: Jürgen Zurheide

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Regina Wildgruber, Osnabrück

06:50 Interview 

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 60 Jahren: In Little Rock im US-Bundesstaat Arkansas beginnt der Konflikt um die Aufhebung der Rassentrennung in Schulen

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Mehr als nur ein Modetrend - Männer und ihre Bärte

Am Mikrofon: Wolf Renschke

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Die Jazzpianistin Johanna Borchert

Die Jazzpianistin aus Berlin präpariert gern ihr Klavier und sorgt damit für außergewöhnliche Klangfarben. Ihr Vorbild: Kollege Benoit Delbeq. So wie der französische Pianist drückt Johanna Borchert Stöckchen, Nägelchen und andere kleine Dinge zwischen die Saiten ihres Instruments, die bei ihren Klangabenteuern zu erstaunlichen Ergebnissen führen. Am Klavier experimentiert hat die Tochter einer Multiinstrumentalistin bereits in ihrer Kindheit, Noten vernachlässigte sie geschickt, und heute schätzt das Feuilleton gerade ihre Improvisationskunst sehr. Auch als Sängerin und Komponistin hat sich Johanna Borchert einen Namen gemacht. Ihrem Ruf, unkonventionelle künstlerische Wege zu gehen, ist sie auch in Formationen wie The Big Bang und Little Red Suitcase mühelos gerecht geworden. Den Neuen Deutschen Jazzpreis gewann sie 2012, drei Jahre später erhielt sie den Echo Jazz in der Kategorie Beste Sängerin national. Ihre Ausbildung an der Universität der Künste in Berlin hat sie bereichert durch Aufenthalte in Kalifornien und vor allem in Indien, wo sie Klanggebilde für ihr weiteres Schaffen aufgesogen hat.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Aufbauhilfe oder Ausverkauf? - Deutsche Investoren in Griechenland
Von Leila Knüppel und Manfred Götzke

Die Privatisierung von Staatsunternehmen und Infrastruktur war bei den Verhandlungen um die Griechenland-Hilfspakete stets eine der Grundbedingungen der Troika, vor allem des deutschen Finanzministers Schäuble. Selbst die Syriza-Regierung, der Privatisierungen stets verhasst waren, gab 2015 klein bei und stimmte dem Verkauf von griechischen Häfen und Airports zu. Gerade deutsche Unternehmen haben sich dabei viele ‚Filetstücke‘ gesichert. So übernahm der deutsche Flughafenkonzern Fraport 14 profitable Regionalflughäfen zum Schnäppchenpreis. Auch der zweitgrößte griechische Hafen ist nun Anlageobjekt deutscher Investoren. In der Tourismusbranche freut man sich unterdessen über die wieder steigende Zahl deutscher Urlauber - nach einigen mageren Jahren sind die Hotelbetten erneut weitgehend ausgebucht. Deutsche in Griechenland - gern gesehene Gäste oder Invasoren und Krisengewinnler?

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

Nach neuerlichen Festnahmen: Ruf nach Sanktionen gegen die Türkei wird lauter

Vor dem TV-Duell: Interview mit Frank Stauss, Politikberater

Auszug Interview der Woche mit Norbert Lammert

Richard Grenell neuer US-Botschafter in Deutschland

Harvey und das Schicksal von vier Bäckern

Flucht vor dem Hass: Situation der Rohingya in Myanmar eskaliert

Hype um Hillary Clinton's Buch "What happened"

Sporttelegramm

Am Mikrofon: Dirk-Oliver Heckmann

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Neue Fluten - Die Welt verschläft den Klimaschutz weiter

Die Tageszeitung Neue Mauern? Nach dem Flüchtlingsgipfel in Paris

Neue Bewährungsprobe - Die Arbeitsmarktreform von Präsident Macron

Neues Kapitel - Die Datenpannen des BKA beim G20-Gipfel

Am Mikrofon: Anne Raith

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten

EU und Afrika - Dialog der Gehörlosen beim Thema Migration

Türkei und USA - Belastungsprobe in Syrien

Kanada - Start-ups investieren in Marihuana

China - Schatten über dem BRICS-Treffen

Am Mikrofon: Andreas Noll

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Bund oder Länder - Wer soll in der Schulpolitik das Sagen haben?
'Campus & Karriere' fragt: Sind die Erwartungen an eine Schulpolitik „Made in Berlin“ also zu hoch? Oder wäre die Abschaffung des Kooperationsverbotes tatsächlich schon der erste Schritt zur Verbesserung unseres Schulsystems? Welche Instrumente brauchen wir, um unser Schulsystem vergleichbarer und am Ende noch besser zu machen?

Gesprächsgäste:
Jörg Dräger, Vorsitzender der Bertelsmann-Stiftung und ehemaliger parteiloser Wissenschaftssenator von Hamburg
Professor Olaf Köller, Bildungsforscher an der Universität Kiel
Robert Rauh, Buchautor und Gymnasiallehrer in Berlin
Am Mikrofon: Regina Brinkmann

Beiträge:
Warum sollte sich der Bund in die Schulpolitik stärker einbringen?
Umfrage unter Eltern in Frankfurt

Sperrig und unbeliebt
Was verbirgt sich hinter dem Kooperationsverbot?

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de

„Die Leute interessieren keine Zuständigkeiten, sondern die Zustände,“ erklärte SPD Kanzlerkandidat Martin Schulz in dieser Woche. Damit die Zustände in den Schulen endlich besser werden, sollten Bund und Länder in der Schulpolitik endlich zusammenarbeiten dürfen. Damit rennt er bei vielen Betroffenen sicherlich offene Türen ein. In Umfragen plädiert nämlich eine große Mehrheit der Eltern immer wieder dafür, dass der Bund in der Schulpolitik das Heft in die Hand nehmen solle. Dann gäbe es einheitliche Lehrpläne und Schulformen, der föderale Schuldschungel würde gelichtet, so die verbreitete Hoffnung. Bildungsforscher Olaf Köller dämpft die Erwartungen. Aus seiner Sicht werden Schulen nicht automatisch besser, nur weil die Vorgaben vom Bund kommen. Vielmehr hätten sich die Länder mit Bildungsstandards und anderen Instrumenten längst auf den Weg gemacht, um die gewünschte Vergleichbarkeit zu schaffen.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

„Ideal ist nichts“ - Das Augsburger Newcomer-Trio Zimt
Die Lieder von Zimt tragen gewichtig-spröde Titel wie „Wohlstand“ oder „Empathielosigkeit“. Dahinter steckt aber ein lässiger, betont unfertiger Sound aus Schlagzeug, Bass und Synthesizern, irgendwo zwischen Punk und Pop, an den Wave der 80er erinnernd und doch nicht retro. Im Gespräch erklären sie ihre Wurzeln - und wie Augsburg zu lässigem Punkpop steht.

„Es ist eine düstere Zeit in Amerika“ - Das neue Album von The National
Auf „Sleep Well Beast“ greifen The National die politische und gesellschaftliche Situation in den USA eher zwischen den Zeilen auf. Im Corsogespräch aber kommentiert Sänger Matt Berninger neben den Veränderungen in New York, der Gelassenheit des Ruhms und den Bahnschienen seiner Kindheit sehr deutlich den grassierenden Rassismus, Sexismus und das „Symptom Donald Trump“.

Seximus mit Bubi-Charme - Zum kommenden Album von Erfolgsrapper Cro
Nächsten Freitag erscheint mit viel Promotionwirbel „tru.“, das dritte Studioalbum von Deutschlands charts-, radio- und teenietauglichstem Rapper Cro, dem Mann mit der Pandamaske. Im Juni versetzte der Schwabe seine Fans in helle Aufregung, als er in einem Video anzudeuten schien, die Maske könnte bald fallen. Tim Baumann hat „tru.“ gehört - und demaskiert Cro jetzt schon.

Am Mikrofon: Bernd Lechler

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser
Das Ergebnis der Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat September

Nikolaus Heidelbach: Schornsteiner, (Beltz & Gelberg)
William Grill: Die Wölfe von Currumpaw, (NordSüd Verlag)
Birgitte Findakly/Lewis Trondheim: Mohnblumen aus dem Irak, (Reprodukt)
John Boyne: Der Junge auf dem Berg, (Fischer Verlag)
Alina Bronsky: Und du kommst auch drin vor, (dtv junior)
Clémentine Beauvais: Die Königinnen der Würstchen, (Carlsen)
Bibi Dumon Tak/Annemarie van Haeringen: Mikas Himmel, (Gerstenberg)

Am Mikrofon: Ute Wegmann

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Live von der IFA in Berlin

Virtual Reality im Fernsehen

360 Grad Produktionstechnik

Sicherheitsprodukte für Smart-Home-Systeme

Sternzeit, 02. September 2017
Mondrakete zu Besuch

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Wird die Wahl im Netz entschieden? Der Kampagnen- und PR-Berater Julius van de Laar und der Politikwissenschaftler Mathias König im Gespräch
Am Mikrofon: Stefan Koldehoff

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Expressionistische Utopien" - Erste umfassende Einzelausstellung mit Werken des Künstlers Wenzel Hablik in Berlin

„Dienstbare Geister“ - Eine Hörinstallation als Uraufführung bei der Ruhrtriennale

Die Parteien und ihr Kulturprogramm - Die FDP

Am Mikrofon: Anja Reinhardt

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

Weitere Deutsche in der Türkei festgenommen

Ruf nach Sanktionen gegen Ankara wird lauter

Richard Grenell wird US-Botschafter in Berlin

Muslime fliehen aus Myanmar

Indien von Flutkatastrophe heimgesucht

Opfer von Harvey hoffen auf Trump

Frankfurt bereitet Bomben-Entschärfung vor

Sporttelegramm

18:40 Uhr

Hintergrund

Die Energieinsel - Eine Idee aus der Not heraus

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

Zu wenig Empathie? Präsident Trump zum zweiten Mal im Katastrophengebiet von Houston

19:10 Uhr

Sport am Samstag

Fußball - Nach den WM-Qualifikationsspiele
Tennis - US Open
Formel 1 - Großer Preis von Italien in Monza: Qualifiying
Box - WM in Hamburg
Basketball - EM in Israel: Georgien - Deutschland
Beachvolleyball - Deutsche Meisterschaften am Timmendorfer Strand
Volleyball - EM der Männer in Polen, Halbfinale: Serbien - Deutschland
Badminton - Karriereende von Marc Zwiebler
Leichtathletik - Flug- und Speedshow in Berlin
Gründung FINA-Athletenvertretung
Fußball - Syrische Nationalmannschaft

Am Mikrofon: Klaas Reese

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Hörspiel des Monats
Follower
Von Eugen Ruge
Regie: Ulrich Lampen
Mit Ulrich Matthes, Dörte Lyssewski, Patrick Güldenberg, Andreas Schmidt, u.a.
Produktion: MDR 2017
Länge: 88‘57‘‘

anschließend:
Hörspielmagazin
Neues aus der Welt der akustischen Kunst

Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main zeichnet jeden Monat ein Hörspiel aus den Produktionen der ARD-Anstalten aus. Die Entscheidung über das HÖRSPIEL DES MONATS trifft eine Jury, die jeweils für ein Jahr unter der Schirmherrschaft einer ARD-Anstalt arbeitet. Am Ende des Jahres wählt die Jury aus den 12 Hörspielen des Monats das HÖRSPIEL DES JAHRES.

Die Begründung der Jury:
„Es ist nicht die ferne Zukunft, die Eugen Ruge in der Hörspielbearbeitung seines gleichnamigen Romans ‚Follower‘ in den Blick nimmt. Vielmehr blickt er in den dystopischen Abgrund unserer Zeit.
Ein neuer Tag des Jahres 2055 beginnt für Nio Schulz, Marketer für ‚True Barefoot Running‘, ein Produkt, dessen Simplizität nur ein weiteres Glücksversprechen in einer überkomplexen Konsumwelt darstellt, in der nichts mehr wirklich relevant zu sein scheint. Der permanente Subtext seiner Datenbrille begleitet Nio durch den Tag und verbindet ihn mit allen Lebensbereichen, fordert seine ganze Aufmerksamkeit, seine ‚Gefolgschaft' und verwischt die Spur und die Folgen seines eigenen Handelns. Ruge zeichnet ein beunruhigend gegenwärtiges Bild einer durch und durch kommerzialisierten Gesellschaft, in der die Nachricht vom Tod des eigenen Großvaters zum Eintrag im Newsfeed degeneriert und die konsumistische Perversion im ‚Recht auf die Verwertung des eigenen Todes‘ kulminiert.
Die enervierende, von Ulrich Lampen präzise gestaltete Klanglandschaft hält die Hörer im nie abreißenden Informationsfluss gefangen - leitmotivisch als digitale nicht abschaltbare Zeitfliege der Marke Universe sonifiziert.
In einem zweiten Erzählstrang werden die Vorfahren Nio Schulzes in einer kontinuierlichen Abfolge vom 17. Jh. an vorgestellt. Die genealogische Anrufung gestaltet Ulrich Matthes - man möchte fast sagen: ‚barfuß‘.
Ohne Musik und Geräusche. Konzentriert auf Ursache und Wirkung und die begreifbaren Konsequenzen von Leben und Tod, deren eine schließlich die Geburt des Großvaters von Nio Schulz ist. In diesem Fixpunkt treffen sich die Erzählungen, und für Nio eröffnet sich eine neue Option: den Bruch mit seiner bisherigen Welt zu vollziehen.“

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Der schwedische Komponist Sven-David Sandström
Sitzend zur Rechten Bachs
Von Lutz Lesle

Sven-David Sandström, geboren 1942 im schwedischen Motala, sieht seine Passion in der Kirchenmusik. Der einstige Kompositionsschüler von Ingvar Lidholm orientiert sich bei seinen Messkompositionen gern bei Händel und Bach. Allerdings weniger klanglich, sondern bezüglich der Textwahl. Internationale Aufmerksamkeit errang er erstmals 1974 bei den Weltmusiktagen in Amsterdam. Sandström lehrte Komposition in Stockholm, später im amerikanischen Bloomington. Anlässlich seines 75. Geburtstags im Oktober 2017 feiert ihn Schweden mit Uraufführungen.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Über alle Grenzen hinaus
Die Lange Nacht über die drei Leben der Ärztin Ingeborg Rapoport
Von Jochanan Shelliem
Regie: Jochanan Shelliem

2015 legt die älteste Doktorandin der Welt am Universitätsklinikum Eppendorf ihre mündliche Prüfung zur Promotion noch einmal ab und erhält mit fast 80 Jahren Verzögerung ihren zweiten Doktortitel, der eigentlich ihr erster gewesen war. Geboren wurde die Hamburgerin Ingeborg Syllm im November 1912 in Kamerun. Sie studierte Medizin und schloss 1938 ihre Doktorarbeit an der Universitätsklinik von Hamburg-Eppendorf über die damalige Arme-Leute-Seuche Diphtherie ab. Als ihr die Nazis untersagten, die mündliche Prüfung abzulegen, reiste sie mit 38 Reichsmark in der Tasche allein in die USA. In New York und Cincinnati studiert sie noch einmal, lernt in der Ambulanz von Brooklyn das Elend von Familien kennen und wird an die beste Kinderklinik der USA berufen, wo sie dem jüdischen Biochemiker Mitja Rapoport begegnet, dem sie ihr Leben lang die Treue halten wird. Für die Kommunistische Partei der USA besuchen beide Slums und diskutieren sonntags in Arbeiterschlafzimmern über eine bessere Welt. Vier Kinder gehen aus dieser Ehe hervor. Als beide 1950 den Stockholmer Appell zur Ächtung von Atomwaffen unterzeichnen, droht ihnen die Vorladung vor das McCarthy Komitee. Bei Nacht und Nebel verlässt die Familie New York. Schließlich geht sie nach Ostberlin, wo Mitja Rapoport die Naturwissenschaften der DDR maßgeblich prägt und Ingeborg Syllm-Rapoport die Kinderheilkunde der Charité revolutioniert. In der ‚Langen Nacht‘ über die Ärztin Ingeborg Syllm-Rapoport, die vor wenigen Monaten im Alter von 104 Jahren verstarb, reflektiert die sich differenziert erinnernde feine alte Dame ihren lebenslangen Kampf für eine humane und gerechte Welt.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht am 25.08.2017 bei einer Wahlkampfveranstaltung der CSU im bayerischen Bad Kissingen. (picture-alliance / dpa / Bodo Schackow)
Weiter mit Merkel Aber wie und mit wem?
Kontrovers 25.09.2017 | 10:10 Uhr

Die ewige Kanzlerin: Angela Merkel schickt sich an, Deutschland vier weitere Jahre zu führen. Doch wie schwierig wird die Regierungsbildung?

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